Jüdisches Litteratur-Blatt
- Journal
- Jüdisches Litteratur-Blatt
- Volume
- 20 (1891)
- Issue
- N° 48. (26.11.1891)
- Date
- 1891-11-26
- Page
- Seite 188 (sequence 4)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 91% known words query
- IRI
…/6492408-5990872-5991371--2381-5369009- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
Mentioned entities
OCR text
— 188 — kämpftem Siege worden sie wieder aufgesucht!"' בפל סיעות, herrschte wieder Freiheit und Freizügigkeit. — In "V. 4 und 5 findet Verf. keinen Hinweis aut die J sinaitische Gesetzgebung, sondern die Erklärung für : die prophetische Ankündigung der Djbc . 4, 14: | הלא ד יצא לפניך, einen Hinweis auf ■ ... ''־bare 1 Mitwirkung des Herrn und seiner ' uinliscLen Heerschaaren, auf die Elementarereigm welche dem Barak zum Siege verhelfen, vergl. V. JO. Auch V. 11 . fasst der Verf. in diesem Sinne. Mit Vergleichung j von Ps. 77,18 nimmt er מחצצים als Blitzscbleuderer,! משאבים als Wolken. מנשים באהל V. 24 erklärt Verf. I als die im Stiftszelte dienstthuenden Frauen Ez. 38,8; i 1. Sam. 2,22. Ganz aggadisch ist aber die Erklärung J des Plural in תשלחנה V. 16: weil Jaöl nach dem ן frommen Vorbild jener Frauen gehandelt, so hätten { diese gewissermaassen ihre Hand geführt! Es ist | nach den Grammatikern hier und Ex. 1, 10 die .'!. j fern. sing, durch die Endsilbe נה vermehrt und da• durch bestimmter von der 2. p. masc. unterschieden; | aber durch geringe Aenderung der Punktation kann j man der Annahme einer neuen unregelmässigen Bil• düng aus dem Wege gehen: .״ תשלח|לihre Hand — nach dem Nagel streckt sie sie ans." Wir begnügen uns mit diesen wenigen Auszügen, obwohl sie nur ein schwaches Bild geben von dem reichen Inhalt des ״ Commentars “, da wir ihm viele Leser wünschen und die Anschaffung desselben durch weitere und ausführlichere Auszüge überflüssig erscheinen könnte. Burgkunstadt. Dr. J. Cohn. Die Agada der palästinensischen Auioräer. Erster Band; Vom Abschluss der Misohua bis zum Tode Jochanans. (220 bis 270 nach der gew. Zeitrechnung.) Von Dr. Wilhelm Bacher u. s. w. Besprochen von B. Königsberger. j (Fortsetzung); Zu S. 26, Anna. 5. Nicht unwahrscheinlich ist Lurja’s Correctur im Midr. r (Note 25): א ונר פי' מושך (auf Grund der von ihm Vorgefundenen Lesart: אוחז)• Aus אוגד mag de9 hiesigen Zusammenhanges wegen leicht בונד entstanden sein. — Zu S. 27, Zeile 5: Statt ״Absicht‘‘ ist wohl ״Erwartung“ cu lesen. — Zu S. 28. Ad Jes. 48,18 wäre ev. nachzutragon der Ausspruch, welcher in Berach 6a (oben)יל' יוסי בל לנינא im.Jalkut cu Ijob 18 aber 3 ל' חלנאelbst zugeschrieben wird: Wer aut seinen Genossen, der noch im Gebete steht, wartet, an dem erfüllen sich die Segnungen, welche in Jes 41,18־ ausgesprochen sind. — Zu S. 28 ein Ansspruch K. Obanina’s Sabbath 118b: Jerusalem ward nur deshalb zerstört, weil man sich scheute, seinen Nächsten zurechtzuweisen (n&cii Echa 1,6). — Zu S. 82 (nach