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Jüdisches Litteratur-Blatt · 1887-03-24 · N° 13. (24.3.1887) · p. Seite 52

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Journal
Jüdisches Litteratur-Blatt
Volume
16 (1887)
Issue
N° 13. (24.3.1887)
Date
1887-03-24
Page
Seite 52 (sequence 4)
Language
German
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52 Beoensionen. Haber, Salomo. Sohibole haleket hasoholexa eto. Verlag von Wittwe u. Gebrüder Romm. Wilna 1886. — Sifre deagadata an Megillat Ester, nach Hand• Schriften heraasgegeben and mit kritischen Noten, Erklärangen und einer Einleitung versehen. Wilna ibid. (Soblnss von vorig. Nr.) Da es non scheint, dass die im Tanja oft betonte Verwandtschaft mit dem Verfaaser der Sohibole und mit dessen Vettern and Verwandten nicht ganz fingirt ist, 80 geben wir hier der Vermathnng Raum, es sei dieser Solireiber Jeohiel der Gatte jener kalligraphirenden Paula del Mansi gewesen, von der die Breslauer Seminarbibliothek Nro. 27 eine herrliche Abschrift biblischer Commentare besitzt. Im Epilog ibid. nennt sie sich אשתו של ך׳ יחיאל. Eür die Entwicklungsgeschichte des Ritualgesetzes werden fortan die vollständigen Sohibole haleket eine der vornehmsten Quellen bilden, ein reiches Material zur Gaonenlitteratur ist dort geboten und auch für die oft getadelte Rigorosität späterer Codificstören, wie z. B. Josef Karo’s werden mildernde Gesiohtspunkte gewonnen. Die Bearbeitung der Handschriften zu Schibole fiel in Bubers weitumfassende Tanchuma- Studien, diesem Umstande ist es zuzuscbreiben, dass die beabsichtigten Noten und Stellennachweise weggeblieben sind. Besonders Letzteres ist ein bedauerlicher und fühlbarer Mangel, dem jedoch der gelehrte Herausgeber in Bälde durch eiuen besonderen Naohweis abzuhelfen verspricht. — Ueber die zweite Edition ist kurz zu berichten, dass sie sich würdig den früheren Leistungen Bubers auf diesem Gebiete anschliesst. Mit erstaunlicher Belesenheit und Akribie werden die Targumim zu Ester, der Midrasch Ester, Jalkut und 7 Handschriften verglichen, der Text wird festgestellt u. der bereits von Jellinek herausgegebene Midrasch Aba- Gorion nebst dessen zwei Versionen als ursprünglichster Estermidrasch eruirt. — Als angenehme Zugabe erscheint R Tobias Lekach tob zu Elster, der ebenfalls zum grossen Theil aus Aba-Gorion stammt. Die geordneten Jalkutcitate sind besonders werthvoll, nioht minder die Behandlung und Erklärung de9 Fremdsprachlichen in diesen Midrasohim. Wir werden hierzu noch einige ergänzende Notizen und Nachträge bringen. Zu dem nicht erklärten Worte 6תקא S. 6 Sohlgw. &אין אונ maohen wir auf das griechische 7u04xviov demin. von nid•0( Weinfass, Weinkrug (Od. 28, 805 Hes. op. 98) aufmerksam. — Der um die jüdische Litteratur hoohverdienten Firma Wittwe u. Gebrüder Romm gebührt für die liberale Druckeleganz und Ausstattung offentlicher Dank. Caro- Pilsen. Liitterarische Notizen. I. Herr Dr. Wiener wirft mir in seiner ieurigen Debatte vor, dass icli mich talniudischen Hyperbeln mit verbundenen Augen als religiösen Gesetzen unterwerfe. Und warum? weil ich in meiner Arbeit über Eschatologie im Talmud und Midrasch einer Lehrmeinung erwähne, die nicht mit Dr. W.’s Ansicht übereinstimmt. Meint Herr Dr. wirklich, dass ich mich allen eschatologischen Lehren des Talmuds und der Midraschim als religiösen Gesetzen unterwerte? Und hält, er das von irgend einem zeitgenössischen Theologen, sogar von seinem Gegner K. für möglich? 