Israelitische Wochenschrift für die religiösen und socialen Interessen des Judenthums
- Journal
- Israelitische Wochenschrift für die religiösen und socialen Interessen des Judenthums
- Volume
- 2 (1871)
- Issue
- 15/16 (19.4.1871)
- Date
- 1871-04-19
- Page
- [Seite] (sequence 14)
- Language
- German
- Belongs to
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196 lich« m» MMIch« «Mottl-» Mt Qm tm Rost» M S^ttt Mit». Bei phGiksfifch'» OMrntieue» M M btr<nirt|i|: t«t «p«rlMW>M M «otyon riU, «Mt «f «Mt» MM» »—«1 «f M» Mi— Mt jüdisch« Philologst n> Geschichte, bm «m| M Md p th— ish iß es sehr wluschtusweech, da» Me tiQngt itraft sich « tixm MM—» lifytfttfftf erweise. So Mitte ich Mm de» »Migattn ladet m* fettig MMom«. Cf iß »war komisch genug M» Autor eiuer g»tt» Artest darüber zur ülechenschaft g» zieh«, daß er stdw beffo« gefchtieMu hat. «Mt was iß z» mache». mm die nnabmidbare Pflicht de» Kritiker« mit Mt Tüchti^est der besprochene» Leistung i» ei»« schier uulösbareu Loustir» gerlsth- Z. UsrAßeitt, JL, Ursprung der Sagen von Abraham, Isaak nnd Jakob. Kritisch« Untersuchung. Berlin» Franz Duncker, 1871. ' VI und S5 0. 8. „ Der Eindrul, de» da» «iichlei» Berusteiu«, de« beMnatt» «Maeteur« hpr volkszestuug, a«f M» Referent« gemacht hat, iß «i» zwiefacher: anfan»» versetzte es uns i» eia« heitere, ammirie Stimmuug, di« aber bald t» schmw» bitter» Stuß Umschlag. Dieser neueste Purzelbock, de» die atvdeme Bibel» krstik -«schlag« hat» iß i» drollig rnd poffirüch, als Saß er »ich« «ch bei» ernstest« Leser die Lo-bmuskelu i» Berngrng setz» sollt«. Da» Serk ge» H-Hut« a» je»e täte» Zeit«, da »och di« „Pmimtaurrs" i« Schwange war«: so exakt, «» pikant, so geistreich war hier da» U»wahrsch«i»lich« — ja da» offenbar Uiweruünftige bewirf»; in Berli» erschien« «i»e lange Zeit hindurch Broschüren, welche unter dem Titel „Schmoaze« verjonzes, Ehalomes mit Backfisch"», s.u„ allerdings schlecht genug, da» jüdisch«Leb« karriktrt»; bei unbefangener Lektüre kam e» uns züerst vor» al» hätte» wir e» hier mit einer beste« Fortfttzung dieser Broschüre» |» ihm, »nt einer sehr geistreich» lkarrikatur der quatt roiffenschtstlich» Bibelkritik unserer Tage, al» »«heue Bernstein dies« ungtführ ebenso ms» Ko« wie Ehrenthal i» .Fulschkw Lied" die wo der» a Philolog» dnrchhechelt. Abraham, Isaak and Jakob werd« an» »er ««schichte gestrich»; sie Hab» »ie gelebt und Kinder gezeugt; vielmehr al« Rehaleam und Jerobea» sich in d« Haar« lag», hütt» lliehabeam» Freund; ei» volk»«ührch« unter de» Titel „Abrnham" vev- »ffeurlicht, «in» vrlkshrro» diese» Ram»1 ersuab«, der griisttentheil» in Hebe»», als« tm La»M Juda «eilt«; dadnoh wollt« »an Propaganda »ach« für'« Davidische H>«s md die Obmacht de» Stamme» Juda. Flug» erfand anch Jerobeaw d» Israel nebst Zubehör, der grüsttmtheil« in Bethel »ud rnde» i» Rebhe J»rael gelegen» Ortschaft« sich ausgehalttu; dadurch sollt« Jerob-am» »ad Ephraims »-spräche gerechtserrig» werde», »braham und Jakob war« nicht Vater und Eukel,,sonder» Lodstinde, die glücklich »> weise nie «pisstet Hai«». Man bekämpft« sich «M» in jen« alt« Tag» statt mit lkanon« mit Teadeuzsageu. Da» ist uugefähr der Extrakt »er Berusteiusch« Weisheit. U»I> wie jener Akiba, der Überost sei» „Alles sch» k* gewesm" anbringt» »ie Meinung Acosta's, »cher haM nie epistirt, für ^u »«" findet, um sie M verdamm«: so halt» wir di« Hypothese Berußet»'» für j» neu, z» jung, i/a grün, um sie ernsthaft 1» nehme»; aber