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Jüdisches Litteratur-Blatt · 1902-01-01 · No. 2. (1902) · p. Seite 16

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Journal
Jüdisches Litteratur-Blatt
Volume
26 (1902)
Issue
No. 2. (1902)
Date
1902-01-01
Page
Seite 16 (sequence 8)
Language
German
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43. (las Gewi Ul des Feldes, die Tliiere des Feldes, alle werde ich einsammeln und 44. Dir senden und sie sollen in Deine Thiiren eingeschlossen sein. (Die letzten /eilen dieser und die ersten /eilen der folgenden Coliunne sind sehr mangelhaft und unverständlich, doch scheinen sie den Ihm des Schiffes zu besehreihen.. Zweite Coluiune. 5. Ich setzte d« ssen (seil. Schiffes) Dach auf und schloss es (>i11. 0. Ich fuhr darin zum 0. Male, ich untersuchte dessen Inneres zum 7. Male. 7. . . zum 8. Male, 8. durch Hohlen hielt ich das Wasser von innen fern, 1). ich bemerkte Risse und füllte die fehlenden Theile ans. 10. Drei Mass Erd poch goss ich über die Aussenseite, 11. drei Mass goss ich über die inner(1 Seite, 12. drei Männer, dessen Körbe (?) tragend, verfertigten Kästchen, 153. ich gab ihnen (?) die Kästchen, wofür sie Opfer (?) dargebracht hatten. 14. Zwei Mass (?) Kästchen hatte ich unter die Schiffer vertheilt, 15.Stiere wurden geopfert, 1 ti. . . für jeden Tag, 17. . . in llehältern war Wein, und Wein 18. (sammelte ich) gleich Wasser des Flusses, auch l!1. (Speise) gleich Staub (?׳ der Krde, auch 20. sammelte ich sie in) Kästchen und stellte sic hin mit meiner Hand. 21. Sehamas (Sonnengott) vollendet!dies Wesentliche des Schiffes, 22.(es war sehr) stark, und 2.4. ich liess die Kuder (?) des Schilfes nach oben und unten bringen. 24. man ging in dreiTheile desselben hinein. 25. Das Meiste von alldem, was ich besass, das meiste Silber, (las ich besass, 21i. das meist(‘ Gold, dass ich besass, 27. das meiste, das ich bosass an Samen des Lebens, Alles 28. liess ich in das Schiff bringen, meine Knechte u. Mägde. 29. das(iewild des Feldes, die Tliiere des Feldes, die Söhne des Volkes, alle liess ich darauf steigen. 50. Sehamas machte (‘ine Flutii und;11. er sprach wie folgt (?) ״In der Nacht werde ich vom Himmel heftig regnen hissen,;12. trete ein indieMittedesSchiffesund schliessedeineThiire.“;33. Diese Fluth trat ein, (von der) 34. er nämlich sprach: ״In der Nacht werde ich vom Himmel heftig regnen hissen.“ 35. Am Tage feierte ich sein Fest, 30. den Tag des Wachens; ich hatte Furcht. 37. Ich trat in die Mitte des Schiffes und schloss meineThüre. 38. Die Verschliessung des Schiffes iiberliess ich den Huzur-sadibori, dem Schiffer. 40. D!1s Toben eines Sturmes :1111 Morgen 41. erhob sich, der sich vom Horizonte des Himmels weit ausdelinte. 42. Vul in dessen Mitte donnerte, und 43. Nebo und Saru gingen vor ihm her, 44. Die Träger des Thrones fuhren über Herge und Tliäler, 45. Der Zerstörer N’ergal richtete Schaden an, 411. Ninip ging voran und schlug (alles) nieder, 47. Di(‘ Geister brachten Zerstörung, 48. in ihrer Herrlichkeit fegten sie die Erde; 40. Die Fluth des Vul reichte bis zum Himmel. 50. Die herrliche Erde wurde zur Einöde umgewandelt. Dritte Goliiuine. 3.sie vernichtete alles Leben von der Oberfläche der Erde, 1. Hruder sali nicht seinen Bruder, sie schonte das Volk nicht. Im Himmel 5. fürchteten sich die Götter vor dem Ungewitter uud ti. suchten eine Zuflucht; sie stiegen hinauf zum Himmel des Amt. 7. Die Götter, gleich Hunden in Haufen ge• Verantwortlicher Reducteur: Rabbiner schaart, lagen auf der Erde.gestreckt. 