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Israelitische Wochenschrift für die religiösen und socialen Interessen des Judenthums · 1872-01-01 · 3. Jahrgang Nᵒ 15. · p. [Seite]

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Journal
Israelitische Wochenschrift für die religiösen und socialen Interessen des Judenthums
Volume
3 (1872)
Issue
3. Jahrgang Nᵒ 15.
Date
1872-01-01
Page
[Seite] (sequence 1)
Language
German
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‘vidi,. f *• .Wm* R 15. -187*. Or die religiöse« «r>ch»«t jede« MM' VrH «ternljätzrlich 20 Eildergkolchn». ffti M» MHmWi» PettPil» Mt Mn Raum ««d (ndtlen Juterrsteu >i ««ammoiilicher Jlrtifmu m>» $aau*gr*n Rabbiner I»r. L. &it«Mfrls in Stettin. -- Magd! bürg, 10. «pril 1872. des Jude»th»ms. .-.L» bqt«t»» »urch »>e B«chdm>dla»geri und Poßanftattm. 3«teUni»f»»i>T 8> kn H«s»vnchdr»cker«i «an Carl Aries« in OtagWtag. ZnhUli. IMtarte «cMKrlt vr. «»sch. - «Uder danWtr,«» <echlug.l - «rrtchte >»» 8»w«fl»«NnBii Berlin. Berit» .JUnigtfcrg i. vr. «chnetdnntlhl. -~.BnwWktt am» n«»»fte ttMrtM»»: Berim. «änigitxrg. Nagvetmr«. Jnftertur, «u* «Lrrr,«- drr». tflfaft. Skratzbnr,. Wien. Semdrr» Pari». Bern Ba,-mne. Aermra. Turin. Arrusalem. — F«»tllrt»,r Die Darwin'sche Theorie und die Religion, «edlchr. - vaeonw»' Liste. Ltell-nbesuch«. — Inserate. — Uitr die hnngerndm Perser. Losch. Das Andenken Kosch'S ist mit der Geschichte der Juden in der nmestm Epoche, d. h. seit 1848, auf» innigste verwest, sein Name ist in den Tafeln unserer Geschichte mir unauslöschlichen Zügen verzeichnet. Seit mehr al» dreißig Jahren, «in Menschenatter hindurch, ist stosch der unermüdliche, nie fehlende und nie sich versagend«, er ist oft and lange der einzige, glaubensgeaösfich« Anwalt der Juden in den ver- "WWstkm ff«frtzsMMii "BetstMakungm PienßniR gewest»- Die Preußischen, die deutschen Juden überhaupt und - kraft «umsltschltcher Sympathie wie der Solidität, die wir mit ober wider Will« tragen — die Juden insgesanrnt, sind ihm Dankbarkeit und seinem Gedächtniß Ehrerbietung schuldig. Ob er nicht eher abberufen, abgelist worden ist, al» bi» seine Aufgabe erfüllt war, ob wir in Deutschlands Parlamentm keines besonder» Antwalts mehr bedürfen, ob wir Kosch früher oder später schmerzlich vermissen, ob ein Anderer auf den Posten tret a wird, den jener bi» zum letzten Athemzuge treu bewacht hat — Gott allein weiß es. Tie politische Thätigkett de» Entschlafenen, seine parlamentarisch« Wirksamkeit im allgemeinm zu würdigen und danach den Platz zu bestimmen, der ihm in der neuesten viiterländischen Geschichte gebührt, ist nicht unsre Aufgabe. Wohl aber wäre es Pflicht, da», was er in der Judenfrage geleistet hat, zusanunmzustellm. Da» Material dazu liegt gräßtentheil» in dm stenographischen Bericht« der betreffmden Beisammlungen seit 1648 jedem vor, anderes ist nur Eingeweihetm bekannt. Es wird an einem dazu Berufenen gewiß nicht fehlen. Wir bringen einstweilm dem Andenken des verblichenen »ad unfern Lesern „von dem, was 1» unsere Hände gelangt ist, «tu» Aich»« Gabe." j Posen, 31. März. — Es »Warten, daß ein Schriftsteller, von war- «m SymstUhöenifGrda» Entschlafenen «griffen, eine Skizze fetal verdienstvollen Lebens liefern »erd«, die „ela Besitz für inaner" und «ine Zierbeseder jüdischen Schulaus! alt sein wird. 'Zar Eharatteristrung dos Dahingegangenen dürfte wohl et» sstntklck in die Privateorrrspondenzen des unermiidlichm Stret- 1G» für die Jndenrmanripatton uothwendig sein. Der Unterzeichnete hatte da« Glück, öfters von chm Zuschrtftm zu empfangen und ist gern bereit, sie demjenigen zu Verfügung pt stellen, der fich behufs einer Biographie Kosch's an ihn «endet; für heute send« ich Ihnen, Herr Redakteur, beifolgenden Brief zur Beriffmtlichung. E» ist der letzte» dm ich von Ihm »«halten, nachdem ich ihm eine Anzeige von meiner Bestätigung $tß ordentlicher Lehrer an der hiesigen Realschule gemacht hatte. Dr. H. Warschauer. Sehr geehrte Herr! Vom Gebrauche einer Carl«bader mid Seebadekur heimgekehrt, muß ich zunächst um gütige Entschuldigung bitten, wmn ich erst jetzt Ihr freundliche« Schreiben beantworte, deffen Inhalt mir eine besondere Freude bereitet hat. So sind Eie dmn endlich nach langem vergrblichm Harren in dm sichern Hafen eingelaufm und werden mit voller GemüthSruhr Ihren schönen, aber auch schwerm Berufspstichten »bliegm könnm, dir Sie bi»hrr, wenn auch mit anerkmnmswerther Pflichttreue und segmsreichem Erfolge, doch nicht ohne Mißbehagm erfüllt haben. Seim Sie meiner aufrichttgm Theilnahme an der lange Jahre hingehaltmm Berwirklichung Ihrer gerechtm Ansprüche versichert, die auch für die Stellung rmserer GlaubmSgmoffm im Allgemeinm von wesentlicher Bednitung ist, und in welcher ich mit Befriedigung ein« Erfolg «einer Bemühung«, die Gleichberechttgung der Judm zur Geltung zu bringm, erblick«. Nachdem nunmehr im Justiz- und Schulfache, diesm Ecksteinen des bisherig« Absperrungs'yftrm» gegen un«, freie Bahn eröffnet wordm, darf man wohl dem villigm Einstürze deffelbm mtgegensehrn. Trm und gewissen- Haft erfüll« wir unsere Pflichte«, voll und unverkürzt muß un» unser Siecht werden. Mit dm bestm Grüß« für Ihr« freundlich« Brief zeichne ich Hochachtungsvoll erg ebmst Königsberg, 27. »«Mist 1871. vr. Kasch. Herr Landrabbiner vr. Meyer in Hannover, welcher fett 1868 «ft vr. Kosch in ununterbrochene« Briefwechsel über allgemein jüdisch« und speeiell hannövertsche Angckgimheitm

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