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Israelitische Wochenschrift für die religiösen und socialen Interessen des Judenthums · 1871-07-19 · 29 (19.7.1871) · p. [Seite]

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Journal
Israelitische Wochenschrift für die religiösen und socialen Interessen des Judenthums
Volume
2 (1871)
Issue
29 (19.7.1871)
Date
1871-07-19
Page
[Seite] (sequence 7)
Language
German
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fung der religiösen Beschränkungen an den Univerfitättn. Dü Mr. Hartog nämlich de« ttraelitischea Glandentbekenntnisse an» gehört«, waren ihm dt« «tt erwähntem Pieise verknüpften Stt» pendien nicht zugänglich und Jedermann hatte gehofft, daß er der erste sei« würde, dem die Wegschaffung der religiösen Beschränkungen zu Nutze käme. (INt-öta.) Palästina. Zur Colonifirung Palästinasoll ein besonderer Verein unter der Leitung der Herren Rabb. Elias Guttmacher in Gräz und Httsch Kalischer in Thom gegründet werden. Der Redakteur de- .Israelit' hat sich in derselben Absicht an die AlNanee Jsr. llniv. gewendet und ihr vorgestellt, daß reiche Spenden au- Deutschland in Aussicht ständen, wenn sie die Colonisation in der Art in die Hand nehmen (oder ans ihr geben) würde, daß die Beaufsichtigung nach der rituellen Seite vou Deutschland aus geschähe. E» ist dabet von Herrn vr. Lehmann das inhaltschwere Wort ausgesprochen: .Ueberhaupt muß es» wenn wir gemeinsam Vorgehen sollen, klar werden zwischen uns. Wir haben die höchste Achtung und Anerkennung für die Alliance und deren Lertteter; allein in religiöser Beziehung genügt undie von Ihnen auszugehende Beaufsichtigung des Unternehmen» nicht.' Dir enthalten unS vorläufig jeder Bemerkung über diese Wendung der Angelegenheit. Ueber die Absicht der obengenanntta Förderer der (lolontsation, eine An» und Absicht, welche eigentlich von dem Ueberlieferten ganz abwetcht, von der .unsere Bäter nichts gewußt', muß einmal ausführlicher geredet werde«. Literaturbericht. $mtt (Advokat «nd Bemetnderath in Dresden). Zur Synode! Breslau. Schletter. 1871. (40 S.) Herr 9.8*bwc«a hat twr pwi Jahre», |n erste» Syewd«, eine vro» fthltt» unter de« ZM „Qtn Israeli" heeaaSgegebe», I» Wt er sein« »nstch« stber dt« Ziel» «ab Zweck« der versammln»- klar »ab effca »nt einander ge setzt hat. Er hat damit eia« danken«werth« Arbeit geliefert, «eai-fteas für de» Refereatea. Dieser ward« damal« va» vielen Mitgliedern feiner Gemeind« gedrängt, »ach Leipzig z» geh«» »ab st« dart -u vertrete«, «r wie« aaf jm Vrvschitt» Hw» er spracht »Da seht ihr, »va« ma» aageflhr dar hat" »ab — aua ließ iha ta Nahe. lach bas ade» angezetgle Gchrtstchen ist all ei» schätzbarer veftrag zur versttadigaag za begrsthea, e« giebt eine ganz trefflich« »rläateraag za de«, ma« in de» Leitartikeln »Lnr Syavbal« frage"' ersrtrn «aarbe» ist. Mr erkeaae» ta Herr» Schau»» eiaea liebe»«, »ab achtaagbmerthen Maaa, der bas gadeatha» ehrt, liebt, mit ganze» Heqe» sei» Bestehe» »ab seine vltithe -eförben sehe» möchte j er will „baß ba« gubeachmn na« »erb« »ab aase» Matze» Mb Mab ««linder» bleib«, bm« ta bra Väter» »ar: «ta liebe», «heare« Metaatz, tzaß Mfar ... »tche blaß «a «tazeln« Dag» aab nicht am ta hergebrachter Mets«, sauber» an« Herzen». Haag tzarch« ganze ttbta, Dag