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Jüdisches Litteratur-Blatt · 1885-05-14 · N° 20. (14.5.1885) · p. [Seite]

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Journal
Jüdisches Litteratur-Blatt
Volume
14 (1885)
Issue
N° 20. (14.5.1885)
Date
1885-05-14
Page
[Seite] (sequence 1)
Language
German
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Mir!11♦* ^♦*•*piilU'iit• iVtit/eili*. ItHIagfD mit 16 Mark, Wn*t׳l111'־i uml mh«I an dir Kxpr<litin1 Main״./ *־ M11־-I1<n. D9 Buclih&ndler, weicht• «1 irret ml«״r tlureli Kober» Kries*• in!**־ip/.i^ tn**en1f<> «*t1iM*u<le11. e1'lult«>11 2f» X Kahatt. 1 1) 11 n 11 : \V i 11 sr 11 a I 11 i r 11 e Aulsntz«•: H*«1ankt‘11 *•int»* .in<U*1r׳. J*clt*m*h!H \o!1 Kahl». M1\ Kn<!1<־r. I,.1;m׳l1־nhut^ :1 •1. 11• IV. — l*ie 1H11e>t1׳n Ausi^ralmn^en in <ו1*ו*י*י rtr IVit•*.» <'•־Ile! taiiea zur Mischtinh. S<׳hlu**. I.i 11oral u rl»e 1• ie 111. K< or n>1<<t1rn: 1*11־ lm*1־\ Mi• A.. Tat* •׳um Mtikcl•■*. 1 K<11־*<tzn11t׳ statt SeM;:*-.. N«»! i z. Nachdruck nur mit •veiler Quellenangabe gestattet. ״Gedanken eines Juden,“ I>eleu<11t1-t \<>n Mi Kmiirr. KaM! in l'»ta11<'<׳nl׳m^ :־. d. II. IV In dem interessanten Sehnlichen ״Fürst. Bismarok’s Verhältuiss 7.11m Glauben, insbesondere z״m Judenihnm“ (zu bezielieu durch die Expedition <ler ,Israel Wochenschrift“ in Magdeburg*)! werden nach Busch’s bekanntem Buche folgende Aeusscruiigen des Reichskanzlers niitgetheilt: ״Sonntags sollte nirgends gearbeitet werden; freilich gelte 'das nicht, vom Staatsdienst, der auch Sonntags die Erledigung dringlieh•‘!• Depeschen verlange, und auch die Kröte mache oft die Sonntagsheiligung schwer möglich: er würde es nicht, übers Herz bringen, die Sonntagsarbeit, zur Zeit, der Ernte seinen l’üehtcrn zu mitersag••!!;. er seil־).״ allerdjngs könne sich's gestalten, da er den Schade!! des Montagsiegeiis mitansehen könne.“ Es schien uns — Angesichts vorwaltender Verhältnisse der Gegenwart — nachgerade!loch ai.gezeigt, diese Aen-seningeu hier zu re|1rodueireu. Wir unterlassen es. die nnlvliegeiiden Folgerungen zu ziehen, mul wenden!111< dem Bedauern des Veif darüber zu,!lass sich auf dem platten Lande, wo die Jude!: so sehr zerstreut wohnen, nicht leicht eine hinreichende Zahl zusanunenfinde. um •den religiösen Bedürfnissen durch Herstellung der, für ihren Kultus nöthigen, Einrichtungen, insbesondere eines geregelten Gottesdienstes und R*-ligions- Unterrichts genügen zu können. Nun. da» Judeuthum stellt die' Theiluahme am ölleutlichen Gntte>di-11»tv. die es allerdings dringend empfiehlt. denjenigen, welchen sie unmöglich i't, niigends als ein,- unerlässliche Bedingung vollkommener Frömmigkeit hin. vielmehr sieht es selbst die dürftigste Hütte, in der sich auch nur e i 11 Mensch mit Göttlichem belässt, als eine '»tatte der Gotiesmajestüt a»1. Ferner lehrt die Xotli nicht nur beten, sondern and! — unterrichten, ja eifriger und besser unterrichten, als manche sogen. lieligionslehrer es tlnui. Allerdings wird im Talmud Berachoth *a derjenige, welcher eine Synagoge in seiner Stadt hat und sie nicht besticht, .ein *j 1 l’.xeii:!