Anm. 1). Bier wäre ein Ausspruch anzuschiiessen, den (Bainidb r. 18,7) R. Acha im Namen 1t. Ch ’s tradiit: Als Mose zur Höhe stieg, hörte er Gottes Stimme, wie Er sich mit dem Abschnitt der rothen Kuh beschäftigte und Halachoth im Namen ihrer Autoren vortrug ib. Anm. 2 Ein arges Veiseheu sdieint hier Bacher (und בם" ב auch Raschi) hinsichtlich der Stelle in Jebamoth 122a untergelauteu sein, wenn sie aus אמר לי יונתן שירא einen ״Dämon Jonathan“ hervorzaubern. Raschi selbst erschien eine solche Behauptung etwas seltsam und er erklärt: שד היה או בקי בה!• Aber mit einem ״Dämon“ Jonathan ist hier absolut nichts anzufangen, zumal auch der jer. Jebam. 15d (nicht 15b) nur von einem ל‘ יונתן zu berichten weiss Uebrigens steht im Jor. ל' חענא) Die Stelle ist vielmehr zu übersetzen: ״Mir sagte Jonathan: Ein Dämon hat einen einfachen, aber keinen Doppelschatten “ — Was Löw hierzu sagt, vermag ich augenblicklich nicht zu prüfen, da mir sein Werk (Die Lebensalter) nicht zu Gebote steht — Ich fand auch bei S. Spira, Die Eschatologie der Juden nach Talmud und Midrasch 8. 11 Anm• 1, dass so auch nach Schorr, Hechaluz VII. 8. 18 und Joel’s Emendation, Aberglaube und Judenthum, S. 32 Note 2, zu lesen wäre ib. Anm. 4. Ich erlaube mir za der hier berührten ״ Apotheosc־־ R Ch ’s (vgl. auch ל, ינאי ,ל שירא) daraut hinzuweisea. dass schon in den ältesten Zeiten griechischer Kunst in den betreffenden Kunstschulen da׳־ Bestreben herrschte, einen myth: sehen Ahnherrn anzunehmen un i ihrer Kunstrichtung ein ehr: würdiges Alter zuzusprechen, •a <lie Dactylen (von Dactylos Finger), Dadaliden (vodaiddos Kunstverständigen, Homeriden (von Homeros /uasamtnenfüger) etc. Es wirft dies ein besonderes Licht auf einen Wettstreit der betreffenden Schulen. — Wie mir Herr Dr Zimmels (M-Ostrau) auf meine Anträge schrieb, gedenkt er in d6r weiteren Behandlung der Exegese über Gen 48,40 im Magaz f. d Wiss d. Jud. aul dieses Kapitel der Kulturgeschichte einzugehen — Zu S 34, Anm. 3 Pirke R. El. Anfang Kap. 25. Was R Jannai (S. 35—47) anbetritft, so ist die Variante in Ber. r. 88,8. welche Stelle auch Bacher (S. 33 Anm 2) anführt, wohl zu beachten Hier heisst es לבית ינאי מ| לעלי,, st. ר׳ יניי מן דעלי• Auch ist der Ausdruck מן ךעלי dazu geeignet, ein לבית im Vordersätze anzunehmen. Dies könnte leicht nur a1׳t die mütterliche Abstammung binwnisen, zumal ר״י הכהן (im Tanch.) vereinzelt ist — Bez. der Familien-Ve!׳- hältnisse J.’s wäre hier zu erwühuen, dass im Ber. r Ende cap. 31 ein Sohn desselben (בליה לל' ינאי J לי שמעו) genannt wird,' der ziemlich hervorragend gewesen sein inues, da der Vater selbst ia seinem Name 1 eine Mittheilung macht. Im Jachasin (ed. Warsch. 