Jüdisches Litteratur-Blatt
- Journal
- Jüdisches Litteratur-Blatt
- Volume
- 20 (1891)
- Issue
- N° 14. (2.4.1891)
- Date
- 1891-04-02
- Page
- Seite 56 (sequence 4)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 76% known words query
- IRI
…/6492408-5990872-5991333--2217-5368843- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
OCR text
Litteruturbmeht. *! Recensionen. Jliescs, Fabius;*ד־ר־ד er» ws־-r ״ע לד־ ר Berlin. lS'Jl. I« S. VIII*. Im liüerischen Xachla-se des vor einiger Zeit in Vien hingescLitde1.ru K.Samuel Ilorwitz, eines roi genialen, gelehrten Freuuiles des <lurch seine )Uterast hen Arbeiten, niiter welchen seine ״Geschichte der neueren Philosophie* in weiteten Kreisen bekannt gewerden ist, bedeutenden Denkers Fabius M ises zul.eipzig, fat.ti der Herausgeber, Ksriel Gin/, ig in Krakau, diesen nach Form und Inl.alt sehr beachtenswertheu Brief vor. G. verofletitlichte diese- Schreiben im Ilammaggid und liess 1a<hher einen S pmatabdruck ilavcn hersteilen. Letzterer liegt, m» vor. Vlieses verbreitet sich iu sei«! tu vor •I Jahren abgefassten Briefe über zwei Funkte, welche auch?Vruerstehende zu int!ressirtn nicht Veifelden. 11. l eL••;eiustinimung mit seinem Ftetinde 11. niiumt M. Austoss daran, Spinoza immer und immer wieder als Juden, womöglich als int Grunde gutgläubigen Juden, zu reclamirtii. S]׳it.ozisu1t1s ut.d Atheismus int ihm gleich- J bedeutend Ul d er t rtut.eit daran, wie entsetzt Mendelssohlt sich habe, als Jakobi seilten Freund Lessing * zu eitn in S|11.0ziste11 d h. Atheisten gesampelt, habe. Das Vorgehen des A11:.-t>-rdu111<-r Rabbinatos, welches , gegen den Häretiker Spinoza die Hamistiahlen schleuderte, erscheitit ihm durchaus begreiflich. Tont compreudre c’esttuttt pardonner. — Kin« zweite These M.'s, | welche uns wenigstens zum ersten Maie liegeguete, ׳ gipfelt iu der Hehauptui g, Nnchman Krochtnal, der berühmte Verfasser des ל“ :״־ היד, sei ein ganz entschied. 11er uud »urngirter Hegelianer gewesen. Krochuial soll sieh nach M’s Autiassung das ganze . JmletiiImin in Hegei’si her Anschauungsweise reconst.mirt lialeu, auch dir religionspliilosophischeii An- ' sichtet. Jim E-ta’s soll Kroeiiinal unter dein Gesichtswit.kel 1J1 gelscher Theorien ungeschaut haben. M.’s Ansicht nt t-r Kiochmal 1 at sich tieilich bisher nicht allgemein•* Geltung zu verschallet! g.-wus-t. Km jüngerer Biigtaph Kr•״ lmial's, ein gewisser llurowitz in Warsel.au, erblickt im Veit, de- "לי נ־״ ei;.i n jitisitiv ungelegten national ge-it.nt.m Juden, der sogar tut die Colotiisitung Pala-tit.a’s si hw.iriiii. Stricte Beweise iiat M. litt׳ seit.•• l!chau|; 1:11g 111 seinem Schreiben nicht > et bracht. Uns selbst 1-1 Krochtnal’s Werk nicht zur Hand. Wir vermögen M ’.