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Jüdisches Litteratur-Blatt · 1891-05-07 · N° 19. (7.5.1891) · p. [Seite]

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Journal
Jüdisches Litteratur-Blatt
Volume
20 (1891)
Issue
N° 19. (7.5.1891)
Date
1891-05-07
Page
[Seite] (sequence 1)
Language
German
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Ahonneliten der .Isr.-ielilitelien Wochenschrift“, •li« vier.elj.ihrlicL hei fcllm Pcst»1,»tnlten mnl l’.i«■׳liliauilluncrn 3 Mark /nhlcn, erhalten »las ,,.Indische l.itter.Mnr-lllatt gratis — Inserate werden mit fi f’f lur die |׳c?pa]trm• lYtit/cile, ltcil«pen mit SO Mark, )■ercclmet 11 ul sind an «lio Kx|1ed11i.>n dieses l’.lattos zu *nn ieu Buchhändler u. Lehrer, welche direct oder durch Hohert 1'riese Inserate einrendcn, «■!halten Unhatt. Inlin 11 s ^Viseensehn111 iche A uträtxe: Kin .)ude — K״n'" der I'riien. Sau! AVahl, Na1־hl'1d_1;er von Stephan l];1t 11.י 1׳ . Von Professor Serschadsky. 1\. Z.1 r *"1•!<■11• •loj>Wn I.. l'ohi ti ln Kees. L •ttcralnrhericlit. lierrnsimiHi: אל(־״־ Kldad 11a- J'ani, seine Kerichte nln-r die Ul Stamme. Von A. Kp-tein. — Kahin- Mieses. C'“*1T ~2{1?לן "“£u. * ׳e saut Hielt 1* t iedicht«.־ החוקר —, Keine hi'hranptc. — LItterarisclie Anzeigen. Unbefugter Nachdruck aus diesem Blatte ist nicht gestattet. Ein Jude — König der Polen. Saul Wahl, Nachfolger toii Stephan Bathorj Von Protessor Herscliadsk y in Petershnrj;. Alis dem Russischen iiherset/t von Sophie (jordon. IV. Aber gegen diese .Mittheihiiig-u des attglia.rten Israel oder Denis) Moisesch erhoben seine »igeoeu Glaubensgenossen von verschiedenen Städten Polens eine ganze Reihe Erwiderungen. In den an ihn gerichteten ürieten,!heilten sie ihm mit, dass sie der Legende nur dann Glauben schenken würden, wenn es bewiesen sein wird, atti welche ]!acta conventa Saul schwor? Wieso sein Vater in Freundschaft*- lezielinngen zu Radziwill trat? Welchem von den Brüdern Radziwill, Tscherno oder Sirotky, er Geld geliehen und wann dieses Ditrlelin siattfand, vor der Ansiedlung Walds in Katzenellenbogen oder spater? Obwohl Lelewel Edelmanns Broschüre nicht ge- Jeseu natle und auch nicht die Fragen kauute, die nun an Denis Moischele richtete, so tauchte in ihm doch die Frage aut, was au deu zu ihm gelangten Nachrichten über Sauls Aident halt bald in Italien, bald in Deutschland oder Polen, ebenso wie über seine Freundschaltsverhaltnisse einerseits zu Sainoisky, andererseits zu Radziwill utid Sigisiuuud III, Wahres sein könne. Was kann inan über die wunderbare Fabel der, Waltls* und ihre Uehersiedelung von Italien nach Deutschland und Polen sagen'? Hei der Aufklärung aller dieser Widersprüche, kam Lelewel der Brüsseler Rabbiner CarinoJy zu Helle. Er versicherte Lelewel, dass er die vollständige Genealogie der Wahl kenne, wie aiu-h die Zeit der Ankunft des Hre.ster Wahl nach Polen, der nicht von Italien, sondern, wie schon der Name besagt, aus Deutschland stamme. Als Lelewel die Erzählung über Sauls Wahl in Carmoly’s Beleuchtung prüfte, fand er, dass man gegen die Mitt׳Heilungen über Sauls Heziehniig-u zu Radziwill mehr als ei neu F.imvand erheben körnte und zwar: ,,Wenn Saul dem Radziwill liir se;!1e. wenn auch kurze Regierung verpflichtet war, erhellt siel» ja unwillkürlich die Frage, wie. so er gegen seinen und Seherowsky's Wuusoli die Kandidatur des österreichischen Erzherzogs Maxiinilmti, und nicht die Sigismund'* 111, des Schweden, befürworte(«‘. Wozu war es lernet nöthig, da' neue Gesetz über die Todesstrafe lur Ermordung eines .Juden zu verölfciitliehen und in die Krönungsaktc eiiizutragen, wahrend dasselbe sich bereits;Ul Nachfrage Kasimirs des Grossen (XIV. Jaltrli.) und. Kasimirs Jagello (XV.Jalirh.) zum Statut des Boh-lav Kalischsky vor findet? Nachdem Lelewel dies Alles erwogen hatte, v.igt er: Ich wiederhole das, was geschrieben ist, sehe aber ein, dass die Ursache der Entstehung dieser Fabel im Namen ,Wahl“ liegt. Trotz der entschiedenen Mittlieilung Lelew-l», dass Alles über «len jüdisch - polnischen König Gescliriebotie erdichtet, sei, versuchten und versuchen «■» noch jetzt israelitische Gel.thrte, dieses .Märchen it: irgend welche historische Wahrheit, zu bringen. Lelewel selbst galt übrigens dazu Veranlassung. Als er über die durch «fas Loos gewahlteu Könige sprach, eriunerl. er «laran, dass auch polnische Chroniker ■ ierartiger Ftilh• Erwähnung thuii. Daraus entstamm t י«1ו111וו Streben jüdischer Litteraleu, die Quelle der Sago d — jüdisch-poliiicheu eintägigen Königs zu entdeck««!. Diesen Weg betreten nun Kraushar un«l Gold* bäum. — Die von Kraushar angeführten Gründe für da.- Entstehen der Legende entscheiden nicht nur die Frage nicht, sondern erniedrigen tiuser« Meinung nach «lie hob- Vorstellung von «len» berühmten Mann. Der reiche und weise Saul, sagt Kraushar, war bei «lein vollständigen Contrasi der jiidichen Gebrauche denjenigen der stolzen uud ritterlichen Sohljachle gegenüber, etu ausgezeichneter Fund für die babinische Republik. Falls Saul also regierte, so war es nicht über ganz Polen, sondern nur über das kleine Winkelchei. 1t. Babin. Gegen diese Meiuuug erlaube ich mir folgend- Ein wände zu erbeben. Da das Babiner Reich Republik war, kam es ohne König aus, obwohl es wohl nichts «lagegen einzuwenden hätte, die Macht, eine- Kölligs anzuerkeunen, der (wie Pscbonka, «ler Gründer d»s babinischen Reiches, in seinem Lustspiel .-*gt} au der Spitze des listig-klugen Bundes stündo und;ui Stande wäre, König der Ziegen (Protestanten) uud der Böcke (Katholiken; zu sein, ׳Le, wenu auch g<-

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