Jüdisches Litteratur-Blatt
- Journal
- Jüdisches Litteratur-Blatt
- Volume
- 20 (1891)
- Issue
- N° 50. (10.12.1891)
- Date
- 1891-12-10
- Page
- Seite 196 (sequence 4)
- Language
- German
- Belongs to
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193 Zu S. 94 Amu. 1—2. Bezüglich der Autorschaft des R. Hoschaja hinsichtlich des Bereechith rabbah, die natürlich ebeuso wen־? den completen Midrasch ihm zuschreiben kann, wie die Mittheüung סתם ספרא ר׳ יהודה r. Jeh gegenüber, sei hier noch ausdrücklich bemerkt, dass auch R N iss im Gaon, der Schüler R. Hsi’s, ihm diesen Midrasch zuschreibt Tn der Wilnaer Talmudausgabe heisst es zu (Sabbath 36b unten): .. ובבראשית דר, אושציא, ein Citat, das sich in Ber. r. 38, 11 findet. — Etwas Aehnliches bemerkt z. 15 Raschi 11. Rabb. Gerschom (B. bathra 1»a1 zu בתוספתא שלו 1 והתנא ר׳ אושעיא In der That wird auch ein sich in Tosiphta Sabh 12,15 anonym findender Ausspruch in jerus. Sabb 10c mit תני ר׳ ד,ושדה eingeleitet. Vgl. noch u. A Sabb. 18a (bez. der Losart von אפר bez צפר) mit Tos. 1b 11, 18. S. auch Raschi zu Ber. r. (od. Wilna) 102d. Zu S 97. Der Zahlemverth von *מלאת ist nicht 180׳, sondern 4SI Di( e Angabe findet, sich im ,1111k II, z. St. (ed Wnrsc.h.', d‘e übe haupt präciser ist (in ulten Ausg § 157, in ed. Warsch. Anlg g 390 . Nach ihr gab es also, entsprechend dem Zahlenwerthe von ,מלאת — auch ׳las steht im Texte des Jalk 4B1 Synagogen in lerusalr n, von denen jede mit einer Schule tür Talmud, Mischna und Pentateuch verbunden war; alle zerstörte Vespasian -- Die Lesart des Jer. Megilla (auch Kethuboth XIII Ant. (söc — doch hier 400), nach der Bacher seinen Text g׳d1ildet hat, ist ollenhar corrunriirt und leicnt nach Jalk zu corrigiren. Im Jer. tehlt auch והחריבן am Schlüsse, (in jer. Kethub. steht irrihümlich 'בשם רב א — Zu dem Anfg des Wortlautes der hez. Mischnah in jer. Kethub "דיי מילות Vgl 1! Kethub 105a . Inieressant ist auch der ollenhar entsprechende Ausspruch des R.!losch., glri!!falls von R. Pinchas mitgetheilt, in b. K״tb 1b 105a, welcher lautet: 391 Gerichtshöfe gab es in )eresalein, ebensovieie ,Synagogen, höhete und nie lere Schulen. 'eretli verweist auf Rasclii’s Coinm. zu J, s, <;11110 an den ■To 1■ sch zu denken) Vgl noch Pesiktha de R Kali, ed Buber) 121b ׳Note 45) Es!st merkwürdig, dass Bubei, O'ivvolil er in 1’ isclii und Abart).״ •u l (zu Jes ) die Zahl 481 als in der l'cs sieh findend las und 1hmerk', dass 191■ ב1לאתי ist, dennoch überall 0« ת״פ!!eiben will. Auch den übrigen Text, der auch durch die alten Jalk.-Au;ahen bezeugt ist. will er nach Pes 11 Jer.) lindern AiizuschUe.-seii wäre hie die in Pes und Jalk folgende Deutung aus denselbei! Worte, das! unter משפט. vgl meinen Aufsatz in m Mtshl S 91 t'., die ״Misclmt׳;oth“ des R. (Jldja R 1' ■ cli und bar Kappara. zu verstehen seien Zu S 93 Amu 2. Auch in Jalk ■/. St 1 § ist als Gcwührsn nun B llos.-hija angegeben. Die vorbei gebenden Worte des R Pinchas lauteten hier W»j. r entspr! e.hend — Der nachfolgende Oontr!!vrrsent ist im .1. nicht R Joehaiian, sondern R. Jonathan Zu S 10(1 Anin. 3 Eine recht interessante Variante hat liier der Jalknt zn Ps 3, 8 Er verbindet die beiden in B׳1״ r. dem U Pinchas zitgeschriebenen Sätze, indem er den 1. einleitenden weglässt un I den (in Pes r. von ihm im Namen des r. Husch tnniii'teni 2 auf ר פנחס בע.־ ר׳ ראובן überträgt. Alsdann folgt: ר׳ פנחם בשם ר׳ אושציא אסר חמש פצמיט מקים דוד להדב יך ד־ בנגד די!.:■לביות ואחד בנני־ גו: ומנת• - Zu S. 102 A1111! 2. Jalk berichtet anonym Dort heisst es דיג״רשיס uml wird durch ממונה — direct•••״ erklärt Zu S. 103 Amu. 1. 1111 Midiasch haggado!!zu!Hw'C פ׳' wird zum Schlüsse folgender Rest einer Fabel angeführt: למה הז דומין רציף הפיי־ח לאייר ובכי* בפיו וראה צלו גדול ממנו בים השליך מד, שבפיו ליטול הגדול <וו לא נטל כלום. (Fortsetzung folgt.) Litterarisclie Notizen. Numismatische», ln ״Gründlicher und ausführlicher Berieht etc über di!