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Israelitische Wochenschrift für die religiösen und socialen Interessen des Judenthums · 1871-09-06 · 36 (6.9.1871) · p. [Seite]

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Journal
Israelitische Wochenschrift für die religiösen und socialen Interessen des Judenthums
Volume
2 (1871)
Issue
36 (6.9.1871)
Date
1871-09-06
Page
[Seite] (sequence 10)
Language
German
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ebe efaqige IM"*, bet Vorsitzende be» letzt«« fnfi|l««|, ft bfcfcr wichsiga «»che b« Au «schl-g gebe» Me. D« fraglich« Herr wovft jeiioch »orh« dft Stimm» der Gemeinde fckbst l»d direkt hör» «iib b«a»«te gn diese« Zwecke rfne Gemei»d»> Serfanradmig :m. Die Debatte» i> dies« war» heftig, erregt.. Schließlich ist die Eftfühnmg der Orgel abgelehnt »ad so Ist die tzdche wiedr -«gestellt. Daß eiue Orgel unsere Gemeinde gespalten Haber würde, läßt sich wohl behaupte«. Daß ich iib« die Debatte» t,« jm« General»Versammlung »ichts weit« mittheile, geschieht hauptsächlich deshalb, well sie vielfach eineu p«. fönlich» Charo?t« trugen, «orüb« öffentlich zu bericht» wed« nützlich noch angmehm fei» kann. Q Ans litzaper», 1. September. (Ortg.-Eorresp.) Da» Vergeh» de« ,3«raelit' auläßlich d« jüngst zu Aug»burg ab«' gehaltm» Sy ivde hat vielfache« Mißfall» erregt. Selbst in jüdisch-wnservuttvm Kreis», die d« Synode durchaus abhold find, ist die m , Ara etil' veröffmtlichte Collecttv-Erklärung orthodox« Rai bin» geg» die Theilnehm« au d« Synode, gcmz besonders d« direkte Appell an die Gemeind», sich der Synodal «Rabl in» zu enüedigm, al« eia eb»so unklug« wie irreligiös« Schritt übel aufg»ommm worden. Roch mehr: ich kan» Ihn» a>« zuv«läsfigst« Quelle mittheil«, daß tu d» höchst» Berwaltuogskreis», die von bet Erklärung des ,3*:/ durch der» Rproductton in politisch« vlätte» Kenntntß erhielt», besagt« Erklärung schlechtweg al« etue »Denuuciatio»' von Stande«ge «offen aofgefaßt und übel vermerkt wurde, und e« dürste zur ikmuzetchnung d« Auffaffuug «ad de« Stand« punkte« d« hlh«» StaatSbehördm «nt« d» gegenwärtig» verhältnifl» tr t«effant sein, au« eine« vor fast vierzig Jahr» «lasten» Res«ripte de« köuigl. bayerisch« Mimst«i»«s de« June», dd. slliüuch», 24. Decemb« 1884 (bei Dölling«, Sammlung de» Verordnung», VI. Band, S. 15-, ß 282) fol« gende Worte P. wiederhol»: I »Uebrtgenl! ist ausgefall», daß die Rabbiner R. R. «u s«haarm bildet«!, Jagte Erömieux ja den Führe» Eathelineai l und Eharette: .... ,Si! »voll« uns«« dreifarbig» Fahne da« Bild der Maria zur Se te stellen. Nicht« steht dem entgegen. Der Ka« tholll rust sie in feine: Sftrbestunde au, «ad ich begreife seht wohl, daß Sie, welche bereit find zu sterben, unt« dies« Aezide kämpf» »voll«/ Trotz alle: Voreingenoruiuenhett und Feindseligkeit, gege» welche die Regierung d« national» Vertheidigung zu kämpf« hatte, wußte loch Erömieux sich die Achtung und Zuneigung selbst d« fetnfci ich» Maff» zu wahr», vei sein« Ankunft i» Bordeaux war!:» ihm bed»tende Ovation» gebracht, und nach einem dortig» Localblatte »wurdm seine Worte von uugeh»r» Beifallsruf» begleitet*. Während er selbst für die nationale Vertheidigung unermüdlich thätig ist, widmet sich Madame Erömieux an sein« Seite d» Werk« d« kiebe und Wohlthättgkett. Unt« d« Kälte de« üb«au« strmgin Winter« hatt» namentlich die in all« Eile rekrutirtm un!