- An-icht wed.r anzuiielimen, noch zu widerleget,. Jam in: 1a judiees lis est. tialdscbaiidt, Latin», ״tud. pl.il. דמלת צ*ה Berlin. .־» s. XII• lt»l. Line ganz Vorzüglich« äussere Ausstattung kommt diesen ** m.tn-chen Versuchen des jugendliclien Vei lassen zü Statten. I •ie Gedichte oiter Klegien sind dem Prnlessnr der orientalischen Sprachen Kl.erhard Schräder als Huldigung zu seinem b;>. Gej.uit-rage gewidmet l'ies erklärt wohl zur Genüge die hohe E'egauz dieses Büchleins Zn I>cda11«rn ist es uur, das; der letzte Vorzug dieses Küchlein-, sein» elegante äussere Ersrlieicung, au<11 zugleich sein erster, wenn uicht gar sein einziger ist. Wie der Ver:. im Vorworte bekennt, vertiett er sich jetzt »ussrlilii—slicli in orientalisch-philologische Studien, wobei er die spceuisrli hehtaisehen ganz hei Seite liegen lasst. Einen llanrli seiner lies, haltignng atlunet auch -ein Schril'tchen. Etwas _halo loni-ch-geht es wirklich darin zu. Mit ermüdender Eintönigkeit m1־s- Israel in der OHisisrra zum lertimn couiparatiouis l.erlialteu. gleichviel oh ״Sonne- oder ״Stutedas Unglück haben, die Autnierksainkeit un.-cres Koim-cliniiedes aut sich zu lenkeu. Veilinstern Schatten ■len Glanz der Sunue, >o ergeht es auch Israel, der Sonne unter den Völkern, nicht besser. Stutenmilch-Knniva ist ein Igih.sal uud Stärkungsiuittel der I.ungeiikrankcn, und doch wie uuglimpllicli, gnu-ain und undankbar vertährt man mit der Stute, der man unter rohen Gcisselliieben die -chwersten Lastarheiten ziuuutliet! So ergent es aucli dem autiken und modernen .Inda. Ein mildernder Umstand i-t dm gro-se Jugend des Verl 's. So diirltig au.-h der Inhalt der < iuzelnen Piecen ist, muss mau doch die Permgewandtheit uud tiM'linisclu• Fertigkeit des Veit's uuhcdiDgl und 11nhedcnkll. il anerkennen. Mit einer gewi»-en Leichtigkeit hamlliaht er die hebräische Spr.uchtörm, wenn er sieh auch bisweilen nicht nur etwas kühne, -omlcrii mehr oder minder gewaltsame!.״••tische l.i.'cnzen gestattet. Vielleicht glüht der Funk•• •liclueri-.lier Begabung ira Herzen dieses Jünglings. Ihslicr i-1 es aber leidei noch nicht gelungen, diesen Funken zur leuchieiideu, erwärmenden und hegoisti-rndeu Flamme auzutaehen. 1k . Litternvisclw Notizen. Me-e» in Acthiopien. In dem Büchlein “iUללד wird von Mos«'« Autcntlialt in Ku-ch (Acthiojiieu י iin-tihriich ei zahlt. Jalkut F.\1״I. N״. I1•- machte el.enlalls Au-/.üge aus g.-nai.ntom liiichlein und 1!•׳n 1.1 die t^iicile ־לד* ־*ליל, welchen Xauiei: dieses W<׳rk. ■hen auch lulirt. Zmiz bespricht das ISu.-h, von welchem er meint, dass es 1 >11 12־ -:lec. n rlisst worden s.׳i. I 11 lüg״ •lies•■ Worte hier hei, \v. il in meiner Au-guho S. ‘.