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Israelitische Wochenschrift für die religiösen und socialen Interessen des Judenthums · 1872-01-01 · 3. Jahrgang Nᵒ 17-18. · p. [Seite]

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Journal
Israelitische Wochenschrift für die religiösen und socialen Interessen des Judenthums
Volume
3 (1872)
Issue
3. Jahrgang Nᵒ 17-18.
Article
Beilage zu Nᵒ 17-18.
Date
1872-01-01
Page
[Seite] (sequence 3)
Language
German
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141 Zöglinge ist größer al« je zuvor, sie beträgt 328 Thlr. Die Einnahmen betrugen 8584 fl.,Ausgaben lGenoffenfchaftSgebtthren, Wäsche und Kleider. Bildungsanstalten und Werkzeuge) 8131 fl. Da« Capiialvr» mögen beträgt 75,650 fl., worin jedoch manche Fond« stecken, die zu bestiminteii, dem Vereine verwandten Zwecken tj- B. zur Meistcremblirung legirt) find. Me», Erster Jahresbericht de« EiiratorinmS deS Israel. Blinden-Institnl«. DaS durch vr. L. A. Franke gesammelte Stammvermögen beläuft sich »ach dem vorliegenden Abschlüsse auf 133,000 fl. in Papierrente, dazu sind 418 Mitglieder mit einem Jahresbeitrag« von 4660 fl. gewonnen. Davon dem selige» KönigSivarter geschenkte Haus naht seiner Vollendung und jo soll die Anstalt zum Oktober d. I. eröffnet werden. Gesucht um Aufnahme liegen bereit» in großer Zahl vor. Kope»ßage«. Wir erhalten ein Eonvolut Jahresberichte verschiedener WohlthätigkriiSgrsellschaftrn, können jedoch, da wir den Sinn dänischer Schriftstücke errathen müssen, nur einige au« den Titelblätter» und Rechnungen genommene Notizen gebe». Da ist >1 rme„Siechenpflegegesellschas:." Einnahme 3215 Rgsd. Ausgabe ebensoviel biS auf 4 Ngsd. Nestbestand. Der Verein gewährt, ivie au« der Rechnung ersichtlich theilS baare Unterstützung «Heils Verpflegung er. ec. Wa« in jeder Position für Männer und Frauen ausgegeben ist, ist besonders notirt und ist für letztere weit mehr ansgegeben. 2) Jüdisch-theologische Untcrstützungsgesellschaftsür Dänen. Einnahme 664 Rg»d. davon Unterstützung an einen Candidaren, dann Bibliothek und Nebenkosten. 3) Isr. Begrätznißgesellschast. DieS ist aber nicht eine NBmp man, denn wir finden ii« den Ausgabepositionen nicht» dem Entsprechende-, wohl aber 555 RgSd. für Kestoiahlzeit. Die sonstigen Positionen lassen und keine Einsicht in die Tendenz de» Verein« gewinnen — abgesehen von mangelhaftem Berftindntß. 4) Gevattergesellschaft. Den Titel haben wir hoffentlich richtig wiedergegeben, die Gesellschaft hat dieselbe Tendenz wie Berrinr ähnlichen Namen- (XllKpUD N und ähnliche) an andern Orien. Aermsakem. Aerztlichrr Bericht aus dem Frhr. o. Rothschild-Hospitale und Bericht auS der isr. Mädchenschule in Jerusalem vom Jahre 1871. (Jerusalem, Buchdruckerei des heil. Landes.) Beide Berichte verfaßt von Vr. London, Direktor und Chefarzt am genannten Hospital und Direktor der damit verbundenen HumanitätS-Anstaltrn, darin vom März d. Z. Der HoSpitalberichl enthält zunächst statistisch« Mittheilungen, die wir nachstehend exrerpiren. Bestand an Kranken Ende 1871: 13, 1871 neu aufgenommene 411, Lumina verpflegt 424 (216 Männer, 208 Frauen.) Davon geheilt entlassen: 360, gebessert 38, ungeheilt l; gestorben 4. Zn Behandlung blieben also 13. — Bon den 424 Kranken waren ohne Beschäftigung 353. 