Israelitische Wochenschrift für die religiösen und socialen Interessen des Judenthums
- Journal
- Israelitische Wochenschrift für die religiösen und socialen Interessen des Judenthums
- Volume
- 3 (1872)
- Issue
- 3. Jahrgang Nᵒ 43.
- Date
- 1872-01-01
- Page
- [Seite] (sequence 3)
- Language
- German
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HM» «Mf Mn Mangtt an--uftn^olnsschm Lehrkräften an de» selbst Mt polnisch« ^ifHörtr MMn — zäräihnfühv«, thdlls ober darauf, daß es ber jisoaelttssch« Augeob'schwm fiel, d» polnisch« Varträg« «tt de» «forderlich« Verständnisse und «tt Auf«erksa«rtU zu folg«.' Der israelitische ENttusvorstand hat sich deshalb za eine« Beschluss« «nfgerafft, der «et Jedem, welcher »ur hollweg» «tt dm Ve.häktniss« der hiesig« Istaeltt« »mtraut 'tst, 'gebilligt wird« mußte. Diesem sBeschluffe gemäß sollt« nämlich in dm israelitischen Lfhronsttltm Me einzeln« Lehrfächer »dermal< in deutscher Sprache vorgttragm «erdm, wenn auch zugleich ausdrücklich betont wurde, daß die polnische Sprache gleich dm übrig« Lehrfächern mtt aller Sorgfalt gepfiegt werden sollte. Der Landesschulrath hat sich deßhalb in Berücksichtigung dm »dm angeführt« Umstände veranlaßt gefunden, den israelitisch« Schul« bezüglich dm deutsch« Sprache Iheikwrise ,!tne Eonassion zu gewähr«, »nlk bestimmte, daß dm Untirricht im Rechnen in deutscher Sprache zü ertheilm sei, dag'igm solle für die übrig« Lehrfächm die polnische Sprache alb Vortrags« sprach« beibehalt« werden. Dieses „MfeatmM" Zugesttnd-' ntß, das den israelitisch« Schal« bereits gemacht wurde, muß sich natürlich aus den schon frähm «wähnt« Gründen als ungmügend erweisen, nur können wir in Folg« dessen mtt wahr« Genugthuuug. hmvorheb«, daß schon tu. dm ultranattoaalm Kreis» dt« Uebrrzrugung überhand j>u nehmm scheint, ' daß Mo polnische Rtvellirungsfucht und das Aufräumen mtt all« Znstttntionm deutsch« Ursprunges nicht tmm« dm gewünscht» Erfolg.Hab« kann.?>? (R. fc^Pr.) - 8. Aoric im Octob« (Orig.-Lom.) Wenn ich einmal auch aus unser« klein«, friedlich«, so recht patiäarchalisch Mm Gemeind« eine Kund« It» die Oesftntlichkeit dring« lass«, so wmdm ktt mir gewiß um so eh« die Spalten Ihres Blattes hierzu bffnm, als «schilp ein« fchäNNU AV zu »«zeichnm, durch dm tjbm Verdienste seine Krönet Lhett geworden. Und war es auch nicht gerade eine Krone, dte unsmni verehrt« H. Robb. vr. Ehrrntheil an d« letzverflosienm hoh« Fdstsag« wohlverdimt« Vbaßm überreiche wurde, s» krönte dochei» fildernee Ehrenpokal sein, Berdtmstr um!»tt htestg« 6d«Hma-I»äja«tz». Unvmdross« arbettmnämlich unser H.Rabbin« fett Jahr« für d« Bestand -unddas Gei^th«, für das segensreich«^. Schafs« und-Wtrsm diese Eh»«, «nab» lässig ist « bemüht, dies«' «bl« Vmetu zu hebm und zu fördern. Sr hat der Brüderschaft für „Arm« - und Krankenpflege und Beerdigung" so recht.das »ahr«,stark pulstrend« Leb» «tägehancht durch da» Wo.t nicht uur, da» dmedt von dm Kanzel hmad wie -i« 'Prioaltzause «muntert «Nd an» feuert, sondern nicht mtndm durch Me Achat und des Vorbild?, Dieses hat 1». volle« Maße Me httstge Gemeind« j* würdig« gewußt, «ud dies« gerecht« Würdigung Ausdruck zu gebe» «ae dw Zwecks dm uns««« verehrt« H.Aabbtner aw'Nach» retttage des erst« Lage» Rösch. haschaaa dargedrachtt, Ovation. Di« ältest« Ehewra-Mitglttdm» geführt so» wacker» Gemrtich» vorsteh« H. Fetedrkch Hirsch und de« geschätzte» Ehewra- Vorstandes. Moritz Goldschwtd, begleitet mh Mm