Israelitische Wochenschrift für die religiösen und socialen Interessen des Judenthums
- Journal
- Israelitische Wochenschrift für die religiösen und socialen Interessen des Judenthums
- Volume
- 3 (1872)
- Issue
- 3. Jahrgang Nᵒ 48.
- Date
- 1872-01-01
- Page
- [Seite] (sequence 2)
- Language
- German
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0i r: Berichte und Correspondenzen. pmm4. * w. Erwcheruig*)Rß Hckrn itf.BE'SnpIlliW:' bilbctt b<n Hauptgegmstqnd meiner Interpellation? Nicht« HiU«ri4 «*«****, i^DDe»MNiNesgDGkDqahe der die hiffigm süßtischta Schuten — ich habe nur von^der höheren ilöchterschnle, der Real, und höher«» Gewerbeschule gesprochen — besuchende» Schüler und Schülerinnen in vezng auf den kreligionsn^rrichs befindet. Wadnrchist bttser>R«Ht. stand herwrgeruseü^ Dabikrch, baß «an diese» Schülern weder «an» »ach Zeit «woührt, den Religionsunterricht zu genieß«. Sa» die Zeit anlangt, so werbe» Re MbffHöck Schüler fMr w* iw Thitluah«, aw-b» betreffenden »ettig» istligianSstuNden dttpeustrt, allein -da diese jtt» groß» Thal mitten zwischen andere Lehrstunde» falle», s» können fir von den jüd. Schäle« für ihr« ReligionsuntektAht gar nicht bmutzt werden, sie verlieren diese Zeit durch Hin-nnd Zn» rückgehm, und nur find dann^unf die Danuabeub- und Mittwoch» Nachmittag« nk Soantog-Vonnittage angewies«, (von de»« di« erster« während de« Sonunerhalbjahre« durch b« Tnru» unterricht unt genomm« find,) wir müsst» also dm llindq» di« für ihre Schularbeit«. Pnvatstundm, Musikunterricht rc. erübrigend; Zeit göwiffermaßm nehmen, um sie für dm Rckst gionsunterricht zu verwende«. Mit »elchm Collifionm ßßä da die Religion-schul« njcht zu kämpf«? Wie werd« daRM die Linder »ehr all nöthig angeskengt, weil — sie thM Religionüuntrrricht nicht gleichzeitig mit dm Schäle« Wf ande« ileukeistoa» bab« kbrmml 'Y*. Die. Üblicht Cbtflä&flRnÖat«»« wandte sich auf meine Veranlassung im Jahre 1887 mit eine« Gesuche an dm hiesigen Mag strat, um wenigsten« für dir jüdisch« Schülerin»« der höhere, Töchterschule (damal« 70 — 80) diese Erlanbniß zu erwirk«. Der Magistrat antwortete bemal«: „daß innerhalb der herkömmlich« Schulstunden kein Local für d« israelitisch« Unlerricht stetstehe." Handelt es sich hiernach nicht bloSetuzig Und allein um die Beschaffung eine« Local«? Kür Schullokale zu sorg«, aber gesteht Herr Lkstemann selbst ei», gehöre zu btn Pflicht» einer Stadtverordnetenversmumkung. Schärte stuach mettu Interpellation nicht mit »ollem Fug und Siecht vor die zur verwähl der Stadtverordnete» berufene Versammlungf Gerat« nachdem Herr L. in seiner EaUdidatrnrede st» jener Gememdra ählerversmmnlnng auf die' Wichtigkeit der nächst« Dahlperioi« — der Staltrrweitrnmg weg« — hingewkestn hatte, grade jetzt, wo «an t« Begriffe steht, im neu« Sachtthetle ein lurrktche« Gebäude für die Real- und Gewerbeschule zu rrrlchler, schien mir der geeignet« Zeitpunkt gekommen, dt« n« zu wählend« Herr« Stadtverorbnet« «er jene wichtige «ngelegeuhkit zu interpelltren. Soll« dstjüdffchm Schüler «stder »»«hrend dir Rüigiougstnnd« die Thür gestellt werbm? Soll« st« während strenger Wintertag« draußen znbringm? Soll« sie die Zeit nU dem Hist- und AurüSgehen ungenützt «Will«? Ist e« nicht begrünbete Forderung, baß «an auch für die jetzt sich etwa auf 80 belaufend«, aber beständig na Wachs« d griffen« Zahl der jene zwei. in eine «Schulgebäude vereint« Schulen öesuchendrn jüdisch« Schüler «in'«der Mi •) wir ipfca v«a«» Nagrlqenbat nia bu bai «rragna» der GPmitUtzaft Ntch» Snileu. M. Zimmer «inräume, in welche« sie ihr« Religionsunterricht empfaugen kimnstn?