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Israelitische Wochenschrift für die religiösen und socialen Interessen des Judenthums · 1872-01-01 · 3. Jahrgang Nᵒ 19. · p. [Seite]

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Journal
Israelitische Wochenschrift für die religiösen und socialen Interessen des Judenthums
Volume
3 (1872)
Issue
3. Jahrgang Nᵒ 19.
Date
1872-01-01
Page
[Seite] (sequence 8)
Language
German
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164 Feuilleton. Auch eine religiöse Lti»»o»z. Die Grazer TgSpst. erzählt: Sin Act unglaublicher Ltohheit spielte sich während einer Auferstehung«-Feierlichk«it i:r der inneren Stadt ab. Der zwilfjährtge Sohn eines katholischen Bürgers vertiefte sich in da» Anschauen der Proc^ston und vergaß den Hut zu ziehen; ein Religions-Fanatiker stürzte auf den Knaben zu, gab ihm Faustschläge in» Genick und in» Gesicht mit dem AuSrufe: „Du Zudenbube!" De» halb bewußtlosen Knaben nahmen sich die Umstehenden an und veranlaßten die Arretirung de» Thäter», eine» Fabriksarbeiters. Bei der polizeilichen Vernehmung entschuldigte er sein Vorgehen durch „religiöse Stimmung." », mtintw Sah». Denn der Augenblick gekommen, Der mich ruft vor Gotte» Thron, Dan« erfülle mein« Bitte, Höre mein geliebter Sohn. Sage täglich Kaddisch, wie e» Unsre Väter auch gethan, Und am Sterbetage zünde Auch da» kleine Lämpchen an. Der der Eltern so gedenktt, Und selbst nach dem Tode ehrt, Dem wird Glück und Gotte» Segen Hier auf Erden auch bescheert. Ruhig kannst Du dann den Abend Deine« Leben« nahen seh'n, Und wenn Gott einst winket, rufen: Herr Dein Wille mag gescheh'n! gelle. Sanität»rath vr. Dawoiky. Zum 1. Oetob« 1872 ist in unserer Gemeinde di« Stelle eine» Schächter», Vorbeter» und vacant; der jährliche Behalt beträgt IM 'lhlr. Firum, bei freier Wohnung und Rtbenttnkünflen von mindesten« 120 Thlrti. Hieroif Sieflectirmde wollen sich bei Unterzeichnetem Vorstand mit Abschristüberreichung ihrer Attest«, bi» End« Juni o. melden. «osten, den g. April 1872. Der <korporation<»Dorstaad. Offene Lehrlingsftelle. Für meine Buch- und Kunsthandlung suche ich zum alsbaldigen Antritt einen Lehrling »on tüchtiger Schulbiwung Kost und Wohnung i« Hause unter sehr günstigen Bedingungen. Bad-Em». f. 3. Sirchderger. Concnrs. In der isr. Sultu»,Gemeinde Linz (LcndeShauptstadt Oberöstreich») ist die Stelle eint» Rabbiner» und Prediger» mit dem fixen Jahretgehalt von 1000 fl. nebst Neben einkürften zum nächsten Winterteours« zu besetzen. Bewerber «ollen ihre Besuche, versehen mit den für'» Rabbinat erforderlichen Zeugniflen, betr. talmudische Studien, nebst dem Nachweis« zurückgelegter Gymnasial- und ordentlicher philosophischen Studien bi» zum 15. Juni d. I. an den Unterzeichneten Vorstand portofrei ttnzusrnden. Probepredigten haben sich diejenigen, welch« hinzu aufgesordert werden, zu unterziehen, doch «erden Reisespesen nur demjenigen vergütet, aus den die Wahl fällt. Linz, im April 1872. Der Vorstund der israelitischen (t«lti<< Bemeiud« tn Lin, »nd Urfahr. M. Ea») m. p. Vorsteher. Ein junge» Mädchen oder Wittw«, welch« mit der Küche vertraut ist, wird zur Führung der Wirthschaft gesucht. Adressen mit genauer Angabe de« Alter» und Abschrift der Zeugnisse sind unter?. 8V in der Erpedition der „Israelitischen Wochenschrift" einzmeichen. Für mein Eolonial- und Eisenwaaren-Geschä't en gro» und *-n detail suche ich einen Lehrling unter sehr günstigen Bedingungen. Anl itt soiort. Schinlank«, den 1. Mai. L. 3- Bochaer. vei Earl Friese zu haben > Motte der Trauer und de» Trostes. 