Israelitische Wochenschrift für die religiösen und socialen Interessen des Judenthums
- Journal
- Israelitische Wochenschrift für die religiösen und socialen Interessen des Judenthums
- Volume
- 2 (1871)
- Issue
- 12 (22.3.1871)
- Date
- 1871-03-22
- Page
- [Seite] (sequence 7)
- Language
- German
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rtfpfctoibrig Hinz«: „Es darf nicht übersrh« werdru^ hgü nvch in Rnhbmd und Pol« nichts so heth gegrffc» wird, all es -«rocht Ist. Ws «ater Kaiser ftifplM* die venidunng »egen der gewaltsamen Eutfemung aller Jude» aut de» Brenzorte» zur Durchführung kommen sollte, verschwände« sie allerdings offieiell — ans den Eisten, und die Beschichte lief thatsächlich auf ein« Besteuerung d« Jaden zu Bunste» der Polizeibeamtrn httums. Den Kleider- -waug hat selbst der gefürchtete paskiewicz niemals durchzuse-en vermlcht; es fanden sich bald luswege, und allmähltg war di« Kleidoeorduung durchi Schert. Rur wen» der Kaiser »ach Darschau kam, wurden ebenso wie dt« Bettler auch dt« verordnungswidrig gekleideten Jude« seine« Blick entzogen, d. h. fie gingen nicht aus oder wurden eingesteckt." «knnßanttnopel. .Je«. W«.' bringt eine Reihe von Brief,» über die Juden in Eonstantinopel. Dir entnehme» den» selben folgend« Rotiz: In einer kleinen polnischen Synagoge -fehlt es an Raum für eine Frauengallerie, welch« mit dem Mäurierraume verbind«- hätte. Di« Frauen versammeln sich daher in eine« an di« Synagoge grenzenden Bebäude, und an hohen Festen fuugtrt dort «ine Dame als Vorbeterin. Ich hätte fie «inst am Neujahr »pti rura vottragen, es war tt» ttef ergreifender Gesang, «d ich war nie btt ttnem Gebtte httliger bewegt, als hier. (Dir haben auch »oa einer Vyuagoge gehött, in deren Franengalleri« ttn wttbltcher Chasan vorgebtttt haben soll, können »ns aber nicht «ehr erinnern, wo dies gewesen und ob da» Banz« nicht bloß tt» Mythus sei.) Knrd.Umerik«. .Deborah' bespricht die erueuett« Anregung eines »Amendemeuts zur Eonstttution der verttntgteo Staate»', durch wttche» dittelb« chttsttanisttt werde» soll. .Die guten Eeut« haben die Maske fallen lassen und gestehe» frei- «üthtz als ihre tlbstcht, die nichtchttstltchen Mensche» des Bürgerrocht» I» beraube» Die Bewegung- 4ft■ sei» presbyteriauifch, das ist, ste geht von derselbe» Sette aus, von der Heine sagt, fie stteu beinahe Juden, di« Lontur stt ängstlich «achgeahmt, nur fehle ihnen das ottentaltsche Aroma. Das Werk beschränkt sich «rf einen Lhttl jener Sette, die Meisten wollen nichts da» mtt zu 1h« habe».' Ueberdies zählen die wieder in fünf aufeinander eifersüchtige Secten gethttlten Presbytettaner nur etwa 200,000 stimmfähige Bürger. Die Sache stt schon deshalb g«z nnschädltch. -srankrelch. Btt Schluß de« Blattes empfang« wir „Stoile Bttge" vom 12. März mtt einem