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Jüdisches Litteratur-Blatt · 1886-10-01 · N° 40. (1.10.1886) · p. Seite 158

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Journal
Jüdisches Litteratur-Blatt
Volume
15 (1886)
Issue
N° 40. (1.10.1886)
Date
1886-10-01
Page
Seite 158 (sequence 4)
Language
German
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— 158 — selben Gommentars (8. H. B. XV, 16) findet, wogegen Steinsohneider und Wunsoh atu dem tD ein צ za maohen*) and die Sabier hier za finden anbereohtigt ist.“ (Fortaetermg felgt) Litteraturbericht Hecensionen. 1. Hoff» Dr. Biblische Geschichte für die isr. Volksschalen bearbeitet. L Theil Fünfte revidirte Aafläge, nebst einem Anhänge ״Geographie Palästina’8. Wien, Alfred Hölder. (Preis 50 Kr.) 2. Wolff, Or. G. Die Geschichte Israels für die israelitisohe Jagend. Sechste verbesserte Auflage. Wien, Alfred Hölder. 3. Bäck! Dr. 8. Die Erzählungen and Beligions- Sätze der heiligen Schrift. I. Theil. Für die unteren Klassen höherer Lehranstalten. II. Auflage. Lissa, ScheibePsohe Bachhandlnng. 4. Mantner und fiohn. Biblisohe Gesohiohte and Beligionslehre für die israelitisohe Jagend an Volks- und Bürgersohulen, in 4 Heften. Wien, A. Pichler’s Wwe. und Sohn. (Besprochen von M. Steinhardt) Der Umstand, dass in einem Zeiträume von etwa zehn Jahren bereits eine fünfte Auflage nothwendig geworden, weist darauf hin, dass vorliegendes Baoh ein recht brauchbares ist, und Hesse sich dasselbe auch für einfache Schulverhältnisse unbedingt zur Einführung empfehlen. Der Ton der Erzählung ist durchweg echt biblisch, ohne sich darum allzusehr an das Bibelwort anzuklammern; besonders hervorzuhebende Stellen sind wörtlich angeführt, und ein überflüssiger Ballost von Namen und Zahlen, wie er sich in verschiedenen älteren bibl. Geschichtsbüchern vorfindet, ist grösstentheils vermieden. Dessenungeachtet bleibt noch an vielen Stellen manches zu wünschen übrig. S. 2 weicht Verf. von der bibl. Wahrheit ab, indem das Gebot, nicht von der Fracht **) Ueber Verwechselung von צ und ט in arabischen Schriftstücken ist sehr oft gelegentlich gehandelt worden. des Baumes zu essen, nioht dem Adam allein, sondern erst naoh der Ersohaflang Eva’s beiden gemeinsohaftlieh gegeben warde. Der Satz: ״Und du, Adam, sollst künftighin keinen Ueberflass an allem Guten haben“ besagt nioht das Biohtige, denn keinen Ueberäuss an allem Guten haben ist dooh schliesslich noch keine Strafe. Die Beschreibung der Arche hätte etwas kürzer sein dürfen. In der Erzählung ״Abrahams Verwandtentreue und Uneigennützigkei t “ verfällt Verf. in deh Fehler, den er sonst mit vielem Gesohick vermieden hat, den Kindern unnütze Namen aufzubürden. In einer Erzählung von nur einer Seite Umfang 8011 dem Gedächtnisse des Kindes folgendes eingeprägt werden: Terebinthenhaiu des Mamre, Kedorleomer, König von Elam, Oner, Eskol uud Mamre, Malkisedek, König von Salem und Jsmael; mit Ausnahme des ״Jsmael“ wären sämmtUohe Namen überflüssig. Der Satz ״dieser göttliche Segen bestand auch in den Vaterfreuden (!) Isaks“ ist wohl kaum für Kinder geeignet, und allzunaiv klingt das darauffolgende ״Gott schenkte der Bebekka zwei Knaben zu gleicher Zeit." Der Satz S. 23: ״Duroh diese Boten liess er ihm sagen, dass sein Diener Jakob bis jetzt bei Laban war, und Gott habe ihn mit Herden, Knechten und Mägden gesegnet. Er wünsche Gnade in den Augen seines Herrn za finden“ — wäre besser in direkter Bede za gebrauchen gewesen. Der Ausdruck, ein ״eifriger Gott“ (מנא) ist wohl ein Versehen, der korrekte deutsohe Spraohausdruok hierfür wäre ״eifervoll“. Etwas undeutlioh ist S. 29. Die Kundschafter sagten: ״Unser Leben sei für Euch dem Tode geweiht, wenn Ihr dieses unser Vorhaben nicht aussagt“; welohes Vorhaben damit gemeint ist, ist aas dem Zusammenhange durchaus nioht ersichtlich. Zu ausführlich behandelt ist die Kriegslist bei Eroberung der Stadt Ai, hingegen vermissen wir die schöne Erzählung von■ dem Altarbau der 21/, Stämme. Der L Theil schliesst mit Samuel als Biohter. Ein besonderes Wort der Anerkennung gebührt noch dem Anhänge ״ Geographie Palästinas“, welcher in einem kurzen Abrisse in recht interessanter Weise das Wi8senewertheste über Palästina bietet. Indem wir eine Besprechung des zweiten Theiles uns für später Vorbehalten, sprechen wir den Wunsch aus, dass der Verf. bei emer neuen Auflage Verf. des ersten Theils unsere- Bemerkungen berücksichtigen möge. (Forts, folgt).!inflttg« itmtrlfAlk 4 Podpr* *•eUftättbig nrrgrlffr«, 2. Anfluge im gradt. Sfinjtigflc brr 3r«(r«. ©orbett trfdjienen: 2. Auflage f p « n « e u b! ^loDcften auä bem jilbif^cw gfeunifteufeßen ton Emmy Rossi. «erlag »on Emil Streisand, »erlitt ®etibelftrafie 5Rr. *•. ®egen ®infenbung uon ÜÄarF 1,*0 unb 10 «״Ho erfolgt $rattco>3u|cnbung. [628 von ecc hohen Kreisen beliebt, werden Manila׳ ■Cigarren (Mild! Fein!) ע Musterkistohen ״״ M. G mi 45 Stück versch. Sorten■ in Deutschland postfrelp gegen postfreie Voreinzahlung versendet. [45 Echtheit garantirt! 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