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Jüdisches Litteratur-Blatt · 1886-10-14 · N° 42-43. (14.10.1886) · p. [Seite]

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Journal
Jüdisches Litteratur-Blatt
Volume
15 (1886)
Issue
N° 42-43. (14.10.1886)
Date
1886-10-14
Page
[Seite] (sequence 1)
Language
German
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M 42-48, Jüdisehes jahrg^y. Litteratur-Blatt. Zar Beleafhtnig aller Jadeatham ■nd Jaden betreffende■ ]ltterarinebe■ Er• tcheinaiigen ■af dem Gebiete der Philo• *ophie! Geschichte, Ethnographie, Theo• logfe, OrieaUIJa, Exogeee, Homiletik, Lltnrglk, PidagogU. Heransgegeben von Rabbiner I)r. Moritz Rahmer. 0Itac|9züuzy, 14. öcto&az 1886. Bflclier derelMRChlagigen Lltteratur,welche der Redaettun xngeiiandt werden, Anden in dieeem HIatte eingehende Besprechung. Bei Einsendung ▼on *wel Kecenslons• Exemplare» erfolgt einmalige kurxe Gratls-Insertton. Das ״Jüdische Llttermtur-Blatt« erscheint wöchentlich in einem halben Bogen Preis bei allen Buchhandlungen (in Leipzig bei Robert Friese) pro Jahrgang 8 Mark. Abonnenten der ״Israelitischen Wochenschrift“ (die vierteljährlich bei allen Postanstalten und Bachhandlungen 8 Mark kostet) erhalten das ״Jüdische Litteratur-Blatt“ gratis. — Inserate •werden mit 25 Pf. für die gespaltene Petitzeile, Beilagen mit 15 Mark, berechnet und sind an die Expedition dieses Blattes zu senden. 00t* Buchhändler, welche direct oder durch Robert Friese in Leipzig Inserate einsenden, erhalten 25^ Rabatt. Inhalt: Wissenschaftliche Aufsätze: Psalm 45. Historisch kritisch erläutert von Arthur S. Weissmann. (Forts.) — Ueher die Bezeichnung ש' הגדול. (Fortsetzung.) — Daten- Berichtigungen zu Dr. Grätz ״Geschichte der Juden“ von L. Cohen, Lehrer in Rees a. Rh. Litteraturberioht. Recensionen: 4. Mautner und Kohn. Biblische Geschichte und Religionslehre etc., in 4 Heften. Wien, A. Pichlers Wwe. & Sohn. Nachdruck nur mit voller Quellenangabe gestattet. Psalm 45. Historisch kritisch erläutert von Arthur S. Weissmann. (Schluss.) Simon war vielleicht auch schon zu Zeiten Juda’s des Makkabäers Hohepriester. Und Jonathan, der sich zum Diktator aufspielen wollte und Simon zu einer Macht zweiten Ranges herabzudrücken bemüht war, liess sich das Hohenpriesterthum nicht von seinen Brüdern, sondern von seinen Feinden, den ausländisehen Oberherrn, verleihen (I. Makk. 11.57) und bestellte seinen Bruder Simon zum Feldherrn von der ״tyrischen Leiter“ (םלמה של צלף) bis zu den Grenzen Aegyptens (das. 59), um ihn nur fern von Jerusalem zu haben. Erst als Jonathan vom Schauplatze geschieden war, setzte das Volk Simon in alle seine Würden ein, und damals mag es auch gewesen sein, dass Simon, der nach der Sitte jener Zeit der Frauen mehrere hatte, diese Kriegsgefangene zu der rechtmassigen oder zu der ״Bevorzugten“ (שגל) erhob. Vielleicht auch um des wohlgerathenen Sohnes Johan Hyrkan wegen. Dieser Akt musste aber auoh feierlieh begangen worden sein. Und bei dieser Gelegenheit wurde dieser Psalm gedichtet. Und daher konnte der Dichter schon am Hochzeitstage — wie bei uns die silberne und goldene Hochzeit — sagen: ״statt Deiner Väter werden Deine Söhne sein“. (V. 17.) Vergleicht man VV. 3, 5, 8, 9 mit '1. Makk. XIV, 7, 32, 35, 41, 43, so wird man von dieser Annahme vollkommen überzeugt. Um uns nicht zu wiederholen, verweisen wir auf die folgenden Erläuterungen. Der Text ist vielfach verstümmelt, jedoch aus dem Zusammenhänge leicht herzustellen. Cebersetmng. 1. Dem Sangmeister auf Sohochanim, von den Söhnen Korah’s. Ein Verständiger. Ein Lied der Liebe. 