Israelitische Wochenschrift für die religiösen und socialen Interessen des Judenthums
- Journal
- Israelitische Wochenschrift für die religiösen und socialen Interessen des Judenthums
- Volume
- 3 (1872)
- Issue
- 3. Jahrgang Nᵒ 49.
- Date
- 1872-01-01
- Page
- [Seite] (sequence 3)
- Language
- German
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m fft t» fctr Hetmath, sagt dntr der Israeliten, die Synagoge «B; gchtzshnkch schlägt igerade zehn Uhr, wenn »au den Schlnß- Hkftnz „8» K&lxau" fingt. CafOrt stimmt «in anderer di» Lchabbet, bildu er sich rin, ruht der Frosch» und da möchte e« nicht gerfthm fefat« ihm aon seine« Unglücke ju reden, aber sehr» ttnaen St« den Krankm an diesem Lag«, an i«m rrwähntrn Schlußgesang an und alle falle» triftig ein: Niemand ist «i« «ln «ott. Niemand ist »i« uns« Herr, Niemand iß »i« »nler Einig Niemand iß »i« nnjer Hcher er. Go hallt da» die oriattalische Meftdft, »«» zeh» kräftigen Männerkeßlen gesungen, über dir durch di« Champagne führende Landstraße, «nd di« semitischen Laute verkünden «ß, daß niemand «usrrm Gotte gleicht und daß wir keinen Helfer haben außer ih». .-t-. Da aber (ttqt ein Unteroffizier herbei und ruft eifrig; geht nicht meine Herren.' Franzöfische Lieder dürft» hier nicht gesungen werden!" Trotzdem mau unter lautem Lache» ton» bichern Patrioten aubeinandrrsetzte, daß „La Lelodoan" «n fdßnMschea, sondern ein hebriifchr« Lied sei. war e, doch um dft feierliche Stimmung geschehen und der" Gesang wnrde nicht weiter snelGisetzi. Gewiß durfte» nicht mir Afraelü Kinder, sonder» alle Kr ie» im ganz» Heere fing» und sagen: „Dir rühm« unftr» und Herrn, wir rühmen unfern Kßttig »nd Helfers" Feuilleton. " AiBchtßare /efet*. caitzinal.Noueß« m» de« jiwifttz.awenHmuschoi keden um, 2. N. LtchNußerg iu «n»pwt f» (Soafttzung.) „Mir? nun wir gefüllt «g . ganz, gut hier, ich verdtom Geld genug, denn erstenbin ich Krankenwärter, und zweitenbin ich Kauh'u*) geworden, wiffm «Sir so ein Kauh'u, ivi« »«N im Tempel gehabt hat, und «ie dftjenigea find, dft »n» Katz oder Kahn nennt," setzt« Lärchen erläuternd hinzu. ,^kranftn»ärftr , stad Gft?^' fragte der Doktor, „aber' Haien Sie denn sch« Kund«?" „Einen einzig», Herr Doktor, und bei de» ist dft Arbeit nicht schwer» und dafür bekomm« ich Kost und Logt-, iznd «iu recht spaßhafter Kranker ist «-," und dabei neigte ßch Lärchen an da- Ohr de» Doctor-, „ein recht spaßhafter Kranker, denn er redet fich ein, er hat «in» Frosch im Leibe." „So so?" sagt» der Doctor unglaublich, „aber warum sag« Sft mir daso heimlich?" „Sinn well — weil «- der Herr von dies«» Hanse unft der Later jene» hübschen Mädchenist," flüstert, värcheck Moritz prallte einen Schritt zurück und starrt« Lärchen «ine Weift an, dann sagte er drohend, „Lärchen «ach« Sft keine schlecht« Witz«, eist hier keine Hochzeit, folglich brauch« wir kein« Poflenmacher." „Soll «tt «ott.tzelfen, e« ist kein Spaß", sagftLärchen. dft Hand betheuernd <mf dir Brust ftgend, JH ist dft reine VchrheÜ." „Ader umsagt denn der Arzt zu solch «in» Krankheit, Aß.doch nur eingebildet sein kann?" frag» Moritz. <’■ * will ja kein« Arzt, « glaubt «ine alft Frau Hab« ihn mc zwei Zähren behmt und dakiunft ihm doch.kein Arzt helfen." „Moritz dachft «nun Ingeablick nach und frogft dann: kann «an dm lttauke» nicht einmal seh«? vielleicht gelingt . es . »tt Etwaftft ihn zu ttzpn. " „ , ,Lch da- «hm ist dft Schwierigkeit, erwiedorft Lärch«, io der Wocheist er für Nftwand« gr> spnochen,und wn 1 ■■'—* ' *) Vom Priefftrßamw«. rr so gesund rfte ein anderer Mensch ist." Der Doctor wurde nachdenftnd, und detrochftft Lärchen, ohne ihn jedoch zu sehen, wft o- -»st. bei tftferew Sinnen ge» schftht. värchm der indeß nwinte, der Docwr betrachte seinen neu« grau« leinenen Anzug nnt die schwere Uhrkette, sagft: „Gilt! Herr Doctor, cmur-ert Sft, daß ich so nobel gekleidet bin, «d Uhr und -kette trage? daß habe ich mtt schon allebir ch weiu Geschäft «rdftat» ich meine durch daittlnh'n'Geschift, übrigenkostet der ganze Anzug auch nur rin« Dollar iwd b0 Eent-."z „Wo» ist denn dag eigentlich nrit bem Kauh'u, van dem Sft da red«?" ftagft Moritz ohne besondere« Znterrefle. „3a daist drollig, und ouut nonut du» smurl hier, und vor ein«! smarten Zung' Igel «an hier groß» Respekt. Doch härm Eft.zu, den« Sft wtrden mir nicht in- Handmerk pfuschen," sagft Lärchm pfiffig. „Sehm Sft, ich diu wed«, Kanh'n noch Levy. . .Am Donnerstag ftzter Woche aber, »- war sehr heiß, geh» fth iu dft Wttthschaf^ zwei vlok» meid» Himmler, um «in GlB Bftr zu trinkm, Wft ich da ei« Weift fitz«, kömmt «iu junger Maua hinrin und steht stch um, d« «der Rftmaick, «lich. dort s, iß, geht er auf mich zu, und sagt: „Entschuldig« Sft find fl. ihrhndi? .Ln," sagte ich. „Wissen Gft vielleicht wo eii, Kauh'u wohnt?" „Wam»ll« Sft denn von eine« Kauhn, frnge ich?" „Ja sehe« Sir, sagte er, meine Frau und ich, wir Hab« «in« Erstgebornen, upd da. wölb» ich ein« Kamh'n Hab«, na» Pidjou Hiden*) zu »och«» wtd da ich nach nicht lang» vom Land« hl» dft, so kmne ich sehe w»ig Znden." „Da kowtftn Sft stch an kein,» bester« wenden, «wftburte ich, ich bin ei, Kanh'n und will dm Pidjou Hot« für Sft «ach«." „Der Rann ist höchst erfreut, ich trank mein Lftr au» und gehe mit ihm »ach Honst. Dort «gekommen, fragst er mich: „Gebratcht man kein Geld zu« Pidjon Hab»? Zu da« versteht ßch» sagfttch, und zwar «ft halbe» Pstmd Silber chm Geldeifturch." Dm junge Mann such« alle« Silber hervor, wo» er i« Hause hat», und legt auch einige Landnot« dazu» dese jedoch kann Ich nicht leib«, weil e» so viel schlechte ged« soll; ich sage also: ,La, lieber Herr, daß geht nstht, e» muß «Le» Metall sei». Ohne, dft vauknotm lieg« «uqeführ 2 Sofia« Güher auf dem Tisch«-" „k*t M um destanl stch «ft« Weift und sagt: Hch mag nicht nochmal--wechseln geh«, dftstß wird es wohl ebm soe Ant thnn, und leg», dies, Uhr und Kette dichn, ch« da» Ganze ans Ar« Tell« and die Erremonie beginnt. Zch frage dm Vater garz ernsthast: „Willst Du da- Silber »der da» Kind?" und et erwiederte de« Riftal gemäß: ,Lch will lftder dB Kind, behalft du -B Siber." ^Ich laste «tt dB nicht znei Mal sag«, nehme dm Teller mtt «llnn um» d'rauf ist, schütte ASB» Uhr und Kette natürlich auch, ft mein» Rocktasche und geh« schweigend ab. Dm Beter dal jungen Sohne» guckt »tt »ach, wft eine Kuh, dem neuen The r«, ich sage ab« nichts» upd «sag» auch «icht», nutz da» war meft «sft» Geschäft in Amerika." (gmts. s.) »1 »utlösu iz ft» ftrßzMorem».