Jüdisches Litteratur-Blatt
- Journal
- Jüdisches Litteratur-Blatt
- Volume
- 22 (1893)
- Issue
- N° 3. (14.1.1893)
- Date
- 1893-01-14
- Page
- [Seite] (sequence 1)
- Language
- German
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M S. Jüdisches lahr״. XXII. Litteratur-Blatt. F»r Beleucht•■* * aller Jadeatham and Jadea hetreffeaden lltterarisehea Er- •efceluanftea •af dem tieblet« der Phil•• aapkie» Geschieht«, Ethnographie, Theolegle, Oiieatalfn, Exegese, Homiletik, Litargik a. Pidagogik. Herausgegeben Rabbiner Dr. Moritz Rahmer. Bücher dar elasohligiten Mtterator, welche der lUdaetlon aagennndt werden, fladea fn diesem Blatte eiagehende Besprecht■*. Bel Elaseadang 70a iwe! Beeeanloa•• Exemplaren erfolgt einmalig« harne <i rat!• •Insertion. , 3en 14. aJamuat 1893, Das ״Jüdische Lltteratnr-Blatt“ erscheint wöchentlich in einem halben Bogen. Preis hoi alle 1 Buchhandlungen .» Le ipzig bei Robert Friese pro Jahrgang 8 Mark. Abonnenten der ״IsraelitischenWochenschrift“ die vierteljährlich bei vllen Postens alten und Buchhandlungen 3 Mark zahlen, erhalten das ,.Jüdische Litteratur-Blatt** gratis. Inserate werden mi. *h Pf. für die gespaltene Petitzeile, Beilagen mit 20 Mark, berechnet und sind an die Expedition dieses BJattes zu sendent Buchhändler u. Lehrer, welche direct oder durch Robert Friese Inserate oinsenden, erhalte25 ״ Rabatt. Inhnll: Wissenschattliche Aufsätze: Zwei Briefe von Znnz an Rapaport. Mitgetheilt von Dr. Nathan Grün in Prag. — Weltliche und theologische Studien. Ein Wort über die Ausbildung unserer Rabbiner. Von Dr. Alexander Kohut, Rabbiner inNew-York. — Eine alte Synagogenordnung. III. Das Buch des Propheten Jona. Von ltabb. Dr. Goldtahn. Li t teraturbericht: Kecension: Guttmann, Dr. J. Das Verhältnis des Thomas von Aquino zum Judenthum und zur jüdischen Littevatur. Literarische Notiz. Unbefugter Nachdruck aus diesem Blatte ist nicht gestattet. Zwei Briefe von Zunz an Rapaport. Mitgetheilt von Dr. Nathan Grün in Prag. Rapaport und Zunz, denen die Geschichte der Juden den Rnhmeskranz der Neubegriindung der Wisseusohalt des Judenthums zuerkennt, führten einen regen wissenschaftlichen Briefwechsel. Schon in der Vorrede zu seinem classischeu Wetke ״Die gottesdienstlichen Vorträge der Juden“ spricht Zunz seiuem gelehrten Freunde, dem ״trefflichen Rapaport, dessen Namen an mehr als Llü Orten sein Buch ziert“, den Dank aus ftir den dreijährigen Briefwechsel, welcher seinen Untersuchungen in raauchen Punkten so sehr förderlich gewesen. So oft Zunz die jüdische Wissen- Schaft mit einem neuen Werke bereicherte, war Rapaport einer der ersten, dem er es zusandte; wusste er doch, dass dieser mit ihm gleiobstvebende Freuud der berufeuste Beurtheiler seiner neuen Geistesschöpfuug war. Eiu solch* neues Buch war nun in der Regel der Ausgangspunkt zu einer neuen wissenschaftlichen Correspondeuz zwischen den