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Jüdisches Litteratur-Blatt · 1893-04-01 · N° 14-15. (1.4.1893) · p. Seite 58

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Journal
Jüdisches Litteratur-Blatt
Volume
22 (1893)
Issue
N° 14-15. (1.4.1893)
Date
1893-04-01
Page
Seite 58 (sequence 6)
Language
German
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Litt er arische Notizen. :.S — Warnm beten die Joden mit bedecktem Hoopte! Nach einem Artikel in ״Jewish Clironiole“ hat Rev. Dr. Ga st er 3 Gründe angegeben aus welchen die Juden beim Beten das Haupt bedecken: 1. Aaron trug eine Kopfbedeckung (מצנפת)• (Warum Aaron allein? Alle JPr׳ester trugen eine solche. Exod. 28,40): 2. Die römischen ■Sklaven gingen barhaupt, die Juden wollten daher nicht als Sklaven erscheinen; 3. Jesus lehrte seine Schüler barhaupt zu beten, um sich hierdurch von den Juden zu unterscheiden. Dieser letzte Grund wurde als der wichtigste von den den dreien angeführt; ich muss jedoch gestehen, keinen derselben einznsehen Die Christen mögen einen Grund gehabt haben, unbedeckten Hauptes zu beten; aber warum mögen die Juden schon vor der Gehurt Jesu die Gewohnheit gehabt haben, das Haupt zu bedeckenr Mir scheint deshalb, dass es richtiger gewesen wäre, statt nach den Gründen tür eine jüdische Tradition indem heidnischen Rom und im Heilen Testamente zu suchen, sich nach denselben im Talmud umzusehen. Die3er erzählt: Ein Jude begegnete 2 Gelehrten, ohne sein Ilanpt zu bedecken. Da sagte einer zum andern: .Wie unverschämt ist. doch dieser Mensch, dass er in unserer Nähe nicht einmal das Haupt b״deckt?“ Hierauf entgegnen der andere: ״Vielleicht kommt er aus der Stadt Mechasia (in BabylonienI, wo die Lento mit den (Jelehrten sehr vertrant nmgehen, er ist daher nicht gewohnt, uns Ehrenbezeugungen zu erweisen." (Kiddnschm 3'Ja.) Hieraus folgt also, 1. dass die luden (wenigstens in Baby• lonienjauf derStrasse barhaupt zu gehen pllegter!: wahrscheinlich war ihnen die Gewohnheit der römischen Sklaven unbekannt: 2. dass es einem llöhern gegenüber als Zeichen der Ehrerbiotung galt, in dessen Nähe das Haupt, zu bedecken und 3. dass die Juden in Folge dessen verpflichtet sind, vor Gott, also heim Gebete, das Haupt zu bedeckcu. Dr. K ah bino w icz-London. Paris. Der berühmte Professor der orientalischen Sprachen Joseph Halevy. ist aus der Redaction der .,societe des etudes jui ■ es“ ausgetreten und hat eine eigene Zeitschrift tür Epigraphie und alte Geschichte — die ״revue seraitique ‘ — gegründet, dieselbe erscheint vierteljährlich. Paris, Die , revue des deux mondev' vom 15. März, enthält aus den nachgelassenen Schritten Ronans einen Aufsatz ״Die Juden unter griechischer Herrschaft". Besonders neue Gesichtspunkte enthüllt dor Verfasser nicht in dieser Arbeit. Graetz' ״Dauer der gewaltsamen Hellonisirung‘‘ hat das alles schon gesagt, nur mit dem Unterschiede, dass Graetz in seiner Monographie Partei für die verfolgte Religion, Renan Partei für die Verfolger nimmt. Die Psalmen 11, 74, 7!l und 83 hält Benan für makkabüisch, und er glaubt, dass die Idee der Unsterblichkeit der Seele hei den Juden um diese Zeit entstanden sei. Paris. Zum Nachfolger Renans ist seitens der Profes oren vom College de France Herr Berger, Mitglu*'. des Institutes, tür den LGirstuhl des lieb äis’hen, Chaldäisonm und Syrischen in rschlag gebracht. In gewohnter Vielseitigkeit präsentirt sich die neueste Nummer der beliebten praktischen illustrirteu Fraueuzeitnng ,!Mode nnd IIan«“. Das es möglich ist für eitlen so niedrigen Vieteljahrspreis von 1 M. resp. 1* t M. vietel'ährlich (letzterer Preis schliesst Lieferung der Colonts ein) so Vieles und Gutes zu bieten, hat schon manches Kopfzerbrechen namentlich seitens der Verleger ähnlicher Blätter veranlasst. Doch das Factum ist doch einmal da zum Nutzen des Publikums, das aus Concurrenzbestrebungen immer Vortheil zieht. Abonnements auf die weitverbretetste illustrirte Zeitschrift ״Modo und Haus“ bei allen Buchhandlungen und Postanstalten. Die bereits erschienenen Nummern werden auf Wunsch kostenfrei nachgeliefert Wirklich Werthvolles lür alle Familienmitglieder bietet die tür jede Haust rau unentbehrliche ganz ohne Coiicurrenz dastehende ,,Kliinirirte Wändie-Zeitnii«.