1“1rt1n ח במים roten wirdem hochgeschätzten Oollegen zu. 1־. Zu Kroner’s (Hannover! Aufsatz über das von mir entdeckte Pergamentblatt in der K. Hibliotliek zu Erfurt sei noch ebenfalls aus ',שיד ed. Buber erwähnt, dass in Rom sowohl am Neujahrsabend, als auch am Abend des Versöhnungstages nach הפרש סוכת ש׳ der Vers ארה מועדי ה־ gesagt wurde. . v!de ש־ה־ ed. Buber p. 268 und p. 2926. > < '■harakteristisch für Zidkia, den Autor der ,שיד, ist, dass er Maimonides nur 6 mal citirt, während der Epituraator des שיה und der Plagiator תניא sich ungleich öfter auf diese Autorität berufen. 3. In dem von Buber ed. Midrasch Abba-Gorion pag. 8* heisat es ודומים כשרים מומם, zu dem schiagv/orte כיום ה״ו pag. 31 heisst es im '3 מ! מ' פנים אתרים נו0ח derselben Weise ורוזנים נעשו מימסים לפניי. Das wort מומסים emendirt Buber Anm. 51 in מומם nach Abba Gorion. Umgekehrt ist מומם in מומסים zq verbessern, dieses ist der Plur. des griechischen ptpc; (der Schauspieler). Dazu passt vortrefflich der Beweisvers aus Habakuk 1,10 ורוזנים משחק לן. Die Handschritt des Br. Museums und die Londoner Handschrift haben statt מוםסים das sinngemässe עשרים שחוק לפניו• fl§ Uebrigens hat Buber selbst Tanchuma Sehern in i Anmerk. 54 ־!u כל שבט ושבט היה לו מימום כפני עצמו in diesem Worte des latein. mimus erkannt. Die Form מומסק Schauspieier, kommt vor Ber. raba c. 80 שהן מכניסק מומם ץ לבתי טרטייאות ולבתי קרקסאות שלהן ומשהקק בהן. 2. In den von Buber edirten שבלי הלקט kommt auch pag. 268 b. das Wort מלרופיא vor, über welches vor einiger Zeit an diesem Orte abgehandelt war. Ausserdem bedient sich dieses Ausdiuckes Joset Karo zu Tur Or. Chr. 519, also ein Levantiner und ein Italiener. Arabisch heisst מעי־וף ein Bekannter (von ערף novit, cognovit), nun sind aber viele arabische Ausdrücke in aas sicilische Idiom übergegangen und das scheint auchm it diesem Worte in der Bedeutung: Handelsfreund, Kunde, der Fall zu sein. Im Süditalienischen heisst heute noch ein Handelsmann inarrufino. Meine damals geäusserte Ansicht, in Deutschland habe man hiermit den Begriff Pfänderleihen ערב (siehe Elia Levita s. v.! in Verbindung gebracht, bestätigt J. ו Kolon (Rga 108 zu Anfang). Caro-Piben. ׳ Corrlgenda. In vor. No. S. 46, Note 4 Z 1 ist ״wenig“ zu streichen u Z. 3 ״unsere“ (st. unserer) zu lesen. — Jbid. Sp. 2 ist der Gedankenstrich in Z 1, hinter ״Talmud“ (Z. 2) zu setzen. Jbid. Z 4 v. u. lies: Klingt es nicht . . Selbst- Überschätzung S. 47 b K. 25 sind die Worte ״nicht vielleicht“ zu streichen. Jbid. Z. 37 lies: deutsche Gebete S. 48a Z. 43 lies: ״Alle die, welche die asiatischen Religionssysteme studirt haben, wissen. — Sp. b Z. 3 lies ״weise“ (8t. ״reiche“!. 3dtung$(cfern bietet ba« ״!Berliner lageblatt“ tjinficfitticft ber!Heirf)f)a(tigfeit, Dlauniibfaltigteit mib (hebtegenbeit feine« <J1111a(t« uiiüroeifelbaft Die tiitercffonteftc unb aurrgftt&ftc 3ri|ung« - V'rftüre. 311 golge beffen t>ermod)te cS fict) einen feften Stamm Den ca. 70,000 . Abonnenten ju erwerben unb fid) gleich,(eilig ,(U ber gelefenfteu uutyf) oerbreitetfteu Reitling ®etiifdilanb« empor,(uirhmingeu. ®urch täglich \ ‘ ,(todmaligeS (Jrfd)eitteu ift ba« 8״. T.‘; in ber ilagc, alle “Jiarfjridjteu ftrtd 12 Stun&cn früher als jebe nur einmal täglid) erfebeineube Leitung ,(11 bringen. ®a« ״B. T.“ bcobaditet eine gän,(lid) unabhängige, freifinnige politifdjc •ftaltung unb unterhält Special ־ff or* refponbciibcit au allen wichtigen Blüpen, baher rafdjeftc unb ,(uuer־ läffigftc Oiachricfjteit; bei bebeutctiben (Sreiguiffeu umfaffenbe Special■ Telegramme. ®a«״B. T.“ bringt ausführliche ffammcrberichte be« Abgeorbneten־ unb .£v:neub<n1feS, fowie be«!Reichstage«. ®urrf) ein eigene« pariamen tarifd)e « 'Bureau ift ba« ״B. 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