Israelitische Wochenschrift für die religiösen und socialen Interessen des Judenthums
- Journal
- Israelitische Wochenschrift für die religiösen und socialen Interessen des Judenthums
- Volume
- 1 (1870)
- Issue
- 15/16 (13.4.1870)
- Date
- 1870-04-13
- Page
- Seite 139 (sequence 15)
- Language
- German
- Belongs to
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139 Trotz dies» gitfrn, »nlengdar« vaezüge tan man «ich» fapn, RH Martaelli jene Bereinigung M dlblffch« und" brt mobrmttt MmwglfeiNf voükiunm« gtlnoftn ist. Do« Dram., scheitert dar«, daß «oder»« >d» strattton« nicht bloß dem Dichter Worte leih«» sondern den handelnd« . Person« die Motive ihre» Handeln» ged«. In «oder»« Anschauung« wurzelt di« Katastrophe, di« freilich meisteihaft gelisst wird. iNoverue Milchte werde» zu« Kampfe -eg« rinander geführt. Dir rationalistische Exrgrfe fangt de« Drama den best« Lheil seine» Blnte» an», wir erschüttrrnd wirft auf jed« Les» die grandiose Erzählung der Bibel von der Beschwörung und Irscheinung de» tobten Samuel! Und traf macht der Dramatiker Marinelli au» jener echt dramatisch« Sc«e? Eine Vision der überreizt« Nerv« Saul'». Die Hexe von Endor wird eia« sehr wallet» alte Fra», di» David «ine unbedrutmde Botschaft bringt! Aber w«n oiir s» de« Verfasser d« erst« K«nz auch nicht schenk« idmnn, d« Zoll aufrichtig« Danke» uoll« wir ihm nicht versag« und die Aaerkmmmg, daß er de» Höchste erstrebt und nicht Gewöhnliche» erreicht hat. S. AtlMky Hktttda, Stunden der Andacht. Gebetbuch für Mädchen und jtmge grauen itraelitischen Glaubens. Nene Folge, k'restlau 1870. Schletter'sche Buchhandlung. ,M«fe Blättir enthalt« Erbet« und Betrachtung«, die ich speziell für Mädchen und junge Krauen verfaßte, sie in Jnhalt »ad AnSdimik». weise dem zart« Dlldchensinn «npaff«d, der auch in da» Leb« der jung« Fra» hiaüberreich« soll. Da» Ziel, da» ich damit auftrebte, war nicht allein, d« Bedürfniss« einer jung« Seele nach weihevollen Erhebung« zu ginügen — war nicht bloß, ihr« t eftnnerstm Wünsche», Bitte», Hoff, uuug» eine Sprache zu leihen, sonderil zugleich Pflichtgefühl, Bewußtsein der l»eiblich« Bestimmung tu ihr zu »eck« und zu kräftig«, ihr d« unvergt«glich« Adel der Dugmd» di« ewige Kraft der Religion zur Anschauung zu bring« und sie dafür zu begeistern." Wir könn« den Jnhalt diese» Büchlein» nicht bester chorakteristr«, al» indem wir diese Worte der Berfafferin hier «ittheil« und hinzu füg«, daß sie da» Ziel, da» sie erstrebte volkommm erreicht hat. Da» Jahr bringt kaum ein Fest', da» kebm ldnm «in frohe» oder trübe» Eteigniß, da» der Berfafferiü nicht Anlaß gilt« z» kurz«, »st wahrhaft schön«, »nr selten etwa» überschwengliihen Wort« de» lvanie» »nd der Freud« oder de» Schmerz«» and der Ergebung, Möge da» Büchlein, da» in dieser Gestatt zu« erst« Male sein« Gang in die Welt an tritt, in recht viel« jüdisch« Häufe« Eingang sind«. Daß e» bann auch Eingang findet in die Ge- ' müther, dafür sorgt e» selber. 8. OkEik», Leitfaden beim Unterricht in der Geschichte der Israeliten von de» frühesten Zeiten biß tiuf unsere Tage (nebst einem Abriß der Geographie Palästina'S) für israelitisch« Schulen. — Sechßte vermehrte und verbesserte Auflage. Berlag von Eßmann tt. Comp. — Oeynhausen und Leipzig 1870. 8. 140 S. E» kann nicht oft and nicht lau« g«ug betout werd«, daß die jüdisch« Schule ein Hauptaugenmerk auf ein« gründlich« llnterricht in der jüdisch« »Geschichte bi» auf die Eegmwart" zu l«k« habe. Ist die Erschichte überhaupt die Lehrerin der Weisheit, so ist die jüdische Geschichte ganz besonder» die Lehrerin der «eligiou. Elkan» „Lritfnden", der nunmehr in sechster Auflage erscheint, hat sich berriw da» Heimat-« recht in der jüdisch« Schule erwarb«, und zwar eia «odlverdimte». Er enthlüt alle» Wistinfwerth« a»» der biblisch» und aackchiblifch« Zeit tu angemesftner Gruppt rang und i» einer »war gedrängt«, aber Schüle» von eiwa I2--I5 Iahe« durch au» faßlich« und Übersichtlich« Darstellung. Besonder» eigner sich da» Buch dazu, i» d« höher« , Kleff« da» früher «•* der biblische» Geschichte Gelermr zu wiederhol«, wobei ja nicht blo» tau trockene Repetition, fand»» eine Dorhdringnng de» Stoffe» von höherem, dem Schüler der obere» Klaffe angemrst««» Slandpnnkt« erstrebt werden umß. Und