1. על ששנים kommt nach Ps. 69.80 mit der Präposition אל und nähern Bezeichnung עדות und Ps. 60 blos שושן עלות vor. Man vermuthet darunter ein Instrument. Nach Graetz 2. Es reget mein Herz einen Glücksspruch; Will ich des Königs Thaten verkünden, Ist meine Zunge Griffel eines fertigen Schreibers: 3. Schön ausnehmend von den Menschenkindern bist Du, Anmuth ist aut Deinen Lippen ausgegossen. Darum wählte Dich Gott für ewig.— soll das Instrument, welches zum Tempelgebrauch diente, nach dem Heimathsland - שושן Susa — woher es stammt, benannt sein. Wäre dem wirklich so, so wäre dies ein Beweis mehr für die nachexilische Abfassung dieses Psalms: משכיל bezeichnet den Parteistandpunkt, wie Nehemia 8.13 und Daniel 12, 3.10 nicht anders zu fassen sind. Eine Benennung, die man den rationellen Auslegern der heiligen Schrift beigelegt, was auch aus Nehemia 8.8 deutlich zu ersehen ist. Die משכילים mochten die Vorgänger, oder der ursprüngliche Name der Pharisäer gewesen sein. 2. ירחש wallen, d. i. sieden wie in מרחשת Kochtopf, von der innern Aufwallung, Aufregung, die eine Folge der poetischen Begeisterung ist (Hupfeid). Ist nicht sicher hehräisch, nur noch in מרחשת, dagegen häutig aramäisch, aber im Sinne von wimmeln, kriechen; hervorsprudeln ist nur errathen (Graetz). ״Mein Geist beginnt erhabene Lieder“ (Mendelssohn). Sollte er חרש vermuthet haben? לשון נענוע, gebräuchlich9r Ausdruck für bewegen, welche Bedeutung auch שירוץ hat, wie auch ריחוש. (Rasclni. ישרצו, Genesis 1.20, übersetzt Onkelos ירהשק. Hier angewendet recht passend, es regen sich im Herzen des Dichters Gefühle und Empfindungen, die er zum Ausdrucke bringen will. — דבר טלב findet Graetz für recht unschicklich. טלב von der Rede ~ schön, lieblich, wie vom Gefühl, Geruch, Klang (de Wette, 4. Aufl.). Gesenius in seinemWb. ״von angenehm glückbringendem Inhalt“, wie Lat. bona verba, was ich bezweifle (Hupfeid). Und doch ist דבר טלב nicht anders, als das gebräuchliche מול טלב gut Glück, wie ברכת טוב (Sprüche 2425, Ps. 21.4) geradezu Glückssegen, Glückwunsch bedeutet. Und hier ein Glucksspruch Glückwunsch der von Herzen kommt. — 18 מעשיt ganz wie 7lOlTj(Jta (Sym.) — Gedicht (Hupfeid). Schier erheiternd wirkt ahe!, was Olshauseu ausführt מעשים TC0tr;|1a1:a im Plur. mit Rücksicht, aut die Aneinanderreihung der einzelnen Verse, von denen jeder ein künstliches Ganze bildet, gleichsam ein מעשה für sich. Man war eben in Verlegenheit מעשי welches unmöglich hier als Plural passt, als Singular zu fassen. Graetz wenigstens ist bescheiden genug, eiuzugestehen, diesem Halbvers nicht beikommen zu können. Aber der Dichter hat ja gar nicht die Absicht, mit seiner Verskünstelei oder poetisehen Begabung grosszuthun oder Aufhebens zu machen; er will ja nur den König und den Gegenstand seiner Verherrlichung rühmen. Daher 1. ״ מעשי המלךdie Grossthaten des Königs“. Und diese sind so erhebend und bewältigend, dass sie die Zunge des Dichters — was sie nicht war — zu einem fertigen Griffel machen. 3. יפיפית ist eine Unform. Bei aller unsäglichen Mühe, die die Ausleger sich gegeben, konnten sie dies spröde Wort nicht bewältigen. Graetz, der es zu durchschneideu vermeint, lind יפי יפית ZU lesen empfiehlt, hat es dem Verständnisse nicht näher gebracht, wie auch die grammatische Härte nicht gehoben. Die Silbe ׳181 ים eben dittgraphirt, wie 2> כל כליה• Mos. 31.8) רעת רעתכם (Hasch. 10.16) u. a m. 1. יפית. — Lass Simon ausnehmend schön war, besagt auch sein Zuname Thass1

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