stt» Dag »»« »geistert ftthte» ta« IM»« k. Er »Ul die« ta sein» Mets» tzarch Nesärm« »atz aftttelst der Synode er. «ich« sehea. Mia Vach «astpft » bi» ^latachrea"' «a, »eiche «n pveite» Syaotz« «»«gearbeitet »atz rrschtea»*) stab aatz giebt sei» vatam stber dies« M» fUbbta» verfaßte» Bat» iL Da Hab« mir all» den .sttatta", der stb», die getehrt» Gntache»M Gericht ßtzst nicht »« sstr stch ga aatevsacht», arrhta stch sei» Urttzeil atage, saatze» am diese« «ach ta« »ta sstr »abere besttaoaeab«« aatz, tzarch HtapMilt eia» gemtfi« Zahl va» shaltchea, »»ßgebeatz, veschlstff« hmtzotsshnabta »tzasprechn. Da lagt er tzea» sreüich gleich ga lasaag, ^aß bi« ma fast all« Begatt chena aastbmfitz' gelafsea» hebräisch» Mtatt »tt M «tt getthttta ^atÄttveebotta" geauchaea. Seaa freilich zar Sytwtz« aar die beras» sdck (sagt er), den» die hebräische», chaltzätsch» »ab tataatzisch», tzlagtzrstM gelltaslg statz, baaa hu» amhl tzi» Mtsienschaft, »ich« ab« da« stch» Aestchtt inin G» ist tza« grast» ver» tzieast »aserer Zeit, tzi« Mtfseajchast aa« M» arbelhaste» Matt» «taer aar tze» Giastemethe» zagänglichea Sprach, ta tza« saaneakkar« Gebiet der Gemetaverstäabltchkeit za stbmrragea*. Hier «votm wtt Haft mache». I) Da« *) Mir hast« «st, stetläastg gesagy aaterlasta, tztese z» bespreche». Mit »A fftV Hlf fet geheabe vtieachtaag ist brr „tzttrratarbrricht" aaserat vlatte« viel z» ag bnaesie». Indemh»m hat es aie ander« gewollt, ta« baß alle sein« Aagehörigea „Eingeweihte" lein lall»; »rau nachgerade die Zahl der Eingeweihten eine geringe, di« der „Laien" eine erschreckend grast« gewarbea ist, s» ttaaert darüber »User« Religion ta Sack -Md Asche — von „nnsevoe Zeit"' braucht st« darin nicht« za lern»! 2) Da« Inbeathn« hat »«» jeher bi« «»»»laiß seiner Lehre» und Gebot« in populäre» Schriften, ta brr Laabtasprach« (immerhia Jargon, wenn nur verständlich) «ftgrtheilt, ftlr Männer, Aranen, Kinder — aber »ar tzi« fertigen »esaltat« mit ptgitaglichw vegründung. Aber auch wer e« in ander» Wissenschaften ander« mache» «Dill, handelt thöricht. A» der Forschung k,na der Late nicht theilaehmer. (Ma» wirb um» dach nicht den J .n" and denjenigen, der ei» Fach nicht «r pTofewo treibt, verwechseln!) 8- Di« Neuzeit hat die Wissenschaft pofmlaristrt, z. v. die Medici». Wer freut sich darüber -nicht, wer möchte a ch» aa« solchen Schriften z» setaem und der Setaigm Wohl Belehrung za schöpfen suchen? Aber wen» na» ein Lai«, der ein paar Briefe aber Gesanbh>nt»l«hre gelesen hat, zwischen Aerztea »tscheiben, wena er ta einer „Versamml »ag vou Naturforschern »ab Kerztea" mitMgen will, so—, Meiler: Wenn ,ta Kranlrr fünf Aerzte, von denen jeder hochbersthntt, confaltirt hat, und sie rache» chm verschiebe»«». so bleibt ihm fteilich nicht« übrig, ta» sich für eine der vorgeschlagenen llurmethodea za entscheiden — »ach seiner Idee» nach dem Votum seiner Frau, seiner Freunde, gleichviel. Aber wenn er «ft noch Drtzenden Seine»» gleichen nachher erklärt: ich erkläre die Mechobe de« Prof. 0r. N. für die richtig« nab empfehle jedem, sie anzawendeu» so —. Der Le" er ergänz nach Beleben, wir möge» kein« beleidigend« Parallel« auüsprecheu. Ad« di« Parallel« poßtl Sie zeigt den Unterschied zwischen dem acthwenbigen und gültigen Rechte de« Judtviduum«, sich für sich zu entscheiden, und