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Israelitische Wochenschrift für die religiösen und socialen Interessen des Judenthums · 1871-07-05 · 27 (5.7.1871) · p. [Seite]

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Journal
Israelitische Wochenschrift für die religiösen und socialen Interessen des Judenthums
Volume
2 (1871)
Issue
27 (5.7.1871)
Date
1871-07-05
Page
[Seite] (sequence 7)
Language
German
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«ichts, aber « eine dabet beabsichtigte Zudeahetza ist ka»» M dock«. Der Gm»b der Ausschrelttmg« liegt «bar «rer t» de» Mangel a» Lultur. Die „Breil. Zig." sagt t» der Hinsicht mit Recht: „Wat de» armen Köuigghütter Arbeitern »och thut. ist Schulbildung: von 2800 Man» Streiken, können kaum 80 pCt. lese« und 25 pEt. schreiben, und so falle» fie leicht ihre» Verführern in die Hand. Hoffentlich wird der gegemvärtige Streike zur «eiteren Vermehrung der Schulen Oberschlefien» mit» wirken, damit da> Volk gesunde «ad erstarke in geistiger Kraft, um selbst zu durchschauen, wie tropfenweil ihm dal Bist von fanatifirten Agitatoren eingegeben wird." Brody. Die russische Regierung scheint ihren Mal bezüglich der Kleidung der Juden auch auf die Juden außerhalb ihre- Reiche» auddehaen zu wollen, denn, wie der ,3b. An. * meldet, hat dieselbe der hiesigen (österr.) Regierung angezeigt, daß die über die Grenzen kommenden Juden entweder in russischer Tracht, und dann könne« fie ihren Bart behalten, oder in deutscher Tracht erscheinen müssen, aber dann müssen sie ihren Bart abzenommen haben. Die hiesige Regierung hat bet der russischen hierüber Etnwand erhoben, bis jetzt aber noch keine Autwort erhalte«. Bukarest. Während eine Correspondenz der ,Jüd. Pr.* all positiv berichtet, daß finstere Pläne der Rumänen, welche eine Plünderung der Juden, der in Odessa ähnlich, vorbereitet gehabt hätten, durch Intervention del Herrn Petxotto vereitelt worden seien, daß dieser Herr in längerer Audienz beim Krieg»- minister Zusicherung genügenden Schutze» der Jod« erhalt« habe, überhaupt überall zu nütz« suche, Nagt ein Bericht de« ,8cho Danubien* denselben der Unthätigkett an, er habe z. L« all dm Ilraelitm in Plojeschtt verbotm wordm sei Vieh rituell zu schlachtm, nicht reklamtrt; dmn, habe er erklärt, 1) betreffe diel kein amerikanssche« Interesse, 2) habe er damal» noch nicht dal Exequatur erhalt« gehabt. Jedermann fleht die volle Triftigkeit dieser Gründe eia, „blinder Eifer schadet nur", wir führ« also die Aullassungm del „Echo Danubten" nur an, um zu zeig«, daß Herr Peixotto vernünftig handelt; «mn man Unmögliche» von ihm erwartet, so ist dal nicht seine Schuld. Außerdem lvtrd geklagt, daß er nur mglisch spreche — fteilich ein Uebelstand — aber Gehör wird sich der amerikanisch« Eonsul in Rumänien schon verschaffm, damit hat el keine Roth. Rom. Ueber den im vor. Blatte nach der „Presse" berichtet« Borsall, eia in einem Kloster eingesperrt gewesenes jüdische» Mädch« betreffmd, liegt anch ein Bericht del kathol. „Vaiverl" vor. Derselbe lautet natürlich der Behörde, welche dal Mädch« beftett hat, entschied« ungünstig, aber er ist desto sprechender. Wir brauch« nur einige Zell« zu übersetz«: „Eine beklagmlwerthe Thatsache, welche lebhaft die Achtung der Regieruug vor der persönlich« Kreiheft zeigt, hat stattgesunden." (Diel soll Ironie sein; also daß man dem Mädch« feine Freiheit wiedergiebt, ist dem „Uaiverl" ein Eingriff in dieselbe.) „Die Wach« draugm in dal Hau» der Katechummm, brach« sieben Thür« eia und holt« dal Mädchen." (Wer freiwillig tu einem Hause bleib« will, dm steckt man wohl hinter sieb« Riegel —) „Man mußte dm Judm, welche h«t allmächtig find, nachgebm und dies« schändlichen Raub begeh«." Diese Prob« genüg«. Odeff«, 17. Juni. Auf Verwendung del türkisch« Gesandt« entschädigte dt« «sstsche Regierung 176 türkisch« Jlrae» ltt« mft 100,006 Rubel für die ihn« durch d« Pöbel seinerzett verursacht« Verluste. Bagdad. Die Alliance Jlr. Univ. veröffentlicht etum Bericht über eine Prüfung tu der vou ihr gegründet«, uuter der Leitung del Hem» Marx stehend« Schul« in Bagdad. Zugeg« war« der General-Gouverneur del