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Das jüdische Literaturblatt · 1893-06-16 · N° 25. (16.6.1893) · p. Seite 98

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Journal
Das jüdische Literaturblatt
Volume
22 (1893)
Issue
N° 25. (16.6.1893)
Date
1893-06-16
Page
Seite 98 (sequence 4)
Language
German
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E< ist für uns nun ein Leichtes,;iticli in כררהביה IV. 118. 5 (in ק־אהי יה ist. wie die 3Iasorah ausd 1׳ ii <• k 1 i 011 bemerkt, das ה dageschirt1). wie auch in dem vorerwähnten ירידיה, das die 3Iasorah nleichfälls י licht mit 3lappi(|-T!ö schreibt, in der Endung יה das Nit'tix der 1.!,er-־, (..mein”) festzustellen. Hei הללויה wäre (in einer besonderen l'ntersuchung) zwisriien הללויה ..mein Lobgesangה, .״ ..ein Lobgesang“ und הללו יה ׳!..reiset .Iah“ zu unterscheiden und gleichzeitig festzttstellen, inwiefern auch sonst יה Abkürzung des Tetragramms oder Suftix res!!. .Nominal-l’dldung ist. Kür .jetzt möge es genügen, ein ,.nettes“ Stiftix naehgewiesett zu haben. Recensionen. Sclnvarzfeld, 31. Ainmr jientru Israeliti, eu un su!׳liment calendaristie!!e anttl 56;‘>3! 1892-1898). (Anul al XV-lea). Hucuresti 1898, Wiegand & Savritt 8", VI11 und 192 pag. —8 Lei. Schon Lei der Besprechung des vorigen Jahres- Landes (in Nr. 7. d. BIA hoben wir das Verdienst 310'ise Schwarzfelds hervor, der mit seltener Begeisterung für das rumänische Judenthuni so thatig ist. Sein Jahrbneli ist ein Schatz und ein wahres Ereigniss in unserer so armen rumänischen, speziell ,jüdischen Literatur. Auch der diesjährige Hand zeichnet sich durch eine Leihe von Arbeiten aus, für die wir den Verfassern 1 hink und Lob zugleich schulden. Der greise X. Frankel (Jassy) analysirt die l.'nterschiede, zwischen ״Helenentlium und Judenthum“, und zeigt, dass und wodurch das Judenthuni viel idealer ist. — .1. H. Fior 'י schildert die Vorgänge der ״Gleichberechtigung der Juden in England“. es ist dies eine Arbeit, die ernstes Quellenstudium zeigt und unserem .jungen, vor mehreren Jahren ans Rumänien ausgewiesenen Glaubensgenossen zur Klire gereicht. — Aurelia Türen )Hucuresti) bietet interessante ״Juristische Skizzen“, die über drei der wichtigsten, für die politische Lage der Juden hochwichtigen Punkte handelt (,.Heiniathslos und die doppelte Nationalität“: ״Fremde (i. e. Juden! und die Militär-!)dicht••: ״Krbrecht und Landbesitz“. — Juden werden in Rumänien als ״Ferinde“ behandelt, müssen aber der!Militürpdicht genügen und können keinen Landbesitz erwerben). — Von Wilhelm Schwarzfeld sind einige ,. l'ntersuc׳Innungen auf dem Gebiete der hebräischen Grammatik••. — Dr. 31. Gaster (London) beschreibt, wohl zum ersten Male, die ״jüdisch spanische Volksliteratur״. — Dr. jur. Elias Schwarz fehl (Paris) übersetzte die Biographie 1 sid0r e Loeb's, des leider so früh verstorbenen Secretärs der Alliance in Paris, die der Feder des Grossrabbiners von Frankreich, Zadok Kahn, entstammt. Beigegeben ist Loeb's Bihiniss. — 31. Schwarz fehl (Bucuresti) veröffentlicht eine schöne Abhandlung über ״das Pantoffelmürchen bei den Juden, Rumänen und den übrigen Völkern“, das nichts anderes ist. als das deutsche Aschenputtel. — Von schöngeistigen Arbeiten erwähnen wir Karl Emil Franzos' ..Kind der Sühne“, übersetzt von Dr. jur. Adolf Last (Suczawa: H ei nricli He i 11 es ״Belsazar“, übersetzt von einem Rumänen, X. Sc. heieti; 1'at uIle 31 ende's Gedicht, ״Vaterland“ und Ludwig August Frankls ,..luden und Zigeuner“ übersetzt von dem Rumänen G. D. Pencioi 11: Jon Catina’s, eines rumänischen Sozialisten und .Tudenfreundes Gedicht ״Brief an eitlen ף In נמיחב*ת ist ה nach llaer z. St. raplie, eben?