Israelitische Wochenschrift für die religiösen und socialen Interessen des Judenthums
- Journal
- Israelitische Wochenschrift für die religiösen und socialen Interessen des Judenthums
- Volume
- 2 (1871)
- Issue
- 19 (10.5.1871)
- Date
- 1871-05-10
- Page
- [Seite] (sequence 1)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 74% known words query
- IRI
…/5369809-5934989-5935470--0719-5370401- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
OCR text
NS 19* — 197L fir lie trtigiüfnt wrt» f«We«^^rtii3re!fffii W Jaden1hn«s. ®*»** i*» «*m*. r fnb aoeuRpt^n. fto* btXHMy PetttzM «fccx km Mnoi I. . U/,«p. ■ gfwwnfl^n; Hchakaar asb |iwnlyt«r ßkabßitwr Dr. JL Yttaclfrf# in Stettin. Breslau. 10. in« 1871. Zn dqietze» durch «Oe tSachtzaablaag« ns» Po»«ch-ÜrR- }aJbnfaa«Jtaa«9aK Gchletterlch« «achhaablnag HEbchch) t» Br««!»., _ (laMU. CrttMl« Vtttftl: «cttia in» Ob*ffa. *l«i« ainU f«f |»»H#* *««**•*«. «*»«•*»: «n«l*tun aa* 3«««a. »«« B l,», « «achb.reth. Cia «»tisantt Beriete a. «•rt*fb*a?eiq«a: «criia. »amp^ eaabOlrti«.«. «a» ObtrM«. «a|Usb: Ofetffa. Oerwischt« aa» acaieft Nachricht«: Gattin. Gttttia. vre«l«. Seimig. Fraalsari«. M. Larhegea. GarUrahe. Hall. Vrosnitz. klziraewch. Grieß. laab. Leadoa. Lea»«. Jrrasalem. PeUretarg. New-Yott. Literatarbericht. Berichttgavg. Briefldstra. Varaazea-Liße- Inserate. Kertt» «»> Stzeßa. Glosse», eigene aad fremde. Die Städte, dl« wtr.iu der Urberschrtst zusoammigmoaat Hab«, ließ« kau» so uwtt aaßeiaoad» wie die Diage, aeeUH« mit arft ihre» Sam« ia verbiadaag bring« aad in M«f«r verbiadaag b^prech«, giofffam »ofl«: drr aberaialig« aller» aeaeste Mafc M ObemKdchearathß in Berit» aad die Epwff« in Odessa. . Ist aß .doch scho» fchaeer, für beide »Diage' «in« gaaeinschaftliche vereichanaq za find«. Jndeg» beide, (ggfai Aad«. and gewisse: Lehre» ergeben sich an» da» Sin« für das Andere. k Det Ober» Ltrch»«th hat noch einmal gefprvch», hat ein« Erlaß-aa d«-GeaeaalmSaveriataid«»» von Bertta gerichtet, hat sich «ad daß benadmbargische Eoaststoria« vertheidigt. Daß ist an -sich sehr «rsrealich. Vordem gab mm dem And« eine Ohrfeige, und wenn er sich darüber venvnnderte» erhielt er ein« Kaßttitt, aad wenn er dagegen protefttrte, so warf «am cha hinan-, and daaa sprach an» salbaagßaov aad entrüstet über die veesteckthett deß BotßeS, wNchrß »in Haß and Kundschaft verhornt* and sich geg» die erhobene Lehr, verschließt, der zufolge man d« IW« Backen darbtet« soll, wm» jemand ein» Streich, ans dm recht« giebt. O die schöne alte Zeit! Jetzt «rdretst« .fich die Aad« Unbill obzmvehr«, and alle liberal« Blätt« and gewichtige christlich« Stimm« erheb« sich, am dm höchsten geistlich« Behörde» recht derb die Meinung za sagen. Und so findet der Ob«-Kirchenrath sich bemüßigt sich anßznsprech« and hat fich geranme Zeit genomm«, ma ein gewichtige« Schriftstück ''aaßpatt-eiten. Er kann nicht nmhin «iazaränm«, daß »Mißaachündaifie-and-Unterstellung« (oon Jrüoleronz, Absicht daß Jndenthnm zu schmäh« oder zu Haß and Verachtung geg» seine