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Israelitische Wochenschrift für die religiösen und socialen Interessen des Judenthums · 1870-08-24 · 34 (24.8.1870) · p. Seite 283

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Journal
Israelitische Wochenschrift für die religiösen und socialen Interessen des Judenthums
Volume
1 (1870)
Issue
34 (24.8.1870)
Date
1870-08-24
Page
Seite 283 (sequence 7)
Language
German
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383 zurück. Herr Licepräse» Elßler empfiehlt der versammluHtz Erpjrgcht, Ruhe und Ordnung, dimit Melde ihre schwierige Aufgabe glücklich lösen könne. Die nächste Sitzung wird erst bestimmt 'werden. ~ In Bkrmlügha« "hat die Mfffionßgefellschaftrine Generalversammlung gehalten. Der Präsident bemerkte, daß die Juden- Mission nicht populär sei. Er bekämpft »die gewöhnliche Verleumdung, daß die bekehrten Iudm gekauft seien'. Luch ein anderer Redner nimmt sie in Schutz und klagt darüber, daß die Eonvertiten ebenso verachtet bei de« Ehrist», alö gehaßt bei den Juden seien. »Welch« Lohn/ ruft er auö, »empfangen sie also für ihre Bekehrung?' — S« geht doch' nicht» über fromme Raivetät! Welchen Lohn? Nun eben daß, GeV, wofür ste den Haß (der nicht weit her ist) und die Verachtung über sich ergehen laffeu! — Such auf Newport erzählt »Iew. Time«' von einer Misfioaöschule, welch« dort »entdeckt' worbe» ist. Sie figurirt« al» »Industrieschule' und uebeuher al« „llcdrsm School“. Da« Ehristmthum wurde den Iudenkindern dort gimz heimlich beigebracht, die Lehrer waren äußerst vorsichtig, hinterlistig, und die Kinder wurden belehrt, daß sie den Unterricht, den st« dort über dm »Erlöser' erhielt», geheim halt», ihrm Eltern oder andem keutm ja nicht« darüber fagm müßten. Man sollt« solch« Niederträchtigkett für «amöglich, den Bericht für unglaublich halt»; aber e« ist ja nicht daran zu zweifeln, die Schule, die Straße, in der fisich befindet, ist genau bezeichnet, die Anklage ist im voll» Lichte der Oeffrutlichkrtt und im Lande unbeschränkter Preßfreiheit erhob». Der Leser wolle sich nicht mtsetz«, wen» wir nun Wetter erzähl», daß auch in Amerika wieder ein Krieg im Anzüge sei. vlnt wird nicht fließ», aber viel Tinte. In Eleveland hat wieder einmal eine Rabbinerversammluug getagt, um dm Minhag America zu revidir», neu zu reformirm, oder »eudgttttg abzuschließen', wie die Organe de» Herrn Wise sag». E« find, seltsame« Ungefähr — daher auch hoffentlich ungefährlich — wieder Dreizehn gnfamram gewesen, wie s. Z. in Philadelphia, nicht diestlbm Herr» natürlich, nur Einige bethettigtm sich wie dort an der radikalen, so in Eleveland an der gemäßigtreßormatonschm verathunz, darunter Sonnenschein, der sich ja bekanntlich über Gute und Böse verbrettet. Die Protokolle werdm nächsten« erschein». Berichte über Beschlüsse und Resolution» lieg» bereit« vor. Unsere Leser werdm aus Mittheilung verzichten. Dageg» zieht auch bereit« am Horizont der »Iew. Time«' ei» schwere« Vetter gegm die »Halbheit' herauf, ein vernichtender Geist, wie die lleberschrist lehrt: »Da« Dahinfcheid» twiMhitiag America mtb die Elevelander Todtmscha«.' Wir theilen zur Eharakteriftik ein Pröbchm mtt: (vr. Wise wird angeredet:) „Sir «olle» nicht Ihr» Berstöß« «ad Bergehm gegm di» Priariptta M Resormjndentham» «fl» anszählm, sage» mOra wir Ihne» aber, daß e» eine impertiaentt Anmaßimg ist, so« und s»rt in iede» stritartikrl die »n- «chm» (tat« solchen charakterlos« Gebetbach«« al» de» Prstffteiu wahrer Reform za bezeichne», »«Hemd Sie hierbei nicht« andere» al» de» Imer- «st» der Firma «loch n. L». bim» nwflte». Oder wa« ander» al« mattrielle Motwe köanm Sie veranlastt habe», Ihrem Gebetbach eia Anhängsel m «aKMetiMM MtHgetn, di« d» Orthodox» Gand in die Nage» streuen solle», damater Segmßprstch« stber da» >»l«st» de» Talfth, da» Ei« selbst i» Ihrem Tempel «bgeschastt Hab», da» Anhesttn der Meftksta, di» wahrpuPK^BEt TOJC 90» 901 99991 9nP(Q^ »9 Cfll OTtUft Spench Mm Anbfick «ine» rin Jahr lang «Mrinbea Frennbe», der da lririet: Gelobt sei, , Grit, der Da di» Tritt» wieder briebstl mri ei» »ierttr teta MM riwf Wi nfifrin, InMi Mit (ri, Gou, 9fr Ifc MMMe 9ttttk9ni odkftot!" Do» 9k Wamtäna: JBanm 9«9m Stt dm Aff» «aristelasse», dm der Talnm» «ach i» dieser Kriegmtt «sf< iS» («»achri 58). Mir scheint dtt »afaahm» dieser «medicao» in Ihr Grimbach der Streich eine» Aff« mri ia einer Paso» M sein." . Da» Gmqe ist *to»or ns tryb Bestätigung de« jüngst von Wise an»l>ch»»cheiwn Satze«, daß die Reform keine Spaltung» in stch bsge. — Dageg« hat die Eonferenz auch beschloss», e« solle der Sabbat nicht «kriegt. et solle auch kein sabbatlicher Gottködimst an einem ander» Lasse al» dem Sonnabmt gehakt» werdm. Doch noch etwa« (für uns wenigst»«) Neues haben wir erfahren. Da« nme Gebetbuch soll ,d» demokratisch» Begriff» der Nmzeit angemess» sein.' Daß da« Iudmthnm die Grnndzüge aller echt demokratische« Princtpim entfalte, wußt» wir längst, aber eia „demokratisättr" Eiddur?! Wunderbar! Da darf wohl nicht von einem »König der Welt' die Rede sein, also „Präfidmt" — aber der wird alle vier Jahre n» erwählt —! Da bleibt wohl nur der LuSweg, alle vier Jahr ein nme« Gebetbuch zu machen, um in der Weise da« demckrattsche Prtncip zu rettm. Sollt» wir da» Richtige errathm Hab»? — In Algier erfdxint ein nme« Blatt: I'Israclitc Algerien unter Redaction eineli Jurist» Namen« Nissim Bmtsti. Liternturbericht. Znersach, vr. I., Kleine Schul- und Haulbibel. Zweite 8btheilung: Lesestücki au» tm Prophet» w,d Hagiographen x. 2. verbess. «ufi. Leipzig, Brockhau» 187». (284 S.) Di« zweit« Aufloste diese« ir» I. 1853 purst eischieneam Schnlbnche», welche« zugleich auch t« häaelichm Bibellectüre trefflich« Dieast» leist« tonn. Verdient wohl ritt kurze Anzeige. Der erste Thril »«» Werke«, die biblisch« Geschichte mthaltmd, iß! »bmsall« bereit« ia zweiter Anflage erschiene». Während nur. an biblisch« G«schicht«b»chem kein Mangel ist, steht do» hier «gqrigtt Werk fast einzig in seiner tlalage