Mannheim
Compact Memory

Israelitische Wochenschrift für die religiösen und socialen Interessen des Judenthums · 1871-04-05 · 14 (5.4.1871) · p. [Seite]

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Israelitische Wochenschrift für die religiösen und socialen Interessen des Judenthums
Volume
2 (1871)
Issue
14 (5.4.1871)
Date
1871-04-05
Page
[Seite] (sequence 7)
Language
German
Belongs to
journal issue
OCR quality
79% known words query
IRI
…/5369809-5934989-5935463--0681-5370367
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

Mentioned entities

OCR text

1 entity mentions

111 Vermischte und neueste Nachrichtm. vertt», 2S. März. (Aus eine« Prtvatfchreißm de« Herrn •Dr. Htldesthetmer.) 3n Beantwortung Ihre« gestrig« (in «eiche« ich ersucht hatte, e« bei dem — ob« abgedrnckten — Kriegßmintstertal-Erlaß nicht bewend« zu lass«, fände« anch die Uebersendnng von Matzoth bewirk» zu »oll«, da e« Nein« < Gemeinden in Frankreich beim best« Will« unmöglich, solche de» Soldat« zu geben) mach« ich Ihn« di« erfreuliche Mittheiling, daß mir auf meiue Intervention quch für diese Angelegenheit vom deutscheu Tentral-Eomtt« pleiu poueolr «rieben, nach eigenem Ermesse« eile mir zweckdienlich« Außlag« zu mach« und ihn« zu verrechn«. Ich habe sostrrt (Montag) dm Vorständen tu Straßburg, Metz, Colmar, Rheim», St. Dmt« (für Pari«) geschrtebm» sie möchtm für meine Rech« uuug durch besoldete Lot« bet all« Truppmthetlm constattrm lass«: n) wie viele nicht bmrlaubt werdm könnm, also Matzoth a» Ort und Stelle erhalt« müffm, «ud wie viele bmrlaubt werdm; d) wohin? und ob jene Gemeind« im Stande sind, gegen Entgelt dm Bedarf auzuschasfm, oder ob er von a»ßm komm« muß; c) letztere Gemeind« Hab« ich an eine mir befremdet: Adresse tu Straßburg gewiesen, welcher der Lieferant vnh fein wird. Da am aber nicht anzmehm« ist, daß Straß» bürg bfe» leist« kam, so habe ich dies« wieder gleich brieflich «veutueü au Bekannte in Carlßruh und Mainz gewiesen, den« ich geschrieb«, daß fie sich der Aufträge deffelb« gewärtig halt« soll« und ich »atürlich für alle« haste. R. S. Ich Hab« auch foeb« an Hrn. vr. B lummstein nach Juhalt obig« Briefe« telegraphtrt. Pose«. Der Eultn-mtntster hat Herrn vr.Warschauer «blich als ordentlich« Lehrer an der htes. Realschule bestätigt. Nnslaud. Eia geheimer Erlaß de« Minister« der inner« Angelegmheitm tu Petertburg macht di« Gouvemmr» auf die patrtottjche Halsung «mfmerkfam, welch« die Juden tu Deutsch» laud sowohl wie auch in Frankreich während de« letzt« Kriege« gezeigt >>abea, E« sei diese«, meist der Minister, eine Folge der st» jm« Lände« vollzog«« Etulebuug der Judm tu die übrige Bevölkemug, von welcher fie stch durch Nicht« unterscheid« Die Bchörde» i» Rußlaud müßftn um dahin arbeiten, auch die Judm Rußland« au« ihr« Absouderlichkeitm herauszubringm und fie tu di« übrig« Bevölkermg ebeufalll stch etuleb« zu lass« So weit d«: Minister. Wie fass» um di« vehörd« diese Weisung auf? Me fmg« damit au, die vou der groß« Masse der Judm getragene jüdisch« Kleidung auf da« Strmgste zu verfolg«, lud«« dt« Träger derselbm mtt