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Jüdisches Litteratur-Blatt · 1900-01-01 · No. 12. (1900) · p. [Seite]

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Journal
Jüdisches Litteratur-Blatt
Volume
24-25 (1900-1901)
Issue
No. 12. (1900)
Date
1900-01-01
Page
[Seite] (sequence 1)
Language
German
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No. 12. -1900. Jüdisches Jahrg. XXIY. Litteratur-Blatt. Zur ll<‘l(1׳u>htuuK »)Irr .h1«i<*ml11t1n und Judfji i1Wn*tVon«i«*n liu<*rHrN<‘hpn Kr- ווn^4>n!mf dot» (t«*l>ictr d* r 1*11110• sophh*. Ktliiitiurnphi»*, T11t*olojHt‘, nnVninlm. Kxi*1d־ml Homiletik, Utiirv'ik und l*iid»K0uik. V era11t wovt licl 1er Redu eteur: Rabbiner 1)1\ M. l{u Inner in Magdeburg. Verlag mul Expedition: SiegtVic«! Croiibuch in Berlin \V. 57. Hürlior der oinsehliiuip'U l.ittenitiir, deren ltes|.|eehum.r ln diesem Hlatte tfewtin^elit wird, *1\\יי«• Hriefe und Matmskr,ipte -in«1 uti di« K e d a e 11 o n , I n s e r n l «* u. Hei!11«en an di«• K x p e ♦ d i t i •> 1t frau eo eiu/.u^en«len. ״ *ימתJüdische Litteratur-Blatt“ erselieint monatlich im t'mfnnjre eines 1rany«*n H«»r<*11s und kostet lud allen Htiehhnmllumren l«nl«־r liei direktem He/.iiKU «tureh SieRf1i«־«l ('ronhiieh in r»erlin W. 571 vierteljiihrlieh eine Mark. — IMe Almnneiden der in demsellHMi Verlage erseiieineuden ״Israelitischen Wochenschrift“ (Ketlm ieiir M. A. Klausner), wehdie hei allen!,«•stanstalten und Ihnddumdlunpen vierteljiihrlieh 2.50 M. kostet, erhalten «las ,,,linUsrhe Uttfratnr-Hlatt“ als Qratis-Heila1;e. — Inserate wenlen mit 30 Pfg. «lie vienrespultem• Zeile hereehnet und sind an «lie Kxpe«ÜU«>n in herlin /u *«,ml*•». PT* Unbefugter Nachdruck aus diesem Blatte ist nicht gestattet. *BQ Die Regierungszeit der Königin Saiome Alexandra u. Simon ben Schetach. Von Knhhiner Dr. Inunnntul Deutseh. IV. (l'i)i'tsetzimK statt Srliiuss.l l'nsere (Quellen gehen verschiedentlich*) einen Vorfall wieder. welcher des Näheren bespricht, auf welche Weise Simon sieh zuerst die G unst Jannai's verscherzte. Dreihundert Nasiräer -- heriehten unsere Quellen ~ waren vor Simon heil Schetach erschienen. 11m sieh durch ihn das Gelübde der Enthaltsamkeit auflösen zu lassen. Sollte ein Nasiräergelübde als endj׳׳ülti«r aufgehoben gelten, so erheischte es vom betreffenden Nasiräer drei Opfer. Demgemäss hätten die •'!()0 Nasiräer eigentlich!)00 Opfer darbringon müssen. Es stellte sieh aber heraus, dass 150 auf leichtfertige Weise das Gelübde der Enthaltsamkeit auf sieh genominell hatten. Diese bedurften, um von ihrem Geliibde frei besprochen zu werden, gar nicht der Opfer. Es genügte vielmehr, dass ein Kollegium von drei Gesetzeskundigen zusammentrat, welches einfach die Auflösiing des Gelübdes aussprach. Somit waren in diesem Falle im Ganzen 450 Opfer zu bringen. Was that Simon ben Schetach V Er begab sich zum König Janiiai und stellte ihm die Sache so dar, als oh alle 300 Nasiräer Opferthiere brauchten. ״Gieb du die Hälfte" — schlug er ihm vor - ,.und ich will für die andere Hälfte sorgen.