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Jüdisches Litteratur-Blatt · 1891-05-07 · N° 19. (7.5.1891) · p. Seite 74

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Journal
Jüdisches Litteratur-Blatt
Volume
20 (1891)
Issue
N° 19. (7.5.1891)
Date
1891-05-07
Page
Seite 74 (sequence 4)
Language
German
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gelangen, uctvh lieutzntnge eineu so nQcbternen Forscher and ernsten Denker wie Herrn Abraham Epstein irre zu führen. Warum Kldad alle llalachoth dem Josua b. Nun, dem Nachfolger Mose’s, vindicirt? (S. SS). Einfach weil Pirke Abotli damit beginnt, «lass Josua der erste war, der von Moses die Lehre überliefert bekam. Die Mischuah wollte den Priestern Eins versetzen, und Josua blieb eine stehende Figur, wie versckiedene Stellen itn Talmud es beweisen. Jebamot l."> wird folgende Anekdote erzählt : Ein Manu kam zt! Habh und stellte ihm die Frage : ״ob ein Kind aus einer Mischehe, von einem Nicht judeit und Jüdin, wohl als .ehelich1* t“™£) zu betrachten sei, oder nicht?“ Habh bejahte die Frage. Da sprach der Fragesteller zu ihm, denn er war es. der einer solchen Ehe entspross : ״so gieb mir Deine Tochter (zur Frau Habh antwortete: .Das thue ich nicht.“ Da tuachte Simi b. Chija Habh die!•emeikuug: .tnau erzählt ■sich,!lass in Medien die Kniiieele in Kübeln (ולבא tanzen. Nun sind wir!וו Medien, hier das Karneol, hier der Kübel und Niemand tanzt.“ Worauf Habh: .selbst, wenn er Josua b. Nun gliche, ich gebe ihm ineiue Tochter nicht.“ Darauf entgegnet* Simi: wenn er Josua b. Nun gliche,weiiuDu ihm auchDeineTochti-r nicht gebest, so würden sich viele Andere schon finden, diä ihm ihre Tochter geboten hatten.* Der Unglückliche hat da die allgemeine Atilüierk-iunkeit aut sich gelenkt md ist vor Kummer umgekommeu. <J.-11ug Josua b. Nun war im Talmud!•in stehender Typus, und was Wunder, dass der Erzsehwindler Kldad sich desselben bemächtigte, um seinen falschen Uchcrliefernngcn Autorität •/.u verleihen. Und wir gehen gewiss nicht fehl, wenn wir aunehineti, dass selbst der Name Elda I, der ausser!1er Hibel nirgends vorkomm', aus dem* selben (!runde erlogen wurde. Kldad tragt somit 'chou au seiner Stirne den Stempel der Falschheit. Unbegreilliuh ist es auch, dass nachdem Herr Ep• stem selbst eingestellt, Kl lad habe so manches den christlichen Homiletikern entnommen (S. 7s), er ihn doch nach dem fernen ()steil versetzt, wo man selbst von der tauaitischen Wirksamkeit keine Kenutniss gehabt habiui soll. Kldad hatte auch Kenutniss von den CliH/.aren, die sich im Anfänge des s. Jahrhunderts :,.um Juden)hum bekannten. Er lässt sie aber Ab* köiniulinge des Stammes Scliimeou sein. Eine Uukenutniss, die er, wie Epstein meint, mit Chas lai ibn Mchiipriit (heilt■.!א. NXV'IH l Allem nach (Jhasdai i. Sch. waren die (Jhtrzareu ein Mischvolk von lleideu und Israeliten aus dem Stamme Scliimeou. Eine An•!.ahme, die auch im Midrasch vertreten ist. Es wird nämlich das Wort. חזר-*כור=5ד!ר gedeutet. tLev. r. Dl.) *רפד ש;*!־,*- לד־״דו ל־שראי ti.לרה נקרא שר־ הדר (הזר dieCharareu (die Znrückgegebeneu) werden so genannt, weil sieeinmal dem Judeuthum werden ״zuriiekgegebeu“ werden. (Schluss folgt.) Miete«, Fahlst. קבצת שידיר *“£C* Oesamnielte tiedi■ hu׳. Ilerausgt'gt'hen v״n (bmzi* und Ko-aciigold, Krakau Iv.'l. (Audi im Selbstverläge der Verlas-ers in I.e 1(1/1* lur ‘J .V. F.- 1 זי ein alle- 11• liciimiiss, dass die liehräi.