Heer find die »euest« «thnagraphi. sch«, archäologischen und exegetische» Forschung« berücksichtigt, die Sitt« und Gebräuche in den verschied«« Epoch« klar »nt übersichtlich zusammengestell«. Wir verweis« zum Bewei» de» Gesagten cos die §g 5, 8, 8, I», 18, 28, in d«m die partriachalischen, staatlich« und religiös« Zustände de» wraelitisch« Bolle» recht gut geschildert sind. Ein gleiche» verfahr« schlägt der Berfas?» bei der nach biblischen Zeit ei», di« er in v Abschnitten bi» auf die Geg««art herebführt. E» srhlt nicht» SeseMIiche», ja wir sind« manche» Unw«s«tliche darin, wie z. B. S. 73, die detaillirt« Aufführung der kartischen Schriftsteller und ihrer Werke. Ein besonderer Vorzug diese» Leitfad«» ist, daß die politische Geschichte und rigMtan temporb in den Vordergrund gestellt, kie Literaturgeschichte jeder Epoche beigefttgt ist. Dadurch bleibr der Schicker im Z». samm«hange mit der allgemein« Weltgeschiä,te. Für Lehrer nud solche, die e» werd« «oll«, ist da» bibliographische Detail (in kleiner Schrift) geschickt zusamm«getrag«. Da» auch äußerlich gut aufgejlatttte «nd billige Büchlein sei in seiner verbestenen Gestalt jüdisch« Lehre« und Schüle« best«» empfohlen. bl. R. * Aal). JUt, Buchhändler in Frankfurt a M., hat von ein«, Gesch仫». freunde im Orient zwei höchst merkwürdige Thorarvll« gekauft. Di« eine Rolle ist von Abu Ali Sald im Jahre 4818 I». W. d. h. 1068 d. g. Z. gestiftet (!) worden. Sie stammt au» der bimjaritifchen Königfstadt San» im West« Südarabien». Der Schreibstost ist röthlich gebeizte» Schafleder. Jede» Fell enthält, ganz wie der Cod. lüinait. der Septuaginta, 4 Kolumnen und jede Kolumne besteh» in der Regel au» 51 Zeile». Da» Ganze ist au» mindesten» 10 verschied«« Stücken zusammen.' gesetzt, welch« zu verschied«« Zeit« von verschieden« Händen geschrieb« Word« sind. Die zweite Rolle stammt au» Hebron. Sie besteht au» Schafleder. Pergament, best« Haarseite mit einer Art Lack geglättet ist. Mit Aul »ahme eine» einzig« eingelegt« Stücke» ist da» Ganze da» Werk eine» Schreiber» Dennoch tt diese Rolle für die Geschichte der Schrift von größerei Bedeutung ak» die erste, weil die Buchstab« ron der später üblich« teilweise abweich«. (A. ». Z.) — Di« ,M«vue de» deux Monde»" vom 15. März mthält eine Abhand, lmeg von Hillebraad über die jüdische Gesellschaft in Berlin am Anfang diese» Jahrhundert». Der Leser »räch leicht, daß die Hertz, Rahel u. s. w. die Hauptrolle spiel«. ,,R«. J»r." schließt ihre And«, tu »ge» über d« Inhal« de« Aufsätze« mit folgend« treffend« Bemerkungen: „Unglückkcherweis: hat der größte Theil dieser schön« Jüdiaa« schkeßlich da» Jud«chum abgeschworen. Sie Han« alle eine glänz«de Bildung und sehr »enig religiöse G«ndsätze, mehrere heb« die Pflicht« cegen ihre Familie tr«lo» verrath«, und die meist« sind »ach Verlauf weuiger Jahre van ihr» Höhe, von ihrem Range hrruiedergeftmkm. Sir 'lad recht liebenswürdig, ab» mau bedauert, daß sie von falsch« Jde« Übei Religion und Moral irre geführt worden find und daß man bei ihr» Berrtheilung viel Nachsicht üb« muß." Jimuß. Die herrlichen Bilder „au» dem jüdischen Familienleben" von Profestor M. Oppenheim find d« Lese« gtwiß bekannt. Et> find zu d« Ui früher« noch zwei — leid» soll« sie d« definitiv« Schluß mach« — gekomm«: da» „Schultrag«" und die .^Sar-Mitzwah-Drasiha". Sie sind ebenfall» in photographischen Nachbildungen und mit Erlliitternngm von L. Stein »schimen. Briefkasten der Redaktion. L. P. t» B»lio. Die vor Ihn« fteundl. berichtete Ges lichte hat schon de» Hauptpunkt« nach iu Nr. 13 d. Bl. gestand«. Bitte jidoch um weitere neue Nachricht«. Berichtig»»-. Ja Nr. 14 ist in der llonespondenz au» Hannov» h» cnfaame ^unftorf" ausgefallen. — D» im Anhang zum Leitartikel exeerprae Bericht ist von vr. H. 6. in L. Si. Mikl. Laea«ze«'Lifte. chdreßd. ch«l ritt« zeit. »«s»a. Besondere Memertnnge». Lehr» mb Eantor. Bcrbet» Mb Schächter. Kontor und Schlicht» Le-r», Kantor ». Schächt». Berleburg. (Westvhal.) Malchow in Mecklrnb. Schwedt a. O. Swd«»ld«darf. Vorst, d. Soaagoaeu-Gemeind«. Gemaindwvrrstam. vorstnad d>r i»r. Gemeind«. Lrndvabbiwkr vr. Herzfrld iu r.Sult c. 250Dblr. ca.I80Dhl. 300Dhlr. ca.200Dhl. Nebenreoennen. Frei« Station und Reb«re»eiut«. Dedeuwnd« Neb«einkünfte. Neb«eiakünste.