Israelitische Wochenschrift für die religiösen und socialen Interessen des Judenthums
- Journal
- Israelitische Wochenschrift für die religiösen und socialen Interessen des Judenthums
- Volume
- 1 (1870)
- Issue
- 5 (2.2.1870)
- Date
- 1870-02-02
- Page
- Seite 47 (sequence 7)
- Language
- German
- Belongs to
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k-liistina. : i ~ ^nafcfnit, bot 18. »hebe» 8888. <Ortg..«orreM Da« unterzmchnetr Eomtts hat an mehrere Rabbtrat« Europa'« folgen, de», auszüglth mttgetheüte« Schreiben gericlM: Gw. '«»hlzetore» beehr» wir mW durch Gegenwärtige« auzuzeig». k*| am Montag, den 2. Lhebet, der <. K. Oesterreichilch« G»eral- Eoafnl Gras von Loboga, im Austrage Seiner Majestät Franz Joseph I., d«u Grundstein zu einem Hauptdurchgaagsthor der jüdisch» Ina»- und hfilgerhäuser ans Zion in Gegenwart sämattlicher Nabbio» «ch Varsteher der Gemeinde»- Jerusalem», de« türkisch» Stadchanrath« Jnssus Gsserdi, de» jüdisch» Bankier« M. Valero und de« größten Dheil« der jüd scheu Bevölkerung ». s. w. gelegt hat! — Sr. Majestät Hab» allerguildigst gernh», diese« Thor Franz-Joseph- I Thor zu beuemi» und eine Spende von 1000 Franlda zum ferner» Au»- ba» der Arme», und Pilgerhänser ans Zion zu bewillig». Di« Feierlichkeit de« Grundsteinleg»«, die Ansprache de« Vertreter« Sr. Majestät, late auch dt« treffend« Antwort de« Socal-Lomitö'« wiederzugeb», würde de» Raum eine« Briese« überschreit». Mir sind seft überzeugt, »aß G». Mohlgebore» au« dem All» di, Wichtigkeit der Armen- und Pilgerhänser in »er heilige« Stadt Jerusalem zur Linderung »er Noch der hiesig» Arm» ersehen w«rd»I — Ans Grün» dessen erlaub» wir uni» Aw. wohlgeborei ganz ergebenst eiuznlad», un« mü Nach «ad Lhm a» di« Hand zu geh» und die ntchig»! Mittel hrrbeischiff» zu Helsen, drwU da« staiser-Dhor sowie die anschließm- - dm Armenhäuser würdig ausgebaut «erd».; Da« Sottl-Sontt« der Annen- und PU»erhä»ser ans Iio«:! (gez.) R. I. Goldberger. I. Bergmann. I. H. Maren«. Maier - Schönboum. S. Hau»»,rs. I. M. Goldsmit. Amerika. 7. Januar. Der Baltimorer „Wecker" berichtet: - „I« ist zmu erst« Male in der Geschichte der Uni«, hast riu Deutscher oo» vnndeioterhaupre eine Gouveru»r«stelle bekommt. — Durch Ernm- »nng de« Ge». Salomo» zum Gouverneur von Washingtou hat Präst»«M Gran» -einmal wieder bewies», wie albe» da» Geschrei ist, daß er ei» Natioift ol>er Dentschenhaffer sei; zugleich beschämt birst Ernemuwg wieder die LrMe, die chu al« Judmfreffer verschrie»; dem, G». Salomou ist «in Jiraelü. Gr besiadet sich an blühendst» Mam,e«alter, bracht« et im groß« Bürgerkrieg« durch sein militärische« DaleM und seine Dapstrkeu zum h»h» Offizier, wurde später Louuty-Llerk in Lhicago und hat stch. wiewohl er in seiner Jugend nicht da« Glück besaß, eine «igeutlich wiffenschastlich« Bildung »n genießen, durch natürliche« Dastat und durch Gewandt, heit, Nührigkeir, Organisation»tal»t und persönlich« «et»»Würdigkeit und vibrralität «iw: sehr angesth»« politische Stellung in Jlliaoi« erworb». Sir sin» »bet.mgt. daß er auch in seiner neu« Stellung dem Deutschthum (and gewiß awh dem gudenthum) Ehre mach» wird." (Hedr. Lead.) ms Schulkonunission« an solch» R:ligion»unterricht,1-Anstalt«, von denen kein« .2ahre»beri>hte' durch dm. Druck veröffentlicht wwdm, erwünscht sein, in de» Besitz der ,Jahre«berichie' anderer Religionstschulm zu gelang». Dieselbm müßt« sich ebenfalls rechtzeitig bei der Red. d. Bl. melden, damit die Auflage darnach bestimmt werdm kann. I»r. Dt. Rahmer» Nabdin.