Israelitische Wochenschrift für die religiösen und socialen Interessen des Judenthums
- Journal
- Israelitische Wochenschrift für die religiösen und socialen Interessen des Judenthums
- Volume
- 1 (1870)
- Issue
- 25 (22.6.1870)
- Date
- 1870-06-22
- Page
- [Seite] (sequence 1)
- Language
- German
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1-Aahrga»g. 5125.-1870. für die religiösen «nd soeialet Interesse« des I«de«th»ms> Srichetet M, «im»«ch. ver«a»«rüicher »idotttzll n> Zu iqieha tench f****Mm»**«9«**. Rabbiner Dr.A. -«tz-»f-k » Stettin. *w**m'**»*W*n. 9»f*xtUm»feH$t ± ■■ HMw-|wiiw fb* tobt kc<fe*Itte( Petitzeil» «der kma Item Echletteelch« Buchtzaudteu, (H-Stetzch) I-/. «gr. Breslau, 22. Zuni 1870. t» fevtfUa. ...,i jr?fr/;r;* 77 . Mteate «rttM: »uv »eligt,». — »«li,i»,«,»»chfrl in 0e»»rr«ich. AmtLeteu: Ueker «»»,» u»v (eilt BlMeri». Bnfalte ml lnnfimWitti: Deutschlauv: Hrni«^ («mr HUdettz««. Sein««, veperreich: ««Ütz. Ich. fn|. «mtzl»»d «urfchau. IteMmerite. «ott,: »er tlbtsche S,ch«r »,d da« Peptzthum. LitrratArbericht. »««,««- MWI» 3HIWI« WM" A« «*(m AS»»«e«te»r *WU Mit Rr. 27 beginnt daS dritte Quartal der ASrtelittsche« Wscheuschrift. Um Störungen in der Expedition zu vermeiden, bitten um schnellste Erneuerung der. Abonnements bei de» betreffende» Postavstatteu.nnd Buchhandlungen. Ichletter'sche Bachhundinng (H. Itutfch) t« vreslau. Danvinismn» und Ueiigiau. l. Da uachfolgmd« Artikel« müssm wir, z« bessere« ver» ständniß, di« Geschichte ihrer Entstehung einleitend vorausgehm lasse». Herr vr. Auto» Doha, Prtvatdozmt in Jena, hielt in seiner Vaterstadt Stettin Vorträge Über dt« Darwin'sche Theorie »nd schickte als Präludium einige Artikel über dieselbe voran!, «eich« i» Feuilleton der „Neuen Stettiner Zeitung" erschienen. Daß in daselba zuerst die Unzulänglichkett der bttherigm Erkläaagm und Annahmen über dt« Entstehung der organisch« Wes« »nd ihrer Art« dargethau werden sollte, ist natürlich, die Polemik'gegm dt« biblische Schöpfungsgeschichte und die religiös« Anschauung« überhaupt war aber in einer Weis« geführt, die dm Nedaktar dieser Wochaschrtst veranlaßte, dm Handschuh aufzuhebm und in dem gmaantm Vlatte dem Hera vr. D. zu «ltwortm. Eine Erklärung des Letzter« beendete in würdiger Weise — wie unsere Leser find« werdm — dm Streit. Wir glaub«, daß Mittheiluugm aus dies« Artikeln in unserem vlatte ein« geeignete Stelle find« werden; ist es doch ein sehr gebräuchlicher Kunstgriff der Abfasser populär-wissenschaftlicher Abhandlung«, daß sie ihre für dm Laim «st etwas trockmm Stoffe durch eine Sauce von Witzelet« uud Spott über Bibel, Religion und Glaub« schmackhast zu mach« such«, «nd ist doch der Einfluß solcher Lektüre etu ebenso großer und wettgrhmder, als für d« religiös» Glaub« uud di« Grundlage aller bestehend« Reltgionsgesellschastm verderblicher. — Die Anerkennung, pelch« unsere Entgöguung sowohl Seit«» des Hera D. selbst, mt, mehrerer der Raümvstseuschast Kundig« gestad» hat, bepechtigt unS zu der Annahme, daß wir d« Streitpunkt nicht unzutreffad beleuchtet habm. , Die Doha'fchm Artikel tag« die Ueberfchrist:' Naturforschung und» Tradition. Wir geben, thells «örtlich thetlö auszugsweise, dm Gedankengang derseli« an. „Die Meuschhett hat noch immer nicht d« Spach gefunden, welcher das Räthsel des Daseins off« darleg«^ uur der blinde Glaube vermag sich de« Salto mortale zu üb«- •JUT«, der üb« die Kb»st. hinühefführt. yase« Zeit.erlabt wird« ein« d« wichttgst« versuche,. die Kluft ausgufüllm — die Darrrd'sche Theorie; aber sondsbar! statt hoher Freude üb« dies«' Steg des mmschlichen Geistes trifft man übsall auf Widerspach, Mißbehag«, ja zornig« Widerspruch. Das wäre nteders chlagend — wem es nicht natürlich wäre. Die llcherzmguugm der Maschen btldm so gut' eia Stück ihr« Gelbst, wie die fünf Fing« an der Hand', und wie sich Niemand einen Fing« stöhlich« Muthes abschneid« läßt, ebmsowmig wünscht er in sein« lleberzeugung gewalfthätjg gestört und bmnahigt zu wsdm. Es gibt ab« Umstände, unt« dm« die Amputation durchaus nothwendtg wird, so gibt es auch Umstände, in dam et» Stück d« lleberzagung geopfert ««dm muß. Jndeß hinkt dies Gleichniß doch bettächtlich, ab« zu meinen Gunst«. Der anrputtrte Fing« bleibt ein Verlust; die aufgegrbeire lleberzagung ab« ersetzt fich durch eine bessere. So komm« nun die Naturforscher und woll« eia schädlich«! und krankhaftes Stück dn Uebszmzung dn meist« Mensch« abschnetdm und ei« besssrs an die Stelle setz«. Die Maschen ab« woll« nicht einsehm, daß etwas an ihr« Ansicht« krank sei; je ärg« also Jene drängen, desto heftig« wehr« sich Diese, und dos Ende vom Liede ist Dogmatismus, Orthodoxie und Jntolnanz von beidm Seit«." Herr D. bespricht nun „die Tradttion". Gott sprach, laute diese, es lasse die Erde hervorgehm Gras und Kraut-und es geschah als». Gott sprach, blc Erde bringe hervo: lebmdigr Thiere-und es geschah. Gott sprach, laßt uuS Mascha mach«-und « erschuf sie, Männlein und Fräulein. , „So sehm wtt asso, daß Pflanz«, Thiere und Mascha „erschaff«" wurden. Man stagt, nach mmschlich« Art, unwillkürlich: wie? Da! ist tndeß »ach d« Meinung derjmigen, dm« alles. Wtssm «Stückwerk ist, vsmessmhett: das soll uns nicht» a^geh«. Nothweadtgerweise bringt uns das in dm Strudel d« Frag«' nach d« Authmtlettät d« vibck, — Frage», Ae