Irük, der Prinz Musa Khau, Bruder del Schah, der Ober-Eouuuaudant der Trupp« «. f. «., dann die Eousul» Englaad« uud Frankreich» nud andere vor- »eheue.SUMpÜt. Der Gmeral-Goure««r selbst «xamiutrte die ÄWWT rR ütT HrR|^Mji CvT Inyiyy' WBmjmtf nWBT» w der mglisch« Sprach«; sie y»«»m hochbefriedigt; eb«s» glänzend fiel die Prüfung über Französisch. Geographie, Arithmetik, Geschichte au». Der Gouvemmr hat d« versammelt« Rotabelu der Gemeinde, welche schon über dm Eintritt so vieler glänze»- der llaiform« in dal.Judmquartier entzückt war, seine Zufriedenheit aulgesproch«/ Md der Prinz hat den Kiude« Geldgeschmke aulgetheilt. — Bei solch« Prüfungen »ach französische» Zuschnitt ist viel Schein, iadrssm im Orimt ist damit ein vvn Erp verbünd«, «l ist wichtig gmug, d« Rezierunglbeamt« eine gute Meinung beizubrft-gm; man lebt von ihrer Gnade, und diel genügt, um alle Bedenk« zu beschwichtigen. Der „Jlraclit" aber hat ei« andere», er vermißt unter dm Nnterrichtl-Gegmständm dal Hebräisch«. Wenn da» nicht ivahe« Ketzerriecherei ist... Hält el wohl einer unserer Leser für denkbar, daß die Jud« in Bagdad ihre Kinder in allem Andern, aber nicht im Hebräisch« unterricht« lass«? Jme Prüfung aber ivar offmbar für die hoh« Herrschaft« berechnet, die kein Hebräisch verstehm, uud die man damtt nicht langweil« wollte. Ist diese Erklärung so schwer zu find«? _ Literaturberichl. Aaer» K., gtvei alte Thorarov« aul Arabim und Palästina, gegmioärttg im Besitz von Joh. Alt. Frankfurt a. M. Alt. 1870. (16 S.) vir habe» »ach der „«. K. Z." dieser beide» merkwürdige» Handschrift» bereit« t« vor. Jahrgang, S. 139, »rwähuuug gethaa. Jetzt lieg«' über di«, selbe» et» aulgiebtger vrricht vor vo» de« zu dieser Arbeit vor Alle» be» rase»« G. vaer, der, et« „schlichter Lehrer" ia viebertch, als theoretischer ta» praktischer simner der Masora, wenig» sei»«« Gleiche» hat. Da» Ne. Wiat der Uutrrsuehung ist eignttlich ein »egative», dabet aber «de» et» sehr positive«. Di« ftagltche» Nolle» st»d uralt, »ritzen tsumpt* aon dem heutige» »»»brauch stark Sbweichr»d«, «wer Bartaure, im eigentliche« Sinne, kegarte», die auch «ur i« Allermindestea «ine» gestaderteu Stau ergäbe», über "OfTi x dergl. — m»d auch dir» »ur a» sehr tveuige» Steile» — hiuau»» giugea, finden wir nicht. So zeigt sich wiederum, dal bi« Masora de» Text rri« erhalte» hat, u»d dag dt« lkenuicott n. A. ihre riesige» »»streiigungea, weuigst«»» iu Beziehung auf den Pentateuch, ganz mnsoust gewacht habe». Alt« Mauscripte enthalteu Schreib- und andere Fehler, aber auf Varianten iu der Thora iu ihnen Jagd mache», ist vergeblich« Mühe. Di« iutereffauteste Ermittrluog, welch« Herr vaer gemacht hat, ist di«, dag die alt« Thorarolle» sammt «ad smrder» iu l»l»«»eu uud Zeile» stberetnftimmeud geschrieben war«», vir verweise» auf da» Buch selbst; der vewei» scheim na» et» vallstlladig genügender; «» würde sich natürlich weiter darau» ergebe», dag di« betreffeudeu Nolle» et» gemeiasarae« Mutter» »ad Muster» Exemplar gehabt hadeu müffen. taaa wiffe», ohne dag wir hier «iher auf Eitat« rwgrhra, dag sich für diese Lnuahmr sehr triftig« Belegstelle» stade«, doch scheim sie uni ueu aod »och genauerer Prüfung sehr würdig. Jede», der anch nnr edle allgemeine Keuutaig der Thor» u»d der ge schriebe» e» «olleu besitzt, wird die Lektüre de« «chrtstchen» sehr iuteresfirra. MU solcher staue» errrg.ndeu S«»a»igkeft koaute auch nur ei» Maua arbeite», »er eben «er seiuer Auge» bedarf rmd alle» Ludere da Kopf« hat. Auzetge »euer Hkücher. Dessauer, vr. «. '„Predig, gehakte» am Frieden,feste, 18. Jeut 1871." «theu. 1871. Paul Schettler. K,h»t vr. «lepaader. ^vi« talamdisch.midraschische «damsage i» ihrer Nückbqiehu, ans di» persisch« Pi-»., »ud Mesh-sag^" (Separat. Abdruck -»» v». 2» A Z ftschr. ». M. »es.) Perle», vr. Joseph. „AMMWpredi» »et der Uebemahme dw «stmheuer Nabbiuats." Mldtche». 1871. Theodor Lckermau». «oauouoodol», vr. 8. S. „Thj Light ud thy Trnth.« A Onid« for Loustrmattou. Sh LooU. 187L orlefkastr» Wt «edoettwl. IS. Ich habe uch »dl vmmch H» »dckchll^^» Da» 1 «ese»dme 4 Um» Leser» Ärmlich Mao».

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