nnd A»«ssthruag da. Je weniger aber die Kenatmß der hriligm Schrift in der Ursprache Verbreitet ist, und je «che man schon froh sei» muft. wen» die Knaben in der Schule e« zn» verstladaiß »ad zm» kesm de» hmtatmch bringen, depo nnumstLuglicher wird di; Nochaxndigkeit, die Schätzt der prophetischen nnd hogiagraphischen kiteratiir ia llebersetzuag in die Hände der J»ra«liten zu bringen, Bibelübersetzung« ftlr Iudm stad nun allerding» hinreichmd vorhanden» aber an« Geärden, die zn ervrtem ftlr dm Giastchtigm nicht nöthig ist, dtt jedoch keinelv eg» ans da» Streb« hinaulgehm, dem -volkeeinzelne Theile der Schrift zn mtztthm oder etwa» von derselbm z» »er. decke», ist der von Dr. i. eiugeschlagme Weg der Ae»»ahl ei» sehr zu empfehlrnder. Und bester ist e« für die Schale sedensall», wenn ei» Such diese Aatwahl vorlegt, al« »«an derkehrer stück- »ad stellenweise kesm and überschlagm läßt. Für dal Selbstlelm ist aber dtt Bibelübersetzung erst recht ungeeignet. Der Leser stößt ia dm Prophet« und poetischen Büchern aas zu vtttt Stellen, die ec ohne llommmtar »der Govnnmtawr nicht versteht, nicht «erstehm kann, and die« verleidet ihm da» kesm! Dtt» verhindert dtt vorliegend« >u««ahl. Sohlgemerkt aber, e» liegt hier kein A»«zug vor, dm würden wtt weit von im» weisen, soudem «tue durchweg getreu« Uebersetzang ganzer Stücke. Gerade wie von dm Psalm« 108 gegeben, 42 übers»lagen sind, so ist in Bettest der andem Bücher versahren. Vena mitnattr anch einzelne Verse in einem Lapitel au»gelaffm find, so ist' da» stet» an« leicht zu ersehend« Gründm geschehe». Daß nun über dtt gettostme «n»wahl und ott — keiner «dem mtlehnle — Uebersetzon, mancherlri z» streit« wäre, ist nnvecmeidlich, ändert aber nicht» an der «mpfehlang, dtt wir dem g-rzm Bache geben. Daß zu schwierig« Stell« kurze -rlänttrnagm, besonder« auch häufig« Hinweisung ans Parallelstellea gegebe», »ad daß eia Anhang von kehrsprüchm an» dm Apokryph« (Wei»hrit und Sttach), Mstchuah, dem Lalmud und Midraschim beigesügt ist, «phöht dtt stlützüchkei: de« Bache«. Die Uebersetzung ist bei genügender Wripreue d^ sehr le«bar, auch ist dabei stet» dm verstoam der Vorzug gegeben, dtt am leichtest« verständlich find. Druck und Papier sehr schön. Briefkasten der Nedartion. Ue». de» „Uni«. Isr." «riache nm ges. «achsmdnng der Rr. 22 und 23; 21 empfang». S«m in dies« stch findend« Irrthm» erlaub« ich «tt »ei dieser «elegimhrit k» berichtigen. Stt glanben, »er «rtt, hieb« dm vermftorrm «« Synode rinn Strich durch dtt Rechnung gemacht. Weit ge. srhlt! Sowtt man behauptet, daß der Krieg ein«! Bankerrit habe deck« frittn, so hat »er Krieg sehr t prvpo, dm Bankerrit «er Synode grirfC BrieUkn Sie, daß inck. der Macher" nur ei» Dntzenb Rabbiner nnd «m Berttetem größerer Gemeind» etwa Sttben bi» I,„g rir Thorschlnß ihr Grschrinm zngriag« hatte». Damit ist ß» wohl Grilg tritfL Herr R.Ü. Sb» erhalt«; in nächst« Rr. mch fein Ranm. T Daatt für „chmriige «esorpmg.

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