Bericht« über den die Jude» berührenden Aufstand in Algier und „Uutv. Jsr." vom 1L. Jmuar und IS. März, wttches manch« intereffante Nachrichten über di« Bttagenmgszttt enthält. Heber Bttdes im nächsten Blatte «ehr. Literaturbericht. Mich ei» Msrt «der Mestize Airdamim. (Schluß.) Lin» tesmid«« v»trüßng h«t bet Herr» S. »ei» yrthttl »»er de» Hache» Jtzchak hervor^wese». Ich tu«, mit ich »achtrlglich ^^^n^^■, «hm glewähwmn» fto »ich «mfca, de» H«r S. vwhl »ich» iMfn »ürfte. iwmSch «fulai. Dieser beschreibt i» mr »ab “TW utrr pnr 7» <n. 110 U. vech.) — »icht «uer XBrmab pnr — ha» JBcrf aak beffea »Mßthe»!, «hu» auch »nr ein stßott »er >»«tenng «der a»ch nr de» Lebe» lsUMPchige», was für Jede», laelcher Asnltt's «rthode nN» Dar- Imt fetfiAwafc «mm« M, Mr h Wt (Me ftdMfdL Wl f. g. |» »e,Nische» vebmmch z» verwach«», wird t» »tt» Urchttl ei». Wuunm »och slobew deg HM Otd ttor pttmhft Z»s»»»^-»st,»»^ n» «.»uw«» tß, dt. „chwsHIch nch tt« s— »chl.g.ltt«' ttph* butzchguMattworb». «e Mt ob >i—1| 111( *m, w» b— NM» »eh» denlekb«, Mmattn l»m behandttu, sich jn» gras«« Lhttl wieder- Helen «>» «nf tt»a»br derweise». w« sich aber ntrsm aus dem P. I. mjttwtmi Mi. fflt RAffT vcmfcr in iw invn NtNptfN« im iimr «i»»«l» Mi verweil«»ge» «cf «wer« Artikel sind (Ihr. 40, S. 20 A rnlhslt nr die »ugab«, daß?7N-'»Nßchi«^Mt7«MD erun d«si»deu). wieder,« ttuzel»« dag«w» lenze Dismsßnm, «rchtsbeschttdr, gttrhrtr «errespmideuz«» u. s. w, (Ar. »S allein auf l« Veit«,) enthalte». Dabei kommt »wisch«, SV und 100 («. MB) tt» Artikel und »wtsche» lOB nt 104 («. 85 A) tt» tlrtikel TBTi bsMl«. s. w. * Ich verehre das »»denken «a thu» Man vo» R. H. vefftky »it «icht geringer« Pittlt al» Herr da» hindert »ich aber »icht, «aszuspret^u, dag der «n M. A. jetzt herausge-ebe« rommentar zur «eueßs «tue sehr schwach« »rbeit iß, die t» keiuer weis« mit de» zum Seviticu» zu vergleiche», nd — ich fordere das Unheil ei«» jede» «iachkener» heraus — btt de» kuappe» Mittek» de» Jusiitut» sich durch«»» »icht pw BerssseMlichng eigaet«. — Ueber da, „~etn D de» «. «ftai» «»» Nw", dal uns ebenfalls versprochen iß» «Mhalt« ich »ich jeder Mehmug, da ich da« Wty NAY» RIM, Mi! Herr» <L bedauere ich die s, germge Zahl der »bnnenten der W. R., ater «t»«r de» >s«g« zur Adrderuag des gußinns iß »ohl der, das mn di« gehler, die begnge» wmde», »rke»ue nd »» vermeid«» such«. 7SI1NWV2 vuetr 1*70 pe pp BTM ram Mt Herr e. scheint selbst zu fühle», das es »icht gerade di« Reiche» find, di« sei» Institut nterstütze». 