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Jüdisches Litteratur-Blatt · 1891-10-29 · N° 44. (29.10.1891) · p. [Seite]

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Journal
Jüdisches Litteratur-Blatt
Volume
20 (1891)
Issue
N° 44. (29.10.1891)
Date
1891-10-29
Page
[Seite] (sequence 1)
Language
German
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V M 44. Jüdisches Jahrg. II. Car B1inek(11|t •Iler Jidralb•• aad b«tr«8b1d<1 littmrlifhtit Cr• •ehel1u|«1 Mf dia «akUte der Pfcllo- M^ht• OnehlfiiU, Etkaoffraptil•, Tkealafle Or!eaUlla. Cxeaese. Hnmiletlk, LltamU PIAatoirtk. Fl erausgegeben Rabbiner Ifr. Moritz Rahmer. 929 ,^)11י^ן*?ין>10ז ökto&e-z 1Sg1. Bieter der eiaeeMlfigex. Uttereiar, *eick* eer Uedaet מיי »axenaadt werde■, Itidn 1■ dl■Mm Blatte •inffeheaile Beaprechua.*• Bet Klaaeadaax roa awel BecraalORK• Kxeaplaren erfolfft eiaMtallce kiric 0 r a t1 e lanerttoa. Dat I.lUeratnr-Blatt“ erscheint wöchentlich in einem halben Bogen. Preis bei allen Buchhandlungen (in Leipzig bei fr«trePt:Friese) pro Jahrgang 8 Hark. Abonnenten der ״Israelitischen Wochenschrift“, die vierteljährlich bei allen Postanstalten bnd Bnchhandlnngen 8 Mark zahlen, erhalten das ״Jüdische Litteratnr-Blatt“ gratis. — Iuserate werden mit 26 Pf. für die gespaltene Petity.eile, Beilagen mit 20 Mark, berechnet und sind an die Expedition dieses Blattes zu senilen. Bncbhtndler n. Lehrer, welche direct oder durch Robert Friese Inserate eiusen len, erhalten -'ö % Rabatt. Inhalt: Wissenschaftliche Aufsätze: Die neueste Bearbeitung der Gabirol’schen Philosophie. II. Von Dr. Krale au er. — Miscellen aus der jüdischen Alterthumsknnde. Von Königsberger. Litteraturbericht. Recensionen: תודה ותפלה. Besprochen T * I T von J. Herzberg-Brombcrg. Litterarisclie Notizen. Der Thurmbau zu Babel. Unbefugter Nachdruck aus diesem Blstte ist nicht gestattet. | —«-—— ■ ■■■ 1 ■' ־ Die neueste Bearbeitung der Gabirol’schen I Philosophie. (&cl11uss.) i ' Bevor זי*ir mm des Weiteren einen kurzen Bliok 1 werten auf ״die Quellen der Gabirol’soben Philosophie“,! die hei Guttmann, mit Ausnahme der immerhin zweitelhatten Ausschliessnng der talmudischen Litteratur, eine treffliche Darstellung getunden haben, möchten wir das eigentliche Motiv der bekannten heftigen i Polemik des Abraham ihn Daud gegen Gabirol näher beleuchten. Guttmann hat sich zwar erst, gemäss ' der richtigen Reihenfolge seiner Darstellung, im nach-; tolgenden Capitel, wo er sich über den Einfluss der Gabirol’schen Philosophie verbreitet, dieser Frage zu-; gewandt, wir heben dieselbe jedoch schon jetzt zu gesonderter Betr.iohtung hervor, weil die von uns vertretene Auflassung der Ibn Daud’schen Polemik in weiterer Folge unseren Blick aut die Fäden einer ן besonderen geschichtlichen Beziehung Gabirols, was! seine Lehre vom Wissen und Thun anbelangt, hingeleitet hat. Guitmaun sagt, nachdem er mit Recht die Vermuthuug von Sen. Sachs im Kerem Chemed VIU S. 70 fl. wegen der Attributenlehre Ibn Gabirols als unbegründet zurückgewieseu (S. 45): ״Mir ist besonders | auf Grund der Fassung unserer Stelle bei Ibn Labi (s. w. u.) der Gedanke gekommen, ob Abr. b. D. . nicht in der Lehre vom Willen und in dessen ideutificiruug mit dem Worte Gottes eine Annäherung an die obristliohe Logoslehre erbliokeu mag.