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Israelitische Wochenschrift für die religiösen und socialen Interessen des Judenthums · 1871-03-08 · 10 (8.3.1871) · p. [Seite]

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Journal
Israelitische Wochenschrift für die religiösen und socialen Interessen des Judenthums
Volume
2 (1871)
Issue
10 (8.3.1871)
Date
1871-03-08
Page
[Seite] (sequence 7)
Language
German
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f«Ol für die Pietät der «-arische» Ach« und.MlMMcklsth ftstr di» der 6taM Vasa, dies« Kitz» iiiwi— der »»!«« Cm«, la»t Zeugulh gebe», — »»d will höchst«» -esagil Hab« — da ich rde» Augen» und Ohrrnzeuge des «ahrhast erhebend« Traver» ' Aktes war — daß dem in Deutschlands Gauen — und ganz speziell in Breslau — zwar nicht am dortig« Smtnar — gar «ohl gekannten vr. Kilsnyt der Löwenanthetl an dem Betfalle zuzuerkennen sei, den jener Akt in all« Schicht« der Bevölkerung aller Confesfioam sich gesichert hat. Den Hut ab vor dem Redner! Gr fungtrt dort als Religioaslehrec an der sechs» klaifig« eonfessiouell« Hauptschule und d« Mttielfchulm, de« Ober-Gymnasium nämlich «d der Stekler'schen Eommereial- Lehranstalt. Auch hi« wie tu viel« andern Ding« tst's jene Stadt, od« richtig«, jene Religlonsgemetude, dt« ungeachtet sehr ansehultch« Geldopstr nach eine«.solch« postulate ein« gut «ganiflrten jüdische» Schule frühzeitig Umschau gehalten, und Gott -ob in dem Obengenannten eine üb«aus glücklich« Acqutsttiou -««acht hat. Sollte d« Himmel, es sänd« sich viele solch« Commune» 1« lieb« Ungarn, — es stände bedeutend heff« um das Wissen im vat«land« und um jüdisches Wissen iusbesouder«. Ab« — ich klagt« Ihne» >ja erst unlängst üb« k» Mangel au Opsenvilltgkett tu den Kreis« uns«« Fort» schrittl«! Auch in der Schule, wie anderswo, lagert sich d« Kraukhettsstoff fichtbarlich ab «nd erzeugt böse Geschwüre. D« alte Goethe hat Recht, wem, « fingt: »Laßt utf All« best« «erbe«, Bald »ird's brff« sei« auf Erd«!* Vermischte und neueste Nachrichten. Berlin, <5. März. Herr Dr. Lewin hat in seinem Briefe 1*gl,^lr.^ke Bemerk««- gemacht, es ruf« eine» „üblen Eindruck" hervor, dah einer der drei Herren, welche» mit einem kriegsmtnistrrleüm Grlaubuihscheiue als jüdische Seelsorg« tn's Feld zu geh« gestattet wurde, »och keinen Gebrauch davon gemacht habe. 3«»«, d« mit militärische» Behördm auch nur in flüchtig« verkehr gekommen ist, wird sich beb» 'Lesen dieses Satzes unwillkürlich eines Lächelns nicht Hab« ervehre» könne». Net», dies« Kreise, gewohnt im Groß« wie t« Kleine» nur ihm Schuldigkeit zu thuu, behandelt« die Herre» Feldseelsorg« mit guvorkommmhest, ab« ein« übl« Eindruck hätte es in diese» Kreis« selbst dann uicht gemacht, wen« all« drei zu Hause gebtieb» wäre». So wichtig diese Errungmschast für die deutsche Iudmhett ist, tu Versailles hat sie schwerlich dasselbe Aufsehen erregt wie bei d« Lese« dies« uud ander« jüd. Zeitschriften. Du mein Gott! es machte keinen übl« Eindruck in dies« Kreist« dah fiedm Monate hindurch «ttt« im Braus« b« Schlacht«, im Gestöhn kt verwundeten» bet kr Fei« «ns«« heillgst« Fest« kr jüdisch« Krieg« Kein« hatte, kr auch sei» mehr wie sonst -um Glaub« uud zu Sott htngezo genes Herz hülse austlcht« und «bauen können. Und nun zur Zeit d« Vassturuhr, wo kr Frstk» vor de« Shore stand, sollte es ausgefall« sein, dah» nachdem di« Behörde» »ns sieb« Monat« wart« lieh«, Herr vr. Rippuep, und zwar aus kn gewichtigste« Geüuku, bst .sa für dt« vesstutitchlrtt kein Juttreffe Hab«, einige Woche» spät« sich pu Verfügung stelltef Uebrigens hat sich kr betreffend« He» in kr zwett» Hälft« de» vor. Monats hierorts dem General Klotz, dem stellvertretend» Kriegs «tatst«, sowie km Geheim« Rath Borneman« vorgeftellt uud sein« Dienste augchot«. Dort rrfnhr « di« Auskunft, dah es jetzt