“ Man muss das Blatt einsehen — jede Bucbnandlung verabtolgt kostenfreie Probenummern — um die nützliche Vielseitigkeit der bereits 50,0110 treue Abonnenten zählenden Zeitschriit selbst testzustellen. Wäsche, dazu verwendbare Handarbeiten, Kinderconfection im Hause, Schnitte tür mühelose Selbstantertigung der Wäsche. Kinderkleider etc. etc. sind in der ״Illustrirten Wäsche- Zeitung“ in Hülle und Fülle vorhanden. Und das Alles tür den niedrigen Vierteljahrspreis von HO Pf. Mau abounirt auf die ״Illustrirte Wäsche-Zeitung“ hei allen Buchhandlungen und Postanstalten. Als Abwehr gegen die Cholera. Es ist schon viel geschrieben worden über dis Haupt Verbreiter der Kommabacillen in der Choleraepidemie, aber es ist bis heute einer der ersten Verbreiter ohne Erwähnung gevlieben und dieser ist die IlsH-Gahel. Das Putzen sowie Reinigen der Essgabeln ist msbesot.dere zwischen den Zinken umständlich und 6• folgt daher auch sehr oft in ungenügender Weise. Das Beheben dieses Uebelstandes ist nunmehr eireicht durch eine Epoche machende Erfindung. Dieselbe besteht in einer Neuerung — bewegliche Zinken —, w e uns d r Erfinder und alleiwge Patentinh■her. Herr Georg Klix, Dresden, Johann-Georgen-Allee 31, mittl.eiÄ. welche an und für sich von der bisher gebräuchlichen Konst® ction einer Essgabel kaum sichtbar ab weicht und eben zu einer b quomet und griiud i heu Reinigung der Zinken führt. Die ganze Handhabung geht mit grösster Leichtig-eit vor sieb. Dieser neue Artikel, wsl her in den g össten Staaten von Europa sowie in Amerika bereits patentirt. ist. wurde zunächst in acht Modellen (Stahl und Neusilber) angefertigt Sollt*n si h hierfür Interessentenfind•n,so ertheilt aut gefällige Anträge der Patentbesitzer jede gewünschte Auskunft,_ Anzeigen ln meineiu \erlüge neu erschienen : הגדה של פסה Pessach - Hagada heransgegeben von l»r. S. May- Imiim, Rabbiner 16.־ jü iischeu Gemeinde zu Berlin Preis 50 Pfg. B. Weisstock’s Buchhantll. Berlin, Neue Friedrich-Str. 67. (V>ebcu!ißfrtft für Giitflcfcfltictc בי־ כצור׳ (Sonjiimaiib), (pjcljm.idüoU in (ViolD־ u. Srti'.unr^Dutrf au( jeinfüm, 1ucif;e1n .finrtoiU'apiev a114ge)iit)1׳t. B'eic pro £ut(cnP 5,00 '.Warf, (finjflprcie 5 50 Bei fliüjiorcm Bnnicbe,utqe be־ beutenb.' BreiSenmtfiiquiiq. Mf* Ter Bertrich inävc für bie iierron Jtultn-JbramtcH bejoitber-5 lolpicno. Ö8־iö .1. Arndt, _Burtibnuferei. 'Bromücrq. otn Beviugc ט tut 2• jvifdn'i, 'Berlin, (yu'beujn11 .׳, erfdtieit joebeti: 38cljrt £urfj! Ofin Itlalinutort an fric Juixn Bon ,y. äilltmt. 'Kit einem ojjeneit Biicjc öev jyvnu Baronin B. b Sutturr an beit Beijaijer. 58t>fi| Br«iv SO Bf fjauinn an hie ^ntifmiltdi Bon g.|I. gttargolieo in iiiibeef. (Der ISrtrafl &icfer deinen ädirijt ijt für ben ״Bevein jur Bbioeln־ bei! 'llnlijeir.itiämue״ in Berlin beftimmt uttb mirb erjndtt, ben 'Jirei-S bajür, bev beliebig ift, biveft an biejeti, Berlin,''.'iafibebnvgerjtr. 13,ein jujenb. יי HALL“ Modell Beste : SchreibniuBohine י der Welt! Aun- V weclmelbare Ty- י peuplatteu.iU) ver* schied. Schriften uud Sprachen. Kein Tintenband daher unerreicht schöne u. klare Schritt. Ohne Obuii(; iserort erlernbar. 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