Israelitische Wochenschrift für die religiösen und socialen Interessen des Judenthums
- Journal
- Israelitische Wochenschrift für die religiösen und socialen Interessen des Judenthums
- Volume
- 3 (1872)
- Issue
- 3. Jahrgang Nᵒ 52.
- Date
- 1872-01-01
- Page
- [Seite] (sequence 2)
- Language
- German
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r 418 nungS lustigen so ihre Zsolinheit «an, pbrue zu zeigen. Waren d»ch wirklich meist nur die Berlin verhältnißmäßig nahe Wohnenden erschienen. Indessen daerste Circular in Betreff t er Versammlung hatte die Absichten nicht erkennen, mm vermuthen lassen, g» war da von ,M«gisch« Propaganda fischen gehen. Aber die Einheit zu brechen, an Stelle einer* universellen«Lianceeinen nationales WWelbund setzen? M a •>! yiwvMfuiift) * ' And -eutzntngd geaast« am wentgsten! Ist da» einst -rfelaW Prinetp des Wettbürgerthum» zum Gespött« für d e Zwecke der All. Zsr. Un." die Rede und von „OrKt geworden, thürmest sich di« Schrankm nationaler und religi» ganisatioa de» (nicht eine»!) Israelttrnbundeö in Deutschland.">.-ser Anttpachi«»,. st» grellen H^hst, gegen den beschleunigte» Der Ausdruck war — wir sagen nicht: absichtlich — jwd» Leiblichen Verkehr, immer höher auf, werden Mörder freigedeutig ES ließ sich an die Alliance Isr. llniv. in Deutschland denken, aber auch an einen neuen Bund in und für Deutschland. Die Einladung selbst nebst ihren Anlagen sprach zwar deutlich genug, aber die Zeit war da — wir sagen wieder nicht: absichtlich — so kurz bemessen, daß eine sCorre« spond<nz- Verabredung nicht möglich, allgemein«« Fernbleibens der G-nossen nicht zu erzielen war, so mußt« e» den« gewagt werden, um nicht die Erscheinenden in klägliche» Minorität zu lassen. , Da« waS wir nun noch über di« Versammlung zu sagen haben fußt, soweit di« Thatsachen und die Eindrücke der Verhandlung dabei in Betracht kommen, sowohl auf dem Berichte unserer Herrn Mitarbeiters im vor. Bl., wie auf Mittheilungen einige:' anderen Freunde. Alle dies« sind getrost, oder getröstet abgereift. Hegt der Eine oder Andere noch Besorgnisse, *) „da man doch einmal sich den Berlinern in die Hände gege« den habe" — so fand ein Anderer, „daß die Versammlung durchcuS versöhnend, ja erhebend und andächttg abgeschlossen sei." Unser Uriheil ist vielleicht unparteiischer, weil wir nicht unter dem Eindrücke der Debatte stehen. Me Punkte, die wir zu erörtern haben, find wenige. Wa< hat Hrn. Prof. LazaruS und Genossm bewogen, Sonderung zu erstrebm? Ehrgeiz? Lust, die Führung in Deutschland und dann weiter zu gewinnen? Daran ist gewiß etwas; wer sich von allem Ehrgeiz frei weiß, wer da glaubt, daß oft Gutes erzielt werde, ohne daß sich einKörnchen Chelbenab ein Funken, Jezer hara“ einmisch«, der verurtheil« das an stc). Aber die geheimen Absichten deS Nebenmrnfchen Zergrübeln, ist überhaupt nicht unsre Liebhaberei. Asso, welche Thatsuchen liegen jenem Strebe» zu Grunde? BaS «ine Organisation der Alliance-Mitglieder i« Deutschland zu größer» Verbänden sehr ersprießlich wäre, ist von keiner Seite in Abrede s.estellt worden. Da« ei unnütz-umständlich sei, di« Hüls«, die min etwa russischen Juden zur Auswanderung, zur AuSbildur g Daheim oder in Deutschland, gewähren will, erst über Parizu leiten, liegt auf der Hand. Daß da« Statut der All. Zsr. Uni». verbesseruugSfähig sei, läugnet niemand. Daß die auswärtige« „ Mitglieder d«S Ceotral-Comttö nicht einmal «itrathen können, sagen die Pariser selbst, sie verlange,» nur unsere VqchesserungSvorschläge, wollen sie gem annehmeu, soweit «S