Israelitische Wochenschrift für die religiösen und socialen Interessen des Judenthums
- Journal
- Israelitische Wochenschrift für die religiösen und socialen Interessen des Judenthums
- Volume
- 3 (1872)
- Issue
- 3. Jahrgang Nᵒ 21.
- Date
- 1872-01-01
- Page
- [Seite] (sequence 8)
- Language
- German
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Mt „Allianc« Israelite“ rine jüdische Colonie unter Retter'» Leitung angelegt. Diesen suchten wir auf. Er war schon avistrt, und war glücklich über-unsere Ankunft. Er zeigte mich seine Anlagen. Auf allen Wegen Blüthen und Blumen, Tulpen wie Unkraut, an den Wegrändern Anemonen. Wir schieden herzlich von ihm. Dann ritten wir weiter durch Me Ebene 8a« n an Jezurah und Beth - Dagon vorbei nach Ramleh. Im griechischen Kloster war e» zu voll, so kehrten wir im lateinischen ein. Die Mönche bedauerten, daß wir poet cenam gekommen seien. Un» war e» schon recht. Unser Draxoman ttschte die mitgenommenen Speisen auf und die Mönche brachten Thee.. Unser Schlafzimmer im Kloster ist prächtig, mit feinen Gardinen und seidenen Decken. Aernsike», den 6. März. So wären wir denn in die heiltge Stadt eingezogen. 8 Uhr Nachmittag» betraten wir da» Jaffa-Thor. Die Borstadt macht einen sehr angenehmen Eindruck. Sie besteht au» schönen Landhäusern im europäischen Style gebaut. Da» russische Eonsulat ist ein Prachtgebäude. Spaziergänger lustwandelten gegen Abend im schönsten Wetter auf der Straß« nach LuIonicK, in europäischer, orientalischer oder gemischter Tracht. Dann kehrten wir in ein Hotel ein, sahen «inen Theil de» Berge» Zion und von fern dm Oelberg. ....!.. :i*om lateinischen Kloster, wo wir um 6 Uhr früh gutm Kaff« getrunken hattm, warm wir in einer großen Karaoane gereist, Franzosen, eine Bonn« mit einem Kind« auf dem Pferd:, ein Abbä, ferner ein Dmtscher, der au» Indtm kömmi . Die Straße war überhaupt belebt. Kahle Frlsm wechselten mit Oelpstanzungm ab. An Kaffes äusern in Freim unter einem Zelt« auf Mattm, machten wir Pausen.. Hier (in Jerusalem) wolltm wir schon früh um 6 Uhr unsere Prommade beginnm. Aber wegm Ermüdung gingen wir doch erst um 8 Uhr au», in Me Omar-Moschee, wobek .wir Pantofeln anziehen mußten. Ein Moddin lmchtete mit einer Kerze in den dunkeln Raum der durch seine Kuppelgestalt und die vielen Säulen imponirm würde, wmn er nicht dunkel wäre. Zn der Mitte ist ein großer eingeschlossener' Marmorkalkfel», dm die Mohamedaner al» die Opferstätte Isaak» auSgeben. Biele Legmden erzählen sie von Mohamed'» Wundern und stchtbarm Zeichm in dieser Moschee. Der preußische Eonsul, Baron von Alten, war sehe liebenswürdig und stellte seinm ersten Secretair zur Verfügung. .Nachmittag machten wir einen Ausflug nach dm KönigS-Sräbern oder Mausoleum der adiabmisch-jüdischm Königin Helena, ein unterirdische» Grabgewölbe mit Kammern und Nischen. Vorher besahen wir den Rest de» ehemaligm Tempel», di« Westwand,. Auch dm Thurm David», oder dm ehemaligm Hippiko» bestieg ich und hatte eine schöne Aussicht auf die Südwestseite von Jerusalem, da» überall von Hügeln umgeben ist. Kaum war ich zurück, so meldete man dm Grafm Caborga, österreichischm Eeneraleonsul; «1» höchst intereffanter Mann, von dem ich viel «rfahrm habe. Er blieb eine Stund«. Donnerstag, dm 7. März */,7 Abend». Heute Morgen besuchten wir den Oelberg bi» zur sogmanntm Himmelfahrt»- kapelle und noch höher auf ein hohe» Minaret. von diesem höchstm Punkte au», blickten wir öffmtlich auf einm Theil de» tobten Meere» und dm tran«jordanischm Gebirgszug und westlich auf die terraffmfürmig aussteigmde Stadt, die Moschem, die Stadtmauern bi» hinauf zum Hippiko» und darüber hinweg bi» zu den westlichen Hügel«ihm, südlich unter un» da» Thal Kidron, Josaphat und Ge «Hinnom zur Siloahquelle. Dann