•]. Mir •_'•■ I’t.. 1» Kn. 111• 1 Mark. Iiiisor Nachbar“ genannt; aber eben nur derjenige, welcher!•ine Synagoge in seiner Stadt ( 'ובל hat. Sodann tragen wir: War Daniel ein frommer Mann 'i Der Vei t wird diese Frage wohl nicht zu verneinen wagen; 111111, daun lese er einmal Dan. *»,II. ״Woher wissen wir, heisst es ferner I*. Abotli .,!.יי so wahr wie schön, dass auch hei einem einzigen Mensehen, der sieh mit Göttlichem (Thora; beschäftigt, die Gottesinajestat weilt1־“ Aus '1. M. l'll,Jl : An jeglicheni < *rte, wo ich meines Xanieiis gedenken lasse, komme ich zu dir mul segne dich. — Es seien di•• Worte ans Göthes Tasso hier angereiht.: Die Stätte, di«• ein guter Mensch betrat, ist cingeweiht. — Wir ';euin ii wackere, fromme jüdische Dorfbewohner, die ihre Kinder 11. A. itu IVbersetzcii der hehr. Gebet«• mit Hülle einer 11e11t»1-h«-n Hehersetzungk in der Ileligionslehre nach dem bereits in H. 1X0 I d Bl׳ erwähnten Buche von Plessner mit recht schönem Erfolg unterrichteten Bei der Einläelilu-it mul Klarheit «ler liebr. Gelx-tsjiraelu•. sowie hei «I••!■ Fasslichkeit, und Iimigki-it d» r jüdix luni Lehr«« mul Geschichte ist. «las allerdings nicht zu schwer. Wir hatten einmal bei «ler Abh gung eines sog••!! Eides more jinlftico am <!׳■rieht «•in«׳!■ klcin-u Stadt zu fiinctionircn Bevor der Rieht«‘r erschien, lasen wir in dem uns bis «laliii! iinbi kanntin Katechismus «l«;r mosaischen Ileligionsh luv \ו1יו־ Dr. E. Kley, «len uns «•in«• Bu« hhaiidlung zur Ansichi zugeschickt lmt<•■. Plötzlich trat «ler Richter, ein sein־ lieheuswiir<ligt11 ׳1׳ml vornrtlud'lieier Mann, in «lie G1ri« ht»s1nl)«•,!»«■grusste 11ns uiul fragte, in was für *'in Studium wir so vorti« ft waren. Wir zeigten ihm den Kat«׳el1ismus. mul nach lliichtigvm Einblick ersucht«• ••)׳ uns, ihm das Biu'h zu üb«‘1־lassen, da er — «ler Hii hter war Christ — noch nie «•in derartig«•» Buch gesehen, ges<11׳ w«ige «!«•un gelesi-n habe. Hin Jahr später kanu'U wir mit dein Hi-itu wieder zusaunnen, uml er konnte «l;1s Buch gar nicht genug loben. Das ist, sagt«* «t, rilightsp Xahrung l'iir (!«•ist mul Herz, so «• i n t a c h und fass lieh, un«l «loch so «•!•haben! Ai״ Sonntag i»;s«: ich meiner Familie gewöhnlich et was aus Ihrem Katechismus vor. Gicht es noch mehr jiulisch*'!{*•ligionsbiielu•!• in le-ncni Sprach••!■ mul sind alle, auch dii-jenigen von <uthodox«-11 Autoren, so klar und lauter'/ Wir uanuten ihm mehrere Dutzeml solcher Lehrbücln-f• mul heiAei'ki«•!!, «lass ■liej<11׳ig«׳n von.ortho- «loxen Autoren zumeist «las Ritual«: ausführlicher behamlelfen mul naelulrücklichcr I1et<n1t«:n, je«l«jch bezügiieh «ler jtiilischen Ethik, d«-r Lehre über Gott, S«-!hsth«’iligung, allmiifässeiul«: Nächstenliebe mul LT11sterhliehkeit, in k«־iuer Weis«! den a!nl«-rn L«־l1rhücher!1 naehständon Bahl «larauf hatten wir Anlass, «lern

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