Israelitische Wochenschrift für die religiösen und socialen Interessen des Judenthums
- Journal
- Israelitische Wochenschrift für die religiösen und socialen Interessen des Judenthums
- Volume
- 1 (1870)
- Issue
- 17 (20.4.1870)
- Date
- 1870-04-20
- Page
- [Seite] (sequence 1)
- Language
- German
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Es gemqhut ups.ömvetl» an Gsethelch« Lhünner. der t» s«i»er -lockeukstite des Siecht.!jssp»tzi« spottet, weil er sich ganz sicher fftg£ 8%. dqß Pqeipp« Mtmmb «ufwärtS, klettert und schwingt sich MN Spill« zu.Dpttze, ßreckt dl« Hand »ach chm tut, da — schlägt dt« ftarnte ptw6 Mt» Mrschetlt daß.Gmippe" — aber dw entsprechend, Epde De» MtrimmNt««» Arifstetgml ist »och nicht Lhatsach«; das» di« chjchte so a»«Hch» »erd«, wie da» «eethescheSlrätechn», ist Mt. nach Hoffnung. vir »oll» die Thqtsach«, de. P» «MÜNUtefuch». — ' «... ■Mfw j» sich» auf Schlachtfelder», i» d» Kabinett», 1» te» Pmtemmtlgeläud», ja i» dm profane« Auge verschlofle»» RidiUWh »v Hof« und Parteiintrigu« sich absptelm — und NUN tbmd »ieder Rom und eia Eouetl! Und va» empfindet »tft.ter Jute bet de» Sedaaken, daß Rom'» vestrednngm zu etin» Steg«, »enn auch «rr «tnem vorübergeheadea^ gelangen Ich,»«! «aliter, tesir k»a» »ohl noch di« Vers« au« eine« »erschoilea» Trauerspiel: „-wovon schon der Sedanke, schon da« vüd der Möglichkeit meine rasch» Pulse ftodta, mit da» Blut gerinnen macht I" Da« wird nicht sei» und kann nicht fein. «» ist unmöglich, undenkbarr so getrSftea sich fast alle, zu deu» wir hier reden. Wut! Uusin stdchmtdstuhl ist von gemeinem Holze, kein pythtscher Drotfuch »ir »oll» nicht ein« Blick in dt« Zukunst was», sonte» da« »a« vor uns«» >ugm liegt Prisen, dt« Gegenwart und die nächste Vergangenheit. Daß die orthodoxe Partei in der protestantisch» Kirche fich etenfall« bedeutender Erfolge ußhmm kau», groß« Eroberung» gemacht hat und noch weiter vorwärt« strebt, «oll» wir nur beiläufig erwähn», den» c» ist («w Zweifel von geringerer Bedeutung. E« ist jedoch überhaupt »tcht aöthtg, die Bedeutung und Lragwette der Rückschritte, d. h. der Fortschritte, weiche der Mttamontaniömu« und die lutherisch« Orkhodoxt-.' gemacht Hab», zu prüf», wir Hab« genug a» der «ndestieitbarm Lhatfach« selbst, wir stagm: wie sind dies« Rückschritt« möglich gewordeuk E» geh» viele über dies« Frage leicht hinweg, sie benutz« Phras» von ln Macht de« Zeitgeistes, von der unwiderstehlich» Gewalt der Item der Cultur »nd de« Fortschritte» al» bequeme« Schwuugbrett, sie sehm nicht, daß der Svruug auf «in ganz andere« Gebiet führt, daß nämlich die Fortschritte tu ten Rattmoiffenschast». tn Eutdeckungeir und Erfindung««, in der polttischm Entwickelung und manch» ante» Ding». keine direkte Eompensation jener Znaäibft sagt «an: die vortheile, «eich« wtramimtaui»«»» und Muckerthu« errang» Hab», werten dadurch aufgewogm, daß der gebildete, intevtgmte Thetl de« Volke« um so «t» schied»» geg» jene Bestrebung» Front macht, vir wollen da« zugrben, nicht weil wir es für erwies» halt», sondern »eil wir da« Gogmtheü nicht beweis» könne», denn es gibt für solche« IbwLg« kein« Mahftab, keine Statistik. Aber damit ist die Frage nur verlegt, r« ist nur um so ausfallmder, daß die Gebildet» und Aufgeklärten, daß Bildung und Aufilärung nicht mehr Einfluß Hab», daß also eine kleine Partei Lier die Majorität und di« Unwtffenhett über di« Jntelligmz Siege erringt, eine Position nach der ante» erobert. — Ja, het zt e«, «I ist eine „kleine aber mächtige Partei", wie im politisch« 8«b»; die kirchliche Reaktion ist da« Werk der Regierungen, wttt von ob» gefördert; wäre da« nicht der Fall, so würde st« gar bald et« schmähliche« Ende nehmm. Sett einig» Wochen stetltch hat sich die Situation in der Weise geklärt, daß niemand mehr behaupt» wird, die Regierung» fördert» di« Bestrebung» des Papftthum«; aber bi« dahin soll es geschehm sein, und mm — könn« oder woll» die Kabinette nicht so rasch und plötzlich ihre Front verändern. — Das mag seiu; aber warum hal>« dmu im vorigen Jahrhundert und noch wett in das gege»,wiittige hinein di« Regierung« der Eulturstaat» dt« Orthodoxie md Hierarchie in ihre Schrank» gewies«, Aufklärung und Freistewigkeü gefördert, warum habm katholische und protestantisch« Staat« dem römisch« Stuhle wettgehende Eoncession« abgezwung», es durchgesetzt, daß stetfinutge, nicht ulttamouta» gesinnte Bischöfe eingesetzt wurd«, warum find die protestanttsch« Conststorten und Eultusministerien, wa»m die theologisch» Universitäts- Professur» «tt steisiunig» Männe» besetzt worden, war»« ist da« Alles jetzt umgekehrtk Woher die Rückschritte? so lautet ja unsere Frage.