der Lärm, Mn die Journale in gau, Deutschland mit dieser Entdeckung mach«, zwingt nn» dazu; so weit i»e« gekommen, daß jeMTHorheitrnd«Markt gebrach« werd« dars; wem sie geg« di« Bibel gerichtet ist, wird sie brklatscht; wa»! ward« nicht für Spott und Ho hu geg» da« jeMufall» bedeutungsvoll« Werk Hirsch'» über di« Gerefis geschlendert, und wir läng«» di« Berechtig»- des Spotte» nicht; dt« Aioauu« dürf» sich «M» kein« Dmrucheit gestatt«, oh« ' Mt schwerste iiüge ftrchtru zu »üffm; ei» „Freifinniger" aber schreibt ei» Buch, da« nicht di« Widerlegung, »ei» d» Spott auf jeder Seit« herausfordert, es bekämpft di« Bibel; da wird e» hochgeh-be» »ud gepriesen, Au. fang» bestritt dt« Kriik nur di« Berechtigung der Bibel sich al» geoffeubarte» Gottes wort ausPigebe»; da» war auch scho» ,^»ng der Verachtung »nd de» Zorne«". Aber selbst die Ungläubig» beugt« sich vor der sittliche» Höhest Lese» Buche«. Jetzt leidet es kein Genüge, d» göttlichen Ursprung zu läugue», fo£ wol« st« e» als Satauswerk d»»»cirm; die gemein« Mächte der Lüge »ud de« Haffe» hält« au diesem Heilig thum gearbeitet, die roheste «oshest es erzeugt uud spöttisch ruf» die Herr«: da« ßud dem« Götter, Israel. Uud diese Männer steh» nicht außerhalb unserer religiös« Gruoffeuschast, «in, se Hab« Macht rnd «iusluß st» Juoenthum, sie lest« die Geschicke großer <t«ueiodm. da körnte mm fast verzweifiuugsvvll «st Mose» ftog«: war«, hast du. großer Gott, dein«, «oüe «, i» dies« Tag« so schlecht gei^n laffea, mm nicht dies« «orte mm Kritik gttoM durch ihr Uetermaß uud ihre «bsichtlichkest lächerlich uud puu Spaß« würde. Wir tröft« uus: allzulaug häst der Schleier, den großsprecherisch« Tborhest um sich webt, »ich» vrr. _ Z. iUeisexe Schriften. 1) Philipps»», Dr. ©. «choschauim. «» Blick i» dir verenge», heit. FeMneilbnuua« au» dem Leb« des tüdibMuBottea. Urtim 1871. (84 S.) «Bari wir sage». Mß dies rnspruchlch« Büchlein einem wirk, ych« vedürfmff« «tgegenkammt rnd a» s««m.rheile eine Lücke t, »er Literatur «GM. so fleht dieser Satz wohl «her der MM»** l^M»KM Kri« ähnlich; mir HMM ißu lSMH mckmch«. trntjim* um**, wieMßcht» ^in« «G,chßm,ch»it etwa mm 17. grhchmKmk ich «ntwickeü und bi« Dnm erst« Drittti de» 1«. erhall» hatte, fthmMMt Mhi». «» darf aber nicht der «ergrsimhest anhetmsall«. vbs ttm wtfse» fchMchs Darßellrn, »«M» Mm. müff» dst «inKlheft» m» Mm Gedächtniß nieber^fchrieM» werdeu. In «ooelleusorm iß die« schon mmnigfach -eschen. Me, di. Mchwrisch. Phwttchi» «HM Mbet M vstl de» Jndtvilwell« hinzu. Philipps«« M lrdiglich kleine Schtldermgm. einfach »nd getreu, «ndrecheit» hat die ^Ghettouttwlle" bis jetzt ft m*. schließlich die Länder de« »Mnhag Polen" (rnd «sa») geschildert, für MM m» «estdemschlrnd, deffe» jüdisches «tt««»» seine «igeuart Mschse», weniger «bgeschloff«, fbchrr, tranri, und barock sich geßaltrt hat, HaM» ßch »och wenige Bearbeiter gef«»«». Da» «orliegenM Buch „spielt"»s» zu s»g>U» in Mitteldeutschland; mm fleht leicht, »aß meiß Wirklich «rledte» mck Sw schene», oder dach treu Erzählte» geschildert iß. Füg« wir »ach hiußll» daß da» Leb« »nd Treib« unserer Bätet und Mütter «st Wärme» mit Sympathie, ohne M» von «anchep jüdisch« Sch rt stße lern al» wohlfeile» „Gewürz,'* verrnndet«, Spott geschildert iß, f» HaM» mir grnug gesagt, »m di« Schoschrnim (mopi aber der hebräisch« Titel?) beste»« M empfehle». D «arpele«, vr. «. Dir Frrn« tu »er jüdisch» Literatur. El» Vortrag. Berlin, Poppelaner. 