schwer« Straf« — bl« zu «dm» Ighr Gefäuguiß — belegt «erd« Die poltzeiweiöhett >E dch» m ßstrhnbeifühw* Mw j, «f»iM» Mdrr» durch «st» gediegemst Schtrlwef« »ud duri^esetzlich« Siitchstellmg im Lauf« mehrerer Decemtm erst erzial^Mde» ist. .' Wtrdamrrika. Bet Eröffumg de» «vugrrsset ln Washington am 20. Februar hat vr. Jastw» au« Philadelpfst» da« Gebet chesproch« — E« geschieht die» abwechselad durch Geistlich« der »«rschtetenm st, der Union vertretmm Reltgion-gesellschaftm. Literaturbericht. Pty»»«S»§tsch« Studie» z»r Auude der ruttiuische» Spruche u»d Ztterthiduer. Loa Or. Joseph Perle«. vre«lm - 1871. «chlettnssch. Buchhandlung. - ».—^ lektie. gcJLilui»M i« vl gcntucy MW nMQD mn WWW MVtzfHt WHWffmP» w -tat b*a Demnnftu u« iln Setz» hl» fgoMt wmtwn «g, fe «fl tote Wunsche>« der smudcheachtzch«Wlmum iu drr.mdundiftsrn Literat» dach Usm über di« «M» Anfllnge hi »aus gekommen. Nicht al« ob «» ,» Jattttfji gchchlt «litt, de» Urftmtnj wr ntchthebräischeu WOMUk aufzulncheu; b» Gegentheih »er auch «r vberstächüch sich «uf de» Gebftte «»derer Sprachen umgesehen, de» hat t» «mhl immer Freud« gemach«, eian» au« tiatt fremde» Grammatik bttamtm Worte auch „in den Zelten Sems" p begegne». »der es ist in dies» versuchen «eist di« griffe Willkstr zu Tage getreten; wul nur irgend einen »nklang an einen fremd« »n»druck hatte, wurde mit diese» ideutifftirt; «an stieß stch nicht daran, daß «an, um di« »ehnlichkrit heiqnstelen, »an de» rabbinifchen »der de« an» den kepcts herbeigqogenen Warfe ganz« Gilden abschneiden mußt«; um» schadete e» vollend», wem» ein takmudischer Ausdruck «»«»glich van eine« per »scheu und griechischen Nu«drucke ptgleich Msammeugesetzt «arl Und dach Ist nicht einmal die frappantest« Aehnlichkett «in strtierium für die Nichtigkeit oder anch nur Wahrscheinlichkeit einer auf diese« 4 Gebiete ausgesprochen m Ansicht, wenn nicht dt« geringsten Lanweränderungen stch auf eine in der allgemeinen GprucheMwickelung begrltndefe Gesetzmäßigkett inrtckfahren lasten. A» bedarf einer an» der vergleichenden Grammatik gewo« neuen Erfaffung de« lebendigen Geiste», wie er in den Sprachen waltet n»d wie er sich i« Lauft der Zetten maunichfach aber stktig entwickelt: — ia noch mehr, e» ist unerläßlich «in« vekonutschaft mit den Sitten und Gebriuchen, de« politischen und socialen Leben, der Denk« und Anschauungsweise der Völker, welche ihre sprachlichen AusdrLcke unter einander «ingetauscht. Da» sind hohe Anforderungen, welch« dft geringen Fortschritte im Bereite der rabbmstchen Etymologie genügend erklären, umsomehr aber ist da» Verdienst einer »Mit anzuerkenuen, die in volle« Vtanft diese Ansprüche befriedigt. Die ,/Wu»logischen Studien", «in Sonderabdrnck der in der GrLj'schen Mouatlschrift 1870 unter demfelbm Lite! veristeutlichteu Aussätze, nehmen den Jeden der Forschungen eine« Rapoport, Sach« u. A. wieder auf, «dem fie ia fünf Abschnitten eine fthr große Anzahl von perfischen, syrischen, oratt» scheu, griechischen und lateinischen Wörtern erklären, zurrst solche, deren richtige vedrntung sich erst durch ein« Emeudation ergiebt, dann diejenigen, rerlche