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Jüdisches Litteratur-Blatt · 1893-03-17 · N° 12. (17.3.1893) · p. Seite 46

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Journal
Jüdisches Litteratur-Blatt
Volume
22 (1893)
Issue
N° 12. (17.3.1893)
Date
1893-03-17
Page
Seite 46 (sequence 2)
Language
German
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— 46 B nd 4 Fürsten (3G.17); sonach von den letzteren Beiden je 7 Kinder snd 1 Fürsten. — Diese 4x7 genuinen Descendenten lebten und herrschten im Lande Edom und werden dem Lande Kanaan muertheilt, dem Gebut tslande der hethischen Frauen (36,34).“ , So weit der Verfasser. | Nach Gen. 26,84 heirathet Esau 2 h ethische Frauen Judith, Tochter B’eri’s und Basmath, Tochter Elon’s. ן Als er aber sah, dass sie seinem Vater miss• [ fielen, nahm er sich neben seinen bisherigen Weibern j noch Alachalath, Tochter Ismaels, zur Frau (28,9).! Wenn man demgegenüber die Angaben prüft, die ן Geu. 86 gegeben werden, so muss man zunächst be• 1 achten, dass auch hier drei Frauen Esau’s genannt sind, allerdings mit anderen Namen. Schon der j Midrasch hat es versucht, die Namen zu identi- 1 ficiren. [Man findet Alles in derPesiktha sutrat.ha (ed. Buber) zusammengestellt; nur ist daselbst im Texte, p. 92a ZI. 7 zu lesen: *יהודית בת באר ] Freilich wird es (vorläufig) noch schwer halten, die Namen vollständig zu ideutifieiren; aber Ankläuge an ihre Gleichnamigkeit sind vorhanden: So gilt Judith, ן Toohter B’eri’s, und Oholibama, Tochter Ana’s, 1 als ein und dieselbe Persou, da ״) בארBrunnen“) und עגה (von ״ ע*ןQuelle“) gleichbedeutend sind. In diesem Sinne könnte man auoh die Gleichstellung von Ada, Toohter Elon’s, mit Basmath, Tochter Elon’s, deuten, wenn man dem Worte כשמת (von ״ כשםGewürz, Parlüm“) eine ähnliche Bedeutung, wie dem Namen עדה (von עדי ,Schmuck, Putz“) viudizirt; beides würde dann ״Pu‘tzsüohtige“ bedeuten. Auch für die Identiäcirung der Nameu der 3., ismaelitisoheu Frau Esau’s (für die auch Rase hi nach Midr. Sch’muel eint.ritt — vgl. jedoch sohon Gen. rabb. Cap. 67 Ende) liesse sich etwas geltend machen, wenn auch nicht im Sinne des Midrasch. Der S a m a r i t. hat übrigens stets מחלת beibehalten. Die Doppelnamigkeit, resp. Umnennuug der Weiber Esau’s j ist bereits mehrfach behauptet worden. Vgl. bes. zu Geu. 4,19 Di 11 mann Genesis ' S. lüü —Wollen ( wir uns aber darüber Klarheit verschaffen, wie es kam, dass die Nameu in dem bib ischen Berichte wechseln, so dürfen wir annehmen, dass ihm über die esavische! Familie verschiedene Berichte Vorlagen, oder vielmehr j dass er mitAbsioht verschiedene Angaben maoht.; Die erste bezieht sich wohl auf philistäische Sprach-; Verhältnisse, wo damals Isaak, Esau’s Vater, weilte, J die letztere auf das nördlich gelegene Kanaan, wo sich Esau von seinem Bruder trennte, um Kanaan zu verlassen und sich im Se'ir-Hooklande auzusiedeln (36,7). Dass wir hier eine uralte, aber auf spätere Zeitverhältuisse oder authentischen Angaben über sie zurückgehende Spezificatiou vor uns haben, dürfte vielleicht daduroh zu erhärten sein, dass hier bereits der u mf a8send e N ame de r C he t a’s in den zwiefachen der Cheta’s und Chiwa’s zerlegt wird (36,2). Vielleicht wird die Geschichte der Cheta’s, deren Forschung jatst erst beginnt, weiteres Licht auoh in diese Angelegenheit bringen, 'in ist nioht wie D i 11 m a u n (die Genesis, 6. Aufl. 1892, S. 383) annimmt, ein Schreibfehler für deu weiter genannten חרי (trotz LXX zu Jos. 9,7), sondern nur ein aus localen Rüoksichten geändertes Eponymon. Was nun die Genealogie anlangt, so reicht der erste Bericht von 36,1—5. Er zählt Esau’s Nachkommenschaft in Kanaan auf: Von Ada — Elipbas, von Basmath — Reuel, von Oholibama — Jeusch, Jaloin und Korach; zusammen ö Söhne. Da für die Giündung neuer ״Majorate“ das Lund nicht ausreichte, zog Esau nach dem Hochlaude Se'ir. Dort brei.ete .