8. Ischtar sprach wie ein Kind, . . . 8. Rabat begann ihre Ansprache: 10. ״Alles ist der Vernichtung heimgegeben, und ich habe 11. damals in Gegenwart der Götter Unglück prophezeit. 12. Wie ich in Gegenwart der Götter Unglück prophezeite, 13. so wurde mein ganzes Volk dem Unglück preisgegeben, und ich prophczeiheto, 14. Ich, die Mutter,!iahe׳mein Volk geboren und 15. gleich den jungen Fischen füllen sie nun das Meer“, lö. Die Götter in Betreff der Geister weinten mit ihr, 17. die Götter auf ihren Sitzen sassen in Trauer, 18. bedeckten ihre Lippen wegen des kommenden Unglücks, 19. Sechs Tage und (sechs) Nächte 20. verstrichen; der Wind, die Sintfluth und der Sturm nahmen gewaltig zu. . 21. Im Laufe des siebenten Tages hörte der Regen vom Himmel und die Sintfluth, 22. die wie Erdbeben* gewüthot hatte, 23. auf. Er liess das Meer austrocknen und der Wind und die Sintfluth endigten. 24. Ich (hatte) gesehen das Meer sich heftig bewegen 25. u. die ganze Menschheit der Vernichtung preisgegeben. 20. Wie Schilfrohre schwammen die Leichname. 27. Ich öffnete das Fenster uud das Lieht brach sich über meinem Antlitz. 28. es strich vorüber, ich setzte mich hin und weinte.’ 29. Ueber mein Antlitz flössen meine Thränen. 30■ Ich bemerkte die Küste am Rande des Meeres, 31• denn 12 Mass hoch erhob sich das Land. 32■ Nach dem Lande Nizir fuhr das Schiff; 33. das Gebirge von Nizir hemmte den Lauf des Schiffes, und dieses k mute darübe,r nicht hinweggleiten. 34. Am 1 .,Pag u.ani 2.Tag (war) dasGebirge von Nizirdasselbe, 35• am 3. und 4. Tag war das Gebirge von Nizir dasselbe, 30• am 0. und 7. Tag war das Gebirge von Nizir dasselbe, 37• im Laufe des 7. Tages 38• schickt(‘ ich eine Taube aus und sie flog fort. Die Taube flog hin und her und kehrte, 39. da sie keinen Ruheplatz linden konnte, zurück. 40. Ich schickteeineSchwalbeaus find sieflog fort und kehrte, 41. Da sie keinen Ruheplatz (luden konnte, zurück. 42. Ich schickte aus einen Raben und er flog wog. 43. Der Rabe flog weg und er sah die Leichen auf dem Wasser und 44. er verzehrte davon und schwamm und wunderte fort und kehrte nicht wieder. 45. Ich schickte (sodann die Thiere) fort nach den vier Winden und goss dann eine Libation aus, 40■ Ich bauet(* einen Altar auf den Gipfel des Berges, 47. ich nahm je 7 Krüge mit Wein (?), 48. auf den Boden derselben legte ich Schilfrohr, Fichtenblätter und Gewürze. 49. Die Götter versammelten sich bei dessen hellem Brande, 50. Wie Fliegen versammelten sieh die Götter um das Opfer*). Den Schluss der diitlen (.'olumne bilden noch einige ahgebrochene und unverständliche /eilen._ Inhalt der No. '2. Wi88enschaftllche Aufsätze: Die Bezeichnungen der pentuteuchischcn Gesetze. Von Knbh Dr. A. Gordon. — Der l’entateuehcomincntur des Xnchmunidea. 11. Von Knbb. Dr. M. Ruh mer.— Randbemerkungen zur 1'eniutench Uebersetzung des Oukelog. Von Rabli. Dr. I. Deutsch. Schnitzer in neueren Schriften über jüdische Litteratnr. 1. Von Dr. M. R. — Die chaidäische Erzählung der Sintllutli. Litteraturbericht. Recension: Tänzer, Dr. A., Die lteligions- Philosophie Josef Albo's nach seinem Werke ״Ikkarim“, Von I)r. lt. Seligkowitz-Cöthen. (Schluss.) Du* Erscheinen dieser Kummer hat sich durch Krankheit des Herrn Redakteurs verzögert. Druck von Leistner & Drewfs, Magdeburg. Dr. M. lia hm er, Magdeburg.

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