^ Dolltrn die nicht auch für Eva« M«A z». Competenz der Pi» »Lk oeDtstO diese Frage. Er uDl Gvar-Mht WeMiHibVst^StßulMtzchWmhett« gehör« nicht zur tlompestpz der Stadtverorbnet«," da« wäre ja, sagt chr-, atwoü^chr Thtvichte«, aöarlLLd L sch » Gchnlaggckrgenhttttn gehör« nicht daznst* da» wäre nach seiner Ansicht nicht s« chöricht» sende« höchst »eist «ad väterlich. Wa« wäre natürltcher gewest», als daß Herr L. mein« Interpellation etwa da- -in beantwortet Hütte: „Wir sthm dm Roth stand ein, und »erd«, falvetl e« tu unser« Kräfte« liegt, bemüht sei«, Abhülst zu »«,schaffen. „Da« wäre wohl dir einzig würdsge Antwort tttan DWUiBNMWWpwO meya» go9qotf kw otc erste ßktgm» schast ^emeü- Stodtuerorouestn auch., «einer uumaßgeblich« Ansicht »och doch wohl bst sei», ba« Sohl nud da« Recht aller Bürg» der Stadt, welcher Eoastsfio» fie auch angehör« «ögm, im Auge zu Hab«. $ta» dst „Eeufurertheiluug" anlangt, so ist da«, auch eine so einfache Forderung de« Rrchv, daß in Thorn, woselbst ich 8 Jahre als Rabbiner amtirte und dst jüdisch« Gchülerkna« au der höhen» Töchterschule tu der Religio« unterrichtete, der Herr Dirrctor L-r. Pr«»« au» eigenem Antriebe mir dst Ewsur« zur «nsfüllnag der Rubrik „Religion" zusandte. Und da« sollst hier unmöglich sei»? Dazu gehört im Grunde nur der gute Wille der betreffend« Herr« der Schuldeputation, zu Istr dst Stadwermbnestnversammlmrg ja auch ein« Anzahl v9k Mitgliedern z» wähle» hat, und der Herren Direetorrn, dst bei Kestellnng de« LectionSplane« dst nöthig« Rücksicht aus bst jüdisch« Zöglinge näh«« und dst Reli^ou«- stunde» auf dst «ckstuud« »erlogt». Ueder dst nähere praktische »uüführuug «ich hier auüznlafl«, würbe zu wett führ» re. Ich schließe birst Sstplik, die, hervorgerufm durch persöulich« Angriffe gcgm mich, der ich in reinster Absicht für dtehcklige Sach« rineS Theist« der hi efigm vürgerschaft da« Wort evMsst« Hobe, ein« Angestgmhett in bst veffmtlichstit drängte, dst de« Interesse« der hiesig« vürgerschast wohl würdig ist. Ich überlasst getrost dem gesund« Sinne derstlbm da« Urtdeil hierüber. Rur ungern und nur i« Interesse der Wahrheit werbe ich, wenn «0 noch thut, in dieser Angelegenheit öffentlich »stberda« Wort nehme»; nur de« würdige» Gegner-wab« ich dst Antwort-nicht schuldig bleiben." Au« der hierauf folgende» Entgegnung de« Hro. Listemann gib« wir «bmfallö nur dst auf bst Rechtostage bezüglich« Sstll« hier aMer. Nachdem Hr. L. einleitend hervorgehoben, dqß ihm dst best. Nr. der „Wochenschrift" *) nur durch dst „Frcuodlichsttt" (?) eine«.jüd. Gemeindemitglstde« zugänglich gemacht word«, schreibt er zur Sache wst folgt: »Wenn Hr. Rad. vr. Rahmer bst von mir tu Abrede gestellte Compestnz der Stabtoerordnetm-Versammlnng, dst von ihm angeregt« Frag« in da« Bereich ihrer Beschlüsse zu zieh«, darau« dedurir« will, daß dst Versammlung einige Mttglieder der Schuld«pntlition zu wäbstn hat, und wmn er «ich hstraach mtt «ein« eigen«» Waffm'gcschlag« rvähnt, so ist «eine« schlichst» verstand« diese Logik schier unbegreiflich. Mtt dem- 1 Daß dst vesprechan, dies» §«M Angelegenheit in «in Organ ,M dst rUtgitsrnZnUmfi« dwJustachnm»- himingchstt, find« nlmlich Hr. 8. gor nicht tnstrvrdmmg, »macht de« «orr. »ichncholtianmt mmaJBmmi.