“ Nachträglich erfuhr Jaimai den wahren Such verhalt und er sah ein. dass er wider seinen Willen für die Anzahl von 450 Opferthieren Sorge getragen hatte. * Simon Vien Schetach fürchtete den Zorn des Königs und entfloh. Nur Salome, die Schwester Simon s, wusste um seinen Aufenthaltsort׳. Nach längerer Zeit speisten vornehme Part her bei Jannai. Sie vermissten da den Simon ben Schetach, welchen sie hei einer friiheien Gelegenheit um Hofe Jannai's kennen gelernt und wegen seiner Weissheit lieh- *) .lenisihalmi He111־el1<1t VII, lp. 111), jrrusch, Nnsir V, fi׳p. ß-lb, Midrasch Hcrescliitli rahbnli e. X(‘I, Midrasch Kolielctli VII, 11: l>al>li lterachoth •ISa mir fraumcntarisrh mul triimnici'halt erlialtca. gewonnen hatten. Die Parther äusserten den Wunsch, mit Simon zusammen zu kommen, und der König fühlte sich veranlasst, ihrem Wunsche zu willfahren. Da eher mir die Königin den Versteck ihres Bruders kannte, liess sie sich, von ihrem Gemälde erst Wort und Siegelring zum Pfände ein legen, dass Jannai nicht mehr gewillt sei, dem Simon Hass nachzutragen wegen der Täuschung, die er sich gegen ihn hei dem Vorfälle mit den Nasiräern erlaubt hatte. Simon heil Schetach erschien und nahm zwischen dem Könige und der Köni'dn Platz. Vom Könige Jannai über sein Verhalten in der Nasiräerungelegenheit zur Rede gestellt, gab Simon zur Antwort: ..Wir haben in der That Beide zur Hälfte für die Nasiräer Sorge getragen, du vormittelst deines Geldes, ich vermöge meiner Gesetzeskünde“. Von Jaimai ferner darauf aufmerksam gemacht, welche seltene Ehre und Auszeichnung ihm zu Tlieil geworden sei, da man ihn unbedenklich zwischen dem König und der Königin habe den Sitz eiimelurten lassen, entgegnete er: .,Nicht mich ehrest du, sondern die Lehre, welcher ich diene; denn nur sie allein hefäliigt mich, diese Ehre in Anspruch nehmen zu können‘‘. Wichtiger als dieses ist der Sieg des pharisäischen Principes, welcher schon in diesen Tagen dem Simon vollständig gelang. Man ersieht daraus, dass auch die Sadducüer Traditionen ansgebildet haben müssen, zu deren näherer Begründung auch sie sieh auf die Schriftliehe Lehre zu berufen suchten. Das Megilat Taanit*) kündigt nämlich in seinem zelmlen Kapitel unter dem Datum des 28. Tebeth einen pharisäischen Gedenk- und Freudentug an. A11 diesem Tage habe die (phurisiiische) Genossenschaft die Richterpliitze besetzt. Das Scliolion erklärt diesen Gedenktag dahin: Die Synhedriulstelien seien durchgängig von Sadduzäern besetzt gewesen, welche häufig in Anwesenheit des Königs Jaimai und seiner Gemahlin Salome hätten Recht sprechen müssen. Nur Simon ben Schetach sei das einzige pharisäische Mitglied dieses saddueäiselien Svnliedrion's gewesen. Durch verfängliche Fragen habe Simon die saddueäiselien Synhcdristen in Gegenwart des königlichen Paares oft in die Enge getrieben und ~ ע,ד!«. Tnaii. c. x. בעשרים ושטנה בטבת יתיבא בנישתא על דעא.

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