Israelitische Wochenschrift für die religiösen und socialen Interessen des Judenthums
- Journal
- Israelitische Wochenschrift für die religiösen und socialen Interessen des Judenthums
- Volume
- 3 (1872)
- Issue
- 3. Jahrgang Nᵒ 47.
- Date
- 1872-01-01
- Page
- [Seite] (sequence 1)
- Language
- German
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H 47. - 1872. Zl-rrEsch, fit bie religiösen und sociale« Jnirreffen deji Jnbeathnms ErschetM jekn Mtttnoch. otaUljähtt^ 20 Stlt«Ur»schm. H>Ml WMilli,, Petttzch» *kr km R«mn 2 B«ani»»rlltcher RMMr’ unk HrnoUtzekr Rabbiner Dr. H. in Stettin. Magdebul^, 20.8M>embbr 1872. AkM». durch «>e vrchtz«vd>»Dm «ch Postanstalteu. Ifttat M»tm+iTn<ttrti *m t«rl Frieje bi Sb|blM|i t Inhalt. gttoMk »rttt«tr Dl- «Mel» «anfei», pa ««gmchi«,Hr Rraflntyk« Sukkray. — OmUktt Mi», i Orutschiand, Berlin. MatzkkuH, OM. V»st». — Oesterreich: Lemkrtz. tzitantek». H»f. — J(«!<«■: Rm. — Ruatinicm Bukarest. — OtrwtfdKt mit «enefte Skaechrttttr« I (2). «tukat Buchenau.!»«!vz. Metz. Sie«. Pari». PeterlLurg. «ra,uje»ac. Bukarest. Re».York, «lgier. UaiMrtmr Unsichttar« Fessel». YNtzlnal.UchD» aMs kk jstksch.»««rikanischen ttk* »an I. R. Llchtenkr, in Re» .York- — BerichNgu«,. — Austwate. ,! nu . . 1 *1 'ff. -.1 .i i .. -.. - 1 - ftite tl» MkMrausftffchnng- Wr Seideiitzgchchichtm, Mt ja durch M« ganze ihm, Rundgrnj f Hab«? Ja der rumänischen ANgeftgenheit, Mi» wurde ara jfbtm Speech« da Mit, lvmmk nicht «Lei« der fpeetell «nfWonell« «tendpui» zur vrmthiilung? fii Hczugleich Me Bedeutung einer die tiefsten Seit«, Mr HnchMstt, ja, »»»Melleicht in gewissem tzSinne noch tnchr Me de» üffentltcheft ddichRt Ns»d Gittrag ksetze» beeshchnden Hedge. Skt in MunüNte» Muietzt achchcch utft nüch MßMr di« ttnftltka, Mt hart, tcr de» tzuminlsche« Volke», von einem künstlich «zeugten Parteihaffe i er jüdische« BevblArung zugefügt werden,- müssen al» eine allgemeine, jeden' Wohldtnlende« ohne Unterschied Mr Confessio« u rd de» Partei staüdpenktrß betreffende Affafte aus. gefaßt «»erden so «heischt es du» Culturintereffe, dessen Fortschritt gefährdet erscheint» wenn es, wie «» in Rumänien geschieht, Mit solcher Absichtlichkeit Vnchähnt wird. Tie lebhaft Me» gefählt wtrd,'M««ist di« eine von dem holländischen Delegtrten confatirte Thatsach«, daß da» in Amsterdam bestehende Hülftcomite unter seinen Mitgliedern protestantffch« und katholische «änuir zählt. . Demgenäß dildetr daun auch Me Frage: wie und mit welche« Mitteln W.flch.M« politisch« und bürgerliche Gleichstellung der rumünist ft» Juden erstrebe«? den vorzüglichsten Gegen» stant d« rege-ordnung. Mit Gcuugchuuog erfuhr man gleich zu Anfang, daß di« rumLuisclnn Juden selbst t» :>Ufcr veztehnng Me Inftiattoe ergreif« wolle». Roch in diesen Monat« treten Me Kamonc» ihre» Lande» zusammen, fl« «verlien an dieselbe «im Petition de» Inhalt» richte«, man «Sg« ihnen, di« sich al» treu« Sühne ihr« Heiinath fühlen, Me ihn« durch Verträge ein« «och nicht lange r erschwundenen Vergangenheit gewährleistet«, bürgerücheu un!> politischen Rechte Wied« zurückerstatten, und Me» ist nicht nur ein« Sach« dar.Klugheit, al» vielmehr da« Gebot eine» treuen Patrioti»«ui!. Ob Mes« Schritt von Erfolg gekrünt sei« wird, ist eine Frage, Me stch jetzt wtber bejah» «och verneinen läßt; für die Louserenji selbst, so lebhaft stch in ihre Hoffnung in dichk-n Punkte «»sprach, daß Me Stinane da GerechtigkrÜ endlich i.Jrw, Wt ftrfifrftr Vmfatn) -*» tzA 11 M7 VItzPo2W»W RT 8oUW»URWn8 Da» im vor. Platte erwähnte zur Arüffcrrtllchung bestimmte Protokoll der Eonfrrrnz kauttt wi«^ folgt: vrüffel, 1. November 1872. „Am 2S. nah SO. OctoMr tagte hi« die'« dn »nge« kgenhrtt d« rumvlischrn Juden zufammmgetrete« Confermz sämmtlicher HUstcomite'«, wie fit stch in Folg« Mr traurigen hie «ad da gebildet eomlte autzgegangen, und « zeugt von -einttn nahrhaßfthüh. m«n»w«rthe» Elf«: simmtNch« Comltr'» hatten derselbettFdlge geletsttt. Demgemäß bot d« Confistorialsaal der israelitischen Gemeinde in vrüffel einen seltsame» Anblick;. Frauzoftn, Deutsche, Enpllnd«,' Holländ« und velgiev. '-'jii'sogar Vertrtter de» fernen Amerika hatten sich eingofunden und dbcn- «enttrieu auf dteft Weift, daß in dieser Frage da» Gefühl d» Solidarität st, Alle beherrschr. Di« Debatte war vielsprachig, man hürt« irruisch, ftanzüfisch, englisch, und doch muß «au sagen, daß in den polyglotten Disenfßonrn niemals d« harmonische Zusammenklang vermißt wurd«. Selbstverständlich beschäftigte sich di« Eonfeanz bet d» Kürze der Zeit, Me chr zu Gebot, stand, nur wenig mit tuß«rn Formalitäten; sie wühlte ihr Bureau und schritt sogleich an -ihre Arbeit. Wie sich von ftlbst versteht, siel Me Wahl zum Prüfidenten Mr Versammlung auf den aliehrwürdigen vrrthetdig«. ffraeltttsch« Zntereffe», Adolph« Sri* arteur, Mr seit «ehr al« einem halben Iahrhm,Mr1 ÜMrall zu sehen lst, wo «» gilt, dem gekränkten Rechte sein« Glaubensgenosse» zu« Siege zu verhelft». Zu Biceprästdeuten wurden die Herren Franei» Goldsmit au« London, vr. Leop. Kompert au» Wien und Prof. Lazarus au» veilin «wühlt; auch i« dies« Wahl spiegckt stch di« Bedeutung der vorzüglichsten Cnltnrstaatm Europa'» «ch. . Mit praktischem Sinne ging Me Versammluvgrhegleich in woäiod roe ihr« Arbeit« «in, und e» muß hntwßgehoMn merdeu, daß «au stch nicht allzu lange mit DMl»"abgab, wie sie leid« geraM in dich« Frag« mit nur zu groß«, Neberstuffe de» Material» fett einige» Iahe» ooriftgea. Wn»