-r der Shnagogengemeinde Magdeburg. Meine persönliche Vernrittelung sowie die der »J»r. W ' stelle ich gern zur Verfügung. Einstvnl« find zwei Programvie eingegangm. Ein» von vr. P. Neustadt über die (privat:) .hebräische Knabm-llnterrichtSanstalt in BreSlau," au» welcher schöne Leistungen resultir« die Anstalt unterrichtet arnie Schüler umsonst, und 'vir verbreiten gem die Bitte de» Herrn vr. P. Neustadt, se.ne Schule deSwezm durch Zuwendung von Geld und Büchcru zu unterstützen. Da» andere Programm ist au» Wien (s. die Ccrresp. in Nr. 3). Auf die in demselben mitgetheilte urimnzreiche L Handlung wird zurück» zukommen sein. rreuenstl». Literciturbericht. Abraham Geiger, vr., Jüdische Zeitschrift, Vss. Jahrg., Vierte» Heft. Al» Sc-nder-Abdrw? daran» ersänen: Plan zu einem neuen Gebetbuche nebst Begründungen von »r. Abrahtm Geiger. Gr. 8». (40 S.) BreSlau 170. Schletter'sche Buchhandlung. (7»/, Sgr.) Ja einer Zeit, w der mar w»ig betet, nacht man um so mebr Ge» bechücher. Der Älandpuat Geizer'« ist beka>mt; eine vertheibignng de«, selben ans unserem Standpunkte uuriözlich; e ae Polemik an diesem Orte »»gehörig — ein: Erwähnung d.-r immerhin iatereffaut» Sche-ft geulige. — In Pari« erschein" mun dem Titel .Kerne um'lite“ ei» neue« Wochmblatt, hcrnulgegeb» vcr Isidore Loeb, welche« populäre und wiffenschastlicht Leitartikel, stritile» und Rcchriiht» bringt. — von Erümieux ist uier dem Tire! „lüderl«" eine Saawüung von ihm gehaltener politischer und gerichclihe, Red», herautgegeb» von G. Bioaue, erschien». (Preit 3 Frc«. 50 (£.) Eine der inrereffantestm Net» ist die über d» öffentlich-,^ Unterricht, geholt» >850. — Herr Silbermann macht un« aufmerksam, daß die jitü.scheu FamUienpapiere (s. Nr. 3) im ilamwaxic. Nr. 3 v. I. b-sorochm find. Diese Anzeige läßt anuehmen, »aß die zu Grunde lieg»»« Geschichte auf wirklich» Thatsach» beruhe, iöohl n.öglich. Sin -orschlag. Der Aufschwung. den die jüdische Religionlschule seit de» letzten Jahr«» in vielen Gemeinden nimmt, giebt stch unter Anderem aucj dadurch kund, daß die Leiter derselbe» eine« jährlichen .Bericht' üier die Pensa, Leistungen, Stundenpläne, Lectione» und nützlich« Einrichtungen in ihren Religion-unterrichtS-Anstallen erschein« last«, in dm meist« Fäll« von einem pädagogisch« oder wtflmschastlichm .Vorwort' begleitet. Diese .Jahresberichte' komm« gewöhnlich nicht über dm Umkreist der betreffend« Gemeind« hinau», und dennoch dürste die Kamt» »iß der darta «thallmm Mitthelluugm nur anregmd und ersprteßlich für da» gesammte Religton»schulwesep sein. Der Unterzeichnete, der mit mehrerm Eollegm bereit» hierüber confertrte, macht nun d« Vorschlag, die betreffend« Dirigent« jüdischer Elemmtar- und Religion»fchulm möchtm die .Jahre»- berichte' unter einander anstauschen. Zu diesem Behuf« er» fnche ich diejmigm Herr« Rabbiner oder Schnldirtgentm, die .Jahresberichte' erschein« laflm, und die diesem Vorschläge beistimmen, Ihre gefällig« Zustimmung der Redaction diese» Blatte» zu erkenn« zu zeb«, die so steundlich sein wird, die Ramm zm gegmsettigm Kemttnißnahme mttzutheU«. Aber tt dürfte auch viel« Dchuldirigmtm oder Mttgliedern Neueste Nachrichten. Hfiari», 28. Januar. Die ^.Uinnov Isrnälitv erläßt einen neuen Aufruf zu Gunsten 2er Bedräng:« und nach einer neu« ministeriell« Verordnung di» Lande» rerwiesenen Juden Rumä» nim». In mehreren Diftrict« sei diese Verordnung troy der Winterkälte zur Ausführung gekommm. Nicht eia: Stimmerhebe sich dagegen in der rumänisch« Kammer. Am Schlüsse heißt eü: Wie kann der rumänische Münster behaupt«, daß die gesetzliche Stellung der Juden nur Rumänim angeht und daß er die Einmischung der europäisch« Mächte ablehnen kann? Sollte etwa der Pakr, welche die Rumänm al» Nation anerkannt hat, fit nicht bind«? Kann da) civllifirte Europa, nachdem e» dm Vertrag von 1858 unterschl iebm hat, eine solche Achterklärung geg« eine Bwölkerung von 2» bi» 300,000 See.« duldm? Ist e« nicht dringmd, daß die groß« Mächte sich m» Einvernrhmm setz«, um die Beobachtung der Convmtion von 1858 gebitterisch zu verlang«? Dir appellir« an die Schutzmächte. — Die 'tluSwandemna der Juden au» Litthaum nach dem Jmcrn Rußlard» hat Anfang Januar bezonnm. (Ostd Z.) Dm Jahi eSprei» „für Förderung der hebräisch« Literarur" hat die Alliance Her« M. E. Stern in Wim erthrilt. (N. Fr. Pr.)