Jüdisches Litteratur-Blatt
- Journal
- Jüdisches Litteratur-Blatt
- Volume
- 14 (1885)
- Issue
- N° 32. (6.8.1885)
- Date
- 1885-08-06
- Page
- Seite 128 (sequence 4)
- Language
- German
- Belongs to
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— 128 יסרדז הדבךים־- möchte ich unseren Glaubensgenossen die beschämende Thetsache in’8 Gedächtniss rufen, dass sie seit Elia Levita, der seinerzeit die einzige Quelle für die das Hebräische erlernenden Christen ׳war, mit einziger Ausnahme von Wolf Heidenheim, und S. D. Luczatto nicht nur der Wissenschaft nichts geleistet, sondern sich auch nicht einmal die Mtthe genommen haben, sie in ihrem heutigen Stande kennen zu lernen. Im Einzelnen Hesse sich bemerken, dass die dritte Klasse der ""B die nach Analogie der J"fi conjugiert werden, wohl besser ,",B heissen, wie es Strack vorschlägt. Bei den drei Verben .שחה. טהר אד.: scheint mir, was ich bei der unklaren Fassung des § nicht entscheiden kann, Kautzsch bei der Idee von dem eingeschobenen Waw stehen geblieben zu sein, während doch die längst acceptirte Lehre, dass das ה der .ל״ד kein radical, sondern orthographisches Zeichen an Stelle eines ausgefallenen Waw oder Jod ist, darauf hätte fuhren sollen, dass das Waw nicht eingeschoben, sondern radical ist. (Seite MS § 75.1 JS) Auffällig ist mir ferner, dass als Beispiel fiir die Aphäresis eines schwachen Cousonnanten mit f -stein Vocale auch קייס IIos. 113. citiert ist, welches fiir .1? » ידקהס Stellt, wo des Lamed Schewa haben sollte (Seite 51» 3 11» 3). Störend hat sich die mangelhaft« ■ Berücksichtigung der exegetischen Litteratur in der ן Anführung von Beispielen für Wegfällen des Artikels ן beim Adjectiv geltend gemacht, wozu als Beispiel 2. Samuel •i. 3. citiert wird, während nach Keil’s Erklärnngen zur Stelle hier unzweifelhaft ein corrupter Text vorliegt, indem die Worte von הדשה bis בסלה durch Versehen des Abschreibers wiederholt sind (Seite 2fd* § 111.2. B.). Auffällig ist es, dass im Paradigma des starken Verbums med. E. der Infinitivus nicht angegeben ist, während er thatsächlich sich findet. 2. S. iS. 25. (וקרב An falschen Citateu habe ich gefunden 2 הלבשןז. Sam. 13.1s. ohne .ד, wahrend die mir zugänglichen, maso• reiisehen Texte alle die gewöhnliche Orthographie zeigeu. (Seite US.) Ferner Seite IKi wird "א citiert Jeremia 12—11 für ■12—t». Ich nehme von dem Buche Abschied in der Ilotlnuug, dass die nächste Auflage, die ja als 25. ein Jubiläum des Buches iuauguriren soll, alle besprochenen Mängel bei Seite lassen, und den Namen seines ersten Verfassers stets in würdiger Weise, wie es dem Begründer der hebiäischeu Sprachwissenschaft in der Gegenwart geziemt, unser» Tironen in’s Gedächtniss bringen wird. Brünn. Dr. Deutsch. Herggrfm, II. Okerkantor, die sechs Strofen des ״Tofillas Tal“ mit dem Schlussgebet ״Liwrochoh“ fiir Solouud Chorgesang nebst ßecitativeu für den Vorbeter. Hannover, Eigenthum des Herausgebers. Nachdem der Gesamintgottesdienst von de» hervorragenden Synagogenkomponisten