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Israelitische Wochenschrift für die religiösen und socialen Interessen des Judenthums · 1871-02-01 · 5 (1.2.1871) · p. [Seite]

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Journal
Israelitische Wochenschrift für die religiösen und socialen Interessen des Judenthums
Volume
2 (1871)
Issue
5 (1.2.1871)
Date
1871-02-01
Page
[Seite] (sequence 1)
Language
German
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LA-chri NI 5.-187t tfir die religiöse» und sociale« Interesse» des Z»de»th»«s. OMchedtt icM 1 jafinflraff«Mfr MftwMtt Mk *c «•*. Binntwrtfl^rr Aebacher nb $cnn*gtkr Stabbiner Dr. JU IrWeufet» in Stettin. Breslau. 1. Köruar 1871. **-- ■* § — *■ - )jß 9SR9 alt fa4baaM*a|<a wb fopaaftaltm. hi Wt «S4<t«nrMai «uchhann, <$.«rt<4) tai Mia. Juhalt. Mteabe «ttttd: «IIUicc^taefiunMibttftllt. flf«l m«b Sat|tl>|ta. TBL Ärfc*Mt«4ri#t«. VnOcte«: Heubert Jahre indischer »»schichte. BctMite *. Carafraaktatra: Deatschlaad: »«fl«. ^taalfan a. W. Hem»«» «aaaaMt. »aalait«: «erlab. MroaiWtt aab acarft Rachrichtra: OfaUa. «tBttfKL «am. itepnchiDU Spaaiea. POalNaq. Jerusalem. Pauama. Atrratarhericht. ENktefkastea. Sacaatea4ttjfe Zuserate. -1--- JUUcaa -rr«etite hniarrfdU.*) Liegaitz, bea 20. Januar 1871. Die Aufforderung ia Nr. 3 dieser Wocheaschrist an di« Local-Eomttö's der Mau«, dt« Jahresbeiträge pro 1871 «knzuÜasstr« aad theils für diejenigm jüdychm Gefangen« Deatsch» labbi die, «eg« Beobachtung der religiös« Spessegesetz« der, MA>»tM»»nafctfcfca, theils stk aaserr uothleideud« »laaka* «aariabca Har sehr erwünscht, «ashiilfe; and warum sollte« -MA s» »«weudcn, verstößt so off«.^.pte Kaff« der Alliance nicht auch nafn« -r..8d»serl fW firte Hülfsvereiue bestehen, die selbstständig wirken, noö» «ach vermochte sie es, da ste in Beziehung ans Palästina ohnehin mit der Erhaltung der von ihr gegründeten Ackerbauschule zu Jaffa vollauf zu thun hat. Wollten wir aber vollends jene jüdische« Gefangen« in der vorgeschlagenea Weise unterstütz«, so kämm wir solgrrichtig dahia, daß wir zN ähnlich« Zwecken ciuch 1« Friedrn^eitm ans«« jüdischen Soldat« auf Kost« der Alliance versorg« müht»; es wäre dies namentlich zn Peflach für viele gegm vi« Lendenz der Alliance and gegen die Befugniß der Locale LomÜss derselben, daß ihr vwhl kaa» irgendwo Folge gogeü« »ata» wird, aöthigt »ich aber dennoch, um »oetterm Jrrthümc« zn begegnen, auf Grand meiner intimer« Beziehung zch de» Eeatral-Eomttö eia Wort der Srklämng adzugebrn. .ji Die Alliance hat nicht die Aufgabe, unser« Glaubens« genoss» bei irgend «elcha allgemein« Ealamttät», von dm« dieselben tahr oder weniger unvermeidlich «ltbetroffm «erd«, zu Hüffe zu eil«; es ging« dies anch »eit über ihre Kräfte und nribte obmein unsere Privat« WohlthätizkHt ernstlich gefährd«. Die Alliance ist überhaupt kein L«eiu für Wake der Barmherzigkeit tm gewöhnlich« Sinne; sonde« sie leistet ihre Hülfe da, wo et sich am Leid« handelt, die aus exceptio neller staatlicher Behandlung