dem Uebergriffe, wen» es für Andere »otiren möchte. Warum sthersieht man denn die« so überaus naheliegend« Eprmpel? De« ist auch et» fach: weil über Religion und Politik et» Jeder stch «tu Umheil beim ißt! Un» warum ba»? weil Religion und Politik jede» Denkende» tatereffirra, «ab «eil ein Theil de« Material« jedem vor Auge» und im Herzen liegt — «lhreab Medici», In«, Architektur k. nur denjenigen aoziehen, der st« gerade braucht oder ein« besondere Vorliebe für st« hat. So tst den» auch di« GiaubeaSlehr« de« Jubertthum« jedem gaaz zugänglich, st« ist einfach, da giebt e« kckreu weseatlichen Unterschieb zwischen Wiffmwea and Laie», da prüfe, wähle und entscheide jeder; .da« Inbeathn« gewährt jegliche Denkfreheit, mache dir bei»« „Dogmatik" ftlöst; e« soll gar aicht ander« sein stiur um sagen zu könne»; die» »nd jene« tst Lehr« de« Iudenthnm» ol«r ist t» nicht, bM gehött Quelle».Forschaug; da» tst ja aber durchau« nicht nothwendig. Ah« da« Gesetz ist positiv »ab amfaßt da« ganz« Leben. Wenn da behauptet wird: Besetz soll da« sein, wa« ich für gut, schön, zweck, und zeitgemäß a. s. ». halt» — dann giebt ta kein Gesetz mehr. Run ist, wie gesagt, da« Lchmaaa'sch« Vach zar Erläuterung trefflich. Mir müßten e« »u« schreiben« um zu zeige», wo hi» überall L ateno »tum führ». Zwei vetsptel« greif« wir beliebig Hera»«, sehr verschiebe» ta Htrrstcht auf Gegmstand aab aaf «tt bta Fehler«. S. 6 ist vom Scbbathfahre» dt« Red«; ta Dresden Hab» «an von jeher stch ta einer Säafi« tragea lassen ohne zu besorgen, „bat bi« Ehaiseaträgrr ta Gefahr geravte«, Zwerge ab- »uschneide»". (Hat maa bi« Säasteaträger ta Drtabra» ,strich Eseln, mit Stöcke» getrieben?I) S. 2» platbirr für Eiviltrauang. „Eiejcaigen, «elch« stch dem nicht aasfetzen wtatta, baß st« ta der thae» ftmab gewordenen Synagoge ihrer Dranuag »eg» erscheine» müsse», vtellecht aach herbei gaaz aagehörtgr aab nutzlos« Mahnaage» .... «ahörea solle» u. s. w." (Ai» ob Draaang ta der Synagoge »ab eta« — gute ober fchlocht» — Drauretz» aach jüdische» Gesetz zar Sach« gehörteall) Iabeffea e« tst die» »ab viele» Arhalich« nicht Schalb de» Herr» L. „Meta Best, die dich leite» sollen, führe» dich irre.« — Doch da» km« ta dieser Anzeige nicht aachgewtesrn werbe». „Der verständig« begreift." De« gutta Mille» de» Herr» st. vmsagea w«r unfm Hochachmnz nicht, »ta er versthit, tst »icht sei» Fehler, und (leib«) habe» »tt »mH htapi^ifrl-rn. daß btt «btt »ab «htaagövoll« Art. «ft der er da» Hergebras«, taspricht, gar »«»heichast »oa der abstichl, mft der so »aach« — «atze« Area Spot» che« Wttzetttta aab Vachanvsrtleta darüber ergieße». Aaf der erste» Sette der Rr. 28, Sp. 2, Z. 3 ». a. bestabet stch eta DmckMa-, welcher, »ich« ftta «ag« falla», doch bea Sin» sehr enstellt. Es auch heißen: Der statt tan» (ta dem aagegebeaea Fal«) stch ta aller Nah« (statt: ta allen Sache») »ach der Majorität richte». Der Redakteur befindet sich z. Zeit ta üinem eat> lezeaea Badeort«, Brief« und Zeitungen gehen thin verspätet ztt und das za Druckend« muß früher als fotrfl abgeseadet werden. Dt« Leser mögen daher entschuldigen, wenn Eorresi-andenzen »nd neuara Rachrlchta» ta dieser und der aächstea Nuoimer verzögert uad ftagleich verthettt erscheine«.

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