• Münzen“ von Job Willibald 11 offmann, Nürnberg BISO, befind! t, sich die Abbildung eines Künigl Dänischen 8 Groschenstücks, welches seiner Prägung wegen eil; besonderes Interesse beanspruchen dürfte. Dasselbe hat einen Durchmesser von 34 min. Auf dem Avers 1 hne Randeinl'assung steht, die ganze Breite ausfüllend der •1 huchstabige Gottosmune in hebräischer Quadratschrift mit Vocalen; über demselben von Rand zu Rand in lateinischer Schrift,!las Wort ,Justus" uud nufer demselben das Wort ״judex"; unter diesem befinden sich 2 Rosetten uud zwischen diesen ein Beil. Der Revers enthält, in der Mitte ein lateinisches grosses C, welches die Zitier 4 umgiebt, mit einer Krone über demselben uud in der Randumschrift die Worto: II Mark Danske: 1641. Da um diese Zeit unter der Regierung Königs Christian IV. noch keine Juden in Dänemark wnhuten, so dürfte sich die Frage autlrängen: Welche Bewandniss hat es eigentlich mit dieser Münze, und aus welchem Grunde hat der Herrscher eines christlichen Staates statt eines Bildnisses oder Wappens den hebräischen Gottesnamen gewählt? Drei andere gleichwerthige Münzen ans der Regierungszeit der beiden Nachfolger Friedrich III und Christian IV., welche auf derselben Tafel abgebildet sind, haben aus der Bildseite das dänische Wappen mit. 8 gestreckten oder 1 springenden Löwen. Dass aof verschiedenen Schaumünzen der 4 buc11st״bige Gottesname sich findet, dürfte bekannt sein; bei einer coursirendec Verkehrsmünze eines christlichen Staates aber muss es mit dieser Prägung eine eigene Bewandtniss gehabt haben. Wem ist diese bekannt? L. Cohen-Rees a. Rh. Kalendarisches. Ein aufiallender 'rrthum findet sich in ״Der jüdische Kalender“ von Dr. Ad. Schwarz (Breslau 1872). S. 85 unter der Tabelle L heisst es: So war beispielsweise Simchath Thora des Jahres 5562. dessen Charakter 5r war, an einem Freitag — Der Charakter des Jahres 5562 war 3 R, daher Simchath Thora am Mittwoch L. C. Eine neue Bibelausgabe. Das ״Jewish Chronicle׳‘ theilt mit, dass mehrere jüdische Gelehrte, darunter zwei ausgezeichnete Talmudkenner, sich bereit erklärt haben, au der neuen Bibelausgabe mitzuwirken, deren Herausgabe von den! Professor der John Hopkins Universität Herrn Paul Haupt, geplant wird Das Unternehmen trägt einen ausgeprägt internationalen Charakter, da Amerika. England, Schottland und der europäische Contineut .'•I itarbeiter zu dem Werke stellen werden, von denen jeder die Verantwortlichkeit für seinen Antheil an der Uebersetznng übernimmt. Diese seihst wird '.n mehreren Farben gedruckt werden, um den Bibelforscher i.1!len stand zu setzen, auf den ersten Blick zu erkennen, wdche The le verschiedenen Autoren und Daten zu geschrieben sind. Die Anmerkungen werden sich hauptsächlich mit schwer verständlichen textlichen und archäologischen Ausdrücken beschattigen und eine grosse Anzahl authentischer Illus■ rationell das Verstündniss erleichtern. Aus Prag wird berichtet : Die deutsche Gesellschatt tür 'Wissenschaft, Litteratur und Kunst in Böhmon hat in ihrer Versammlung aiu 18 Novemoer auf Antrag der Abtheilung für Wissenschaf( eine Subvention im Betrage von WO Gulden für den Arabien-Reisenden Dr. Eduard Glaser beschlossen, der eine vierte For.-cimngsreise demnächst anzutreten gedenkt. Mailand. Herr Prof. A^col i von hier ist als ausländisches Mitglied der französischen .,Akademie“ der Inschriften uud schönen Wissenschaften gewählt worden TSfcaxci» J♦ *-cכ >!;x״*X u Dom (£|m111ft!־ ßieber־! für 6d)11le IJJreiS (incl. 'Jiortu) 25 uerfenbet Ölt ejrprbttlon ber $tra|lfn| ÜcudjtccI Gratis mifc $au$. 5 (äjcmplnte für l SW. 20 ״ |J, franco 34r. ttodjenfdiTtfb Verantworl. Redacteur Dr. Rah in er, Magdeburg. Druck: B 0 ndix A Hu h n (tr. D. L. Volt!) M igieburg. VerliRob. Friese, Leipzig*