“ Diese Auflassung deckt sich aber keineswegs mit dem Wortlaut der Stelle bei Salomo Labi ולא הייתי מגנה דבריו לולי שדבר סרה גדולה על האומה und noch weuiger mit der Fassung bei Samuel Motot: ולא הייתי עושה אותו מטרה לחצי לולי שהוא הטעה את האומה המעה גדולה, woselbst von einem bereits wirksamen irreführenden Einfluss die Rede zu sein scheint, in beiden Lese- , arten wird der Nachdruck auf das Wort אומה, auf das Volk oder die religiöse Glaubensgemeinschaft Israels gelegt. Wäre hier nur die ״Annäherung au die christliche Logoslehre“ gemeint, so müsste der Vorwurt Ibn Daud’s sich jedenfalls in prägeanterer Fassung aut das fremdartige und uujüdisch«; Element in dem Gottesbegriff Ibn Gabirols beziehen; was meint Ibn Daud hingegen mit dem besonderen Hinweise auf die אופה? Aller Wahrscheinlichkeit nach, richtet sich die Polemik I. D.’s gegen die Gonsequenz •n der Gabirol’schen Lehre, welche nach seiner Meiuuug eine Abrogation des besonderen Oflenbaruugsiuhaltes des Judenthams und seiner religiösen Satzungen be> deuten. Besteht der Endzweck des menschlichen Lebens, die Wahruug der Unsterblichkeit der Seele, nur im Allgemeinen in der Aueigunug von Wissen und im Thun, welche die ■Seele von der Geiangeusch&ft der Natur befreien und sie befähigen, sich immer höher zur Welt des Inlelligiblen emporzuhebon, wozu bedurfte es einer besonderen Offenbarung und was will nun das Jadenthum mit dem ganzen Umfange und der gauz* 11 Eigenart seiner religiösen Satzungen? Vielleicht ist diese Gedaukenbewegung auch thatsächlich, in klar erkennbarer Weise, in einzelnen Kreisen des Judenthum.s hervorgetreteu (.שהוא הטעד את האומד. הטעה גדודה). In diesen Worten ist, also nur, freilich in ungleich schärferer uud bestimmterer Fassung der Vorwurt wiederholt, deu Abr. L D. schon früher über die Philosophie Ibn Gabirols ausspricht ולא ייחד בו האומה רבד אבל הוא בענין ישתתפו בו כל מיני האנשים. Li der That bekämpft auch Abraham bar Chija, i n Hinblick auf den Öfienbarungsinhalt des Judenthuuis, mit Nachdruck den Gedauken, dass die Wahruug der Unsterblichkeit der Seele nur durch 1iie Anwendung der allgemeinen oder willkürlich bestimmten Begriffe von Wissen uud Thun erreicht werden könne und seiue Aeusseruugeu hierüber könnten fast wie eine directe persönliche polemische Beziehung zu Gabirol erscheinen, weuu Abraham bar Chija nicht ausdrücklich von einer ganzen Anzahl von Forschern reden würde, die diese Meinung vertreten. Wir setzen beide!Stellenauch zum Zwecke der näheren Würdigung eines besonderen geschichtlichen Kiutiusses autGabinl, was seine Lehre vom Wissen uud Thun anhdaugr,, zur Vergleichuug hierher : A. (.5 .s ־.:יון הנפש) .. . ואלו הן דברי חכמי המחקר בענין זה .. יהיו מסכימים בולם כי אין לך דרך להנצל מן הכיל: היצירה והחילוף אשר טבועים במצולות כי אם כחכמה ומעשים טובים והאנשים האלה לא הגיעה חכמתם ובינתם להיית מידיכים לנו א־ זו חכמה היא החכמה הזאת ולא לתקן לנו כדרי המעיבים הטובים אשר אנו ניצולים בהן כי לא זיבם המלים לקבל התורה הקדישה אשר היא מקיר כל החכמה ומקים הידבר יתושיה ואלו היו מודיעים לנו ההבמה ההיא *־רכיה אי; אנו האיים לשמוע אליהם ..

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