Mannheim
Compact Memory

Israelitische Wochenschrift für die religiösen und socialen Interessen des Judenthums · 1872-01-01 · 3. Jahrgang Nᵒ 23. · p. [Seite]

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Israelitische Wochenschrift für die religiösen und socialen Interessen des Judenthums
Volume
3 (1872)
Issue
3. Jahrgang Nᵒ 23.
Date
1872-01-01
Page
[Seite] (sequence 1)
Language
German
Belongs to
journal issue
OCR quality
80% known words query
IRI
…/5369809-5935003-5935619--1223-5370846
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

No entity mentions on this page.

OCR text

r die religiösen «nd sociale« Jntereffeu des Jndeut-nmS. einNHIHrilch 20 VSkx&tom. .a—^ - ... -«■»*- ^Sfvnwvfpvf» ffew* rittgr fHHytff ito Her» |k» i’/i ett. »ritelM»%*h ^aaatfckn Rabbiner Dt. X HnstHlftl« in Stettin. Magdeburg, 5. fltmt 1872. Z» »qich» Mach .R. WM^a.tfny Jifuiteof la tat Hof-DachheNcklnl MR 9«! grifft ia Ragbc*«*. Iahet«. -MtMlt.VilfMi Sie N«ti>t»n fit >»«fHheis Iferiin. Siribn prtlnchta. veßerreich, Sfca. Xxtz. nn» «teufte ftrtrldii»«i Pose». ■«* Uagera. »st»»>ea. vrzRhlaaDM «»« vi. Goldfchmtdt. — 3l|ÜM(h — Cirt Berichte »■> dtneftwibenw. Deutschs«»»: «tettfci. Ungar». Slaemarfi 9age»tegen. Urtel: Gaum*. — tanbau. Pantmoulh. -Uew-Yort. — Keutllete»: Zu eine« vir Leitzt« der Menschifeit. Mtk »erstehen unter dem Buche der Menschheit die hei» Schrift, «ud es mag zum herannahmdeu Feste der Os» stnbarnng ei» paffende« Thema sein, die Berechtigung dies» Bezeichneug nachznweift». E» wird sich «ch nnserer Wi> ergehen, wie wir jenen Viel atHaffm «ck wnemch w üjnuuci vm m% in» «r raniM D» büket, dürste einer weit Dedürsen. Olt schstk« tut wen«, te| wir ' MAUst dasjenige nw* tm „Wenen Testamente" allgemein gAtig die Linilisatio» fördernd ist, ganz und gar unser« hei« Büche« entlehnt ist, daß dagagm tersPezifischrihrtstlkh. sche Inhalt jener Bücher die HnwaniHt weder geffe hm, noch j* steter» »erwäg. In» Uebrigm Hab« wi, dir Bibel nur M Buch z» betrachten, ktnn« die Frag,: ihre« Ursprünge nnterührt laffte» nad daher, nach Ei» jene« Proteste«, ruhig fortsahrcn. Wir brauch« hiei » gläubige« Christ« durchaa« nicht zu streite«. Hiwi Mii iM ^tchftlndm Form« und Gestaltnagen der sogenannten 'Hovtstrtm Lebensweise, de« Umgang«, der Urbanität, auch nicht die Verbreitung nützlicher, da« Leb« behaglicher gestaltend« Kmutuiffe, Entdeckung«, Erfindung«, sondern einzig und ' »Lein die Lerdreitung, Förderung und Durchführung der ' Hnnnmittt «nd wahr« Sittlichkeit. Der Mensch, der Schreiben - und Les» gelernt hat, der Gymnasium und Universität absoleirt hat, der auf Eisendahne» fährt und Telegramme «bsmdet, ist ja dadurch an sich nicht humaner, Micher, edler, d. h. nach nnserrr Ansicht ciuillstrter, als derjenige, der von all« dem nicht« gelernt hat, al« die Vorfahren, die von Damp straft und Eirktro magnetiSmu« keine Ahnung hatten. Die Bibel, sag« wir, ist Grundlage der Eioilisation, sofern diese ihr« Ramm wirklich verdimt. Die Bibel ist bisher, vollständig, im Auszuge oder inhaltlich, dem Unterricht der Ingmd, im Rönigsschloffe wie in der Dorffchule, zu Grunde gelegt word«. Prinz und Tagelbhaerkind Hab« i« ersten -Wouentarunterricht die Gefchichtm von Adam, Roah, Abraham, daun als Grundlage der Sitten lehren die Zehngebote gelernt. Der Sendbote, welcher Wilde civllistrm, Götzendiener bekehr« will, tritt zu ihn« mtt der Bibel in der Hand oder mit der ' Verkündigung ihre« Inhalt« im Munde. Alle unsere fittiichm! Anschauung« und Lehren, alle Lehr« der Humanstüt, insofern ■ sie «ff« ctvilifirtm Mensch« gemeinsam find, find au« der I Bibel abgeleitet, und treten noch jetzt wesentlich.in dem Ge« j de auf, in welch»« die Bibel sie. gekleidet hat . Zur heilig« Schrift rechnet nun der Christ anch da« „Reue Testament" «ud schreite chm sogar ein» lSoerang «*r de» p Eg gWstßt «Ml fir unsere henchge veteWchtMte in ueNester Zeit ein« Stur« gegen dm Gebrauch derselben als Grundlage de« Unerheber. E« würde mehr als eia Buch erfordern, »tan wir auf alle Angriffe und Anklag«, die man geg« di, Bibel, besonder« geg« da» „Alte Testament" vorgeüracht hat, antworten wollten. E« ist da« für dm Zweck, den wir hmti im Auge Hab«, nicht erforderlich, ffiir Hab« emch nichtil mit d« rein pädagogisch« Frag« zu thua, ob man die vite dem Rinde ganz, oder in wörtlich« oder frei bearbeiteter! Augzügm ia die Hand ged«, was und wieviel von ihrer, Geschicht« gelehrt, was «nd wieviel von ihr« Lehr« und Sprächm auswendig gelernt werten solle. (Bor, dem, wa« für die israelitische Jugend, für unsre Schul« nütz Üch oder unerläßlich sei, reten wir vollends hier nicht.) Da> geg« wollm wir noch ausdrücklich sag«, daß wir zwar durch eine sehr natürliche Gedankenfolge dahin geführt »orten find von der heftig« Schrift zuerst al« Grundlage de« allgemeiner, Bolksuuterricht« zu sprrchm, daß wir sie ater doch hier uichi lediglich al< Schulbuch, sondern al« Grundlage der an« bei Schule in daS BolkSleten hinaustretend« Bildung, Civftisation. Humanität betrachten und zwar al« die a!lge«e>iue, all« civilistrt« Völkteu Gemeinsame »ad für die Gemeiusamkeil. sür die Zuftnuweufassung der eivilisirie« und de: fernerhin her Ciotltsatiou zuzuführende« Ratio»«» ,« einer cloilisirt», Menschheit »aeatbehrliche Gruadlag« — al« da« Buch der Menschheit. Sir Hab« etwa« ausführlich über da« reten müsse», was zote zu beweis« oorhaten, »ud was uns hier nicht k« rthrtj dafür hoffen wir tu wenig« SLtz« nnseve Gidaukn, zu könne»!. Gerate einig» Einwendnng« dar iü

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.