1871. (27 S.) I» de« eng» ßiahum» iß über gelehrt«, dichtenM, schristßrllernde. üMrhanp» berühmt» Mische graue», vo» Mirjam and Drbora m bis zu d» Schwefle« Rothschild» welch» »ar einig« «och« »i»« zweibändig „Sefthichw und Lsteratnr der Juden" new öffentlich« hade», ^fprwM». Ueber ein«» iß msführttcher md mit >». führnug vo» ProMn an» ihr« Dichtung« geredet, andere ßud uur geuauut und mtt einig» Wort« charakterißrt. Carmoltz hat daffelM Thema »ar 12 Jahr« (Stein« «alks lehr. 1857 m» 68) Mhandelt, er hat «in Motto* reichere« Material znsammengeßellt »nd ebeusalls versucht — jedoch mit wenig Glück — dem Stoffe «ine belletristische goem M ttfca. Herr K, Mr dst EarmoVsch« »rbest offenbar benntzt hat. hätte »ieselM rnhl in einer Anmerkung erwähn» dürf» l Dageg» erkrnn» wir a», »aß die Form »»»- IbgoM» Bmtra»» eine geschmackdolle iß «dm GlrhrM Abhandlung hat uicht geliefert werd« sWe». di« Kritik HM daher unr Pt (npa, ob M« Thema in anziehender Weis« behandelt morM» iß. Da dies »slMmmr» bejaht werd« Mm, so eignet sich da« «üchl^u sehr wohl. Misch« grau» und Inngsrau» (natürlich «ich Männe«) in dt« Hand gegeM» zu werd»; ße werd» ms MmselM» aniprechenM «elchru», schöpf», ei» bessere Meiuuug »» Mischer Bergangenhest gewinn« als ß» viel» «ig» iß» «S ans de« Beispiele jüngß mrstorbemr »der »och lebender Dam» ihr» Glauben« manche heilsame Aure gung empfm^e«. 8) Güdeman», vr. M. Jrrnsalem. Die Opfer »Ud die Orgel. Predigt, vi» 1871. Die i» der Eorrespottdenz ,Mien" erwähnt» predigt liegt gedrnck» war. «ruß, kräftig »nd entschied« hat Herr vr. S. sestm Ansich» für l und 2, gegen 8, »»gespwchen. Auszüge zu geb« iß hier uicht «öpich; wir Mub«» daß die Predig zur «lürung der Reicht» beitmg« und tu der Fmtsetzrng der Debatte ein« »ich« rnbedeutenM Rolle spielen» ach» der Lsteratnr über di« fraglich« Loutroverf« eiuverlribt werde» mied. Dich -i-<— -fc- - «--.i«m. __ ttak Rtt|( vtfllN WfT 616 |B(I| 9CwCtffm9€* WAlUi pOf IC* Predigt umsomeniger Abtrag, als bet religiös« Angelegenheit« doch einmal da« Gemüth ebenso berechtigt iß seine Sympachi«, als di« Wiffenschaft ihre Erörterung« geltend zu mache». Dsch der AusMnck hier uud du ««was euergtfch, fast derb ist, wird durch die Sirnatiou twllkomm« erilärüch. 4) Zuckermandel» K. Anleituug zu» zrammatikal. Hebräisch.Lese». 1871, Selbstverlag (in Loutmiffimr bei PoppOanrr). 22 S. Preis 8 Sgr. Das Heftchen hat dem Red. im Manuskript Vorgelege», md hat derselM es «st Andostung einiger ihm zweckmäßig scheinend« Aenderung« für sehr brauchbar erklärt. Da da» Hebräifch-Les« in viel« jüdisch« Schal« sehr «echmisch md ohne Rücksicht anf grammatisch, richtige Ansfttrach« md B«. tonung gelehrt wird (ein UebelsMud, deff« sehr üble Folge» scho» der sek. W. Hodenhet« »achgewies« hat), so ist ei» Elouentar-HüfMBüchlei», welche» wie diese« kein« Borkeuutniffe voeanssetzt, eutpfehlenswerlh, «n »,» Grund ans das Lese» richtig zn lehre». Einmal Augewöhnte» iß bekanntlich schwer ZNßekße utntt Aiich«. Geiger» Dr. Abraham, Rabbiner der Stellung des Judeuthums za« l« dre Berli»: Die «»!** edangel. Ob«. Ich« Mchhdlg. (H. Skntsch). Jahrhundert. Offötts dirche nrath i» Berlin. Bresia». 1871. 8. Josl, vr. »ß, Rabbiner der Syaag»g«.Grmei»M zu Breslrn: RttiMse Vorträge, gehalten am Betrage den 27. Jnli 1870 und am GebnrÄäa» MMcheßlst^döi lMisers m» Köujg» Wilhüm am 22. «ist, 1871. Ertrag zum Best« des in Breslrn m m_j » m..«—k-* k.r mwf vcMMfflsag i geben. Breslau. " RSMLLLiNkSi.? Mt