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Israelitische Wochenschrift für die religiösen und socialen Interessen des Judenthums · 1871-08-30 · 35 (30.8.1871) · p. [Seite]

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Journal
Israelitische Wochenschrift für die religiösen und socialen Interessen des Judenthums
Volume
2 (1871)
Issue
35 (30.8.1871)
Date
1871-08-30
Page
[Seite] (sequence 6)
Language
German
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178 »elch« lisch Errichtung «tue« gemeinsam« deutsch«. Lisch-, Eonsulat« khr «ottta* * isttft ZU«I LtftrlWj, M-Mh Sud«, fiat, m>d zwar: für Bad» (die Herr» Ladmburg), Bayer» (ft v. ««»heiwstttn), 'Hesse, (». Echey), Mtcklenftmff «Miß. Loft«e0), Sachs« <E. v, Tode-co), Olftnbur, (Epstein) und «sitt. Hemberg «Pfeiffer). Ebenso bekleid« zumeist Süden die Cousulate «och »»derer Staaten. Hm Salomo« Oppenheimer, ein geborener Preßburger, der seit vielen Jahren {Hfl und zurückgezogen in Vien lebt« und dieser Lage in Bad«, nahezu 30 Jahre alt, gestorben ist, hat da« Spital ler jüdisch« Semeiod« in Vien zu» Universaler-« seine« nicht unansehnlichen Vermögen» eingesetzt. (ll. ) ft) Pest. Der Redakteur de- »Lrad. Jud.' erklärt, daß er nicht der Verfasser de« an den Rabbiner zu Mi«koiz gerichtet» Schreib«« der dortig« otthodoxtn Gemeinde sei, daß er jedoch, wenn aufgefordert, ihr ge« zu Di«st gestand« Hab« würde. Die« zur Berichtigung unserer Correspondeuz in $Rr. 82. Berpelbt (Qngara). Jüngst kam ein« jüdische Kran zur Wiederherstellung ihrer zerrüttet« Gesundheit nach Parüd. In Ermangelung eine« ander« Quartiermiethete sich dieselbe bei der Frau nne» Geistlich« ein, welch' letztere «iet nicht geahnt zu Hab« scheint, daß ihre Afterpattei eine Jüdin sei. Zwei Tage späte: erhielt die ehrwürdige Kran dm Besuch einer Freundin» die ihr bittere Vorwürfe darüber machte, «ine Jüdin in ihre Wohnung aufgmomm« zu Hab«. Da« End« war, daß di« Kran au« )nn von ihr gemiethetm und voraiabezahltm Zimmer gewaltsam hinan-tran-pottirt wurde. Di« arme Fra» lief zur Orttbehördr, doch diese blieb all' d« gerecht« Klag« gegenüber vollkommm taub! — So steht'« an» mit der vieigepries«» Taleranz msterer Tage! (»mb. gab.) Triest, 26. Juli. Die unlängst vom Stadtrath« zur Kinder» gart«»lieh,erin ernannt« J-raelitiu Eugmi« Morpurgo ward» ans de« Lege zur Anstalt von einem Hanf« Weiber tnfnttirtt» vor der Anstalt fand« Zusammmronung« statt, die Polizeiwache mußte einschreit«. 1 "i '■ Di» „Trtester Ztg.“ bemerkt zu diesem Vorgang«: Fräulein Eug«ie M>rpurgo gehört der i«r. Eonfesfi« an, und «- wäre doch seltsam, w«n etu Triest, wo Glaub«»grnofs« derselb» hervorrazenl'e Stell« in der Stadt» und Handelsvertretung :«. bekleid« und von jeher religiöse Toleranz t« wettest« Umfange geübt wurde, mittelalterlich« Borurtheitm geling« sollte, der auch durch M« Verfassung gewährleistet« Gleichberechtigung ein Schuippch« zu schlag«. » Prlerlburg. Bet dm t« Mat stattgefuudenm groß« Stmtt«prüsung« au der hiesig« Universität Hab« nicht weniger als zehn junge Israelit« die Eandidatenwürd« erlangt; mit dem Besitze derselb« Hab« st« gesetzlich da« »olle Staatsbürgerrecht erlangt und sind zu allen Staat«ä»1e« befähigt. Loudou. -lach Bericht« de» mglischm Gmeral» Eonsul« in Tebri« leid« besonder« di« Judm in Persien, namentlich tu Schira« (er. 300 Famili«) «tfetzlich unter der Hungersnoth. Derselbe hat sich au Sir M. Moutefiore gewendet, damit dieser ül England kollert« veranstalte, da sich sonst Niemand der Jro« annehm« und sie dm» Lode verfall« müßt«. Sir Rose« hur da- Eouularschreibm dem Board vf Deputie« vorgelegt, bet dem e» setlistredend tiefste« Mitleid erregte, 'Und vottäufig 100 Pfd. S. nach Tebrigesendet. (g. »ft) Bern, im Juli. Herr vr. Ad. Samuely, bisher Dormt in Heidelberg, hat ei«n Ruf alt außerordentlicher Professor ft» Staat«rechr» an die hiesige Universität erhalt« und auch angenommen. 