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Jüdisches Litteratur-Blatt · 1887-11-25 · N° 48. (25.11.1887) · p. [Seite]

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Journal
Jüdisches Litteratur-Blatt
Volume
16 (1887)
Issue
N° 48. (25.11.1887)
Date
1887-11-25
Page
[Seite] (sequence 1)
Language
German
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M 48. Jüdisches Jahrg. XYI. Litteratur-Blatt. Zar Beleorhtung allar Jadeatham uh«) Jaden betreffende* Ütternrlnchen Kr* •chelnunven auf dem Gebiete der Philo• •ophie, Hesrhichte, EtbiOfnphie, Theo• löffle, Orltntallt, Exegese, HoniMetU. Utanrik, Pidagoglk. Herausgegeben von Rabbiner ür. Moritz Rabiner, Bieber derefatehligige* Litter*t*r,weleM der Bedact.on!*gennadt werde*, Anden jn dienern Blatte eingehende Beepreehung Hei Eiosenduag tob awet Bwetul•»»* Kxempleren erfolgt eimunlige karae Urntia-luHertloii. '3Tto<j3e-6ur^f. 25. 0rLove׳m'6ex 1887. Das ״J Mische Lltteratnr-Blatt« erscheint wöchentlich in einem halben Bogen Preis bei allen Buohhandlungrea (iu Leipzig bei Robert Friese) pro Jahrgang 6 Mark. Abonnenten der ״Israelitischen Wochenschrift“ (die vierteljährlich bei a len Postanstalten und Buchhandlungen a Mark kostet) erkalten das ״Jüdische Litteratur-Blatt“ gratis. — Inserat« werden mit 25 Pf. iür die gespaltene Petitzeile, Beilagen mit 20 Mark, berechnet und sind an die Expedition dieses Blattes zu senden. Buchhändler, welche direct oder durchRobert. Friese in Leipzig Inserate einseudenLerhalten '25 % Rabatt. I u h ä 11: Wissenschaftliche Aufsätze: T.ixtkritische Bemerkungen zu den Psalmen. Von Arthur S. Weissmanu. (Fort- Setzung.) — Zur Chronologie. Von L. Cohen, Lehrer iu Rees a. Rhein. (Forts, aus No. 47.) Li tt eraturb er ich t: Receusionen: Dr. S. Maybaum. Die Zerstörung des Tempels und des Prophetenhauses zu Schilo. 1887. — Kontres Tekanoth Agunoth. Briefe, betreffend die Chalzapflicht oder -iähigkeit des Aposta en. Nachdruck nur mit -voller Quellenangabe gestattet. Textkritische Bemerkungen zu den Psalmen. Von Arthur S. Weissmann. (Fortsetzung.) V. 14. Und auf ihn richtet er die Todeswaffen. ורו הכת ביי מות, Seine Fieile er zu brennende machte. חעיו לדלקים יפעל. Nach der historischen Begründung, gewinnt der erste Halbvers viel an Klarheit. Wie erwähnt, rottete sich das Volk, ohne auf blutige Vergeltung zu seinen, unbewaffnet zusammen. Lysimaclius selbst war es, der mit Waffenmännern auftrat, um das erbitterte Volk zu Paaren zu treiben. Und mit seinen eigenen erschlagen wurde הכין ist hier somit nicht wie כונן spannen, richten, sondern bereiten zu fassen, und das mag auoh der Sohlussvers sagen. Die Pfeile trafen die Verfolger, nämlich die, die auf das Volk mit den Waffen eindrangen st. יסילן .1 יפעל. wodurch jede Schwierigkeit in diesem widerstrebenden r£v. gehoben wird. Der Lapsus mag durch י(£ול (V. 16) entstanden sein. V. 16. Eine Grube gräbt er und höhlt sie aus; כור כרה ויחפרהו; Und wird fallen in die Versenkung, die er machte. t .