beiden gelehrten Forschern. Zwei dieser in schöner, überaus zierlioher jüdischer Currentschrift von Zunz geschriebenen Briefe liegen mir vor, deren Veröffentlichung den Lesern dieses Blattes wegen ihres wissenschaftlichen Werthes und weil sie auch zur Charakteristik des freundschaftlichen Verhältnisses zwisohen Zuuz und Rapaport dienen, gewiss willkommeu seiu wird. 1. Brief. רכבור ירידי הרב החוקר המפורסם מהי״רר שלמה יהירה הבה רפאפורט די Hochgeehrter Herr und Freund! Indem ich mir die Ehre gebe beifolgend Ihnen mein Buch ״Die synagogale Poesie“ zu überreichen, bitte ich Sie es freuiutliph autznnehmen, nachsichtig , au beurtheilen und gelegentlich Berichtigungen und I Belehrungen zukomraen zu lassen. loh werde Gelegenheit haben dergleichen in der Fortsetzung אי״ה , anzubringen. Die Fortsetzung erinnert mich an Ihr begonnenes ערך מלין; werden wir bald die anderen אותיות erhalten?!חבל על דאבדין Wir haben eiuen geineinschaftliehen Freund verloren und der sich auch für uusare Schriften interessirt hat. — Einige הלוד□ לכפרי habe ich Luzato eingesohickt, unter andern: ,אוירות s. 375. סנהדרין ב״ב גימטריא דאת״בש s. 369. ,זהרי המה: זהרותי s. 376. ילקוט יחוקאל דף ע׳. ע״ב קירויי s. 391 נאיוץ. גטין דו S. 339. בסליחה ארכו הימים הסיוז רש״י s. 399. בסוטה ירושלמי פרק ח׳ הלכה א׳ אתוי, במדנבר רבה רנ״יא ע״א s. 411. תהלים מי״ח׳, ח׳ באינו גם בסליחה איחד צורי לרי״טע S. 417. Mehr Fehler werden Sie findeu. Der Himmel erhalte Sie gesund und frisch zur Freude Aller und besonders meiner. כ־׳ד ידידך ומבסדך י״ט Die best9n Empfehlungen namens meiner Frau. Berlin, L2. März 1855. (Alexauderstrasse 64.) 2. Brief. לאלופי וידידי הרב וההכב הגדול כמה״ורר שי״ר וער"* Hochzuehrender Freund! Je seltener jetzt eiu Brief von ihuen mioli erfreut, desto grösser ist die Freude, wenn einmal einer anlaugt. Wäre nicht meine Frau eine Woohe unwohl und ich ausserdem mannigfach beschäftigt gewesen, hätten Sie schon früher Antwort erhalten. Jedooh kanu ich nicht unterlassen mich darüber zu beklagen, dass Sie so wenig dem Freunde and fast alles nur dem Autor gönnen. Vou Ihren Freuden un i Leiden, die Sie nur audeutea, erfahre ich nichts, nichts, wie es Ihren Kindern und Enkelu geht, üud rasch muss ich daher von Ihnen weg zu den ״Ritus“ eilen. Mein Buoh habe ioh nioht für Rapaport geschrieben, auoh habe ioh aus verschiedenen Ursachen mioli kurz fassen rnüsseu, aut Bekanntes glaubte ich nicht immer zu verweisen aöthig zu haben. Ich treue mich, wenuSie einigermassen mit mir zufrieden sind und werde Eude dieses Schreibens eine Zahl Benoht’g lugen autügeu. Jetzt zu Ihren Anmerkungen: .3 .8 0׳ החנוך דפוס רפ״ג סימן ת־דנד (זכור עמלק). והנה בכל מקומות יעראל קוראים ספר ההורה בשנה אהת או בשתים או שלש י־כל הפחות. .11 .s ם׳ הפרדס דףמ״הצא, המוסיפים וגורעין ביסודות ההורה להעביר ברבת היין שד מילה והכר יורוך שהיא תקנת אנשי כנסת הגלילה וכן נמי זכרנו שבתפלה עשרת ימי תשובה ושל יוה״ב וכר.