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Israelitische Wochenschrift für die religiösen und socialen Interessen des Judenthums · 1871-11-15 · 46 (15.11.1871) · p. [Seite]

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Journal
Israelitische Wochenschrift für die religiösen und socialen Interessen des Judenthums
Volume
2 (1871)
Issue
46 (15.11.1871)
Date
1871-11-15
Page
[Seite] (sequence 7)
Language
German
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Nt faßt worboi zu fda, und dürfte daher der Bau «och <fau» IbfaM «RnfCR« Die Sach« ist aber die: Dirsesigm der «migm hi« aa» säsfi-e» Jude», die bester -«stellt stad — «I stad jmi Hl drei aa» Deutschland, etaer aul Belgien, eia« aus Frankreich »ad «taer aa» Soglaad — »ollen sich an« dtaerse» Gründen aiit der Sachs aichk befaffea. Die Lrtaerea statt« hatte« setaer Zeit die Sach« in Saregaag gebracht, und ihre Aasgabe «Lre es aach» dieselbe zu« Abschluß za bringen. Da es ihnen aa Energie »icht fehlt, »erden sie ihre« plan hoffentlich auch z» realtflr« vermöge». Sehr wohl habe» sie daran grthau, in der Person de« Herrn 8. Strauß einen tüchtige« Führer und Organisator aa ihre Spitz« zu stelle». Herr Strauß ist der obeaenuLhnte belgische Jude. Er ist zngleich belgischer Eoafnl. Inzwischen «erden wir an den bevorstehenden Festtagen den wvi»wfiRi|T tu rnrcni gcnniTynTii Cvrnr vdnt^»»« vx erpcw regelmäßigen Sabbath-Bottesdienst ist bet den obwaltende» Der» hältniffen hier leider »och nicht z» denken. Abr. Rothkugel. Vermischte und nmeste Nachrichten. Berli«. Hiesige Blätter melden: Der Stabsarzt Di. Alex vom 8. Feld-Artillerie-Regtment ist zum Ober-Stabsarzt befördert worden. Es ist dies der erste Israelit, der tu Preußm diesen Grad erlangt. (Während de« Krieges hatte ein englisches' Blatt darüber gesprochen, daß in der preußischen Arme,: dm jüdisch« Aerztm vor dem »Ober-Stabsarzt^ die Grenze gesteckt sei. Hatte nicht schon bald nachher von einer solch« Beförderung, verlautet?) Krankfurt «. M. Bon hier aus hat unlängst eia Aus» spmch, dm Bismarck in etaer Gesellschaft bei Mumm während der Krtedmsverhandluagm gethan Hab« soll, dt« Runde durch alle Blätter gemacht. Er soll gesagt haben: »Unsere CultuSminister sind nicht unparteiisch, well sie ihrer eigm« Konfession nicht vergrssm könnm; am liebst« wäre mir daher ein Jude als CultuSminister.* Daß die Anekdote nicht »dementirt' ist, macht sie nicht glaubwürdiger; daß sie, wenn wahr, irgmd etwas mehr sein könne, als ein Kind guter (Mumm») staune, wird Niemand auch nur vermuthen. Daß Bismarck eS als Witz gesagt habe, ist aber sehr möglich, und da eS bei Anekdoten und Aussprüchen von berühmt« Männe« auf faktische Wahrheit nicht sehr ankommt, und solche, wahr oder »gut erfunden', immer Zeichen der Zeit oder de- MaoneS sind, so wollm wir dieselbe doch auch hier nachttäglich depoottm. Hannover. In Pattensm starb kürzlich ein Beteran der BefteiungSkriege, Jsaac G. Cohm, 84 Jahr alt. Er hatte in der Schlacht bei Waterloo gekämpft und war zweimal verwundet Word«. Auch in den Schlacht« an der Görde und bei Leipzig (in beiden?) war er zugegm gewesen. Halberstadt. Die Beerdigung deS sei. Commerzien-RathS Joseph Hirsch hat unter außergewöhnlich großer.Betheiligung von nah und fem stattgefundm. Wir setzen nur eine Stelle auS dem Berichte der »Jüd. Pr.' über die Theilnahme der christlich« Bevölkerung hierher: »Außer selbstverständlich der ganzen Gemeinde von Groß bis Klein betheiligten sich am steichmgefolge der ganze Magistrat, best« Bureaux an diesem Nachmittage geschloffen blieb«, sämmtliche Stadtverordnete, der« Mitglied er mehr als ein Bierttljahrhundert war, da» gesammte KreiSgericht, an der Spst^e der KreiSgerichtS »Präsident, der erst wmtge Wochen hier und den Berblichmen niemals gekannt hat, die Staatsanwaltschaft, die arsanunto Kaskpaaaaschast, der Krtegervereta mit Kahn« uad Emblem», ferner sich sämmtliche stirer de» höh«» vüegw» und Siealfchule wie des Gymnasium», und Dort»», Auftwdem eia« fast unübersehbare Menge der übrig« städtisch« Be» völkerung.' Brüffel. Man erzählt sich, daß, als neulich in Rom tta» tuh« befürchtet wurden, die beidw Eonverttt« Eoh« and Mortara von den Jesuit« hterhergebracht «ord« sind »ad mehrere Woch« hier zubracht«. (Kr. I.) (Wtt erwähn« bet dieser G«leg«hett, daß der «»n uns unlängst erwähnte Prozeß gegm d« alt« Morlara Inoch Nicht beendet ist. »ist«. Jsr' dmckt eine Stelle aus der klerikal« »Liberi»', wckche über den Augeklagt« in boshafter Keife sprich^ ab. Wir verschon« unsere stes« «tt dies« Gemeinheiten, mpr» ductrm aber ge« ein« darin beiläufig erwähnt«.Ausspruch des Grafen Eavvne: »Dee kkekne ftviAiiJ hak nstk ffotjltni ebensoviel zur Einigung Italien» geholfm als Garibaldi.') Ne»»Kork. Eine der hiesig« Bnai Bertth-Log« hat Resolution« gefaßt und d» Schwesterlogm mitgetheilt, wetlhd aussprech«, daß es Pflicht derselb« sei, die Alliance Jsr. Univ. kräftigst zu unterstützen, ihr im Augmbltck bedeutendste» Werk, die Emigration der Jud» au» dem Ost« »ach Amerika, p förde« und die dies« Einwanderung, „welche geeignet fei, det dort überschüssig« Bevölkerung ein« natürlich« AbzugSweg p öffn«, hi« uns«« Zahl und dadurch uns«n politisch« Einfluß «ad da» monotheistische Prinzip in Amerika zu stärk«", eutgege» stehmdm Dorurtheile wegzuschaffen. Notiz. W. chaldlerg. Dies« betagte Selehtte, welch« sich dui-ch H«auSgabe und Bearbeitung alt« Schrift« (Chose» Matmoniin, Masse Nissim u. s. w.) bekannt gemacht hat, seit Jahr« in PaiiS lebt und auS den Schätzen dortiger Bibliothek sehr Schätzbare» mittheilt, befindet sich, wie »Hamagid' berichtet, durch die Zett» vtthält'iiffe in mißlicher Lage. Herr Rabb. Silbermann bittet, denselben durch Ankauf sein« Schrift« zu unt«stützen. Gegm Einsmdung von mindesten» einem Thal« will H«r Silbnmaan eine (oder mehr««) d« Goldberg'fchm Edition« ftanco zusend«. Wir verfehl« nicht hinauf aufmerksam zu mache,.. Briefkasten der «edaettou Herrn Med. de« Hebe. Lead. Ihre Verwunderung nimm, mich wunder. Ps. NS, 106. Red« 8a. I. D. 203. Mehreren Freunden. Ihre mir freuudlichst mitgetheilten Erwäguac eu find auch die meiuigen. Sie können ganz ruhig sein, ich werde auf keiue Polemik eingeheu uud nicht duplicirea. Luch ich weiß, daß man! jeueu L«^n keiueu größeren Gefallen thuu tauu, all wenn man ihnen durch Erwiderung Bedeutung zuerkeaaea und ihre Angriffe durch Entgegnung noch verbreiten würde. Sie schmeichelu sich, „Zorn uud Wuth zu erregen", e« bleibt ab^r bei Mitleid und Widerwillen. Sr ist nicht mit Menschen zu streiten, die in Parteihab so verrannt stad, daß sie Alle» und Jede« nur durch die Parteibrille betracht« und nicht begreif« könueo, daß Männer von sonst verschiedenen Ansichten sich in Lnerleuuung eine» Verdienste» uad eine» makelloeu Charakter« vereinig« können. I» diesem höchsten Lobe liegt ihn« Tadel, für sie ist Jeder, der nicht zu ihrer Partei gehört, ein VSsewicht. Gut, taß ein Löwe immer vom and«« Lberbrüllt wird, uad wen« der eine N. Wessely verdienstvoll nennt, so setzt der andere sein zornige» Fragezeichen hinzu. Für meine Persou schweige ich erst recht. War nicht al» rechtmäßig erworl«u aachgewiesea «erd« kann, das soll gesund«, anonym übersandt sein. Bekannte Au-redea. Berichtigung. | . e. 356b, 3. 20, % allerhand L allerding«. — S. »59b, Paris Z. «. ft. sie l. sftr. — S. 360a, Berlin, 19. Det

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