1876, pag. 10Ib. 1 findet sien nur ein ל' ינאי בנו של ל״ש בלבי; damit dürfe R Simon b. R. Jannai gemeint sein, vielleicht identisch mit dem (ibi) l lla genannten ל״ש בל יונה. vg1. S 39 Anm. 1. — R. Jochanan war nicht nur Schüler des R. Jannai (S, 36), sondern auch besonders des im 1. Kap. behandelten K. Chan in a Dies geht deutlich aus Ber. r. 5,7 hervor, wo er bei einem Besuche bei R. Ch diesen mit לבי anredel. — Zu S 36 Anm. 7 vergl den Ausspr R. Jochanans jer. Bickurim III. (65c.) Während in Kidd. davou die Rede ist, dass ein Gelehrter vor seinem (ständigen) Lehrer nur zweimal des Tages autzustehen brauche, heisst es hier, dass ein gewöhnlicher Mensch nur zweimal vor einem |ןק sich zu erheben brauche. — Aut S. 42 wäre zu Gen 18,1 eine Erklärung R Jaunai's hinzuzutügen, die sich Ber r. 48,8 (Eide) in seinem Namen und fast in demselben Wortlaute in Pirke R El. 29 (nach Jalkut z St auch im Midr Abchir) den Worten des R. Gamlie) b. K. Jehudah I. angeschlossen ist: Als Abraham in Schmerzen lag, habe Gott — sagt R J. in die Unterwelt eia Lach gebohrt und über die Bewohner der ganzen We't titr einen Augenblick eine grosse Glut verbreitet, indem Er sprach: Sollten etwa die Frommen in Schmerzen sich wälzen, während die übrigen Geschöpfe von ihnen frei sind(Die Wärme lindert nämlich den Schmerz, vgl. Sabb. 1311. — Zu S. 45 Anm. 4. Im Jalkut z. St. § 130 findet sich die correcteste Lesart; hier ist obiger Schlusssatz anonym angeschlossen, und statt des לבי ל, ינאי im Ber r. und jer. Berach. IX Antg Halacli. 5 steht imJalk. kurz ר ינאי. (Forts folgt ) Anzeigen. Durch den Verfasser zu beziehen ist das soeben erschienene Buch: מורה ררך בארץ ישראל וסוריא Der Führer nach und durch Palästina und Syrien Von A. M. Luncz in Jerusalem. 300 Seiten. Preis gut geb 1 Rub. (—3 Frcs) Wiederverkäufe™ Rabatt. Dieser inhaltreicbe und recht practische Rathgeber und Wegweiser ist allen nach Palästina Reisenden — ganz besondersdenruss Auswanderern — aut’s Angelegentlichste zu empfählen, [5166 lm Selbstverläge des Verfass•׳• ist erschienen und durch denselben zu beziehen: MeuHrJUi 7tes Wirken. Eins Festbelrach:u.1g von Bernhard Königsberger Kattowita O-S Preis SO Pf. [5163 3-4 Tho aroileo | sehr gut «1 halten, verkaufen wir preiswert!!. Corporations-Turstand iu Tirschtiegel. — Gesammelte Scürnten von Ludwig Philippson. Herans gegeben von Dr. M Philippnon Lieferung 9 —12, (Breslau, Schlesisch. Buchdruckerei, Kunst- und Verla1׳san8talt, vormals S Schottlaender.) Die vorliegenden Lieferungen enthalten die Forte netzang des im vierten Jahrhundert spielenden Romans ״Seppboris und Rom“, der den Leser durch die Wärme uad Treue des historischen Coloiits, durch eine reich bewegt« Handlung, durch die ergre1teude,überzeugende Schilderung manschlieber Leidenschaften fesselt Wir wollen nicht unterlassen, unsereLeser wiederholtauf dies es Unternehmen aufmerksam za machen und ihnen dasselbe an gelegentlichst zu empfehlen• Bi lefkssten der Redactlon. W in 0., J. in G Die Recens:ouen ia nächster Nummer. Verantwort. Redacteur Dr. Rahmer, Magdeburg. Druck: Bendix & Huhn(tr. D. L. Wold) Magdeburg. Verlag: Hob. Friese, Leipzig