krochen wir durch di« mge Oeffuunq in Me Prophetmgräber, gingm an vielm Gräbern vorüber, kurz genoffm einm Ueberblick über den am mristm historisch dmkwürdigm Theil der Stadt. Äi der kiesigen öffentlichen jüdische» Stadtschule wird eine Lehrerstt'lc «t einem Gehalte von vo'läufig 2S0 Thlr., w.lche« nach Umüändm auch erhöh« werden kann, .Mianit. Sollte der kchrer dt« Leitung raap. D«ausfich:igung de« Synag^m-Shore», statt de» Kantor«, übernehmen, f» erholt derseld« dafür eia Honorar »on jährlich 2b Th r. >uch bietet sich ihm erheblich« Neben» einnahine durch Privatunterricht dar. Duldung«« nebst Zeugnissen find gefälligst rech« bald an un» «inzusenden. Märk. Friedland, den 26. »prfl 1872. Der vorstaud der jüdisch«« Stadtschule." J rarl. Religiouslehrer« Gesuch. Di« unterfertigte Gemeind« ist willen», «inen Reliaioatlehrer der zugleich di« Function eine« Schach er« und Vorsänger« au»üb«n kann, sofort nufzun, hmen. Derselbe hat daher bei freier «oh. nung «inen Gehalllbezug von fl. 360. mbst mindesten» 100 fl. für da« Schächten. Auster. dem ist ihm Gelegenheit geboten, ziemlich« Accl» denzien mit beizuziehm. Oberlangenstadt in Bayern, 1b April 1672. Dt« tsr. Eultus-Gemetud«. Z:« sofortigen Beiestung ist dir Stelle eine« Neligiontlehrer«, Borbeter» und Schächter«, mit einem jährlichen Sehalt von ft. 200. bei freier Wohnung nnd erhebliche» Nebenverdiensten, besonder« durch dm biefigm Begräbnistplatz. wozu 10 Seinriadm gehörm, »acant. Hei«. Ojche»h«1»«r ll., Vorsteher. Hemsbach bei Weinheim (Baden). Di« biefige Gemeind« («u» fiebm israel. Familim bestchend) sucht zum sosonigm Antritt einm unverHeirathetm Religionblehrer, Schocke», Val Kor« und Barscher mit einem jährlichm Behalt von 600 Franken nebst freier Kost und Logi«. Zum B< triebe eine« Nebengeschäslr« bleibt gmügend frei« Zeit übrig. Anmeldungen bi« End« Mai d. I. nimmt mtgegm Meyer Wyler in Aarau (Schweiz). Der unterzeichntte Vorstand sucht für di« hiesige Gemeind« zum 1. September d. A einm Schochet, der zugleich al» vorbeter und Religion»lehrrr fungirm kann. Behalt 300 lhlr. und Sporteln. Qualifizirt« Bewerber beliebm ihre Zmgniffe bi» spätesten» ulttmo Juli d. I. «tnzusendm. Der vorstaud »er tsr. Gemeind« zu Kiel i« Holstet». All« H»»«hältrrt» gesuel» ein gesetzte» Mädchm »der kinderlose Witt«« (Jlraelitsti) für einm bürgerlichen Han»stand i» «in« Kr«i»stadt d« Provinz Sachsen. Erwünscht wäre, wenn dieselbe auch die Erziehung zwei« kleium Mädchm von resp. 8 nud 12 Jahrm übemehm« könnt«. Butt Zeugnisse und dieserenzm erforderlich. Behalttansprüch« zu notirm und Offertm »up U. Nr. 1361 einzusendm an di« Annoncm-Erpeditton von «rseöwIO dl»«»« in Hamburg. Meine israelistsch«^Restauration im Bade dkeichmhall «öffne ich Samstag dm 1. Imst. S. Kutz <u>« M»«ye«. Für mein Eolaaial- und Eisenwaarm-Be» schüft en groa und an dHail such« ich einm Lehrling unt« sehr günstigm Bedingungen. Antritt soiott. Schönlank«, dm 1. Mai. L. I. Boeyuer. Besucht ein junger Mann, Israelit, für di« Kellerardett «ine» Seingeschtste» in Hamburg. Derselbe, d« in einem solchm bereit, eonditionirt, wird »«»orzugt. Adressm »ad Nr. 1üd7 an di« Anaonem.Ekpe» dition »on MastwöMl» Hhm in Hamburg. „Die Wacht Israels". Motto: n*rSa na nar y?o na ner npsRnmewnaR •rn’S an Wie laug, v Wacht Währt noch di« Nachts Oer Dag «wacht Droh dunkl« Nacht. Pränum«ationm mit 1 fl. b0 kr. vierteljährlich find zu richtm an Dt« «dmtutstrattou d« „Wacht Israel»" in Kascha». Agmtur für Pränumnattonen und Jnseratt in Pest: Bebr. Rosenterg, Buchhandlung. Briefkaste» der Expedttto». „HH. Rabdinatg-Assessorru der derl. Jsr. Bemeind« zu Amsterdam" Ihre „Erklärung" war in dies« Ne. kein Raun; stekommt^n^^ni^stm. £a Druck and Verlag d« Hosb»chdruck«ei »on Earl Fries« in Magdeburg.