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Israelitische Wochenschrift für die religiösen und socialen Interessen des Judenthums · 1870-01-12 · 2 (12.1.1870) · p. Seite 22

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Journal
Israelitische Wochenschrift für die religiösen und socialen Interessen des Judenthums
Volume
1 (1870)
Issue
2 (12.1.1870)
Date
1870-01-12
Page
Seite 22 (sequence 10)
Language
German
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.Nnchl'i-ri'rWW T&iüihfm«*' reden auf die Juden der Moldau, der WallaHci und ver ganz« lehrt, b««i» g«ß«TheL drrLapitel »urLhr Welt fortgestihrt. .> Zuletzt »ard ekr Antrag bei bekannt« Juden» frefferS B o 1 lkac' angeuonstn«, eiue Commisston mit schlmuig« BearbekLig eines Zudmgesetzetz zu'beauftragaü I« Uebrigm zeigen die Worte, die links und rechts fiele» und vou denen wir nur eiue» schwach« Extract liefe« könnt«, auf welcher Stufe der Bildung daS Land und feü»e edkm Vertreter »och heut zu Tage stehen. Notiz. Die .allgemeine medizinische Central-Zeitung' enthält in Nr. 99 vom II. December 1869 eiue Abhandlung des Her« Geh. Sanitcits - Roth vr. Berend') iu Berlin: »Nutz« de- Tauuin zur Stillung einer uach der rituell« Beschueidung entstand«« bedenklich« Blutung.' Wir mtnehmm derselbm einige Satze: »die »ach der Cirwmciston mtstehmd« Blutung« nehmm iu seit«« Fäll«, vou d«m mir iu meiner langjährig« Praxis vier vorgekomm« find, ein« bed«klichm Charakter an.' In drrim von dies« hörte die Blutung nach Anlegung einer Ligatur resp. nach einer Umstechung auf. Ja dem viettm sehr bedenklich« Füll, bei dem jme Mittel nicht augewendet werd« komckm, weil der Mohel ein« Fehler gemacht hatte, wendete Herr B. zunächst dm Lgnor fern sesquichlorati, ein sonst hochgeschätzte- Blutstillungsmittel, au, vergebens. .Endlich in meiuer Roth griff ich zum Tannin, beftrmte die ganze Wundfläche damit uud legte darüber trockme Charpie mit dem comprimirend« Heftpflaster. Da erst staud die Blutung.' Herr B. mahnt dringend, die Befchneibung, wenn nicht durch eine chirurgische Hand, doch nie anders als in Gegenwart eines Arztes vorzunehmen — eine Vorsicht, die übrigens in dm meist« Famllim aagewendet wird uud auf die jeder veruünftige und gewiffmhafte Mohel selbst dring« sollte. In dem letzterwähnt« Falle war übrigmS der Verband von einem zuverlässig« Wund- Arzt angelegt, der noch eine Stunde nachher alles in Ordnung gesund« hatte, und erst nach sechs Stunden trat.die fast tödtliche Blutung ein. Literaturberichl. Thomaff:n, Bibel und Natur. Allgemein verständliche Studi« über die Lehr« der Bibel vom Standpunkte d« heutig« Naturwisimschast und Geschichte. Leipzig 1869. E. H. Mayer. (VlII. u 200 S.) Da» Buch will, laut Barred«, „dem gebildet« Publikum in einer durchau» parteilos«, ruhig« Darstellung zeig«, wie di« Mmdamente, rau „«lcheu die heutig« Dheolog« bei ihr« Schlüffe» au»geh«, vor de« Richterstvhle der heutig« Wiffeaschaft besteben." Der Bersasier hofft, daß die Gotte»gelehrtrn gesteh« werden, daß di« Schrift maßvoll gehalten sei, daß sich keine B'hauptung iu ihr find«, di« uicht ihre vollständige Beweisführung hinter sich babe. — Sir brauch« dem Leser wohl kaum zu sag«, wie w«ig »ach d« .Beweisführungen" de« Berfafier» von d« Lehr« der Bibel übrig bleibt, denn er will „die Gründe und Beweise der Naturwiffmschaft« d« Legend« der Bibel gegenüber stell«". Dennoch — empfehlen wir die» Buch zur Lektüre für solche ^ude>„ rielche selbst dmken uud prüf« und sich auch s. g. „wiffenschaf lich«" Sand nicht in di« Lug« streu« lass«, die aufmerksam lesm und sich nicht gleich der Phrase gef-ngen geben. Für solche ist die» Buch eine wahre „Befestigung im Glauben". Wahrlich nicht un ,jtöhler> glaub«", soude« iu der Einsicht, wie unzutreff«d und nichtig j«e Angriffe geg« die h. Schrift, wie hinfällig di« augeblich vernichtenden Bewei»füh«ngm find, wie da« Judenthum von alle de« gar nicht berührt wird. Da uuu in dem besprach«« Werke alle« zusammengetrag« sein soll, wa» vom Standpunkte der „neneft« N-turwiffenschast" geg« die Bibel vorgebracht Word« ist und gesagt werd« kau», so ist der in Beziehung auf da» JuL«. thum so gänzlich mißluogme Angriff eine Bertheidiguug, wie sie gar nicht beffer gewünscht werd« kann. Schm» ei» lleberblick de» Jnhalt»verztichniffe« -) Dm» verehrt« Her« für di« gütig« Uebrrseuduug de» Blatte» uud Bezeichuun; der wichtigsten Stell« de» Auffatze» verbindlichst« Dank. Die Redaction. lehrt, daß«, gr^er Dheil drrLapitel unrLhrMche» betrW (die Wuuder Jesu, MBketUdeiWelft», dt, «UMMischeNumgdiSEmisNmN» ».).».), aberdieLdMtr zeigt, da» mich j, dim and«« «apftek» fttei» Nicht, MiWsMstgMüchw — «riSmiß., Ws Mfet fcfc*.