Jüdisches Litteratur-Blatt
- Journal
- Jüdisches Litteratur-Blatt
- Volume
- 18 (1889)
- Issue
- N° 36. (5.9.1889)
- Date
- 1889-09-05
- Page
- Seite 144 (sequence 4)
- Language
- German
- Belongs to
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iet es, wenn Keil eich gegen die Annahme eines zweiten Seoharjah wahrt; obwohl hier die böse Kritik die Annahme aufstellt, dass die in Hede stehenden Wei88ungen (Sach. 9—14) älteren Ursprunges seien, als die echten Heden Sacharjahs. Von einem Mangel an Qlauben kann man oft hier nicht sprechen, denn die Kritik weist hier nur darauf hin, dass im zweiten Theile Sacharjah’8 Juda und Ephraim noch immer nebeneinander genannt werden, dass ferner die stilistische Eigenart des nachexilisohen Sacharjah, die in den Nachtgesichten und deren symbolischer Deutung sich manifestiert, dem zweiten Sacharjah fehlt, sie geht also durchaus nicht darauf aus, die Autorität der Propheten als Verkündigung eines zukünftigen Ereignisses zu zerstören. Demnach ist es nur der blinde Glaube an die Ueberlieferung, die selbst nichts ist als eine unzureichende Kritik, welche hier den Autor einer besseren Einsicht unzugänglich macht. (Fortsetzung lolgt.) סדר הדרת קודש, Gebetordnung zur heil. Weihe. Hebräische und deutsche dreistimmige Chöre, Soli’s, Hecitative mit und ohne Orgelbegleitung nebst Hitual- Vorschriften und Gebete, von M. Tintner, Cantor und Lehrer in Bunzlau (Schlesien). Im Selbstverläge des Herausgebers. Zur geeigneten Zeit hat der geschätzte Herausgeber sein Werk vollendet, denn zu den ימים נוראים will jeder Cantor etwas Neues und Gutes eiuüben, um die Gemeinde, welche in diesen Tagen im Gotteshause vollzählig zu erscheinen pflegt, zu erbauen. Neues und Gutes ist aber in dem Werke reichlich vorhanden. Das Werk bietet dem Kultusbeamten für den Dienst in der Synagoge Alles, was er bedarf. Es enthält nicht allein den musikalischen Theil für das ganze Jahr, sondern zugleich auch die entsprechenden deutschen Gebete. Der Herausgeber hat für seine Amtsgenossen einen ״Kol bou geschaffen, der Jedem grossen Nutzen und Freude gewähren wird. Der Vorzug dieses Werkes besteht darin, dass die in demselben enthaltenen Compositionen nicht nur ־melodiös und echt jüdisch sind und darum allgemein ansprechen müssen; sie sind auch leicht ausfübrbar, weil sie in der Mittellage gehalten sind und keiner Bearbeitung bedürfen, denn die vorhandene Chor- und Orgelbegleituug kann dabei benutzt, oder wo der Cantor solcher Hilfe entbehren muss, weggelassen werden. Durch die Aufnahme einer grossen Zshl mustergültiger deutscher Gebete hat Herr Tintner den gegebenen Verhältnissen Rechnung getragen. In vielen, selbst in den kleinsten Gemeinden, die nur einen Beamten haben, wird die Einführung eines deutschen Gebetes gewünscht. Nicht jeder besitzt Werke, weloben er diese entnehmen kann; ein deutsches Gebet für den jüdischen Gottesdienst zu verfassen, ist aber gar nicht leicht, denn dieses muss, 8011 es gut sein und ansprechen, hebräisch gedacht und gut deutsch geschrieben, erbaulichen Inhalts und doch frei von dogmatischen Düfteleien sein. Es ist also Vielen sehr lieb, mit Hilfe des ״Hadras Kodesch“ an Sabbathen und Festtagen sowohl, wie bei Casualfällen die Andächtigen durch eia deutsches Gebet erbauen zu können. Litterarische Notizen. London. Von Herrn Ernst von B unsen erschien im Trübner’scken Verlag ein Buch unter dem Titel ״Islam, oder das wahre Christenthum“, welches hochinteressante Kapitel für jüdische Leser enthalt, als ״Messianische Envartutgen“, die ״Zukuntt Israels und andere.