0,. Samuely ist Jude und seine Lngehörig« wohn« in Pest. (U. j. ft) Pari«, 17. August. Thier« hat gesteruMorgm Er-mteux und mehrere Großradbiuer empfang«, die zn Gunst« der Auf. richthnltung de« Derrrt» der Regierung von Tour« über die EiuW>tst>ist« dor »iftn in A-te, M-än«m»st>imr ImbsichAgWu, Einer!der «Mstwt h^ h««V>>»a^««nkmtch OM m*+m. vage'der ÜOsteinttgiMiSorMhiilM miftr«>Ruiivn» wnm schrätt« müsse, wühv«b' etn-'wchww^daewr wimnil,l dch-Ae Elsaß und chtthtlngM goradeuda« >i-r«itttsche Etemmt eine --» sondere Anh-aglichßttt « Frankreich bstveis«. - «rwft Slg^ "" (Rach ander» Bericht« hat nach Rothschild in dich«, Mw gelegachett astw Audienz bet Thier« gehabt.) Pari-.!». »Uni». Igr.'. bringt an der Spitze ft- Blatt« vom 1». Ang. fttg«des Schreib« ft» Prtflftnt» de« Rinifirwrathe« der französisch« Republik: . o ■ v-rsaille-, 88. Juli 1871. Her« I. Bloch, Rrdaetrur ft- ^And». J-r." Der Herr Eouseil«» Präsident, dein ich ftn von Ihn« ihm' gütigft mitgetheili« Artüel^> ft- Her« »».Schwarz, Rabbiner in Köln, vorgelegt habe, hat «ich ftanstragt, Ihn« dafür tzn dank« und Sie zu bitten, dem Her« Df. Schwtzxz sein» per» sönlich« Dank und ftn unserer arm« Gefang»» zn bezeug«. Empfang« Sie w. ">>" B. S-ämt-Htlaire. — Daffelb« Blatt berichtet: Oberst «Wk^'MTMmiwdmr eine« Grenadier-Rrgimenl» der ehemalig« kaiserlich« Garde, ist zu« Brigade»Gmeral ernannt worden. E« ist dieder erste französische Israelit, der zu diesem hoh» Grad« in unserer Armee gelaugt ist.» (Wir hatwn schon von einem hier Interuittm französisch« jüdisch« Offizier gehört, »aß Oberst Sä» bet« nächst« Amüsement General werd« würde.) Ferner: .Auf di« Bitte de- Rabbiner« Moffs hat der Erz. btschof von Avignon zu Gunst« de« vom Kriegsgerichte zu Rarsttlle zu« Loft verutthetltm Gaston Sewnienx «in Gnadengesuch an die Regierimg gerichtet.' > Jaffy. Ein hier in Garnison' befindlicher Lieutenant Ra», mm« Pruueul, dem die „schlaffe Frichen-zett" nicht behagte, suchte fo lange nach einer paffend« GelegmheO um sein« Thatr» dnrst zu befriedig«, bi« er «blich dageeignete Feld geftlstftn hatte, auf welche« er seine Tapferkeit beweis« zu könu« glaubte. Er beabfichttgte nämlich um jed« Preis ein« Judenkrawall hervorzuruf« und begab Oh zu diese« Zwecke mit mehrer» feiner gleichgefinut« Kamerad« nach de« Gatt« „VLütm» nun flenn“, wo er der dort befindlichen Zigeuner »Musikbanft dm Auftrag «rthesite, ein Spottlted auf die Jüd« zu sing«, wa« auch sofort geschah. Die in jenem Gart« zahlreich an« «efndm jüdisch« Famili«, in Folge de« Lieft« bespöttett'nnd verlacht, verließ« nach und nach dm Gart«, und so war die Absicht de« tapfe« Lieutenant» für diesmal vereitelt. Er ver» suchte e« zwar, sein Vorhaben noch einige Mal zur Ausführung zu bring«, konnte jedoch nicht reusfirm, da fortan ftr Garten fast gar nicht mehr von Juden besucht wurde. In Folge dess« fand sich der virth des Gatten«, de» der Abgang so vieler Gäste rin« fühlbar« Abbruch that, bewog«, ftn Zigeunern «in» für allemal da« Abstng« jene« Liede« zu verbiet«, worauf sich denn nach und nach die alt« Gäste wirklich wieder ein» fand«. ' Darauf hatte aber Lieutenant Pruueul gewartet. Er begab sich am 28. v. Mi«, mit dem Capttän Horofeanu abermals ist da« bezeichntte Local und vetthellte Geld unter dir Musikant«, um dieselbm seinem Will« günstiger zu stimmen. Da diese sich aber ttotzdem wttgertm, da» «pottlied zu fing«, wurden sie von dm beiden Helden unbarmherzig dmchgeprügett; eftnfo erging e« dem Sohn« ft» Vtrthe«, der sich bemühte, istuh« zu stfft«. ja selbst die Kellner, welche im üstfftrage de« ttfatyc» dies« Tapfer« keine Getränk« verabreich« wollt«, wnrdmr p Bo dm geworf» und «atträtitt. Nachdem die Offizier« auf - > - - ' ' ' -i •) ft t|l Mtf ftr ft JMt. 3**." MM nnsem, «Mhi». fftHft «r. 28-» A

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