SeNtor unfern Gwnitud^ Herrn Ifak Mauthnm,. «tue» »ehr b« smndatjährtga^Sreis, bildet« di« »o« Mtrefferw.» Verein« entsandte Deputation. Dm obengenannte Vmetnsvoi-stand hielt hierauf «ine kurz« Ansprache, in dm tt betonte, mtt es dm «nasch dm Gemeind, sei, bi« langjährig« Vabttnste heb H. Rabbiners m Mn Verein p, ehr« k and üterr richte Mn« selb« ein« 'flwßm fAMmett Ehri npoINl mit einem in gm Aftbmm Attzett'angelftachl« Kwiiz«; 'in'welchem schön di« Worte gnwftt M^Dte HMit« ättüdmschast Ihrem verehrt« Rabbiner Herr, vr. Shesntheik i(7t* Stchlltch bnvegt «w auf» Angenehmste berührt bankte dm f» Sethrl« A wenig«' Wort« dM' Deputation mw äbm- «ahm darauf-die Führung derselben zuH. Vr.'-Ldwlch, Mm Bmrinsarzte, wllche« nach ein« Ansprache Mb H. Rabbiners «in ähnlich« Pokal überreicht wnrde. —' 5 ’ ' ' '■ li1 Vermischie und Mefiß, Mchrtihten. ' ' Wertl», -13. Octob« Die jübisihm groß« Feiertage mach« sich him mtt jedem Jahr« äußerlich auffalhmhm be» | nutttat: der Handel stockt, ab« b<t Wandel blüht in fflb* Üchm Farbenpracht auf d« Staßen. Bet dem gestrig« Bmsihnuugsftst« (Jom Kippur) konnte' man in b« Königs-, Spandau«-, Leipzig«-, ünb anderen Straß« ganze Rechen von Läden geschloffen' seh«, während sich in und r>0r den Gotteshäusern, z. B. der neu« Hznagoge in dm Orgnimburgmstraße, eine wahre Ellte festlttz Gekleidet« zetgte. Dabei «ach« die off« gebliebenen abendländffchen Handlungshtnser durchaus nicht größme Geschäft«, ftndern sie klag« vielmehr sämmtlich über Flauhett und Einbuße. Diese Geschäft-stille erstreckt fsth abuÄrts nicht allein Vis aus dtt Droschken sondern biauf dm Kleinhandel' mttZettungea; «auch« ZettunAs-verkLuftt auf dm Stiche Hab« gestern und heut 3—4 Thal« pro Dag Einbuße. ' (B. D .) " Aus' Wapern. Dtt n«m Bestimmung« Üb« die mitttärisch« Ohrrnkezrugung« für tile bayerisch« Armee enthalten die Vorschrift : die Gchikdwach« hnb« vor dem »Hochwürtzig« st« des kathol. ffntta»" Stellung inst Gcwehr^wzu neßm«. „Me nun (fragt dm „Pf. K.'), i»emi ein WiÜ«uät »dm Iftaeltt Schllbwüch« steht^ Verträgt es fich unt Mr'gaNlNttrttn GavtsseNsfrethett, dies«'' eine solih« Ehrmbezmg^ig zu^a?' muthm? Und erinnert da« nicht tm dtt Zeit des Kntweugnaßs^' standest — tdfr setz« voraus, daß dtt IuMn, im Verein^ mtt dm' Protestant«, odm allein, gth« solche verrotteir flnprüch« des katholffchm Cleru» «eüf das entschiedenste sich wehren' wmdett. >' Men.l Herr vr. Franz Hoäng-m, Reglmun-srach lind Dtrecwr Ms k. k. Skvdemischut-Gmnuasiuüts, hat sich MM» gifand«, an Mm israelitisch«^ vcrsbhmmgstag« dm Unter» , richt gänzlich zu suspmvir«. damtt dtt tfeaMtsche Zagend sich «gestört her Seih« Meses Tage» hingebm könne. Aus Aorttschs» wird dm „St. ft. Pr." unterm 6. t. geschrttb»! Ich send« Ihn« dal wortgettenm Text «ine» vom httfig« Hemm Psarrm dm jt wisch« EultnsgemeinM zugestellttn Erlasse»; MrselM lautet: „Zur Bameidang non MlßMntnng» att» auf Grün» odmhtttlich« Weisung «in» löblich« LultustzemetnM zu, wetttr« vmlmttMm«, httmtt msffnet, daß dm Antritt für Richtkatholtftn währmd dm gettesbttnstllchai heilig« Acte in der Kirche durchweg« unstatthast sei. Koritschau, Mn 23. Septtmbm 1872. Marti» Aeemana, Pfarrm." — Ich gl«de, daß dieser Erlaß keine« «ommentars bedürfe, m spricht j»r sich selbst. Dm Herr Pfamm ist für dttse» «ttttlattmlttz« Schriftstück nicht vmantwortstch, dam m «füll» fein» SIktth» auf „Grund oberhirtlich» Weisung", rrspectw« ans Anordnung de» Olmütza