“ Die Ansichten des Verfassers über diese Themata sind ganz freisinnig und einleuchtend. Bombay. Zum Gebrauche «ür die B’ni Israel in Westindien erschien jüngst eine Uebersetzung des sephardischen Siddur תפלת החדש iu der Marathisprache von Herrn Joseph Ezekiel, Director des David Sassoon’schen Wohlthätigkeitsinst.ituts und Mitglied der hiesigen Universität Derselbe hat nicht nur die täglichen Gebete, sondern auch alle poetischen Stücke, sowie alle כקשות und פזמונים übersetzt und zur Erklärung schwieriger Stellen austührliche Fussnoten und Anmerkungen am Schlüsse des Werkes beigefügt. Der Druck wurde aut Konten de! Herrn Ezechiel Benjamin Ponker durch Herrn Aaron Jacob in der Offizin der Volkspresse besorgt Ausserdem hat Herr Jos Ezechiel noch 14 religiöse, historische und pädagogische Schritten veröfientlicht, welche von den B'ni Israel sehr geschätzt werden, da sie zur Belehrung und Autklärung der Gemeindemitglieder wesentlich beigetragen haben. (J Chr.) Hew-York. Unser Land hat sich bereits in ganz Europa, sogar in Deutschland durch seine hervorragenden Hebraisten einen besondern Rut erworben. Die beiden(?! talmudischen Lexicographen sind amerikanische Bürger, ebenso der Verfasser de• neuen in hebräischer Sprache geschriebenen Commentars zum Buche ״Job“ and drei Verfasser von hebräischen Grammatiken. In unserer S*adt erscheinen einige hebräische Wochenblätter; ausser diesen habeu wir noch die ״Hebraica“, die alttestamentliehe Hochschule und Professor Harper’s hebräische Unterrichtsanstalt, welche alle dazu beitragen, unsern Ruf in alle Welt zu verbreiten. Alles dieses wird aber noeh von der Thatsache übertroffen, dass Professor Franz Dolitssch seine Uebertragung des ״Neuen Testaments“ behufs Correctur für eine zweite Auflage nach Amerika schicken musste(? R.j. Der Corrector hat denn auch in derselben ungetähr 300 Correcturen gemacht, wie aus der neuen Auflage zu ersehen sein wird Litterarischer Anzeiger. Angebote und Gesuche antiquarischer Bücher der jüdischen Litteratur von Rabbinern, Lehrern und Cultusbeamten werden zu ermässigtem Preise (die 4gesp. Zeile ä 10 Pf. baar) aufgenommen. Von Bahmer’s Israel. Predigt •Magazin sind complet bei uns zu haben: Jahrg IV. (1880) für 4,50 ״ V. (1881) 4,20 ״ ״ VI. (1882) 2,50 ״ ״ VII. (1885! ., 2,50 •Sämmtlichc •1 Jahrgänge für 12 Mark franco. Gegen Einsendung des Betrages erioigt die Zusendüng franco durch die Kxped. der Isr -Wochensehr. In den nächsten Tagen erscheint: llelt IV. 5 Predigten für Bosch liasrhaua und Jom Kippur von Dr. .!. Ko 1111. Kalibiuer in .Inowrazlaw. (Posen) Preis 1 Mk. •/u beziehen vom Verfasser, lieft III und IV zusammen Mk. 1.50. üebräiseheBuchhandlung Seit 180«. [2208 19* Gebetbücher ־״Mm in einfachen und eleganten Einbänden. Talagge u. Silbcrtreggen. C.ltoas N achf. 1 Ph. Neumat k.) Berlin, Neue Friedricbgtr. 60• Von Heit 1. u. H. der Predigten von l)r. J. Kohii-Inowrazlaw sind noch einige Exemplare 1 ei der Expedition der ״Israel. Wochenschrift“ vorräthig lieft L enthält: 2 Predigten zu ר־יה und 3 P1׳ed. zu יו יב lieft II. 2 Pred. zu סוכות uud 2 Pred. zu ש״ע u 1 zu ש״ת• Gegen Einsendung von 45 Pf. pro lieft erioigt die Zusendung, franco durch die Exped. d. Isr. Wocliensclir. Neu! Für Neu! Schnorrer n.kilziuiin. Gute jüd. Witze u Anekdoten gebuud. 1 Mk. [2200. Für Freitag Abend! hurnor. Erzähl, a. d. jüd. Familieuluben Mk. 1.50 versenden geg vorh.Eins.d Betrag (nebst Porto ä lOPi'Jod. N'ac.ltu. Buchbändig C'assirer & Uaazlger, Berlin, Friodrichstrasso 85a Wiederverk. überall gesucht. Miclisorlin, l liuiiioscbim, Mduritn, Techinotb etc. sind in allen Ausgaben gegen.Vachnulime oder vorherige Entsendung des Betrages stets zu beziehen von 2211] It. L. Mouasch ic Co. in Krotogrhlu. 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