Israelitische Wochenschrift für die religiösen und socialen Interessen des Judenthums
- Journal
- Israelitische Wochenschrift für die religiösen und socialen Interessen des Judenthums
- Volume
- 2 (1871)
- Issue
- 22 (31.5.1871)
- Date
- 1871-05-31
- Page
- [Seite] (sequence 1)
- Language
- German
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N« 2*. —1871. zsr-ettttseke r. Jahrgang. WVHen-Schrift für die religiöse« ««d soriale« Interesse« des Judenthums. Lrscheiot jede» Mittwoch. Preis vterteljLhrlich 20 Silber-rojch«. fft* M« krctfpalHfc Petitzeile ob« wreu ttaam IV» ««r. örtlich« «ledatteur tuib Herausgeber Rabbiner Dr. JU Ir««e»fet» in Stettin. Breslau. 3I.IRai 1871. Zv beziehen durch all« vuchhaudlungen und Postanfialteu -»Oralen»Annahme in der Schlettn'schea Buchhandlung (H. Skutsch) tu Breslau. » Inhalt, Leitende Artikel: Die projectirte« jüdisch-tbeol.gischen Lehranstalten. L »dsagebriese. (Schluß.) Keuilletvn: Durch Visseuschast zur Stuheit. (Forts.) Uuszstge au» F. Uolb's Lulturgeschichte der Menschheit. Berichte ». Lorrtspo»den;e«: Deutschland: Hanno»«. Dost. Oesterreich: Vien. Wien. DSa«»ark: Kopenhagen. NumSuiea. vermischte u. neueste Nachrichten: Breslau. Aloga». gtalie». Jerusalem, «ordamerila. Briefkasten. Bertchttgnng. Vacanzen-Liste. Inserate. zeitige Verwaltung daß Institut zu heben, indem e< Dr. Hilde« - .heim« an seine Stelle berief. | Dr. Hilde-heimer indeß rief, bald nachdem er hierb« üb«> stedrlt, eine vom ®.-$. ganz unabhängige Rabbinerschule in'« Leben und beschränkte seine Thätigkeit am B.-H. auf den auch 'früh« üblich gewesene« TW, und eiben öffentlichen Vortrag iir jedem Monat. . Diff«enzen legten die Verwaltung de« P.-H. am 18. Sepgqril«,.tat m.l.rc IM« rimRfb»* »«,». »,»» »hi el'Wl V*.. Ml»°> di-I- STmHmm »mumm »ÄU y?»" «HW UmtakM »lut mn Die prustrlirlk« jüdisch-theologischen Lehranstalle». I. Thora lehre» und lerne», Kmntniß de« 'Judenthum« verbreite», »viele Schüler »««stellen/ damit sie Lehr«, Keuu«, verkünd«, v«fecht« d« Lehre ««den — da« hat seit de» Tage» der großen Versammlung bi« heut, od« doch bi«' zur jüngste» Vergangenheit, so sehr al« da« Erst« und Sichtigste und hauptsächlich üb« di« Berlin« Projekte reden, eigentlich jedoch nicht selbst reden, unsere Ansichten darüb« »orleze», da wir bereit* in Rr. 0 und 7 de« v. I. »üb« Wissenschaft und Partei-Interesse* anSführltch geschrieben haben und dem zunächst nicht« htlWGufügen wüßten — sondern die Referate zwei« (Seirespondente» «tttheilen. De« Anfang mache eine einfache durchau« actenmäßize und (wie di« Les« finden w«den) in objektivst« Ruhe geschriebene Darlegung de« v«lauf« d« üb« die Organisation de« veth- Hamtdrasch gepflogenen v«handlungen. Die »Jüd. Pr/ hat diese tendenziö«, der,J«raelit' hämisch, and«e, wie sich freilich erwarten ließ, schadenfroh dargeftellt. »Die Wahrheit möge ihre» Weg machen/ G. verlin, den 16. Mai 1871 Im Jahre 1868 schon ward vom derzeitigen Borstande de« veth-Hamidrasch eine Reorganisation desselben beabsichtigt, und zwar wollte man ein Rabbin«.Seminar darau« machen, da« unt« Leitung eine« Direktor« gestellt ««den sollte. Dazu war ab« vor Allem eine Aend«ung der alten Statute« nothwendig, die nur roordinirte Lehrer de« B.-H. kennen, «ad die mit Rücksicht hierauf entworfene» neuen Statuten konnten nicht br Kraft gesetzt werden, weil ihnen die «ford«liche Zustimmung deü Gemeinde-Vorstande» fehlte, welche an Einschaltungen geknüpft wurde, di« die ganze Grundlage de« B. H., die Er- Haltung de« übnlieferten Judenthum«, in Frage stellten. So vegetirte da« B.»H. Jahre lang in alt« Weise, die Zahl d« Mitglied« nahm ab, die Versammlungen der 18 Rcpräseutanten waren oft nur von drei od« vi« Herren bchrcht, «» war kaum mehr ein Jnt«esse für die« Institut irgendwo,» finde». Nach dem Htnscheiden unsere« Rofenstein welch« d« «in« d« beiden Lehr« am ®.-$. funzirte, glaubte di« der- Wahrung de« Fundamente«, de« b«echtigten Anforderungen d« Zeit gemäß zu reorzanisiren» und di« Lehrthätigkeit sollt« nun auch auf and«e Gegenstände d« jüdischen Wissenschaft, die bi« dahin nur Talmud und poökim umfaßte, «»«gedehnt und in ein System gebracht werden. Diese Idee ward mit ungetheiltem Beifall, man möchte sagen mit Begeisterung, von den Repräsentanten erfaß», und nachdem Herr B. Zombn am 28. December 1870 an die Stelle de« vieljährigen Beth-Hamidrasch-kehrer« Michael Land«b«ger gewählt worden war, wählte man auch eine Commission, di« man beauftragte, mit hinzugezogenen Sachv«ständigea cinin Lehrplan au»zuarbeiten und diesen den Verwaltungsbehörden zur Genehmigung vorzulegen. In d« ersten Commission«»Sitzung lag al« «st« Gegenstand die Frage vor, ob ein Seminar unt« einheitlich« Direktem l- Leitung, od« eine Facultät mit coordinirten Hauptlrhrem, von denen jährlich Einer zum Vorsitzenden (zur Leitung de« Geschäftlichen) zu wählen, in'« Leben zu rufen sei. Dr. HildeSheim«, welch« al« Sachverständig« an.dm Lerathungen Thril zu nehmen b«ufen war, plaidirte für di« Seminar, die Majorität d« Commission entschied sich indeß für die Farultät, weil andere Sachverständige sachliche, die Verwaltungsmitglieder ab« formell« Gründe geltmd machrm. die niit Rücksicht auf die Statuten nur die Anstellung cvordinirt« Lehr« zuliehea, und Dr. HildeSheim« «Närte sich schließlich pö gan: ausdrücklich mit d« Majorität einverstanden. Derselbe versuchte nun ^war, zur nicht geringen Nebirafchung der Betheiligtm, in d« Repräsentanten'rtzung, in welch« d« von d« Commission «»«gearbeitete plan oorgelegt wurde, »och eine Lanze für seine Ansicht zu breche«; da sich die Versammlung ab« mit groß« Majorität für die Faeultät und tea vorgelegtm plan entschied, so «klärt« auch « sich anscheinend