Sulzer, Lewandowski, Naumburg, Deutsch, Weintraub, Bär uud neuerdings vou Itachmanu uns dargereicht uud der Bedarf nunmehr vollstäudig gedeckt ist, haben die E'pigonen es sich augelegen seiu lassen, einzelne Tneile unseres Gottesdienstes musikalisch zu illustrieren Solche monographischen Arbeiten sind in der Hegel mit mehr Liebe und gründlicher vom Componisten behandelt. Die vorliegende Berggrün’sebe Arbeit giebt dafür einen Beleg. Die sechs Strofen siud theils für gemischten Chor (Str. 1 uud 51, theils für den Cantor allein (Str. 3 and 41 und theils für Cantor and Chor (Str. 2 and 6) geschrieben. Dm letztere ist auch der Fall bei dem Schlass^ebet ״Liwrochoh*. Die 1. and 5. Strofe sind ira ruhigen F-dur '|«ו Andante religioso, gehalten, melodiös and enthalten schöne Modulationen. Tonmalerisch ist auf ״komem ir“ das Aafsteigen in der Tonfolge (Takt 13 im Sopran, Takt 14 im Alt and Bass). Stroie 3 in F-dur and 4 in F-moll sind für kehlfertige Sänger. Sie zeigen ein slavisches Gewand. Vor der in der 3. Strofe (facil), Takt 7, von der Fermate gehaltenen Note d hat der Setzer ein b weggdassen Es soll wohl ״des“ heissen. Auch ist textlich das part. pass. כרוכה anstatt des subst. ברכה zu lesen. In der 4. Str. ist dem Componisten ein mathematischer Schnitzer passiert. Der 8. Takt hat 5 Viertel. Obgleich ein Becitativ sich ja an Tempo und Takt productivisch hörbar nicht zu halten braucht, so ist doch eine richtige graphische Fixierung nicht ausser Augen zu lassen. Schön tonmalerisch ist wieder sowohl in der 3. als auch in der 4. Str. das ככל aasgedrückt. Da sieht man Thau herabfallen. Die 2. uud 5. Str. sind recht gelungene Sätze, namentlich da, wo Cautor und Chor in As-dur zusammen ertönen. Mit dem schön liarmonisirten Schlussgebet Liwrochoh in F-dur */״ Allegretto, schliesst die Arbeit ab. Fassen wir unser Urtheil zusammen, so können wir sagen, dass es eine sehr achtungswerthe Arbeit ist. Da.» winzig Auszusetzende soll den Werth derselben nicht mindern. Wir hoffen nach diesem opus primuni bald nmfangreichereu Arbeiten des Componisten, der in der Praxis als Cantor eine hervorragende Stellung einnimrat, za begegnen. Essen. Siegfried Gr»£ | Notiz.! London. Dein ״Jew. < liron.“ zni'׳'se wird demuärbst die ] Yevlajislmcbbnndbm;' de-* 11. David Sutt חיי )nbriisih.* Werk in (׳creimtor l’rovi vcröllent lieben, dad-s Titel tnliren winl:! ״Sich ronöt h, o.l׳׳r Krinneningt-u eine»;1■;־. Als Einleitung wird dassellm ein in cn^liscl.- r Sprache abgetäs-ies Essay 11al1e!1, das den i'r»|1rong und die Entwickelung der neu-! helir. Poesie bis auf die ■egviiwait feb tc Das fragliche; Werk, dessen Vert'asser unser ״e»eb.1tsvr Mitarbeiter. Herr Dr. t'hotzne r vom Haw>w-t'..lh׳״e i»t. w\־l i-iiiem hohen War- , dentrüger der engl. Kireho, dom bisherige:. I.eetor de*!»■sagten j College, gewidmet sein. Kpitapii. I IW'1 Ur. S. M.111l<־Iker1*. Leipzig. Wiautwortlicliei Keilfictfur Dr. K*hזייתו« Ma^'lt'biiry Druck vuu I), 14. Wollt, Ma.{*leliur£. Verlag v»11׳ Friese, I^cipzi^.