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Jüdisches Litteratur-Blatt · 1886-09-23 · N° 39. (23.9.1886) · p. Seite 154

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Journal
Jüdisches Litteratur-Blatt
Volume
15 (1886)
Issue
N° 39. (23.9.1886)
Date
1886-09-23
Page
Seite 154 (sequence 4)
Language
German
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— 154 — 26. Nachträge und Verbesserungen; 27. Nachträge und Verbesserungen zu den Indices. Aus der vorangehenden Inhaltsangabe ersieht man schon zur Genüge, welche Arbeitskraft dazu gehörte, diesen Catalog anzufertigen und dabei beschränkte sich Neubauer auf die nothwendigsten Angaben; aber, wenn es auch wahr ist, dass der Meister sich in der Beschränkung zeiget, 80 sollte gerade ein Catalog jeden dunklen Punkt, so weit• als möglich, beleuchten und erhellen. Für die Kenntniss der Geschichte des Judenthums, für die Namenkunde der Juden, für die Genealogie uud die Wanderungen der einzelnen jüdischen Familien Hesse sich durch gründliehe Bearbeitung eines so reichhaltigen Cataloges, eine wahre Fundgrube erwarten. Hoffen wir, dass Dr. Neubauers Catalog in seiner gegenwärtigen Form nur die Vorarbeit zu einer vollständigen gründlichenBearbeitungsämmtli eher Eigennamen, die in den Handschriften der Bodleiana sich vorfinden, ist. Die Bibliographie als solche bleibt immer nur eine, wenn auch unentbehrliche, Vorarbeit; Dr. Neubauer besitzt das Wissen und die Fähigkeit, die ganze Arbeit auszuführen, die wir für den Catalog erbitten. — Ring. Aus unserer Briefmappe. Gegen den Religionsschacber und dessen Förderer hat unser gesch. Kollege Dr. Krön er-Brandenburg in dies. Bl. zwei grössere Arbeiten veröffentlicht: Beleuchtung der ״Gedanken eines Juden“, und ״Zur Kennzeichnung der Wissenschaftlichkeit deslnstitutum judaicum in Leipzig“. Beide Arbeiten haben sich einer überaus beifälligen Aufnahme in gelehrten und hochgebildeten Kreisen zu erfreuen. Die bezüglichen uns sowohl wie dem Verf. gewordenen Kundgebungen in Wort und Schrift sind in mehrfachem Betracht von allgemeinem Interesse, so dass es uns der Hr. Adressat und die resp. HH. Adressanten wohl nicht verübeln werden, wenn wir von jenen Kundgebungen zwei Zuschriften an Hrn. Dr. Kroner hier zum Abdruck bringen und einige Bemerkungen daran knüpfen. Die eine Zuschrift (aus Wien) lautet: ״Geehrter Herr! Es hat mich herzlich gefreut, dass Sie der albernen Missionsschrift so kräftig zu Leibe gegangen sind. Wenn auch kein augenblicklicher Erfolg zu erreichen ist — denn so wie der ״jüdische Getaufte“ den alten Kohl als neues Gericht auftischt, so werden es nach ihm noch andere getaufte und christlich geborene Salbaderer thun — so dürfen wir doch durchaus nicht schweigen, und in dem הקהה את שניו nicht ermüden, zumal wenn solche Machwerke unter der Firma De* litzsoh’8 in Curs gesetzt werden. Vielleicht wird es helfen, das Gerede von der evangelischen Feindesliebe auf einen Moment verstummen zu machen, wenn Sie im Laufe der Polemik auf die Stelle im II. Briefe Pauli an Timotheus Cap. 4 Vers 14 aufmerksam machen, wo Paulus dem Alexander dem Schmied, der ihm viel Böses zugefügt hat, die Vergeltung an den Hals erwünscht. Ich glaube die Stelle ist schlagend. Hochachtungvoll Wien, d. 7. Sept. 1886. H.“ Wir glauben das ebenfalls, ja wir glauben noch mehr: Wie uns bereits Hr. Dr. Kr. dieser Tage bemerkte, wird er auf eine etwaige Erwiderung des Iustitutum judaicum, die er dringend wünscht, aus der christlichen Litteratur die ״Dutzende weit herberer Aeusserungen“, die er in Nr. 37 (Anfang) dies. Bl. nur andeutete, wörtlich antühren, und zwar nicht nur aus den Scholastikern und den ältern, neuern und neuesten protestantischenKirchenschrift«tellern, sondern auch aus den N. T. Vor der Hand weise er auf Joh. 18 22, wonach Christus, entgegen seiner eigenen Lehre, wenn die eine Wange geschlagen wird, auch die andere hinzureichen, selbst sich bitter beklagt, als ihm einer einen Schlag versetzt; auf Apostelgesch. 23.2, wonach Paulus eine Züchtigung, die er erfahren, mit dem Fluche erwiedert: ״So möge Gott Dich schlagen!“; aut Matth. 11.20, wonach Christus sündhafte Städte schalt, und nicht wie Abraham für solche betete. Die andere Zuschrift (aus Berlin) lautet: ״Herrn Rabb. Dr. Kroner i. Brandenburg a. H. Erst in den letzten Tagen bin ich dazu gekommen, den Schluss Ihrer Beleuchtung der ״Gedanken“ zu lesen. Diese kraftvolle Arbeit verdient beste Anerkennung und wenn Ihnen an solcher seitens eines Laien gelegen, so wollen Sie hiermit den Ausdruck dafür freundlichst empfangen. Und welch’ eine herzerhebende Leistung ist der ganze Schlussartikel! Wollte Gott der Herr, Israels Häuser hielten auf jüdische Zeitschriften wenigstens in gleichem Verhältniss wie auf Tageblätter, dann wurden die Ackerer nicht so oft vergebens pflügen! Indessen, getrost: כי לא אלמן ישראל. k.“ Der Schreiber dieses Briefes ist einer unserer besten und gebildetsten Juden כמותל ירבו בישראל! In die daukbare Anerkennung, die unsrem gesch. Kollegen aus so zahlreichen gebildeten Kreisen sich kundgiebt, stimmen wir mit vollem Herzen ein. Redaction. |11lmfant£|ü pdpfdjilft für das getifUiete ilubllluiin. $CUt)d)CS $ic littorarifd) politifdK cJeitfctu'ift elften Stangce ueibiitbet bie Vorjiige einer nntertmlteubeu 1m& antogenben $öod)e1tfd)nft mit benen einer n>ol)linfonmrtcu leid) mit 97ad)rid)ten nit» enter Duelle anbgeftotteton Jeitung, nun io entfpvidit bnS ,,Xeutfcbe!Montage» ©latt" in feiner Doppel 9?ntur einem entfcbicbcucn ©ebürfnifi be« gebilbeteu DefcpuMiFume, tvoiiiv bie gvojje Verbreitung bei! beften Veniciö liefert. '.1lufier bcu '■Beiträgen be* rcgelntüftigcn!Mitarbeiter liegen bereit* eine Weilte febr interejjantcr ')htifel ober 3'ifiäicrungcn ioidjer für bie uädiftcu Quartale Von Sdniititcllevn vor, bie tbciltvci■» idiou ju ben gefeievtjten imjtvcr obernrn ')lutoren gebären: V«ul £10)je, jtarl Vlinb,?llejaiiber '-Baron Wobertb, Ctlo Voguette, V• ft Wofeggev, Widjarb Vofo. •fr. ViOingcr, li. Vel»,!Hajr Ving, tpebloig 5)0(111, Wcrljnrb 'Jiol)lf#, Jf־. v. (־lolfyonborfi. 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