> schlecht versorgt« Trupp» zu leiden. Dah« erließ Mad. üirömieux, von einig» d« vornehmst» Fra«»: Mad. Fourichon, Mad. Thier«, Fräul. Dosne beretttftlligst uut«» stützt, ein» Aufruf an die Frau» Frankreichzur Herbeischaffung d« uöthizst» Bedürfuiffe für die Truppen, und bei Erfolg diese« Aufrufe«, wie später«, von Mad. Erömieux »«gestellt« Sammlung» in Kirchm «. s. w. war ein überaus glänzend«. Sir »voll«« hi« abbrechen, denn wir w&xbtn kein Ende finden, wollten »oft all' da« Erhabene, Schöne und echt Jüdische, weiche« wft tri dem Buche Erömieux' stad«, hftr mittheil». Wft könu» fr»lz sein, ein» solch« Man« zu «User« Glauben«« genoff« zähle, z« könne», «ft fftd überzengt, daß fcbcr Jude, bloße GlnAltmiz etnigwAA icklftu st» Buy, mH «u WWWut HHNIW0 W> üfV 9mnnni WM »W Vd«Ww WWDUWU gog»«Oednuug a» gefttz« n»d «NgftMoldrlg «Alftthsiftu und daß namentltch bet Rabbft« 9b sogar Me Anffmstwnug bet« fügte: Ad», bet Gottesfurcht im Heq» hat >»d dass» Befühl ob d» Gefetzzerrütttlng erschüttert «webe, sei oerpfilchftb a»> dem unftr ihr« <d» dft neue Synagog»«Ordn»ng eellzlch»> d« Rabbia«) kektung stehenden Tempel zu bfttten. Dl« be» genauut» drei Rabbiue» vorgesetzt« köntgl. Krei« Regierung» Hab« dieselb» aufmerksam mach» zu laffe», wft nur dnrch et» bemeffeue« venehu»» d« kirchlich« Vorstände »vahre Andacht «ud Sinigkett unt« d« Israelit« begründet und befestigt mm d» könnte, wie sie, »vekche sich in dft kirchlich« Anordnung» ander« Rabbia» misch« «ad dft israelitisch« Gemeind« mit ihr« Rabbia» entzwei», dft erklärtest« Feinde ein« Verbeffo» rnug de« Zustande« ihr« Glanienögenoff» und dft elgeiiillch« HftdernUe jed« ganz« od« theüwets» Emancipatft« siud/ (Anmerk, der Redaktion. Da« vorstehende Rescript ist freilich nur noch al« historische« Acteustück von einigem Interesse; d« Standpunkt, von de» et ausgrht, »ud d« sich am Schluffe desselbm a»-spricht, ist ein, Gott Lob, übenoundeu«; eine Gft- «ischnag d« Staatsgewatt »oüasch» uud begehr» »oft wed« nach de: ein« noch nach d« ander» Seift hin. D« vou dem Her» Eorrespondent« üb« dft »Erklärung* ausgesprocht« Tadel ist sedoch nur zu sehr begründet. E> ist wahr, daß dft» selbe, in viel« politisch« Blätft» «itgethellt, bet unse» christlich« Mttbürge» Spott hervorgeruf» hat; man stellt sie mtt d» päpstlich» Anathema« ft eine Kategorie, findet dft Nachahmung höchst läch«ltch — und dft betreffend« Kreise köuuen nicht ander« darüb« «rtheift». Schon d«ch dies« Umstand hat sie bet sehr viel« 3-raelift» de» Anseh« d« orthodox« Rabbi»« schr geschadet, «an sagt ab« «uch — uud da« kau» wft« -ft nicht fehl« — »wenn Ar» statt dft «yuodal Rebbiu« mtt Grüud« zu widerleg«, nur mtt Erklärung» vo» »unwürdig der da« Buch Erömieux' liest, da« gleiche Bewußtsein, denseli« Eftdruck empfang« wird. tGi» gutes Otittcl.] In einem groß» westfälisch» Badeorft bewegft sich u»ltch da« Gespräch zwisch« drei Herr» um die Iuoeufrage. D« eftr, ein Protestant, war nicht unfreigebig «ft ziemlich heftig» Angriff« auf dft 3ud«; dft betdm anbeten, Bekenn« de« alt» Baude«, vertheldigt» chre Stammesgmofleu. .Run, meine Herr»/ sagte endlich d« An» greif«, »mft scheint e», Sft find selb« And«!* »Gewiß»* antwortet« dft beiden. ,<3» war mir/ erwiderte darauf der Aud«e, »nur darum zu thun, die« zu coustattre», well ich da«n zweifette. Wenn Sie so tapfere Verfechter Ihre« Glauben« find, so sei« Sft e« nun auch nicht nur mtt Worten» soude» auch mtt d« That. Ach ftt«esstre mich ftbhast für «efte jüdisch« Mitbürg« ft meinem Wohnorft Dyren, welche unftr groß« Müh« uud Sorg« mtt dem Neuba» einet Synagoge nutz eine« Schulhause« beschäftigt find. Ich möchft Sft an» bitte», Ihre dortig» Glaubaftgenoff« darft mtt eine« Beitrag'-» Unftvstüp».* Sofort war« dft betd« Herr« dazu berett und es ist ihn« nun au» Dyr« eft Dankschretb« zugegangen, ft welchem dft Bemühung« um «lusführung bet gedacht« Gemeftdebanft» geschildert word« und -»gleich hervorgehd« wird, efte wft große und rührendeTheürmhnw dft christlich« MAdüttmrdet E«etchnug dich« ^E^angrdelh» lasse». ' *. 7 .01U _^ Jl zs jjHpB 1 ' ll .. ■i ... t« i* •' . m-i . f

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