oder Mißhandlung der Jud« hervorgegangm find, oder »v es gilt gewisse Eulturbestrebuug« für dieselb« namentlich in halbchsütstct« Lände« zu gründ« und zu fördern. Aus diese« doppelt» Grund« nahm sich die Alliance aufs Nachdrücklichste der westrusfischm Jud« au, denn Noch übrigen» auch weg» der erschreckmd groß« Anzahl von Mensch«, die siechet in Betracht kamen, ohnehin eine allgemein jüdische Au» Gelegenheit gewordm war. Bei dm vom Verfasser der geuaunten Aufforderung angeregt« llaterstützuugszweckm jedoch trifft keine» der bezeichnet« Motiv« zu; dieselb« müffm daher ganz entschied« als stat»arisch von der Wirksamkeit der Alliance aus» geschloss« betrachtet werden. Was insbesondere die Jud« Palästina» betrifft» so int der gmannte Verfasser, wenn er behomptet, ^gß. die Alliance stet» den Nothständm derselbm wirksame Adhtlfe zn verschaff« bedacht war; die Alliance hatte dies weder nöthig, da zu diese» Zwecke von je besondere «ohlorgaui» •) Um (Irbfef» nb ve» sckßeUbe» Artitel fjm täte Kam M *tdm «Xhiut nusera» eigen» Ackmtitet» fite die uschste sorge«' öffnen, der» augenblicklich« dringende Unterstützung»- Bedürftigkeit obendrein auf einen Nothstand des Judentheuus in Deuffchlaud hinwHst, der recht etgmtlich die Wirksamkeit der Alliance herausfordert f Keinesfalls habm wir eia Recht, die Mittel der Alliance einseitig und eigenmächtig, zu Zweck« zu verwenden, di« derselb« bisher vollständig fremd Lewes«, und dürfen dies am nuuigstm thun auf Grund einer Aufforderung, die zur Sache nicht genü« gend legitimirt erscheint. Dageg« bitte ich meinerseits die Herr« Eomttö-Mitglieder ganz ergebenst, mit der Sknsaunnluug der Beiträge pro 1871 noch ein wenig wart« oder dieselb«, fall» flc schon eingesammelt find, noch asservir« zu «ollen, da der Krieg bckauutlich »nach «mschlicher Borausficht seiner, Sude naht'; das Central« ComiiS wird in hoffmtlich nicht mehr allzuferner Zeit seine schmerzlich unterbrochene Thätigkett wieder aufuehmm und «ns hiervon unzweifelhaft Kmntuiß geb«; Imffelbe wird sodann zur Erhaltung der zahlreichen Schul« der lllliaace im Orient und zur Erfüllung vieler anderer moralisch oder rechtlich eingegangeuer Verpflichtungen unserer Beiträge dringender denn je bedürf« und sich doppelt damit freu«; und auch wir werdm in» Fried« unsere Mitglieder besser um die Fahne der Alliance vereinig« und fie zu stmdiger Opfer- Willigkeit für die heilig« Jntereffm derselben gewinn« Annen. Dr. Moritz Landsberg, Rabbiner. (Wir nehmm es für die »Wochmschrist' als Verdienst in Anspruch, daß fie di« Zukunft der Alliance zuerst arid« zur Sprache gebracht hat. Die Debatte ist dadurch in d« meist« Blättern wieder eröffnet worden, und die» ist ohne Zweifel von Wichtigkeit. Der erste der von uns (Nr. 47) unter dein Diel Rodlaaa» odligo gebrachte Artikel ist so ziemlich vo» all« Seit« angegriffen wordm, er hat schon dadurch gmützt. Man hat freilich, Arie wir erklärt habm, dm Her« Verfasser tesselb«

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