-che Sprach•׳ »Ioei► Z.iul'cr זrol/. d׳ r lahrtausende, in denen -io nicht niehr V..lk--p1ad1« i-t, ni. 11■ verloren hat. Es i-t tiekannt, da-- -■ ir jci.ci /eil immer wieder ä• h׳'.pl 1111;;׳ a von dem (Jei-te die-er Sjirache uii-giiicen. welch" seine L’11v1׳r*tn״li• hk• it und immer wieilerkelneiid• liigeiidlii-• ho in beu iimlcru-wcrther Wei-e l ekmidi'ien. In un-erer '/.< it dic-en Ueisi wieder seliHtlond zu .-elien und dahei zu hroha• hten, wi•• erden W• ttkauipt uninimmt mit den li.׳i.-u1׳n dir Irhriidan Sprachen, wie .-cImii' und S'.linei'li* -ein S■ liwert^i wie; wandt and si• lo r -ein 8• hwinzen, wi•׳ gl.uizenil ond I« -l -••in Panzer, wie tnutliig und kühn -ein Klick. und wie der Gottc.-namc \on -einer Stirne l.ti'l.tct, da.- bietet wahtlinlt•- läitzilekeii. Mer liei.räi-•he l)iehte:״׳ei-1 hat es -<-11011 ״Mit untvnioiiiim n, d*׳r allen ןוס^וחי-וו Xither sohlt•■ Lieder zu entloeki-n. di« dem!leiste der a!ten jiuli-clien Säuger Ireiitd -ind. Fremd•׳ Ver-nm.-sO, lrett.de I>i׳l111111;;■ t11״m11׳!lud unheili^■.׳ Stolle aueli in i1ehrili..׳1׳111׳ S|1raehe dar.-t■ 11• 11 zu k111׳n<11׳, reizte sprachbegabt•• Mauner, und lalsc.be linblen nacfi <lleietislellnug tiihrte sie von deu alten heiligen Mustern alt. Uni so inebr tiegrusseu wir die-•• Saminbut*. uelehe von den liedirbtou Fahius Mieses* dureit zwei Freimlo des Dehlers ver.instaltet worden ist. Ilm Di.lirer• U'hen v״u den .labten Istg bis zum Jahre!י״ייי spiegelt seb in dieser Stuiiinluug ah. Hin Dlihtorjuhihititn, und was der Dichter *esebaltcu hat, bekundet aus den Kutwickl1mge*.1ug! seiner Seeie, zeigi uns ihr Lauben und Weinen, ihr du:s>111 1 und I\ia׳^e11, ihr Sinnen und l'orsolion, ihr Zweiteln 11»•) (lla1׳)<e11. j Liehe und Lust. Trauer mul Jubel, For-cliuiig und Wissenscbal't י klingen aus ihnen wieder tuitl ■lahei lliesst der Heim so uu^e- /.wiiiicn, 11:011 sieb die Strophe so loic.ht und :inmutliig, schillern eelit biblische Farben, spieit der Witz, dass es keine Schwiei i gieht, der der l'ieliter nicht zu uhorwinden verstanden hatte, i Wir <1׳B|del1leu diese Sammlung mit trendigem llerzen; es is! «11■!״■miss, diese (je liebte zu lesen, und wir wünschen •lein Yertasser, dem Dichter und Denker, dass er noch weiter schalt* ■ aus seinem Herzen t'dr 11 nee re Heizen. — r.! ההוקד, Uevue hehra 1 ן׳ uo. Ktudcs titierairos, histori•)!,*.- et crili‘|Ues sur le jmlatsme. I’araissaiit ton- 10 nioi-, l’u'׳'ii<i -mts la directum d•׳ Salouion Fuchs, Pari-. 7 rue Itollia. 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Wir sagen 1$*«1**״ besteu*«f weil «•» eben — wio heute aut allen Gebieten — leider auch da, bereits schlechte Nachahmungen und wollen wir noch *peziell botonen, •lass •lie Leuch» Adreßbücher in ihrer heutigen ftewi^senhalteu, ^;hd/. xe1t^em;»»»*׳u Verlausung jedem kautmanni^ch arlieiitsj'len (»eschättsmann un* bedingt als unentl*ehvlich n!ithig sind, um mit der b*־ranwft*h־ »endeu K**11kt»r1*enz Schritt buhen uud j;ute Bezugs- und Absatz- •jueUmi aUoii'U/cn zu können. I>as fiudet alles im l*euchs, worüber obige Firiuii ./ederniann aul \c*f langen aus!uhr)i• he l’ro»1>ckte gratis und trauko zuseudet. ם׳ קבוצת שירים Die gesammelten lielir.Uedithle von Fahlu* Mieses in Leipzig (Alte Ulster No. 10■ Preis: » .Mark. Soeben erschien im Verte;{ de• ״ Hibl iograp hi scheu liureau s“ Be rlitt, Alexamlerplatz I: Der jüd. Kultusbeamte. Lin Stiefkind der jild. Gemeinde. Von LionWol/ns* Preis 00 Pt lur. I>redlul׳.flnsn«ln Jabig. 1800, tar i Mk. 5» Pt* bei 11. Exp, d. 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