« uLmöatSaÜaM Buche» eingeh«. Für heute geuüze al» Probe da» zweite — eigeutüch erste — Leitet M Buche», ütechchrieb«: Ist e» wuhe^ daß der s. g. Uugttube »uchwmdig allgemein Mich«« B«dab» mit sich bringt? Wir Mist« dogterig da« liapitel auf, wir hofft» endlich «iumal «tu Wort z» studeu» wort» die materialistisch« Anschauung ^igte, wie sie zu d« Begriffe» vou Recht, «JUUKVinZ, Qfc!fCU lvMMk, wl IWy RKfi» Wie )K Olt human u. s. w. zu seich M begrludea gedenk«. Wa» studeu wir hierüber»» dem «ugegebeu«Kapitel? «ich» eine Bildet E« wird diebuehr so arg». meutirt: Wem» der „Unglaube" die Welt iu Sitteuverderöuiß stürz« würde, so müßt« der „Glaube"' st« tugendhaft gemacht habe». Und'uuu wird auf vier Seit« eiue Reihe von Schwächsten «geführt, welche iu katholisch« Lüude« »o» lathokifch» Gastlich« verübt w«d» find, uud wie or cdorb« uud versuuk« «Nrr der Herrschaft de» Latbalicirutu» Bpaui« uud die spauisch-amertkauisch« Lolmn« geword« sei«. (Der Bersasier setzt meiste»« Religio», Glaub« alt gleichbedeateud mit statholiei«»»».) Wir würd« unsere Leser beleidige», wem, wir glaubt«, daß sie für heute « dieser Pnche uicht gang hätte». Wenn da» Wtffeuschaft ich dam, stad die Schimpfwort«, di« zwei Eckensteher eiuauder an d« Kopf werfe», «brusall« tief gelehrte juristische Argumentation«. __ Hk»*itttr» -Anzeiß«. Frankel, vr. Z., xkwm KOD — Introdactio in Talmud Hierosolymitanum. Auch unter dem Titel: Einleitung in den Jerusalemischen Talmud. Gr. 8. (VIII. u. 316 8.) Breslau 1870. Schletter’sche Buchhandlung (H. Skutsch.) Geiger, vr. Ludwig, Das Studium der hebräischen Sprache in Deutschland vom Ende des XV. bis zur Mitte des XVL Jahrhunderts. Gr. 8. (VUL und 140 S.) Breslau 1870. Schletter’sche Buchhandlung (H. Skutsch.) Küßack, vr. I., Praktisch« Lehrgang d« hebräisch« Sprache. Erstes Heft. M»nut»schrift für Geschichte uud Wiffmschast des Judm» thumS. HerauSgegebm von vr. Z. Frankel, fo.lgesetzt von vr. H. Grätz. Nmnzehnt« Jahrgang, 1870. Januar- Heft. Enthält: Die Zeit de» König» lshiükija und der zeitgenösfischm Prophet«. — Die paronomastrend« Anwendung von Partikeln. Eiue bi»ber uugekauute Eig«thümlichkeit der hebr. Poesie und Rhetorik. — Eine historische Kleruigkeft au» der tauaiüschen Epoche. — Rec«ß«u«. — Analektm und Mouatschrouik. Neueste Nachrichten. Die Sache weg« des GotteShimsteS jüdisch« Sträflinge (s. oben) kommt in dm nächst« Tag« vor daß Abgeordnetmhaus. D« Commissionsbericht ist dagegen! — Don ein« an Judm »«übten schändlich« Mißhandlung Seitms eines Sich«heitS-CommiffarS in Lofonz (Ungarn) berichtet »die Post'. — Die Angelegenheit des zum Schulvorstand erwähl:«, vom Ministerium hartnäckig zurückgewiesmm vr. Jacobi in Elbing ist wird« an daS Abgeordneten-HauS gebracht. Die Majorität d« Commission «achtet ,daS V«- fahrm der kömgl. Regi«ung für ein« Eingriff in die gesetzlich« Rechte der städtisch« Behörd« und zum Mindest« für kleinlich und nicht zutreff«d.' — In d« am 5. stattgehabtm, schwach besucht« V«sammlung weg« Gründung ein« Hochschule in L«ltn sind die Statuten turchb«athen und die Curatorm und Beiräthe gewählt. Briefkasten der Redaetiou: vr. P. N. in E. Für ausführliche Mfttheiluua kein Platz, kurz« mft ander« in nächster Nr. — vr. W. iu 0. Wird «ubeschaitt« aufgeuomm«. — A. in K. Pädagogische», w«u allgemein iutereffam uud nicht sachgemäß, aber uicht Didaktische». — K. in A. Briefüch. — Z. in M. F. Sie sehen, es ist « -Q». — K in D. Danke, aber ich kau» doch nicht Artikel au» einem weitverbreitrt« Blatte, die bereit» allerort» abgedruckt, al» Ihre Orig.-Eoresp. geb«, selbst wen» st« e» dort wär«. W. ia A. Ihr Dam gebührt dem Be (leg er. Mit Ihre» Wunsch« verweise ich Sie au ihn; ich kau» vou hier au» da» uicht besorge», vr. U. s. J. B. i» St Werde in kurzer Form brirgm. Lob auf mein Blatt, Lob Beftcundeter, alle» vergleich« bleib« ft«.

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