hauptsächlich «rr gefuuk kutsche Krieg« tu Frankreich gäbe, dst kraul» sei« während kr Waffenruhe nach Deutschland geschafft morde», uud, da di« Tröstung der Krank» et» ungleich I Geschäft kr Sf-Es-rge sei als dst^ zumal bei d« jüdisch« Soldat«, bi« uicht um Versailles steh«, s« «uherorkutttch I schwierige Veranstaltung vo» Gottesdienste», so wäre es für ihn da« B»ste und Klügste, Innerhalb seines Wohnorte« »ich kff» Umgebung den zahlreich sich »»rstudend« jüdisch« Kranker zu »ützen. Wahrlich, «« die Lhätigkeit, welche Herr vr. Hildesheim« hi« in Berlin zu« Hell «nd Segen so viel« leidend« Juden und zur Verherrlichung des jüdisch« Namen» tu dm Lazarethm ennvickelt, betrachtet «nd würdigt, d« kann nicht in Zweifel sei«, daß es besonder« setzt zur Friedenszett ersprießlich« ist, im eigen« Lande, et» jed« in seinem Krelle» de» laut« Jamm« d« um das Vaterland noch immer vlut»d"a und Leidend« zu säasttg«, und w« heistn will, braucht die Hilfsbedürftig« nicht wett zu such«. Der ,Ung. Jüd. Doch/ wird von vte« geschrievmr »Obwohl dt« eislellhauische Delegation tu dm Mauern Pest'» tagt, so dürste es doch vielleicht d« Lese« Ihres Blattes nicht bekannt sein, dah et» Israelit am RegierungStlsche fitzt «nd ein gemeinsame« ungarisch-östeneichisches Ministerium vertritt. Es ist kr Fregatten-Eapttän Funk. Derselbe stammt aus p.oßaitz in Mähr«, trat, «mn ich nicht ine, im Jahre 1848 tu die Mart« et«, und gelangte durch seine Tüchtigkeit zu kr hohm Stellung, die « setzt etnnimmt. Er soll «in Liebling des Lire- Admiral» Tegetthos sein? (Wir Hab« im v. I. berichtet, daß kr gmannte EapUä» dm Kats« von Oesteneich auf best« Ortmtteife brgl.itet hat und besoakrs ausgezeichnet wordm ist.) ' llugsru. In palanka wurde et» Jude zum Ortsrichtn gewählt. — Ja Lovasberöny ist der Nestor kr ungarisch«, vielleicht d« Rabbi»« überhaupt, Oben. Simon Wiener, 102 Jahre alt, gestorben. Lebensalter, Charakter, schlichte »nd aufrichtige Frömmigkeit des verklärt«, Alles erinnert« au ei« Bild aus 'dir patttarchmzeit. Eine gütig, Vorsehung hatte ihm bi» kurz vor seine« Tod« dm Gebrauch all« Dianes Werkzeuge ungestört gelaff«; ohne je eine Brille bmützt zu Hab«, war kr Greis noch in sei»»« letzten Lebenstagm bis spät in di« Nacht mit km Talmudfiudtum emsig beschäftigt. Sein Tod hat dl der gesckmmtm Bevölknung vo» Lovasbersny, di« ihn ohne Unterschied kr Eonsesfion liebte und verehre, schmerzlich« Trau« verursacht. Gei» Andmkm wird gesegnet bleiben in uns«« Mitte, l'n'2 Wn (UatCMB.) Aus Fruukretch. vr. vlummstet» sendet uns eil Blatt des „Monitear ofloiel 4 Bouen.“ Daffelbe enthält eine Proklamation des Mr. Hendls, Präfekt« zu Lille, »nd die Anzeige von kr Ernennung de« H. Charles de Königs« «rttr r*m prüfest« des Jndre - et- Lotte - Departements. Beide find Israelit»; erst«« ist Schwiegersohn des Her» Alb. Cohn uud war vorh« Geheimschrstb« bet Jul. Favre, au seine Stelle ist Reutltng«, ebenfalls Jsraeltt, gettetea. vr. Blum «stein bemerkt fern«, dah Heran«, präfest von Montprllt«, und Nathan, üko«. «ausaut von Douay, ebenfalls Jud« stad. stoudow Dls diesjährig» öffeatllchm populär-wiffenschastltch« Vorträge im Jews College «freu« sich groß« Shellnahm«. Am 10. Januar hat sogar kr Herr Ober-Rabbiner vr. Adl« eia» vorttag über R. Jehuda hanast dort gehalten, kr sehr gut aufgenomm« wurde. Die Blätter bericht« vor» theühcfft üb« «tu« zweit« vorttag vo» Her» vr. Frtedllnder ük» I. Gsra's Leb» und Schrift». D« Chief Rabbi war »««kr»« zugegen, macht« am Schluffe einige Bemerkung» und sprach de» fSUbm Dank aus. Bsrtz Amestki Hier regt stch wieder dt« Agitation für di« Ghuistiantfiruug kr Constitution. Mw,e*■ — VMVICpfiV IP **••*■1•• M. ft bewHnck tan af te nschßm «tau Stant ffataa. «.».kB. Mb» «U sich a» »U »utaieHiMl«, »ata«.

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