•2 1-1. Furth 11•!.' im• licmerkung ••ingelloeh'en i-t, iiu mit lli'cr An-irl.t, geeinter lloer Uedacteiir, in einer Ann1“1kung S 12!1• s ״l.ii't taliir- IHntf ahereiuslimmt. M -es J*ri1.,ell •l.e K11״igl11 in Ku-ch, die Witt wo des Königs Kik:.u״s, zu:• Kru. im■ ^kung lauiet:;7:,אד־ ד.צע*ר לי־, ליבן לה ׳;־אדר ר M«m •••י*»•• •w •וץ»»יף ■•*•«.*•«» *■ m*» t5\W »f«׳. f W — ' S .«.*S « . •> •י• * «•!•Mia ■ ••«••׳ •*».*.»« ו «.*•*..» ■■•tuna •י״ר* •»י » * « I U I Iu» iiw ~ « . £» *•!11 •SA I \4 W « .11 ’+ . •a •■•tia 1■ •a»» •aa« •a-t waa am* w »mW• ׳- | — - .«»— א-ו• — ׳• ין *A zN; ׳«1— אI •— ‘ — 1 <•׳ ד דד לל־ ליד* לדדותי. יללפר כ־יני*. י*־־» הא־:־.׳ לזד. ■atma«• wtii-a » 1a"•a ««••« K*• ״י Kwa m*aa» »•••*•* W je» ^1 JiaK w Wl si «hl• m :כי תדר ותשמת er לרף כי*ז Pa«. Iiu* filoin “ZV HITw »Oiino 1**14 näh*. haha h an*’11 noch uiv :41•*■11*141־ ־.) I«. I Litterarischer Anzeiger. Au* dmi MarhSaw1 fine* Caalors und N h.u lue!•» ctUriit 11 io Witiwe 14*1:410י4ויו Durhtr: riessnerN Tiaimn^Motltu 4«•!* l'hili|1|>sou*» Sahul* 11 lhv<11:4«• 2' .ו11./4»4!;1ל. Aull. 4<*b. Hause's -לק prc. Kc it n 1•. ir< u 414011 Kroipii**! n "2. .\ייו(. ur4׳th. ,!»!<> .אדרי יצחק ק:ת אבי־תם ern ־ •ג־ארתr. Scluvlnia-l'uch v* 11 U»KhMem. .יי' כ* האדינד, ורחדך־־ד!, u. Kutin« r. ."!1ז*»11 ב־ נתר• דבש ס/ס!. ־•יי! ב* עבידה ברב".!!! tur all»! Salil-.ilii♦• <1«־׳'Jahiv* (<vi׳׳h tur l'unmt uti0r9«*tjct mit וי k»;1n v«»u II. An.lifU«. - 4n־s>H uni 2׳ kli'iiu• 2*•תלב ו*»ו1י י w*11׳ mit I*1־*>i>at1^ahe}u1.ti::’ A\ . II. IO*» an <lit Kxpu'l. J lii. «*ri tten Uvrhi0lff(M4Blf \׳!\iUt. '^PU l)t>r 1‘\vige Jude. Von Alwin D«* 110. (1787 Preis:;10 Plg. Durch j4*«lo Huchhau'.llun^f >owk :4t׳gc11 r14.׳i1k.»־r.i1,»e11<lun4 »l«*s IKtra^L-׳ <Jnr-־h Kehr. Maas .V Camp, in Trier* zu lu/.iolieu. Zum!104:1114 11«*י< Schuljahre י worlou 1׳n1j»t«»hle11: II. Mtr!1s!*l1nr|;era Fibel für IsraelitPche Schulen* Mit .\uh*1i4t*: ^hebraUohe laju-tih«•!. «leutsohe V1:r!a4*atts!alt Pr. ^ehutuieu: 00 Pi. - Izcscliuchtflr MiUelklasseo, 4«.־l־u1.(luu 1 Mlu Memorier« u Kesau^boch für i1־ac irisch«• S hulou. -״ Autla^«• St11tT4.il t. l.e v v uimI Müller, 4nh 1,00 Ml*. _ Heu 01’it‘iil v«•11 i’41f4>1 .J.;t!r•;4a1>- |40א *uch•* zu k.tutcn. [1S<1- 00(,hoer״>rho»*1jt.1nkc. Billig zu verkaufen! iMitrHfischo Wucht nsclir. mit l.itlei »tur- .1 Familieulilitt die •lal.rg •ng« 1—h 11. 18S<igeh. ״ ״ ts-7 u.!׳•'S ungeh. ״ .. Fs«‘• u. Is.:■« , einzelne .■Jun111.cn. werden von •!••וו letzten 2 Ishrgingcn ahgogeheu. t MTcrteu untei LL. an die Kvped. d. III. z.u richten. TrauiiugsrorniuiareC,‘. scher Uc'.ers.) a SO Pt. vi St. tiir 1 M.) zu hal en bei der Exp. d. Ul. \ w ..uw oi 1 Im i.ci Uedacteur l>r. Ha hm er, Magdeburg. Uruck von 1*. L. Wollt, Magdeburg. Vorlag von Uoberl Fr ieso, Leipzig.