9hm, diejeaign», deue» auch eia solcher Jahre«beitrag, wie ih» Herr L>. Verla»,t. tt» Opfer iß. dürfte» wohl mir Ikecht Verla»,eu. das sie dafür etwa« vrauchbare« erhalt», n» daß sie, we»u Herr «. daraus hiugewitt«» wir», das er «i*m salsche» weg tt*nm, «icht mit leeren «edewenduugeu abge. speist «erde». — — Offs« Anfragr. »ns «üddentschland. Sin Schulmann «ächte um gütige Auskunft darüber bitten» ob es nach jüdischen Religions-Borfchttften de» Schulchan Aruch rc. verboten ist, daß Schüler 1» öffentlichen Schulen, Rttigtons«, Volks-, Realschulen während des Trauerjahre» um Eltern, an dem äffeutltchen Gttang-Unterttcht thttlnehmen. Einsender hat mtt Befremden wahrgenommen, -daß• Mcfcr Brauch, im Trauerjahr nicht an dem Gesang-Unterttchte sich zu bttheilige», sehr verbrettet ist. Bi wäre sehr erwünscht, wenn der Herr Redatteur oder soustige Eapaettäten sich über diese Eontroverse aussprechen würde«. Aotwett der »edaetta». «elbftverßüudlich nd de« Vchulcha» tzlr»ch crafmn kommt reltgiüser Attaug. als» auch QMffang vo» <$o ssuge» sür dir Vhoagoge n» für Ftterltchkttt«« religtsfer Rat»r (M»v dtp) hier »ich« tu vetracht. V» haudelt stch u»r um .^oeltliche" Sieder, «ud da müfsr» wir zugleich de« U»t«rricht i» der Juftruumtal-Mußk i» vetracht ziehr«. Der Herr Fragesteller scheint »bht zu wiffe» »er ver^ffe» z» habe», daß wd da »icht nt m» Lrauerzett z» rede» habe»! Darf üterhnp« »esn, u»d Mustk »«trieb«» werde»? Da» verbot vitti»7,a ist0r.»h.5ü0,S mit eisige» Ei»fchrü»ku»-e« codifie irt, nch btt de» jüugste» Po«Um fiudeu wir rigoroser« nd milder« «»fiaffn-ea. Denoch laste» hntzmage selbst dl« Orthodvßm ihr« «i»ber Llavier-Unterricht uehmeu. Rechtsertigeu sie die« damit, daß die «rworbe»« Kertiglttt ttumal zum Broterwerb dieueu klnte? (Ja de» „drtt Woche," z. v. ist tat M»sittrea verboten, da» gewerb »müßige jedoch erlnbt. S. SD) Für di« Lr-rnnzttt ist un über tsttaug. und Mufiknuterricht im Sch. Nr. »ich«» »»«Lrüülich gtt-gt. 9» fragt sich, ob mm ih» all .TCP fl> detrachte» will. Dal wird aber schwerlich behauptet werden küuneu. Lust «ud Lieb« sidkGesn, nd vtuftk ßud btt de« Lindern wohl tu verschiedenem Maaße Vorhände», «wer al» „Lustbarkeit'' betrachtet «ohl kein Schüler die «esng» »ud Srustkst,ude». Demuach kan au» dem Sch. «r. ei» «erb« der Lheiluahme n de»selben nicht abgeleitet werde», während Mnstciren z»m vergnüge» ganz zwttfello» wührrn» der Trauer verböte» ist — Bo» praktifch-rttigissea «peßchtspmikte stellt stch übrige»« die Sach« «»der». Um Pietät gege» istlter» tt»z»prägni, Ibmeu wir »icht leicht z, viel th»», ttu „«tteichter»" ist i» dies« Begehn, gerade hemgttag« »ich« zeitgemäßl «, dah« d« fraglich« «ebrnch besteht» würde, wir ihu bestehe» lasse»; sür M»sUst»»de» — wo tt» Unterbreche» für tt» gup« Jahr »icht dnrchsührbar iß — würden uir dir «kuthalmug aus die „80 Lage" beschrsnke». Die« freilich nr nser« ßirivMa»sicht. VUeskaßr» d« «ppedttisn. He« Kreis-Rabbi»« vr. S. Mtz. i» C>. Ihr ttmaMit lä»st »»» dies» R»mm» bi» Rr. X bd. — Herr •. flt. ts B. vruf «halte». — #«m tbM. Dt. $. hi WMl. Jhr vMh^e» 5etrsgt4»B..U7^«Hr.