da« Princip zuläßt. Man will demnächst di« ZihreSversammlung io London abhalten, man wird ganz sicherlich berett sein, sie später einmal in Berlin und einmal Lite« zu halten. Allerdings mögen diese Concesstonen m Folge der Berliner Agitation feint so war auäf da« zum Guten. Di« einseitige französisch«Leitung war allezeit nicht wünschenSwerth, e» geht nicht au, daß üb« 400,000 Juden im Kutschen Reich lediglich im Gefolge von 40,000 franzö- - vesondei« anch darübrr, weil ei» Amendement von Hrn. M. <?. Lewq pl J i statt „gleich und m-Verbindung mir" zu lagen: „als inlegrircnder Theil der All. Jft. llniv." gefallen war. sprochen, weil sie „Fremde^^ erwürgt, flüchtet fichf^er.Gedanke der Völkerverbrüderung und Solidarität zu träumen^« denSligue» oder zu Wüsten GociaUsten und Strikecomijmndtrendeo, stoßen gelehrte Gesellschaftot, lßunstacad«stk/st hie „fremden" Mitglied« auS, oder lasse» Gelehrt« sich aus dazPtsipn der „Fremdest" strüchtn, «greift der Taumel, ja dt« Barbarei, di« Kreis« d« gewählteste» Aristokratie de« Geiste», de« Ms. seuS und Können« — dann Israeljhe»! „wmn Alle untreu werden, so bleibe» wir doch treu, damit für BrüderltchkÄt. auf Srdtn noch stet« et« Häuflein fei l" AlttS', abgedroschenes Lied l In Gotte« Namen, «dir sind ja Ukroff die Kind« d«S „alten" Bruder«, an u»S4st d« Welt alle« mtlm. Hoch diese« Altei Wir haben «ine allgemein« Allianz Hstd sollten sie zerreiße»? I Nimmermehr! Ab« warum maß denn'Paris Sitz de« Eentral-Comitö bleiben? Muß?! da« gewiß nicht! Ab« d« Gedankt ist nun einmal von darchuSgegange» und» verwirklicht worden. Da liegt un« d« Beweis ob, daß Paä« sich de« Mitralfitze« unwürdig gemacht: Gleich nach dem KrtpM vielleicht noch während desselben, «ledigte „Corriere IarMutk»“ die Frage, ob die Alliance von Pari« wegv«l«gt w«dea soll«, mit den paar Worten der Schrift: „v«achte deine Mutt« nicht, wenn sie alt geworbt» " *• i An«kennend« Worte der Alliance zu spenden, ist hier unnöthig. Herr S. R. l)r. Reumann hat in Berlin gesagt: „Die Alliance hat sich die Welt «obert!" Ab« für Paris doch noch einige Worte. Ein ZeittingSschreii«, dessen Worte ohnehin so rasch »«hallen und vergessen w«den, darf,schon einmal sich selbst eittrm und früh« Geschriebene« in Erinnerung bringen. In R». 5 M erste» Lährgwitget (1870) unseres Blatte« haben wir in einem Artikel üb« die All. Isr. Univ. ausführlich begründet, waS wir hi« kutz zusammenfassen wollen. Bisher: haben die französischen, ab« nicht die deutschm Juden e» »«standen, unter un« die religiösen Meinungsverschiedenheiten bei Seite zu setzen, da« Partrischibboleth: „Orthodox od« Reformer" außer Frage zu lassen, sobald «S sich um mehr ul« einfache Wohlthat Han- , delt. D.eS ist nicht unsre Schuld, jene« nicht der Franzosen" Verdienst. Wenn einmal bei un« rin paar Generativ-, neu hindurch offieiell tn Untersuchung««««», bei Zeugenvernehmungen, im Gebuxttschein und in derTodtenliste, in d« Kinderschule und in d« Lasern«, in Reisepass« (wie lang« hat denn da» aufgehört?), bei Wahlen, bet Beförderung zum Officier oder Nachtwächter nicht mehr nach d« Religion wird gefragt worden sein, dann w«den auch uns«e Nachkommen gelernt haben, daß e» „nicht hübsch" sei, übnall und bei jed« Gelegenheit nach d« religiösen Ansicht und UebrrzruguNg zu intsuiriren. Im Pariser Comitö wirken zusammen die Erömieux und Isidor — sie gehen in ihrem religiösm Leben und Thun ebensowett auseinander, wie bei unS.die LazaruS und Hildesheimer. Bei un« geht deS nicht, noch nicht. Und weil wir doch einmal eine Personenfrage berührt »