71 hatten ein Gewerbe und zwar waren sie bis aus etwa 10: Handwerker. Indessen muß man 207 Frauen abrechnen, da von den 204 eine als Köchin unter den Gewerbetreibenden aufgeführt ist; ferner waren 119 Kranke unter 20 und 95 über 70 Jahre, unter diesen sind nun auch Frauen, deren Zahl wir, ter sonstigen Analogie nach, der den Männern ziemlich gleich annehmen können, so bleiben 82 männliche junge Leute, Greise und Kinder, .und die Zahl der beschäftigungslosen Männer beträgt 63; immer noch sehr betrübend. > Dem Geburtsorte nach waren 133 aus Palästina, 96 auS der Türkei, 91 au» Rußland, die übrige» auS verschiedene» Ländern. — ES folgen dann genaue Tabellen über die Krankheitsfälle und deren Behandiung-refultate, sowie genaue medi zinische Referate über einzeln« interessante Krankheitsfornien. —! Die Mädchenschule erfreut sich steigender Frequeni, sie zählte 1866 bi« 1871: 46. 84. 109, 130, 142, 179 Mädchen Dir Anstalt ist von vr. Alb. Cohn gegründet und wird von Frau Lyonel v. Rothschild unterhalten. Am Schlüsse heißt e«: „Fch kann nicht umhin, schließlich auch der edlen Stiftung zu erwähnen, die .Herr vr. Albert Cohn im Namen der hochherzigen Protectorin ivährend seiner letzten Anwesenheit in Jerusalem (1869) zu Wahle der Jugend gegründet hat. Um der unglücklichen Sitte, der Perheirathung körperlich und geistig noch unentwickelter Kinder wo möglich Einhalt zu thu», gründete Herr Vr. Cohn ein Heirat<-Stipendium von 200 srancs, mit denen diejenigen Zöglinge der Mädchenschule zu bethrilen sind, die ivährend 4 Jahre ununterbrochen die Schule besuchen und nicht vor dem Alter von 16 Jahren heirathen. Der für Civilisation und Cultur aufrichtig bestelle Philantrop kann dem edlen Gründer und der hochherzigen Protecrorin dieser Anstalt seinen innigsten Dank nicht versagen, wenn er sich überzeugt, pme diese der Ignoraenz und Trägheit entrissenen armen Geschöpfe, zur Reinlichkeit und Arbeirsamkeit gewöhnt, wie ihre unter dem Drucke der Berhältnisie schlummernden, geistigen Fähigkeiten geweckt und ausgebiloet werden." 1'. Leipzig, den 21. April (Orig. Corr.) Ich bin Ihnen noch dm Rest meines Berichtes über die Sitzungen de« Gemeindetage« schuldig, und beeil« mich Ihnm densellxn vor dem Feste zukominen zulassm, damit er nicht über Peßach „säuere". Man kann nicht sagm, daß der „Gemeindetag" zu wenig gearbeitet hätte, im Gegentheil — zu viel; er hielt an einem Tag 2 vierstündige Sitzungen, und hatte eine bedeutende „Tagesordnung" vor sich. Nur unter der geschickten und exakten Leitung des Herrn Kohner konnte es gelingen, sämmtliche Gegenstände der „Tagesordnung" und noch manches darüber zu — berühren; denn daS war zugleich die schwache Seite de- GemeindetageS. Malta uon multura, „Vielerlei, nicht Viele-" wurde verhandelt, besprochm und — vertagt. Doch darüber später. Für heut« referire ich nur noch kurz, daß über den wichtigsten Gegenstand der Tagesordnung, Armenpflege und Fremdenunterstützung, nach einem Referat deS Vrrsitzenden ziemlich rasch hinweggegangen worden. Die von der Versammlung zum Schluß der BormittagSsitzung hierüber angenommenen Thesen bin ich nicht ein mal im Stande ihnen inhaltlich anzugeben. Die „BolkSzeitung" würde diese Alt der Verhandlung mit dem Lchlagwort „Dampfgeschwindigkeit" bezeichne». Ueber „Gemrindeverfaßungswesen" sollte vr. Honigmann (BreSlau) das Referat geben; in besten Abwesenheit hatte ter schon einige Tage vorher hier eingetroffenc vr. L. Philipps»)» (der die Gemeinde „Aachen" vertrat) dastelbe übernommeu. Nach einigen einleitenden Bemerkungen über die geschichtliche Entwickelung der Gemeinden und die wesmtlichsten Institute derselben, als welche er Schule, Synagoge, Begräbnißplatz und DohltätigkeitSvereine bezeichnete, (wozu vr. Rahmer später noch Mikwa und Koscher-Fleischbank corrigirmd hinzufügte), stellte PH. folgmde zwei Thesm auf:

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