״ in 1,XX. Juden“, und einige treuliche Epigramme u.iMivs g'eistvollen Glaubensgenossen B. Giordaiio (Jassy). _ Die Rubrik ״Varia“ enthält vier kleine Beitrage: ״Heinrieh Heim■ als Retlex des jüdischen Geistes״ von einem Anonymus; ..Samuel Jloses Fuhr״, ein Nekrolog von Adolt Wahrmann (Bottuschan.vi: ״Die Fremden nach der mosaischen Gesetzgebung“ von W il h. Sc h war/- teld, und eine Notiz ״Vasile Alecsandri ein Jude!“ (Alecsandri, der vor kurzem gestorben ist, war ein bedeutender Dichter und Politiker — zuletzt bevollmäch־ tigter 3Iinister Rumäniens in Paris —. dessen Judenhass keine Grenzen kannte : aus Processacten wird nun dargethan, dass er der Sohn eines getauften Juden gewesen sei. רהדסיך ודהריניך דרך יצאו). Die. ״verschiedenen Notizen“ enthalten Neuigkeiten aus dem geistigen Leben der Juden in Rumänien. Den Schluss bildet eine Nekrnlogie, die den Tod X. Popper's, Dr. 111 ed. Sigmund Steiners Dr. 111 ed .1. Kalisr lier's und 31. E. Fi 11k el st eins beklagt, es waren hervorragende 31ä11ner des rumänischen Judenthums. Dr. HArsu. Die Bekämpfung; der Sozialdemokratie durch den jüdischen Religionsunterieht. Von H. Reuss- Neustadtgödens (Selbstverlag) 1898. Ausgehend von dem Kaiserlichen Erlasse vom 1. 3Iai 1889, nach welchem der Schule die Aufgabe zugesprechen wird, der Ausbreitung sozialistischer und kommuiiistischer Ideen entgegen zu wirken — hat Verf. in geschickter, fachmännischer und origineller Weise gezeigt, wie die in jener Ordre den christlich eil Schulen zugewiesene Aufgabe auch beim jüdischen Religionsunterricht erfüllt weiden kann und muss. Zu diesem Zwecke stellt er die Lehren der Sozialdemokratie denen der heil. Schrift einander gegenüber und wie nicht anders zu erwarten, erringen diese über jene einen glänzenden Sieg, der bei zielbewusster Unterweisung vom Papier auf das Leben übertragen werden kann. Störend wirkt in dem Schriftchen nur die aus vielleicht überwallendem Patriotismus, dem Ton der Zeit Rechnung tragend, etwas wegwerfende Behandlung der Sozialdemokratie, welche sich nicht nur auf das Gegebene in dieser Partei beschränkt, sondern auch auf das mutmassliche Wollen derselben erstreckt. So sagt der Verf. beispielsweise: ״Die Sozialdemokratie aber erklärt die Religion für Privatsache, mit der sich jeder nach Gutdünken ablinden könne“ — und folgert daraus: ״Sie will also vorläufig duldsam genug sein, sie nicht direkt zu perhorresciren. Aber auch das müsste und würde sie konseiiuenter Weise tliun, wenn sie nicht Rücksicht nähme auf den mächtigen Rückhalt, der die Religion im Herzen der grossen 3lel11i1eit des 3’olkes hat.“ Diese Insinuation ist nicht ganz richtig und auch gefährlich; unrichtig, weil diese Partei an Aufrichtigkeit und Rücksichtslosigkeit das Denkensmöglichste leistet, aber auch gefährlich, weil wir dadurch eine3Iethode der Beurt.heilung gutheissen würden, welche unsere Gegner gegen uns in Anwendung bringen. Doch davon abgesehen, bleibt genug objective Behandlungsweise in der Schrift übrig, dass den Behörden gegenüber, als Zeugniss dienen kann, wie der jüdische Religionsunterricht unverdient als Aschenbrödel behandelt wird, der sehr wohl in der Lage ist, allen modernen Anforderungen an die religiöse Erzie- Innig der Jugend gerecht zu werden; ganz besonders verdienen es die pädagogischen Winke nach dieser Riehtung, dass die Schrift in weiten Kreisen Beachtung finde, sie wird in Händen eines tüchtigen Lehrers unter allen Umständen segensreich wirken. Dr. S.-C. \>ra)1nv״vrl.!{eilactenr Pr. )lahmer. Magüelmrtr. Bruck Friedrich li;1־o l׳e .1i <'״. Magdeburg. Verlag Kot. Kriese. Leiji/.i!׳. 822^

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