1 gesprochen an der Bahre e>,e« Schüler» vom Rabbiner vr. Rahmer. ‘ Gegen Einsendung von 3 Sgr. in deutschen! Postmarkm erfolgt Francozusendung. Im Verlag« von Ferd. Beyer (Thtele'sche! Buchhandlung) Königsberg erschien, und ist durch I all« Buchhandlungen zu oeziehen: Rede bei dem TrauergotteSdienst für vr. Raphael «losch am 4. April 1872 I» der Synagoge zu König». berg gehalten von vr. 3. Bamberger, Prediger und Rabbiner nebst „Worte der Erinnerung" gesprochen am Grabe von dem Abgeordneten vr. Beader—Satharinenhof. Prci» 5 Sgr. „An der hiesigen öffentlichen jüdischen Stadtschule wird eine Lehrerstell« mit einem Behalt« von vorläufig 250 lhlr., welche» »ach Umständen auch erhöht werden kann» vacant. Sollte der Lehrer die Leitung reov. Beaussichligung de» Synagogen-Ehore», statt »«»Kantor», übernehmen» so erhalt derselbe dafür ein Honorar von jährlich 25 lhlr. Auch bittet fich ihm ttheblich« Nebeneinnahm« durch Privatunterricht dar. Meldungen nebst Zeuanissm sind gefälligst recht bald an un» «inzusenden. Märk. Friedland, den 26. April 1872. Der Vorstand der jüdischen Stadtschule." Wir beabsichtigen, für die hiesige Bemttnd« spätesten» aus den 1. August d. I. einen Eantor und vorbtttt anzustellen, welcher neben den sonst hittzu erforderlichen Eigenschaften und Kenntniffen eine schöne ausgiebige Singstimm« und tüchtige musikalisch« Bildung besitzt, so daß er die Einübung de» Svnagogenchor« übernehmen und untn Oraelbegleitung vorbtten kann. Die Anstellung soll zwar zunächst provisorisch geschehen, wird abtt btt gegenseitig» Zufriedenheit tn Bälde eine definitiv« wttden. «l» Behalt ist neben sttttt Wohnung je nach Alt» und sonstigen verhätnissen de» Anzustellenden 4 bi» 600 fl. lährlich vorgesehen. Die Bew»b» wollen sich bis rum 15. Mat d. I. btt unt»zttchnet» Stell« schriftlich meldkn und ihre Zeugniffe beilegen. Ulm. den 3. April 1872. Israel. Rircheuvorsteheramt. MV ProbeiMBeri gratis. Bei A, Erlecke in Halle a. 8. enchelnt: Allgemeine Sibliographie der theologischen Wissenschaften. Uebersich t der anf diesenGebieten Im dentechenBaehbaodel neu erschienenen Literatur. Herauigegeben tou A. Erleeke in Halle a. 8. Jährlich 12 Nummern ä 1—2 Bogen. SubecriptionapreU in Deutschland 1 */• Thaler pro anno. Zn bexiehen durch alle Buchhandlungen und Poatanetalten. So eben erschim und wird unentgeldlich auSgegeben, nach AuSwättS auch franco versandt. Israelitische ^rediger-Aikliothek. Ausführliche« Berzttchniß »on Predigten und vortrögen nebst Matettalien zu solchen. BreSlau, Mai 1872. Fcikefin'fte Lsälis^ixg (6. Slilffi). Be-a«nt«a<h»»ng An unsn« Elementarschule ist dt« Stelle eine» Lehrer« mit ttnem JahreSgehalt von 300 bi» 350 Dhlrn. sofort zu besetzen, vewttbern. welch« die Oualifieation ttne« musikalisch gebil» deten Eantor« und ttn Synagogen-Ehor «nzurichten und zu lttten im Stande sind, wird da» Behalt »on Sttten de» Gemeindevorstande» auf 500 Thlr. »höht. Da» hin»«» befindliche Bymnafium, welche» von fremden Schülern zahlreich bttucht wird, giebt dem Lehr» auch reichlich« Belegenhttt zu Nebttiv»dienfien. Bettgntte vew»b» wollen fich bi» 15. Juni c. unter Einsendung ihr« Zeugniffe und «ne» curricnlurn ritae btt un» melden. Lissa, (Posen) den 25. «pttl 1872. Der Vorstand der jüdische« Schal«. Berlchttgaagea t» der Doppelaummer. S. 132, a. Z. 17 ». ob. ft. Sttllung l. Rettung. S. 133, b. Z. 33 ». o. ft. denen l. denn. S. 136, a. Z. 5 ». u. l. geschriebene» u. Z. 4 l venathmd«. Sp. b. Z. 12 v. «. S. um da» l. und daß. S. 133» b. Z. 17 . Zttstörung l. Zerstreuung. Z. 14 ». «. st. auch l. euch. S. 140, a. Z. iS st. einigen l. ewigen. Z. 24 l. «» wird..ttnenWeg.. «p. b. unt» Stettin l. 2400. S. 143, b. Z. 3 ». u. st. ab» l. eben; (daffelbe S. 137, a. s. Druck und Verlag der Hofbuchdruck»tt von Earl Friese in Magdeburg. '

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