-ich auch seine Familie aus: Von Elifas — 5 resp. 6 Söhne (v. 11. 12); von Röuel: 4 (13) — Nachkommen der Ada und Basmath die, da sie jetzt Land hatten, sich zu getrennten Namensfürsten ausbildeten (15. 16. 17.). Sie blieben in dem Landestheile, der den speciellen Namen ״Edom“ führte; bei beiden wird bemerkt (16. 17.) בארץ אדום. — Wie (▼. 16) ein Stammesfürst Korach unter die Nachkommen des Elifas gerathen ist — er fehlt nicht nur im Samar. (Dill mann z. St.), sondern auoh 1. Chron. 1,36, wo aber unter den Söhnen des Elif. תמנע (eig. Frauenname, Mutter des Amalek n. G attin | des Elifas) genannt wird [nach Pes. sutr. zu 36,22 " ist gerade deshalb vv. 12 und 22 der Zusatz פילגש und אחות gegeben, um diese Namen von dem der Mannesperson zn unterscheiden, die als Sohn des Elifas in 1 Chrou. vorkommt; merkwürdiger Weise stehen aber die betr. Zusätze nicht 1 Chron., sondern Gen., wo von einem Manne *.תמני nicht die Rede ist] — ist allerdings schwer zu unterscheiden. Man beachte jedoch Folgendes: Pes. sutr. zu 36,22 tritt ganz energisch mit der Behauptung auf] dass dieser Korach nioht der Sohn der Oholibama sei, sondern der Sohn des Elifas, uud zwar sei er identisch mit תמגע (1 Chron.). Man sieht sich daher veranlasst, darauf zu achten, dass die Masor&h hinter 36,12) ותמנע) ein P&8eq gesetzt hat, um die Identificirung von mp und תמנע zu ermöglichen. Dieses ist dann noch als zu v. 11 gehörig zu rechnen, während v. 12 zu übersetzen wäre: ״Ein (unbekanntes) Kebsweib hatte Elifas . . .“, (daher wohl Pes. sutr. zu 36,12 Ende: ודתה פילנש ולא זכר שמה). In Pes. sutr. wird auch etymologisch die Identificirung von תמנע und קרח versucht. — Wenn nun von den Söhnen der chiwitisohen resp. choritischen Oholibama eigentlich kein Wohnsitz angegeben wird, so beruht dies eben darauf, dass sie sich wahrscheinlich mit den Choritern, denen sie mütterlicherseits verwandt waren, vermischten. Darum wird auch die Genealogie der B’ne Se'ir nur bis zu d e m Geschlechteiortgeführt, dem Esaus 3.Frau angehörte (v. 25).Dies wird bei sorgfältigerPrüfung auoh daraus ersiehtlieh, dass jetzt das Land der B’ne Seir zum Lande Edom gerechnet wird (v. 21) — wohl mit Bezug auf vv. 8 und 9 — während v. 20 schlechthin nur von ישב* הארץ die Rede ist. Ihr Stammland führt weiter (v. 30) den Namen ארץ שעיר, trotzdem es hinsichtlich der neuen Misohbevölkerung zu Edom gehörte. — Ob mit ארץ (v. 6 und 20) ein bestimmter Landstrich gemeint ist oder nicht (vgl. die Bezeichnung גנב), vermag ich gegenwärtig nioht zu entscheiden. — In diesem Sinne dürfte das zu rectifioiren sein, was Naumann sub B bezüglich der Naohkommen Esau’s auf dem Seir angiebt. (DieAluphimsiud nichts auderes als die vorher genannten Söhne resp. Enkel.) Schliesslioh noch ein Wort zu Gen. 36,31 (1. Chron. 1,42) einer Stelle, die bisher m. W. nioht richtig behandelt und daher für eine irrige Beweisführung gebraucht worden ist. Die Worte לצני מלך מלך hat man in dem Sinne nehmen zu solleu geglaubt, als bezögen sie sioh aut die mit Saul beginnende Königszeit. Das ist aber meines Erachtens durchaus unberechtigt. Man beaohte nur, dass bei dem angeführtenCitat, der Zusatz כארץ אדום steht, demgegenüber man die Bezeichnung בארץ ישראל resp. בארץ בגעז hätte erwarten dürfen, wenn sich die Stelle wirklioh auf eine so späte Zeit bezogen h ätte, wie mau bislang vermuthete. Wir müssen aut eine Zeit zurückgehen, iu der eben Israel noch kein festes Laud hatte. Da weisen uns, wenn wir von 1 Chron. absehen, verschiedeue Stellen darauf hin, dass unter מלך nioht gerade ein gekröntes Oberhaupt, sondern überhaupt

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