הפול בשחת יפעל Er gräbt eine Grube כור und fällt in eine Ver- Senkung שחת? Auoh die Widerholuug der Verba פעל תפר, כרה macht diese sonst kräftige Sentenz, der ״Sich selbst eine Grube graben“, sehr langathmig und schleppend. Es scheint aber, dass zwei Beispiele nebeneinander laufen : a) Die Grube, die er gehöhlt, begrub ihn יחפהו \T"Ü בור b) Und er stürzt in die Versenkung, die er gemacht .ויפע בשחת יפעל P8. VIII, V. 2. ״Der du gelegt hast deine Majestät auf den Himmel אשר תנה הרך על השמים•“ — Die imperativform תנה will hier durchaus nicht passen. Dem Targum folgend suchte man es in דיהבח נחתה zu emendiren (Hupfeid, Graetz u. a.) Diesen Sinn hat aber נתן הוד durchaus nioht, sondern die Majestät auf Jemanhen übertragen. Man vgl. 4. Mos. :.7,20׳. Spr. 5,9, 1 Chr. 29,25, Dan.!1,21. Vielleicht stand ursprünglich נורא הירך. wie Hiob 37,22, man war gewohnt, die ״furchtbare Majestät“ Gottes auf deu Hirnmel concentrirt sich vorzustellen. — Wahrscheinlicher aber ist anzunehmen, dass תגה ein Trümmerstück ist von כוננת, welches V. 4 wiederkehrt. V. 4. Wenn ich sehe deine Himmel, das Werk deiner Hände, ,כי אראה שמיך מעשה אצבעותיך Mond and Sterne, die da festgestellt hast. ירח וכוכבים אשר כוננחה. Da die Sonne, der vorzüglichste Himmelskörper, im Gegensätze zu Ps. 19, 5—7, wo dieselbe pomphaft herausgestrichen ist, übergangen wird, and nicht anzunehmen ist, der Psalmist habe sein Poem beim Liohte des Mondes und der Sterne gedichtet, so wird man wohl Olerious beipflichten, der hier שמשך st. שמיך liest. — V. 6. Und machtest ihn wenig geringer als Gott. ותחסרהו מעט מאלהים Grätz, getragen vom geläuterten Gottesbegriff, findet an ותחסרהו mit Recht Anstoss. ״Der israelitische Gottes begriff verträgt die Anschauung nioht, dass dem schwachen Menschen nur wenig fehlt, um Gott gleich zu sein.“ Seine Emendation jedooh ״ ותחפדהו טעם אלהיםDu hast ibu mit Einsicht von Gott begnadigt“, ist unglücklich. Auf der Hand liegt ותחשבהו gleich 144,3 zu lesen. ש wechselt oft mit D und כ aus ר hier wie Ps. 2,12 verderbt. V. 8. Schafe und Rinder alle, ,צנה ואלפים כלם Und auch diese Thiere des Feldes. ,וגם בהמות שדי Das כלם muss «ehr auffallen und man weiss in der That nioht, was es hervorheben will?. In meiner historischen Begründung zu diesem Psalm habe ioh nachgewiesen, dass derselbe auf den neunjährigen Ptolemäus V. Epipbanes, als sein Feldherr Skopas Palaestina Antioohus III., dem Grossen, abgewann (201) gedichtet wurde (V 3.) Berühmt ist die grosse Thiersammlung der Ptolemäer, worunter besonders die reiche Sammlung von zweitausend Hunderacen. Wäre man nicht versucht, bei Aufzählung der verschiedenen Thiergattungeu auch an die ewigen Begleiter des Menschen an die ״Hunde“ zu decken, uad כלבים st■ גי2 כלם lesen? Ueber den Ausfall des כ an einer anderen Stelle. Ps. 6, V. 1. Dem Vorsänger auf Muths-laben ein Psalm Davids. •למנצח על מות לבן מזמור לדוד Das dunkle מות לכן hat den Auslegern nicht wenig Kopfzerbrechen verursacht. Der Curiosität wegen, — der Abenteuerlichkeit der rabbinischen Erklärer, die sich von der Agada nicht haben emanizipireu können, nicht zu gedenken, wollen wir nur folgende autühreu: nach ״Stirb, verlass“ (Hitzig), ״stirb für den Sohn“ (Hupfeid), ״Alamot-Nabla“ (Graetz).

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