Israelitische Wochenschrift für die religiösen und socialen Interessen des Judenthums
- Journal
- Israelitische Wochenschrift für die religiösen und socialen Interessen des Judenthums
- Volume
- 3 (1872)
- Issue
- 3. Jahrgang Nᵒ 38.
- Date
- 1872-01-01
- Page
- [Seite] (sequence 1)
- Language
- German
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Wochenfür die religiöse« ta» sociale» Jrlereffe» de- Ach«,W»S. —* * WH»B4 » «abbin« vr. A. r«WU» d» «E». uyty ak<( WtM »«wir ^TflV_Magdeburg, 18. Inhalt. (dint* Vrtfldt TO oft» «nd dt« 3«fttlt«a. <t» jsdische» vchnlfra,». tl.) (Fortfttz»ag1va «addimr Dr. Nah««». 'Cadöf.— vefterreich; im tta|«n«. *#» Mi|ta. — Italien: 3—nri«. Knld«. Dt«-». UMrttmktg. Wm. «ien. L» **4"»«* NrI. Innen. Ktm-Dnt - CwtefR. — Inserate - Fallle«m»<i»nst«hlldor, »esseln. s. Dr. tilH»«*» (**+) - 3»« tßuj ventschlaad- < ÜfÄ*. TtnUifmlUiffitt. Maser «d die Zrsaiie». Gin «an kt Admehr. von Raddtner vr. Eoldschmidt in Selterz. k«4l»z». Dach sehen wir uns auch ein wenig näher den Begriff dm Hohenpriesterthums, wie es von Mose» eingesetzt und von Israel anägehllbet worden, an, ,« e» mit dem jesuitischen Basten, de» Papstthmns zu vergleiche«. Frttlich umrd« auch IM CnQ^C^V wl M sich ftldst in Anspruch -u nehmen, sondern um e» ans fit««» Bruder »rvn und dessen Nachkommen zu übertrage». Wv» ist'» nun mit diese« Hohenpriesterthum? E» ist eine Institution, anstfchließltch für den Lultus, für den Opfer- und AÜardieast, für di« religtise velehrnng und Erbauung de» Volke» bestimmt, gang von der Verbindung mit der weltlichen Negierung lo»geschält, ohne Einfluß auf die Bestimmung der staatlichen Beschicke und ebenso ohne Einfluß auf den Bang der tsftutlichen Rechtspflege, so daß nicht einmal di« Bestrafung der Sünden und Vergehungen gegen die Religion und den Lultu» vor sein Forum gehörten, vielmehr war di« priesterliche Macht und Würde ganz besonder» eingedämmt durch den Schophet (Richter)-) und den Nabt, (Propheten), dt» betde meist de« Prieftrrfiaade gar nicht angehSrten und hast »ährend der ganzen Dauer ihre» Bestehen» gegen da» Priesterthu» Kraut machten, selbst wenn der Nabi (wie z. B. Jeremias) dem Priesterstande angehärtr.") Hierzu kommt noch, daß da» Priesterthum mit keine« xatrüoonium ««»gerüstet war «d, was sein« Einkünfte ««betrifft, stets von dem Wille» de» Botte» abhängig, gleichsam zur ewigen Armuth und dag» vernrtheüt war, von de« Zehnten und Opfrrgaben zu gshee» und von der Hand in de» Mund zu leben; die Er» »«tung vo» Brnndbesitz aber blieb ihm ün für allemal versagt, damit «» «nr ja «stcht zum Staat im Staate amvachse. **) I» solcher Weise vor der Befahr wohl geschützt, zur P«chefter- , Herrschaft zu entarte», sollte der Priestrrstand jedoch «ch audererstit» nicht zur «aste «xrsteineru, welche zmtsch»» sich und ßpr Latawelt tmüberfftigUch» Schamck» errichtet, soadern »«Bmchr «ine Schul«, eine Mnsteravflalt, da verbild für da» gm^e Vott «erd«,*) da» ja .stlbst zntu ^Priester atche" erzogM MDmbe» bestimmt war, 'y «i» ist«» hier st» Vmblndv^» pV(t. fwfyOpm MR HM tm MifUf »i4 fco» tat christlich* kacholffchm Hierarchie? l dar hm «Iw» MMHf» vriestertbum die ihm von Meid» atmmn |» a» I. - - vivjui mKt^wuttmw vji cp je §m* jpcwpcrpirri^gfT JQWgP drMff .-^ Rri»; von Am« bi» zur ZttstärauA de» erst« ttm* +m G ickgmdO eint Szu, danon, daß t»llms^MM>«tnm«l de» Vers«!) gemach» hätte, an» der ihr angewiesene» politisch untergeordrrten Stellung im Dtaat»leben heraul zutretrn, sich in den Vordergrund zu dräng«, eine politische? tolle zu spie» lm und di>: Beschicke de» Volke» ^u bestiuun«; — nein! Dir volle weltluh« Macht ist stet» bet den StaM»'ührern, de» Richtern «mb Einig«, — die Staatshoheit ruhl u«bestritt« and «aaagiffocht« stet» in d« Händm derer, die dem Staat' und nicht dem Eultu» vorstehm, und «venn von Tin» und' Uebergriffui Rede ist, so wird einmal von solch« de» Einig» in die priesterlich« Recht«,w) niernals aber von den«' eine» Priester» in die fürstlich« Rechte erzählt. Doch haftf Unser Leitartikel-Schreiber weiß auch umgekehrt von ^ne« bedenklichen ffalle zu sprccheu, in dem da» Hohepriesterthum ktr StaM unter da» Joch seiner Hierarchie beug« wallte; da» Steckmpferd ist zwar »ich« mehr ganz na, wird aber dennoch vo» ihm «ft ganz besonderer Lust und Liebe aus der alt« Rumpelkammer hervorgeholt «ad geritten. War den» nicht Samuel rin: Papst, der, ganz wie später Bregor VH. da deutscha Heinrich IV. zu Eanoffa, seinen Einig Saul z» Bilgal unter sei« Priesterherrschast demifthtgte? Aba guter Theologe md Leitartftrl-Schreider! Etmnal war «Samuel gar Ai» Priester, sonder» ein Richter und Prophet m« dem Bobirge Ephrvim, -) der selbst grga die Prftstrr, wie später *) Die Priester m«he>mthe«M sich i der, «it «Mtdchette«» Mid chm $kt tkttma a* asm Iftm», ste biidetm Oft tdm «aste ta vokm CtaM der iudffcha« aepDpechchm AHtintiae». (44.) *) MaMicht % 7; M 19,8: stmstim, 19.2. - 1«, »; r. «ho«. 36, 16. — ") t. «hmn. 1, LOh »« d» WpmEt. 6, 10-1» mh wmißtm tdanchch «st.'f»»ar «o. m* «Mmem smt. «h» d,«t»tz,Mche»W» - dach teiue». )tzM.W0i»Ge^ . . *r