durch den Berschr mit Persern, Griechen und Römern stch als landläufig« Redensarten eingebürgert oder gar da» einheimisch« Wort verdrängt hato»; hierauf Ausdrücke, bei denen rin culwrhistorischet Jutereffe obwaltet; nach diesen Redensorten, welche einen Einblick in di« damaligen Anfchannngeu gewähren; endlich Ausdrücke, di« stch auf die Stammes^erfastung und auf die politischen verhältnistr, auf Armier- und Würdeuaufeu bezfthen. Doö» find dft hier bezeichnet« Grenzen nicht strenge innegehalten, wft es anch der verfaster vermieden hat, den einzelnen Abtheilungen lftberschrtfftn p geben; dem hieraus für dft Benutzung »er Schrift erwachsenden Uebekstand« ist durch dft veifüguug eine« dreifachen Wortregisters (rabbinisch - ftrisch. arnbifch, prrstsch und griechisch-lateinisch) abgrholftn. In der Arbeit herrscht überall tieft «iffenschaftlichkeit; der ve lasier beruhigt sich nicht, den doch so einfach erscheinenden Uebergang des perlscheu S in t in lOBin non dordtrod p. «g, und de« p in d in irrp van pat» p*61 als Dhatsach» hftqnstellen. sondern gieb« vewetse, daß in der Dhat dieser Wechsel in den Sprachgesetzeu begründe« ist; wo er den verlnst von Silben bei rinn Wanderung eine» fremden Worte« tu dft hebräisch. Sprach« anntmart, weiß er stch in überzeugender weise vom verdachte der willkürltchftft zu befreien, wir können un» «ft dieser allgemeinen «tersttertsttl beguüaen, »hu« edqelne Proben au,-führen; Fälle, wo durch dft glücklich« Erfastung eine« fremden Stamme« über «in« ganze Grupp, von rabbinisch« Begriffen Licht verbreitet wird, wft durch »rftnnnng tot«» persisch«, dar p. 43 in «BTTt, ICOrr -» darbouh «PW fSTl, ITOSn UIVAH «crari, »raTl, Derwisch darwtf, stehen nicht vereinzelt da. «a befand«» Verdienst liegt ater darin, »aß dft etymologisch« Fmschnug" «* sehr «ft M einer Arftuatniß der culturhistorischm «erhälrutste verhekft,; des«der» ist ter Abschnitt von p. 7V ftlg. hervorMheb», wo gezetgt wird, »aß vieler abergläubischer Sitten, de«n Urlprnng man gewöhnlich in eine s!>ätere Zeit versetzt, sch« i« Dawmd Erwähnung geschftht, wo unter And«« auch dft de» im 4. Jahrhundert ftbcuden Marcelln« au» Vordean,, der ogar «in Recrp« de« Patriarchen Gamalftl namhaft «acht, «ft »« Heükur» de» Dalmud» in «im iutenstanft Paralleft gebracht «erden. Es liegt in der Natur »er Sache, »aß «an nicht allen etMtolagischeu Darlegungen Mstftmn« tan, »ft wir n. ». auf S.«S der von Herrn P. verworfenen Sachäfchra Grlüwmg am Ttl iTn uw (dft aber auch schr gezwungen erscheint. Red.) Var seiner ftMMn den »oqug geben, aber anch »ei den Jrrchümern wird»«, durch dft »tstenschaftlich« vegrstnduug de» Gesagten angenehm berührt, wft —pfths— »a» vnch nicht bftß Fachmännern, sondern allen denen, »ft über- Haupt für da» talnmdisch« Studium noch hin und wieder «uß» find«»; e» wft» chaeu bei d» schwierigen Wörtern «ft Hülfe de« «ärferveqeichMri unschätzbare Dienste leisten. f "» BeftfLnste» »*• «rdnrttan. Dt. 8. in 8. »sMrSe«t «ch Ftri.E^mplare an tqp «cha »p»»in »erden, ft hch-mr» für jetzt nicht «tfprech« p Nnnen,

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.