vekmner anzürtizm) auch unter Ehrist» vorgekomm« sind'.. Ep verwahrt. sich geg« diese .Verdächtigung«', and daß ist weiter ttwa« sehr Erftealiche». Der Ober-Kirchenrath findet «» jedoch »nicht angemessen, eine» «der mehreren der svon Jud«^ eingegangmm Protest« eine Sruecherung zn LheÜ «vrdäa'zw loss« Und dadurch tu ein« öffentliche Dißaäfio» mit chrm -Arhiia« ^zatretaa^ vir stad nicht aerwöhnt; wie sv«e» NN«'hierwird« «int» Kortschrtttß, wenn er auch amiackwx'WM^ der Ober-Kirchearaih saAW^^erhÄst «ß anter.seiner Würde .... dt« Ehre .chaff >skmchi»MHcha AM «rdea.za!off«'. sondern wie vorstehend za lesen. Und a»-nn er fich nicht an di,.' 3ut« urmdet, sondern, »t» die Kraagos« sag», »zum Kenste: hinan« spricht/ so merk« wir die Absicht and find« naß — tz«z behaglich gestimmt. Zar Sach« wird mm erörtert, daß »di« veranlassang z» dir Verfügung ta dem groß» Aergerniß log, doh in unser«: Stadt während eine! einzig« Jahre« nicht weniger all sieben Mieder der christlich« «emeinde.b« früh» fast unerhört«, je für namtgltch gchalteaea Schritt deß UrbertriM zum Jaden- Ibazu^arÜa« hatwn'. Uarrkirt, ja unmöglich! Waßnnmßglich kst^ M wetikMH Lch «aw.hölt; der AMckMk'pi« Jadenthnnf" würde aber früher nicht n« für unmöglich gehalten, sonden» « wor ameäglich gemacht. Derftntg«, welcher fich der Abficht,- khn thnn zn tvoll«, verdächtig gemacht hatte, oder nn' »sadatsitte', wurde einfach verbrannt. Warm» drückt fich dei: Ober-Kirchmroth nicht rvrrecter, der geschichttichm Wahrheit entsprechender außk Ader wir »iss« recht gut warum: in fcaei: schön» Zeit wäre es ihm selbst übel ergangm; die Dominikonei: verbrannt« zwar *(t besonderer Vorliebe Juden und Judaifirmde, ab« fi« nmrm nicht so «xrlusiv, engherzig, daß sie «in« evangelisch« Ober-Kirchenrath verschmäht hättm. Doch biß 1847 vai: auch tu Preuße» jmer llebertritt unmöglich gemacht, also freUidi unerhört. Sollte der Ober »Kstchenrath nicht recht inniglich be» dauern, daß eß nicht beim Alt« gebltüdm ist? Warum spricht er'ß nicht au«, daß «ß «in« verabscheaungßwetthe Toleranz sei, d« llebertritt zum Judrnthnm za gestatt«? Wir «iffm «iedei: warum: well eine köuigk. Behörde die Landeßgefetze nicht öffentlich tadeln darf, und da« ist ohne Zweifel wichermn sehr ersrentich. Nachdem sodann di« Abficht der Schmähung deß Judenthamß im Allgemein« ta Abrede gestellt ist, wird der viel an» gefochtene Ausdruck, »der llebertritt fei «in verabschaarrag-werthei Schritt', belmchtet. Damit solle, heißt «», »nicht daß Juden» thma selbst, sondem der Nichertritt tza Hm —» uad zw« am se «ehr, wen» nr wiß.eß. H d« »«tß« Fäll« so notorisch ist, au« «ta irdisch« and daram verwerflich« Motiv« erfolgt, alb etwaß verabschenangßwerche« bezeichnet werd«'. Uad zwar um so mehr! Aso doch^üicht -nu^haW, rvenn «r an« irdischer: Motiv« erfolgt, smcherjN gach,, wenn er au» reiftr vpherzeugnng geschah« ist,, KÜüm.H. kn Schritt auch verobschemmgSwerth j« mehr'.,»der.,.um sp,weniger', daß fmd sehr anbHimmtr Bazriff«; eß aräre offach» vick besser,