Mannheim
Compact Memory

Jüdisches Litteratur-Blatt · 1889-05-09 · N° 19. (9.5.1889) · p. Seite 76

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Jüdisches Litteratur-Blatt
Volume
18 (1889)
Issue
N° 19. (9.5.1889)
Date
1889-05-09
Page
Seite 76 (sequence 4)
Language
German
Belongs to
journal issue
OCR quality
92% known words query
IRI
…/6492408-5990870-5991268--1708-5368640
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

Mentioned entities

OCR text

1 entity mentions

Krönet־, Dr. Theodor, Direktor der jüd. Lehrerbildungsanstalt. Leitfaden zum Uebersetzen der Thora mit anschliessender hebr. Sprachlehre. Für die Mittelstute bearbeitet. 1. Heft. Hannover. Verlag der Hahnsehen Buchhandlung 1888. Gin sehr brauchbares Büchlein, das Schreiber dieses nach dem im Vorworte desselben aufgestellten Uebersetzungsverfahren seit seinem Erscheinen mit Erfolg benutzt hat. ״Es 8011 den Kindern eine Unter- Stützung beim Lernen, Einüben und Wiederholen bieten.“ Durch Uebungen, die sich dem Texte eng anschliessen, werden die grammatischen Regeln entwickelt, doch nur so weit, als sie zur Herbeiführung | eines grammatisch begründeten Uebersetzens dienen, j wobei die im deutschen Unterricht gewonnenen gram- ' matischen Begriffe berücksichtigt werden. Schwerlich j jedoch ist Regel 2 aus der vorangegangenen Uebung entwickelt und haben Schüler der Volksschule auf; dieser Stufe Bekanntschaft mit den ״vier Fällen“ j (erste Aufgabe nach Regel 4) geschlossen. j Die Uebersetzung ist neben die hebräischen Texti worte gestellt, unterbleibt aber bei den Worten, die j dem Schüler bekannt sein sollten. Ebenso sind durch j ein Sternchen die Stücke bezeichnet, welche aus Mangel an Zeit oder einem andern Qrunde überschlagen werden können. Hierdurch und durch die angefügten zahlreichen Aufgaben wird nicht nur die Denkthätigkeit des Schülers angeregt, sondern er erlangt auch einen Reichthum hebr. Vocabeln. Damit wird schon durch letzteres eine der Hauptschwierigkeiten überwunden, die sich bisher jedem Unterricht im Uebersetzen entgegen gestellt hat. Mit Recht soll nach dem Verfasser der Pentateuch-Unterricht auch Religionsunterricht sein; aus diesem Grunde folgt dem 1. Hefte, welches mit Vers 18 des 12. Kapitels schliesst, ein Anhang, enthaltend die Stoffe zum Religionsunterricht für die Mittelstufe, die nicht im ersten Buch M. enthalten, wohl aber , auf dieser Stufe behandelt werden können: Die zehn! Worte: (Kap. 20, 1—14 des 2. B. M.), Sabbath- und Festtage (Kap. 23. des 3. B. M.). — Druck und Aus* stattung des Leitfaden sind gut. Einige Druckfehler werden bei einer hoffentlich baldigen zweiten Auflage vermieden werden. Mancher ältere Lehrer wird vielleicht hier und da bei der Uebersetzung einzelner Worte anderer Meinung sein, als der Verfasser; auch wird sich mancher College nicht mit jeder Ueberschrift der einzelnen Abschnitte befreunden können, nichtsdestoweniger wird der Leitfaden ihm manche dankenswerthe Anregung bieten. Bei fleissiger Arbeit nach dem vom Verfasser gewünschten Unterrichtsverfahren versprechen wir uns von seinem Leitfaden den besten Erfolg. - (Aul die 2 anderen Hefte kommen wir später zurück.) Litterarische Notizen. Odessa. Der katholische Bischof von Odessa hat den für verloren gehaltenen Originaltext einer syrischen Chronik von der Schöpfung der Welt bis zum Jahre 1196 wieder anfgefunden. Diese ('hronik wurde geschrieben von dem syrischen Patriarchen Michael I., gestorben im Jahre 1199. London. Die Bibliothek des Sir J. L. Goldshmid, welche später durch Erbschaft in den Besitz des Sir Francis Goldshmid überging, kam am 10. und 11. April öffentlich zur Yer- Steigerung. Die Druckwerke erzielten durchschnittlich nur mässige Preise. Für die Manuskripte zeigte sich dagegen eine grössere Kauflust. Ein grosser Theil derselben war früher Eigenthum des Herzogs von Sussex. Ein schön illuminirtes Haggadah-Manuskript erstand Herr Quaritch zu '235 Mark. Nur 2 Werke erzielten mehr als 800 Mark und kamen in den Besitz eines Privatmannes. Die gedruckten Bücher wurden grösstentheils von H. H. P. V a 110 n ti n e und D. N u 11 angekauft Paris. Das Bach, für welches סן die höchste Preisofferte gemacht wurde, ist eine hebräische Bibel im Vatiean. Im Jahre 1512 beabsichtigten die Juden von Venedig diese Bibel vom Pabste Julius II. zu kauten und mit Gold autzuwiegen. Dieselbe war so schwer, dass zwei Mann erforderlich waren, sie fortzutragen; sie wog nämlich 325 Pfund und repräsentirte demnach einen Werth von einer halben Million Francs (400,000 Mark). Obschon der Papst zur Anfrechterhaltung der ״Heiligen Liga“ gegen Louis XII. von Frankreich sich in grosser Geldverlegenheit befand, lehnte er es dennoch ab, die Bibel zu verkaufen. Litterarischer Anzeiger. fCä" Angebote und Gesuche antiquarischer Bücher der jüdischen Litteratur von Rabbinern, Lehrern und Cultusbeamten werden zu ermässigtem Preise (die 4gosp. Zeile ä 10 Pf. baar) aufgenommen. DAS ARCHIV Bibliographische 'VVochensclirilt lierausgegeben von <X־uli־u.s SieinsclmeicLox• Jährlich 52 Nummern mit literarhistorischen Beilagen. Verlag von Julius Wfesenthal, Leipzig. Redaktion: Berlin C., Rosenthaerstrasse <0. Preis vierteljährlich 2 Mark, Inserate 30 Pl die gespaltene Petit- Zeile oder deren Raum. Bestellungen nehmen alie Buibhaodhingen, die deutschen Postämter sowie auch die Verlagsbachhandlung selbst entgegen. Der direkte Versa»dt unter Kreuzband kostet für Deutschland und Oesterreich-l ngarn 2 50 M, für das Ausland 3 Mk. pro (Quartal Der Jahrgang läuft von October zu Ootober [1063 Den Herren Subfcribentrn auf mein Werk: Der Unsterblichkeitsglaube in seiner empirischen, analytisehen u moralischen Behandlung (nicht vom theologischen Standpunkte) zur gefl. Mitt hei lung, (lass dasselbe sich bereits im Drucke helindet und im Laute von2—3M0naten zur Vollendung gelangen wird. Preis 2 Mk. Moritz Sclierbel. Prediger in Gumbinnen. Billi0 zu verkaufen! 1 Neuliehräischesu Chaldäisches Wörterbuch von Froi Levv, 3 Hände (fast neu). [1056 2.2 מניני ארץ Bände. (Ausgb. Lmbrg.) 3■ מדרש רבות. (Ausg suizhach.) Offerten an die Exped. d. Ztg. Durch die Expcditiou ds. Bl gegen Einsendung von 30 Pf. franco zu beziehen: Am Grabe meiner Mutter. von J. Singer. — Bei F. Fontane in Berlin W. erschien 2. מ soeben: “ £ Mein Conllict י z, mit Herrn — fjof-11 Jomp. Stöcker. Eine Rechtfertigung und Appell von Carl ־Witt-, Pfarrer an St. Golgatha- Berlin. [1069 Vorräthig in allen Buchh. Am 1. November v. .1. ist in Berlin, Alexanderplatz 1, das istle Bareaa erüflunt worden. Dasselbe enthält bis jetzt vier gesouderte Abtheilungen, und zwar: Abtheilung I. für wisieuschaft- Informationen. Ahtli. II. für Anfertigung v, Samirelarbeiten bibliographischen Charakters. Abth. III. für Termlttelnng des buchbändlerischen, speziell des antiquarischen ׳'erliehrs auf wissenschaftlicher Grundlage. Abth. IV. ffir Uebersetzung« Folgende Gebiete hat das- ״Bibliographische Bureau“ zunächst in den Kreis seiner Thätigkeit gezogen: Theologie (evangel. u. kathol.) Kirchengeschichte, Orientalla (auch llebraica und Judaien), Kulturgeschichte, Kunstgeschichte, Geschichte (des Mittelalters und der Neuzeit), Genealogie uml Heraldik, Geographie, Philologie (orientalische, klassisclie und moderne), Slavica. Naturwissenschaften und ihre Geschichte, (Chemische und mechanische Technologie), Forstwissenschaft, Philosophie (Geschichte der Philosophie), Paedagoglk. Staatsu. Kcchtswissenschaften. Nähere Auskunft ertlieilt aut Anträge: Ule Dlrection des Bibliographischen Bureau zn Berlin, Alexanderpiatz 1. Verantwortlicher Redactear Dr. Rahmer, Magdeburg. Druck von D. L. Wo 1 ft, Magdeburg. Verlag von Robert Friese, Leipzig

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.